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Panische Angst vor der erstem Job nach dem Studium

D

Danza

Gast
Guten Abend miteinander,

werde in einigen Monaten meine Diplomarbeit abgeben. Diese bereit mir im großen relativ wenig Probleme da der Themenbereich mir doch gut liegt und ich bereits dort Erfahrung gesammelt habe.

Was mir aber nun seit einiger Zeit panische Angst bereit ist der erste Job nach dem Studium. Mein bisheriger Lebenslauf ist auch nicht ganz klassisch.
Abitur
Zivi
3 Jahre Ausbildung im technischen Bereich
Danach Studium Maschinenwesen RWTH Aachen.
Also bin ich für einen Berufsanfänger sowieso schon etwas älter.

Normalerweise hat man ja Angst vor allem vor den fachlichen Sachen, daß man dem ersten Job nicht gewachsen ist. Das ist bei mir komischerweise gar nicht der Fall. Ich bin sicherlich das Gegenteil von Arroganz, aber kenne ich doch genug Ingenieure aus der Arbeitswelt deren Job man wohl locker mit paar Wochen Einarbeitungszeit hinbekommt.

Angst habe ich vor allem mehr vor den menschlichen Faktoren. Fragen nach dem Alter, nach dem bisherigen Lebenslauf. Mobbing durch Kollegen, Zurückhalten von Informationen, Anschwärzen, etc. Aber auch teilweise schon Karriereängste. Dass wenn mein erster Job Sachbearbeiter für Klopapierständer oder sonstiges ist, das mein ganzes Leben schon verhauen ist.
 

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Selah

Aktives Mitglied
Hallo,

Ich denke, solche Ängste sind im Grunde recht normal. Und es ist schon mal gut, dass sie sich bei Dir "nur" auf den eher zwischenmenschlichen Bereich beziehen. Meist hat man einen Mix aus beidem - also der Angst, fachlich nicht (genug) überzeugen zu können UND mit dem kollegialen Umfeld nicht klar zu kommen.

Tatsache ist: ans Berufsleben muss man sich gewöhnen, schon allein die Arbeitszeiten unterscheiden ja teils deutlich von dem, was man als Student kennt. Das braucht sicher ein paar Wochen, aber dann klappt es auch.

Was die kollegiale Ebene angeht: Garantien auf ein gesundes Betriebsklima gibt es natürlich nicht, aber man kann schon beim Bewerben ein bisschen in dieser Richtung schauen. Selbst beim Bewerbungsgespräch bekommt man oft einen Eindruck, ob der Umgangston im Unternehmen eher locker oder förmlich ist.
Bei großen Unternehmen lässt sich vielleicht vorab auch rauskriegen, wie dort so die "Stimmung" ist...
In wachsenden, jungen Unternehmen ist die oft besser als in Betrieben, wo vielleicht kürzlich erst Leute entlassen worden sind, Filialen geschlossen werden mussten ect.

Letztlich gibts nirgends Garantien: Mobbing ist etwas, das jeden treffen kann. Trotzdem kann man ja schlecht gar nicht erst arbeiten gehen, um das gänzlich auszuschließen;)
Deswegen: Man muss es einfach wagen, der erste Job ist schon mit viel Herzklopfen verbunden. Ging mir auch so, wobei ich halt meinen ersten Arbeitgeber durch Praktika und freie Mitarbeit schon kannte...sowas ist natürlich hilfreich, zumal man dadurch auch mitkriegt, wie das Klima so ist.

Wenn Du fachlich gut klar kommst, freundlich zu den Kollegen bist (also weder muffelig noch überdreht fröhlich;)), und ruhig auch zugibst, dass Du etwas nervös bist, stehen die Chancen gut, dass Dir die Kollegen freundlich-helfend zur Seite stehen. Das machen nämlich viele Leute ganz gerne...einem Neuling helfen, meine ich:)
 

Selbst

Mitglied
Du brauchst keine Angst davor zu haben.

Nicht weil dir sowieso nichts passieren könnte, sondern weil du mit der Angst die Sache schlimmer machst.


Bei den Hunden sagt man, dass sie die Angst riechen. Menschen sind zwar keine Tiere, aber wir merken auch instinktiv, wenn ein anderer Mensch unsicher ist und können dort verletzen, wo der andere den wunden Punkt hat.


Deine zukünftigen Mitarbeiter/nnen haben alle auch ihre Probleme. Das sind keine Götter und Übermenschen. Du hast einen anderen Lebenslauf als sie, aber das hinderte dich ja nicht dran, der zu werden, den du jetzt bist, mit den Qualitäten, die du jetzt hast!

Mein Lebenslauf ist auch nicht der klassische. Ich habe gelernt, gewisse Sachen auszulassen und nur zu antworten, wenn sie mich danach fragen und nur auf das antworten, das sie wissen wollen. (Nicht; ja ich konnte es eben nicht, deshalb hatte ich einen Unterbruch gemacht. Ich sage jeweils einfach, wann das Abschlussjahr war, aber nicht dass ich unterbrochen hatte) Die rechnen das ja eh nicht genau nach. Also lass aus, was du nicht sagen willst!

Rechtfertige dich nicht.
Sei nicht wütend auf sie.
Verachte sie nicht und bewundere sie nicht.
Unterwirf dich nicht.
Sehe dich nicht in Konkurrenz zu ihnen.


Sei Selbstbewusst! Deine Person ist in Ordnung so wie sie ist. Wenn du deine Person annimmst wie du bist, müssen das die anderen auch tun.

Du hast dein Fachgebiet. Du hast eine klare Aufgabe, was du erledigen musst. Und das musst du erledigen. Sei sicher in dem was du machst. Alles andere geht diese Leute nichts an. Gib kurze Auskünfte wenn sie etwas fragen und denk dir vorher aus, was du sagen wirst.
Z.b. Ich habe ein Zivildiensteinsatz gemacht im Gebiet...soundso. (wenn sie dich darauf ansprechen, sonst gar nichts erwähnen)
Gib einfach die sachlichen Auskünfte so, als wäre es das normalste auf der Welt. (aber natürilch auch nicht von oben herab)

Auf die Leute einer neuen Arbeitsstelle ist jeder nervös. Und die Arbeitenden sind auch auf dich, den Neuen, nervös. Aber Angst ist nicht gut! Und gegen die Angst hilft nur eines: Deine Geschichte und Situation so anzunehmen wie sie ist! (und das gegen aussen so zeigen)

also KEINE ANGST! Das wird schon schief gehen;)
 

spamburger

Sehr aktives Mitglied
Abitur
Zivi
3 Jahre Ausbildung im technischen Bereich
Danach Studium Maschinenwesen RWTH Aachen.
Was ist daran jetzt nicht klassisch? Ganz streng genommen zählt ja die betriebliche Berufsausbildung zur Berufserfahrung dazu, schließlich hast du ja in der Wirtschaft gearbeitet, auch wenn du gelernt hast. Sehen einige wahrscheinlich nicht so, ich schon. Ich finde den Werdegang in Ordnung.
 

Katarinka35

Mitglied
Ich denke, dass jeder solche Ängste hat. Nur manche Leute können damit besser umgehen als die anderen. Ich gehöre auch zu den Leuten, die sich ständig Sorgen machen. Aber ich arbeite daran, denn was kann das ändern, wenn ich so oft und viel über meine Ängste nachdenke? Ich versuche nicht zu weit in die Zukunft zu schauen, sonder mich über jeden Tag freuen. Das hilft ein bisschen. Und wenn ich tatsächlich in Schwierigkeiten gerate, werde ich mich erst dann Sorgen machen. Nicht jetzt.
 

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