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Partner ignoriert meine Depressionen

G

Gina22

Gast
Hallo ihr Lieben,

ich habe meinem festen Freund gesagt dass ich Depressionen habe und deswegen bei einer Psychologin war. Er hat daraufhin gefragt was denn genau mein Problem sei und ich habe ihm erzählt wie ich mich fühle und was in meinem Kopf vor sich geht. Daraufhin hat er nur gesagt, dass ich doch einfach positiv reden soll über mich und dann wäre doch alles wieder gut. Als ich meinte dass ich das so einfach nicht schaffe ist er sauer geworden und meinte ich würde mich kindisch und unreif verhalten, und was das bitte für ein Lerneffekt wäre, wenn ich direkt schon wieder so negativ anfange. Er hat dann mich angeschrien dass er kein Bick mehr auf so ein dummes Gespräch hätte und ich habe den Raum verlassen und musste ziemlich doll weinen, wollte aber nicht dass er das sieht. Ich wollte einfach nur noch alleine sein. Ich dachte mir würde das helfen, wenn er es weiß aber jetzt fühle ich mich furchtbar, wertlos und unrespektiert. Ich war sogar kurz davor mir die Arme zu zerkratzen, was ich noch nie getan habe und noch nie das bedürfnis nach hatte, aber nun war das so stark, dass ich regelrecht dagegen kämpfen musste. Helft mir bitte zu verstehen, was da in ihm abläuft und was ich nun tun kann? Muss ich ihn verlassen oder glaubt ihr dass er nur angst hat? ich traue mich nicht mehr mit ihm darüber zu reden.

Liebe Grüße Gina
 

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kasiopaja

Sehr aktives Mitglied
Ich verstehe Dich schon. Aber auch ihn.
Niemand versteht eben, was im Kopf des anderen abläuft.
Kannst Du in seinen Kopf sehen?
So kann er eben nicht sehen, wie es in Deinem Kopf aussieht.
 

KeineAhnung22

Aktives Mitglied
Hallo Gina,

wirkt für mich wie eine Art Abwehrreaktion von ihm, dass er nicht mit "negativen Dingen" konfrontiert werden möchte. Ist ja zum Teil auch verständlich. Auf der anderen Seite kann er eine Art Hilflosigkeit fühlen, weil er natürlich nicht weiß, was in dir vorgeht bzw. er dir vielleicht gar nicht helfen kann oder die Situation nicht wahrhaben möchte.

Die Sache ist, wenn er dich nicht so annehmen kann, wie du bist, dann wird es für die Partnerschaft schwer, weil du nie so sein kannst, wie du bist. Dann wird es für dich unangenehm.
 

kasiopaja

Sehr aktives Mitglied
Hallo Gina,

wirkt für mich wie eine Art Abwehrreaktion von ihm, dass er nicht mit "negativen Dingen" konfrontiert werden möchte. Ist ja zum Teil auch verständlich. Auf der anderen Seite kann er eine Art Hilflosigkeit fühlen, weil er natürlich nicht weiß, was in dir vorgeht bzw. er dir vielleicht gar nicht helfen kann oder es nicht wahrhaben möchte.

Die Sache ist, wenn er dich nicht so annehmen kann, wie du bist, dann wird es für die Partnerschaft schwer, weil du nie so sein kannst, wie du bist. Dann wird es für dich unangenehm.
Aber man muss schon mal sehen, dass es für alle Seiten schwer ist.
Nicht nur für eine.
 

KeineAhnung22

Aktives Mitglied
Aber man muss schon mal sehen, dass es für alle Seiten schwer ist.
Nicht nur für eine.
Ja, das sind typische Lernerfahrungen, gegenseitige Empathie zu entwickeln und sich auf die Gefühle des Partners einlassen zu können. Dann kann man auch zusammen weinen. Aber wenn ich als Partner die Gefühle meiner Freundin nicht wahrhaben möchte, das macht es schwer. Nur positiv denken und eine schöne Maske aufzusetzen, hilft da nicht.
 

kasiopaja

Sehr aktives Mitglied
Ja, das sind typische Lernerfahrungen, gegenseitige Empathie zu entwickeln und sich auf die Gefühle des Partners einlassen zu können. Dann kann man auch zusammen weinen. Aber wenn ich als Partner die Gefühle meiner Freundin nicht wahrhaben möchte, das macht es schwer. Nur positiv denken und eine schöne Maske aufzusetzen, hilft da nicht.
Mag sein, aber man kann auch vom Partner, der keine Depressionen hat, kein endloses Einfühlungsvermögen erwarten.
Irgendwann kann auch der nicht mehr.
Und auch der andere hat ein Leben.
 

KeineAhnung22

Aktives Mitglied
Mag sein, aber man kann auch vom Partner, der keine Depressionen hat, kein endloses Einfühlungsvermögen erwarten.
Irgendwann kann auch der nicht mehr.
Und auch der andere hat ein Leben.
Das ist richtig, der Partner der TE achtet auch auf sein Wohl und deswegen hat er wohl so reagiert. Deswegen ja auch eine Abwehrreaktion, weil man natürlich sich dann immer darauf einlassen muss, sich vom anderen möglicherweise runterziehen zu lassen. Das kannst du nicht von ihm erwarten, dass er das macht.
 

kasiopaja

Sehr aktives Mitglied
Das ist richtig, der Partner der TE achtet auch auf sein Wohl und deswegen hat er wohl so reagiert. Deswegen ja auch eine Abwehrreaktion, weil man natürlich sich dann immer darauf einlassen muss, sich vom anderen möglicherweise runterziehen zu lassen.
Ja. Und das sollte man , auch mit Depressionen verstehen können.
Als nicht von Depressionen betroffener kann man sich auch nur bedingt mit einbringen, bevor man selber verrückt wird.
 

KeineAhnung22

Aktives Mitglied
Ja. Und das sollte man , auch mit Depressionen verstehen können.
Als nicht von Depressionen betroffener kann man sich auch nur bedingt mit einbringen, bevor man selber verrückt wird.
Ich finde es aber auch sehr traurig, wie die TE'in sowieso schon trauert und dann noch so eine Ablehnung von ihrem Partner erfährt. Das ist doppelt schmerzhaft. Jede deiner Tränen ist berechtigt.
 

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