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PnP durch Diabetes verursacht

Markus112

Neues Mitglied
Guten Abend, an die ganze Community.
Ich bin neu hier und hoffe auf ein wenig Hilfe und dass die Dinge worüber ich schreibe, mit Respekt und Anstand behandelt werden.

Ich bin Markus und stehe kurz vor meinem 28. Geburtstag. Seit April 1995 leide ich an Diabetes Melitus (Typ1). In meiner Jugend kamm ich mit mir und dieser, wie ich hoffte, nicht allzuschwere Stoffwechselkrankheit ganz gut zu recht. Ich hatte meine Familie, Ärzte und andere Menschen die sich gut um mich sorgten und mich auf dem Weg hielten. Seit ca. 2007, meinem 19 Lebensjahr, stand ich ohne Unterstützung in meinem Leben da. Ich fiel in ein tiefes Loch. Ich hatte die Schule beendet, war auf der Suche nach einer Ausbildung und hatte keinen geregelten Alltag. Ich fing an mich und meinen Diabetes zuvernachlässigen. Ich hatte Gelegenheitsjobs und schöpfte jede Möglichkeit um an Geld zu kommen. Dies lief weiterhin so bis Sommer 2012. Ich fing nochmal eine Ausbildung an und freute mich das erste Mal auf meine Zukunft, ohne zu wissen, dass ich 3 Jahre später schon wieder am Ende angekommen bin. Ich versuchte während der Ausbildung meinen Diabetes wieder in den Vordergrund zu rücken, vernünftig zu sein, was ich aber schnell aufgrund der aufwendigen Ausbildung wieder zur "Nebensache" werden lies. Ich wollte leben und mich nicht von einer Krankheit stetts beherrschen und kontrollieren lassen. Anfang 2015 erkrankte ich dann an leichter Neuropathie, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt schon auf dem Weg einer besseren Blutzuckereinstellung war. Tja - zu spät! Heute ein Jahr später, 2016, ist es wessentlich schlimmer geworden obwohl mein Hba1c Wert schon seit langem konstant bei 6,4, 6,5 ist. Laut Arzt, perfekt. Füße kribbeln, Fingerspitzen sind taub und natürlich ein ausgesprägtes Potenzproblem. Ich weiss, ich habe sehr viel falsch gemacht, bin schlecht mit mir Umgegangen und hätte mich intensiver um meine Krankheit kümmern müssen. Die Schuld gebe ich mir jeden Tag, sie lässt mich nicht schlafen, mich keine ruhige Minute mehr verbringen. Meine Frage an euch ist somit: Gibt es eine Möglichkeit das Ruder nochmal herumzureißen? Kann ich meine Gesundheit nochmal verbessern? Wie löse ich meine Angst und meine Schuld?! Im Moment ist dies kein Leben mehr für mich..
 

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Biddi

Sehr aktives Mitglied
Moin,

deine Versäumnisse kannst Du nicht rückgängi machen, hin ist hin. Es bringt also gar nichts, darüber nachzudenken und sich Vorwürfe zu machen.
Du musst zusehen, dass es nicht schlimmer wird. Vernünftige Bewegungstherapie, Ernährung(?), 1c bei 6,x% ohne grosse BZ-Ausschläge nach oben oder unten.....

PS. bin seit 30 Jahren süss ohne Foleschäden
 

Jusehr

Aktives Mitglied
Hallo Markus,

ich weiß nicht warum, aber Du machst eigentlich einen recht sympathischen Eindruck auf mich.

Ohne genauere Details über Deinen Gesundheitszustand zu haben, glaube ich dennoch, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Weg für Dich gibt, mit der Krankheit einigermaßen zufriedenstellend zu leben. Hierfür brauchst Du wohl gute Berater.

Man sollte sich wohl auch nicht nur auf einen Arzt verlassen. Im Prinzip sollte bei Dir schon die Krankheit hohe Beachtung finden (ohne zu übertreiben), denn sie bestimmt Dich doch sehr, wie wir hier an Deinem Beitrag sehen. Mehr Engagement für Deine Krankheit! Das könnte zB bedeuten, dass Du Selbsthilfegruppen aufsuchst, spezielle Kliniken kontaktierst etc. "Hausarzt Dr. Müller an der Ecke" wäre mir in Deinem Falle zu wenig.

Ob Du das Ruder in Bezug auf die Polyneuropathie noch mal "rumreißen" kannst, weiß ich nicht. Es könnte schwierig, aber vielleicht nicht unmöglich sein. In der Medizin gibt es auch immer wieder Überraschungen. Und mit denen würde ich auch rechnen.

Du brauchst wohl auch neben einem guten Diabetologen eine Art Neurologen. Dank Internet kannst Du Dich ja auch ausführlich informieren. Mühsam nur, dass man zwischen den vielen Infos, die Dir nur das Geld aus der Tasche ziehen wollen, die richtig guten Infos finden musst.

Schuld und Angst sind noch mal ein anderes Thema. Auch hierfür scheinst Du wohl gute Berater zu brauchen. Ich kann das jetzt wohl nicht allzu sehr vertiefen, aber ich denke, dass man eine solches Krankheitsbild als Aufgabe annehmen sollte.

Und vor allem wünsche ich mir, dass Du mit Deiner Krankheit nicht alleine bleibst!
 

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