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Plötzlicher Vaterkontakt, trotz alleiniger Sorgerecht!!!

Flori_1984

Neues Mitglied
Erstmal Frohe Weihnachten an alle!

Heute ist unsere Stimmung leider "kaputt" gegangen! Meine Freundin hat ihre Tochter über 6 jahre erzogen, ohne Unterstützung von leiblicher Vater. Ich kann sie auch sehr gut verstehen, dass sie heute so frustriert ist, weil Kindesvater heute plötzlich mit dem Geschenk vor der Tür erschien hat und dem Kind so dargestellt hat, dass er "sehr guter Vater" ist und ihr sehr liebt!

Wir hatten lange diskussiert, wie wir den Kontakt zw. Kind und dem Vater "verbieten" können. Leider wissen wir keinen guten Rat dafür.

Unsere große Sorge ist, dass das Kind dem Vater mehr (unglücklich) lieb haben wird, und mich, da wo wir gerade unsere Beziehung über 1 jahr aufgebaut haben, ausbaden zu lassen! Für das Kind habe ich außerdem nicht nur meine Energie, sondern auch finanzielle Vermögen investiert! Wie auch immer: Wir wollen nur das beste für das Kind!

Gruß
Flo
 

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diabolo

Aktives Mitglied
Erstmal Frohe Weihnachten an alle!

Heute ist unsere Stimmung leider "kaputt" gegangen! Meine Freundin hat ihre Tochter über 6 jahre erzogen, ohne Unterstützung von leiblicher Vater. Ich kann sie auch sehr gut verstehen, dass sie heute so frustriert ist, weil Kindesvater heute plötzlich mit dem Geschenk vor der Tür erschien hat und dem Kind so dargestellt hat, dass er "sehr guter Vater" ist und ihr sehr liebt!

Wir wollen nur das beste für das Kind!

Gruß
Flo
Den Frust kann ich schon verstehen.
Ich denke jedoch, ihr seht da Probleme, die nicht zwangsläufig kommen müssen.

Zum ersten haben Vater und Kind das Recht auf Kontakt. Es ist wichtig für das Kind zu wissen von wem es abstammt.

Blöd war, dass der Vater so unvermittelt aufgetaucht ist. So fehlte die Möglichkeit, das Kind seelisch vorzubereiten, was ich nicht gut finde.

Dem Vater muss unbedingt klar gemacht werden, dass das Kind Zeit und Vorbereitung braucht, sich an die neue Situation zu gewöhnen.

Um zu dir zu kommen... da machst du dir glaube ich zu viele Sorgen. Kinder schaffen es durchaus die verschiedenen Rollen der Menschen um sie herum zu trennen.
Du könntest für das Kind der Vater sein, der da ist. Und er ist der leibliche Vater, der zu Besuch kommt.

Wichtig finde ich, dass keine großen Streitereien zwischen den Parteien entstehen, die das Kind verunsichern und verwirren.
Setzt euch - wenn möglich - mit dem Vater zusammen und arbeitet aus, wie ihr den weiteren Kontakt im Sinne des Kindes gestalten wollt.
 

Flori_1984

Neues Mitglied
Hi Diabolo!

Danke für deine Meinung! Wir wissen ja, dass es sehr wichtig ist, den Kontakt zw. Kind und l. Vater! Wir haben auch dem Kind immerwieder vermittelt, dass er keinen guter Vater ist (nicht Böse gemeint).

Damals hat meine Freundin jedesmal ihm gesagt, er soll sich mit ihr treffen. Termine wurde sogar ausgemacht. Allerdings hat er ersten 3 jahren nie zum Termin erschien. So hat sie aufgegeben, mit ihm Termine zu machen und ihm klar gemacht, dass er später das Kind nicht sehen darf. Jugendamt hat ihm damals auch verboten, das Kind ohne Aufsicht zu nehmen.

Wegen Ihm war meine Freundin sogar bei der psyschologische Behandlung!

Unsere Problem ist, er leidet unter Borderline, also Persönlichkeitsstörung! Neben Borderline ist er außerdem Alkoholiker! Er ist also öfters "A.......".

Wir wollen das Kind ja nicht nochmal verletzen und enttäuschen. Wir haben außerdem nichts gegen ihn!
 

diabolo

Aktives Mitglied
Wir haben auch dem Kind immerwieder vermittelt, dass er keinen guter Vater ist (nicht Böse gemeint).

Unsere Problem ist, er leidet unter Borderline, also Persönlichkeitsstörung! Neben Borderline ist er außerdem Alkoholiker! Er ist also öfters "A.......".
Den ersten Teil finde ich bedenklich. Auf eine solche Wertung sollte das Kind - wenn schon - mit der Zeit von selbst kommen.
Du darfst hier die Positionen nicht vermischen. Aus eurer Sicht ist er sicherlich kein guter Vater. Das Kind hat jedoch andere Werte und eine andere Perspektive. So sehr ich euch verstehe, es ist sehr schmerzlich für ein Kind eine solche Wahrheit über einen Elternteil verarbeiten zu müssen.

Zu dem zweiten Teil... ich verstehe euch da vollkommen.
Es hat jedoch auch seine Vorteile. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird er bei der Kombination nicht wirklich an einem regelmäßigen Kontakt interessiert sein (ihn durchhalten können). Wichtig fände ich nur, dass die Treffen erstmal nicht unbeaufsichtigt stattfinden. Das würde das Kind auch überfordern.

Da er bisher eh keinen Kontakt zu dem Kind hatte, kann es gut sein, dass der unregelmäßige zukünftige Kontakt gar nicht so belastend für das Kind ist - schließlich besteht keine wirkliche Beziehung zwischen den beiden. So kann es den Vater als jemanden kennenlernen, der ab und zu kommt und sich kurzzeitig kümmert.

Wenn ihr dem Kind wirklich helfen wollt, dann versucht es darauf vorzubereiten, dass er mal da sein wird - und dann wieder nicht. Ohne Wertung.

Ist schwer, ich weiß.
 

tsochart

Mitglied
Bitte denke daran, das Kinder für ihre Entwicklung auf jeden Fall auch ihren Vater brauchen. Es wäre gut, wenn du deine eigenen Befindlichkeiten etwas zurückstellen kannst. Kinder brauchen Vater und Mutter. Regelmäßiger Kontakt zum Vater ist für die Entwicklung von Kindern sehr wichtig. Das gilt auch für deine Kinder.
 

diabolo

Aktives Mitglied
Bitte denke daran, das Kinder für ihre Entwicklung auf jeden Fall auch ihren Vater brauchen. Es wäre gut, wenn du deine eigenen Befindlichkeiten etwas zurückstellen kannst. Kinder brauchen Vater und Mutter. Regelmäßiger Kontakt zum Vater ist für die Entwicklung von Kindern sehr wichtig. Das gilt auch für deine Kinder.
Ähm, das hat der PARTNER der Mutter geschrieben.

Grundsätzlich hast du recht.
Ob Kinder jedoch den regelmäßigen Kontakt mit einem Menschen brauchen, der mit sich selbst nicht klar kommt, ist eine Frage, über die man diskutieren kann.
Auf jeden Fall hat das Kind ein Recht den Vater zu treffen. Der Vater ebenso - selbst, wenn es ihm bedauerlicherweise erst Jahre später einfällt.

Dass mit dieser Konstellation hier nicht leicht umzugehen ist, weil sie weit entfernt ist vom Idealbild, sollte man jedoch ebenfalls ein wenig berücksichtigen.
 
M

mutti123

Gast
Hallo,
meine Tochter hatte auch 14 Jahre keinen Kontakt zu ihrem leiblichen Vater.
Als sie 4 Jahre alt war, trat mein Partner und jetziger Ehemann in unser Leben. Für sie ist er ihr Papa.
Und dann, ganz plötzlich, wie durch Zufall, kam ein Kontakt zum leiblichen Vater zustande - durch ein Internetportal. Ich muss dazu sagen, wir haben NIE schlecht über ihn geredet oder ihr gar den Kontakt verwehrt. Sie wusste immer, dass wir ihr bei der Kontaktaufnahme auch helfen würden.
Die Entscheidung dafür und wann sie Kontakt will, haben wir aber ihr selbst überlassen.
Und dann, von heute auf morgen, hatte sie Kontakt.
Wir haben das immer unter dem Punkt gesehen, dass sie nur dazu gewinnen kann und damit sind alle sehr zufrieden.
Sie hat ein Recht auf ihre Erfahrungen mit ihrem leiblichen Vater und wenn er sie glücklich macht, gewinnt sie dazu. Aber auch, wenn er sie enttäuschen wird, lernt sie dazu. Davor kann und will ich sie nicht bewahren, denn beide haben das Recht auf eine ungestörte Vater - Kind - Beziehung, auch wenn es Tiefen geben sollte.

In eurem Fall ist das natürlich ein wenig anders zu sehen, aber beeinflusst sie bitte nicht! Sie muss sich ihr eigenes Urteil bilden und das kann und wird sie auch tun. Euer Problem kann somit vielleicht viel schneller gelöst werden. Wenn sie ihren leiblichen Vater als unzuverlässig oder dergleichen erlebt, wird sie sich ein eigenes Urteil bilden und auch dementsprechend reagieren. Und wenn er sie glücklich macht - warum nicht? Dann hat sie dazu gewonnen und das ist doch schön.
Ihr solltet ihr in dieser Situation eine Stütze, ein sicherer Hafen sein, auf den sie sich verlassen kann. Dass sie weiß, wenn es ihr schlecht geht, wenn sie negative Erfahrungen mit ihm gemacht hat, dass sie jeder Zeit mit euch darüber reden kann, dass ihr sie auffangt und NICHT im Stich lasst.
Versucht nur bitte nicht, sie zu beeinflussen, denn das kann auch nach hinten los gehen. Dass sie sich dann von euch abwendet und mehr Kontakt zu ihrem leiblichen Vater sucht.

ich wünsche euch alles Liebe
mutti123
 

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