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Panische Angst vor Krankheiten

G

Gelöscht 44560

Gast
Hallo,

eigentlich müsste ich rundum zufrieden sein, ich hab eine stabile Partnerschaft, Freude am Studium und ein gutes Gehalt nebenbei, tolle Eltern und alles, was man braucht um glücklich zu sein. Das ist mehr als viele andere haben.
Und doch habe ich panische Angst, das etwas mit mir nicht stimmen könnte. Gestern erfuhr ich, das eine Freundin von früher starb, sie war in meinem Alter (34), an Krebs. Da fragt man sich, so jung und zum sterben verdammt? Was hatte sie anders gemacht als ich, ich hätte auch an ihrem Platz sein können. Letztes Jahr bekam ich mit, wie mein geliebter Onkel qualvoll an Darmkrebs starb.
Ich habe so eine Angst vor möglichen Krankheiten, das es mich rund um die Uhr beschäftigt...ich denke nur noch an Krebs, MS, erblinden, usw und so fort. Klar, eine Garantie hat niemand...

dann wiederrum denke ich, meine beiden Großeltern väterlicherseits starben mit 88 und 90, keine großartigen Erkrankungen ausser Alterschwäche und Demenz im Alter, und der Opa rauchte bis zum Lebensende wie ein Schlot.
Meine Großeltern mütterlicherseits leben beide noch, sind ü80, der Opa hatte 2 Herzinfarkte überlebt und ist zäh und lebt. Meine Eltern sind im Großen und ganzen gesund, beide ü60.
Familiär habe ich also nicht so das Risiko...aber vielleicht hatte das meine Freundin auch nicht? Ich hab halt Angst, die erste zu sein die was schlimmes kriegt...kennt ihr solche Gedanken?! Ich weiss, es ist bescheuert, weil man auch jederzeit einen Unfall haben könnte, aber ich hab panische Angst davor, nicht zu wissen was in mir schlummert, um es rechtzeitig verhindern oder bestmöglich reagieren zu können...ich denke dann ab und zu, wer weiss, vielleicht beginnt heute eine Krankheit in dir und du ahnst nichts davon...in einem Jahr bist du schon tot. Solche Dinge denke ich, anstatt zu leben! Gesundheitlich lasse ich mich immer normal checken, ich hab ne Magenschleimhautentzündung und nehme Medikamente dagegen...gut, ist vieles durch Stress und psych.bedingt. Sonst bin ich gesund (toi toi toi) und trotzdem...!
Das nervt mich...kennt das jemand von euch?
 

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Patti28

Aktives Mitglied
Hallo Thirsty,

willkommen im Club. Ich habe ebenfalls ( noch sehr jung,29) panische Angst vor Krankheiten. Sobald mir irgendwie schlecht ist, denke ich das das es Krebs sein könnte und renne panisch zum Arzt. Der kennt mittlerweile meine Sorgen. Ich gehe auch jetzt schon jedes halbe Jahr und lasse meine Blutwerte nachprüfen. Ich kenne auch einige die jung gestorben sind und frage mich auch, was sie falsch gemacht haben. Letzens ist eine gestorben an Blutkrebs, und das obwohl sie sich immer gesund ernährt hat.

So ein richtiges Rezept gibt es gegen diese Angst nicht, vielleicht mal zum Psychologen. Ich denke auch , wenn es passiert, dan passiert es halt. Soo ist das Leben.

LG
 
G

Gelöscht 44560

Gast
Ja, es ist ne furchtbare Belastung. Dabei sind wir gesund und machen uns verrückt...andere leiden wirklich an diesen Krankheiten, da schäme ich mich immer besonders, denen gegenüber. Aber ich kanns nicht ändern, die Angst ist da. Vor allem wegen der Hilflosigkeit. Eine in meinem Bekanntenkreis hatte Knochenkrebs...es ging alles sehr schnell. Vom auffinden der ersten Schwellung am Bein bis hin zur Amputation mehrerer Körperteile usw vergingen nur Monate. Die junge Frau war 26 und hatte gerade ihr Studium beendet.
Ich sehe es ja auch so, wenn es so sein soll, dann soll es so sein. Kann ich akzeptieren, auch den Tod, den ja jeder früher oder später erfahren wird. Aber die Angst vor einem qualvollen Tod nimmt es mir nicht...ich kann das einfach nicht annehmen, denn ich will noch so alt werden..und während ich über so was grüble, rennt das Leben an mir vorbei. total bescheuert eigentlich, denn wenn mal echt was sein sollte, dann werde ich nur zurückblicken auf ein Leben voller Ängste, anstatt es genossen zu haben. Dumm, aber die Angst hat mich gerade fester im Griff. Ich hatte mal eine Therapie, und die hat mir sehr geholfen. Der Therapeut machte mir klar, das zu akzeptieren und annehmen lernen das ist, worauf es ankommt...vielleicht sollte ich da nochmal was drüber lesen.
 

Patti28

Aktives Mitglied
Tja so ist das Leben liebe Thristy. Meine Oma hat einmal gesagt, die einzigste Gerechtigkeit in der Menschheit ist, dass wir früher oder später alle vor dem Schöpfer stehen. Man sollte sein Leben denke ich einfach genießen und jede Sekunde auskosten. Du hast eine Partnerschaft? Sehr schön, rede doch mit deinem Mann darüber? Ich habe leider niemanden, außer meiner Familie ;).

Wenn dir der Pschologe gut getan hat, was spricht dann dagegen, nochmals zu ihm zu gehen?
 
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123GAST

Gast
Hallo,,

ich gehöre auch dazu! Diese Panik vor Krankheiten macht mich noch irre. Ständig suche ich nach geschwollenen Lymphdrüsen oder sonstigen Anzeichen für Krebs. Ich bin schon über 50 und habe in der letzten Zeit einige Leute im Umfeld mit Krebs. Ich gehe aus lauter Angst nie zur Vorsorge und habe seit geraumer Zeit Rücken- und Schulterschmerzen. Mal mehr mal weniger. Ich habe eine sitzende Tätigkeit und bewege mich auch sonst nicht absonderlich viel. Ich hoffe und bete , dass meine Beschwerden von Verspannungen kommen. Nachts habe ich nichts . Es entwickelt sich im Laufe des Tages und wird schmerzhaft. Wenns gar nicht mehr geht, nehme ich Ibuprofen 400 und für Salben habe ich schon genug ausgegeben. Das erleichtert dann ja auch immer wieder und beruhigt mich, denn ich denke bei Krebs wird wohl so ne Salbe nicht viel machen können und auch Ibuprof 400 nicht.

Dann fange ich wieder auf Google zu suchen, nach Anzeichen, Hinweisen für Lungenkrebs. Nun bin ich bei Magen/Darm gelandet.

Habe guten Appetit , schlafe gut (ausser ich mach mich wieder mal irre). Oft hat man gar keinen Spass mehr an irgendwas , weil einem ständig diese Gedanken begleiten und man beobachtet jedes Zipperlein an sich und steigert sich hinein.

Ich denke, das hängt auch wirklich damit zusammen, dass man im Umfeld vieles erlebt und sieht.

Immer wieder nehme ich mir vor, mich von diesem Google fernzuhalten und nicht zu suchen, welches Pieksen an mir nun wieder welcher Krebs sein könnte?

Ich musste einige Monate mit Krücken rumlaufen und denke, dass ich daher völlig aus dem Gleichgewicht geraten bin. Gehe auch total schief, bilde ich mir jedenfalls ein!? Da kann so eine Schultermuskulatur schon mal leiden und der Rest auch.
Ja, so beruhige ich mich dann wieder! Bis zur nächsten Panikattacke, die mich überkommt.

Ihr seid ja noch jung , aber ich?! Bei mir ist die Chance viel höher, dass was ist.

Ihr solltet eure Zeit nicht mit solchen Gedanken zerstören. In eurem Alter hatte ich das noch nicht. Hat sich erst nach dem Tod meiner Mutter und anderen Geschehnissen so entwickelt.

Ich wünschen uns allen , dass wir Ruhe finden und diese Zwangsgedanken ablegen können. Das nimmt Einfluss auf die ganze Psyche und macht am Ende echt noch krank!!!


Liebe Grüße

123GAST
 
G

Gelöscht 44560

Gast
Danke euch für die Antworten. Wenigstens ist man damit nicht allein....Ach, meinem Partner kann ich mit sowas nicht kommen. Für ihn spinne ich rum, wir sind beide auch 2 Extreme was das angeht. Ich bin hypochondrisch, er zu leichtsinnig. Ich hatte mal ne Lungentzündung, da sagte er, ach - ist nur ein Kratzen im Hals. Halloooo??? Daran kann man, unbehandelt - sterben?! Für sowas hasse ich ihn dann richtig. Nur wenn er mal krank ist, dann merkt er, wie das so ist wenn urplötzlich was schmerzt. Ebenso mein Sodbrennen, ach - was sollst du schon haben! Na was, ne Magenschleimhautentzündung! Oh, ok...du hast ja wirklich was....es KOTZT mich manchmal so dermaßen an, nicht ernstgenommen zu werden. Klar, ich kann verstehen das man es irgendwann nicht mehr hören kann, aber "normale" Krankheiten die viele haben gesteht er mir auch nicht zu haben ein. Glaube auch, er will gewisse Dinge garnicht wissen oder verdrängt die Ernsthaftigkeit, wenn mal was wäre...wenn ich z.B erkältet bin oder meine HWS-Bandscheibenvorfall mal wieder Mucken macht, dann quengele ich auch nicht rum, ich WEIß ja, was es ist. Das wird auskuriert und gut ist.
Nur diese Ungewissheit den schlimmen Dingen gegenüber, wie Krebs oder MS...DAS macht mich fertig - auch wenn es nur Befindlichkeiten sind, so was wie Rücken, das hat ja fast jeder, und die Schmerzen die da in Brustkorb usw ausstrahlen, da mache ich mir immer Gedanken, herrje was ist das denn schon wieder...ich kann es nicht zuordnen...Ärzte finden auch nicht alles...und ich hab Angst, erst dann zu merken, das ich erkrankt bin wenn sich sowas perfides wie Krebs schon an Gewichtsverlust bemerkbar macht, wie bei meinem Onkel mütterlicherseits, der an Darmkrebs erkrankt ist. Ich muss dazu sagen, dass er sein Leben lang stark übergewichtig war und dem Schnaps nicht abgeneigt. Der Lebensstil spielt ja nun auch ne Rolle.
Hab schon daran gedacht, meine DNA mal checken zu lassen, für 199 $ oder so bekommt man schon ne Analyse, welche Wahrscheinlichkeit genetisch gegeben ist, mal zu erkranken...gut, wobei das nun auch keine Garantie ist das was kommt oder auch nicht kommt. Und wozu sich dann verückt machen..andererseits hätte man dann Hinweise und könnte an seinem Lebenswandel schrauben, so gesund wie mögl.leben..aaaaaaahhh man wird noch irre manchmal :)
 
K

kasiopaja

Gast
Nur diese Ungewissheit den schlimmen Dingen gegenüber, wie Krebs oder MS...DAS macht mich fertig - auch wenn es nur Befindlichkeiten sind, so was wie Rücken, das hat ja fast jeder, und die Schmerzen die da in Brustkorb usw ausstrahlen, da mache ich mir immer Gedanken, herrje was ist das denn schon wieder...ich kann es nicht zuordnen...Ärzte finden auch nicht alles...und ich hab Angst, erst dann zu merken, das ich erkrankt bin wenn sich sowas perfides wie Krebs schon an Gewichtsverlust bemerkbar macht, wie bei meinem Onkel mütterlicherseits, der an Darmkrebs erkrankt ist. Ich muss dazu sagen, dass er sein Leben lang stark übergewichtig war und dem Schnaps nicht abgeneigt. Der Lebensstil spielt ja nun auch ne Rolle.

Und? Wenn es passiert, passiert es . Wir sind alle nicht unsterblich. Eines Tages wird es uns erwischen. Und warum soll man sich dann vorher jeden Tag das Leben schwer machen mit solchen Gedanken.

Man kann sich immer noch mit sowas befassen, wenn es eintritt. Und wenn es nicht eintritt, umso besser.


Hab schon daran gedacht, meine DNA mal checken zu lassen, für 199 $ oder so bekommt man schon ne Analyse, welche Wahrscheinlichkeit genetisch gegeben ist, mal zu erkranken...gut, wobei das nun auch keine Garantie ist das was kommt oder auch nicht kommt. Und wozu sich dann verückt machen..andererseits hätte man dann Hinweise und könnte an seinem Lebenswandel schrauben, so gesund wie mögl.leben..aaaaaaahhh man wird noch irre manchmal :)
Und wenn Dir jetzt jemand sagt mit 80 % iger Wahrscheinlichkeit bekommst Du dies oder das ? Was nützt es Dir , außer dass Du Dich noch verrückter machst als bisher.

Du kannst auch zu den 20 % gehören, die es nicht bekommen und dann machst Du Dich völlig umsonst fertig.

Oder DU bekommst es weil Du Deine Immunabwehr durch den ständigen Pessimissmus kaputt gemacht hast und sonst wäre nichts passiert.

Oder aber die Vorhersage an sich ist einfach falsch.

Oder, oder , oder......

Lebe einfach und sieh zu was passiert und versau Dir das Leben nicht schon vorher mit solchen Gedanken.
 

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