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Panikattacke aus dem Nichts?

P

Panik45534

Gast
Hallo,
ich war heute aufgrund einer hypertensiven Krise im Krankenhaus. Wie aus dem Nichts ging es mir extrem dreckig (Sehstörungen, Todesangst, knallroter Kopf etc.) Habe dann meinen Blutdruck gemessen; Ergebnis: 186/132 RP: 138. Wurde dann langsam panisch und bin per Taxi ins KH. Dort wurde ein unauffälliges EKG erstellt. Blutdruck lag zunächst bei 164/129, später dann weniger. Schließlich erfolgte die Entlassung. Diagnose ist eine Panikattacke. Ich hatte vor ca. 10 Jahren mal eine Panikattacke, allerdings war ich zu diesem Zeitpunkt extrem gestresst und befand mich unter emotionaler Belastung.

Kann eine Panikattacke auch ohne "Ursachen" auftreten? Ich habe aktuell keine Probleme (Stress, etc.).
 

KaffeeKatze

Sehr aktives Mitglied
Ja, Panikattacken können auch überfallsartig aus dem Nichts heraus auftreten. Ich habe zwar oft Panikattacken in Stressmomenten oder in (für mich) belastenden Situationen, aber ich hatte auch schon öfters mal Panikattacken aus scheinbarem Wohlbefinden heraus... wenn ich z.B. eigentlich nur ganz entspannt mit einem Buch im Bett lag und am lesen war.

Ob es bei dir nun eine Panikattacke war, kann hier natürlich keiner genau sagen, aber möglich ist es zumindest. Und da im KH soweit alles unauffällig war und der Zustand sich wieder gebessert hat, ist es schon denkbar. Wie lange hielt dieser Zustand denn insgesamt an? Panikattacken sind im Schnitt zwar oft nicht länger als 30 Minuten, können sich aber auch mal über mehrere Stunden ziehen. Wenn der Zustand aber sehr lange anhielt oder sich über den ganzen Tag zog, würde ich eventuell nochmal mit einem Arzt drüber sprechen.
 

Usu

Aktives Mitglied
Ich kann das nicht wirklich beurteilen, dennoch wäre mein erster Gedanke: Ist denn körperlich die ganze Maschinerie abgecheckt worden? Ich würde erst richtung Panikattacke weiter überlegen, wenn das sicher ist.
 
G

Gelöscht 120954

Gast
Ich würde auch 2Schritte überlegen.
Erstens.
Einfach nochmal zur gesundheitlich Absicherung das, was Usu schrieb.

Und dann oder zeitgleich zweiteres. Trotzdem mal reflektieren, ob sich nicht irgendwo schleichend Problemchen in jeglichem Lebensbereich unbemerkt angesammelt haben, oder ob bspw. Durch die aktuelle Situation, mit der Informationsflut oder dem. GanzennHickhack rund um Corona nicht doch einiges an Stress im Kopf oder auch am Körper angehäuft hat.
Ich habe nach 10jähriger Angsterkrankung vor über 30 Jahren an mir gelernt, das ich seither Anflüge in Richtung Panikattacke immer als ein Signal gewertet habe, meine aktuelle Lebensituation zu durchleuchten, ob da wirklich noch alles ok ist, oder wieder zuviel Ballast mit mir rumschleppe und ich mir ein Stück weit zu sehr etwas beschönige, was nicht gut für mich ist. Das ist, was man zumindest selber in jedem Fall tun kann.
Ich habe gelernt, früher auf solche Signale (so werte ich sie heute) von Körper und Geist zu hören. Kann ja auch mit dem ältervwerden zu tun haben.,das gewisse Dinge zuviel werden. Oder anstehende Entscheidungen, die man vorcsich herschiebt. Auch positiv affirmierte Dinge wie Iein geplanter Immobilienkauf, Karrieresprung etc. Faktoren gibt es natürlich viele. Oft sind es auch mehrere kleine Faktoren, die einen langsam an einen Punkt der Überforderung bringen. Dieses Früzeitige Reflektieren bei Anflügen von diffusen Angstgefühlen hat mich seit nun 30Jahren keine einzige richtige Panikattacke
Mehr erleben lassen bis heute. Desöfteren aber immer wieder mal erste Symptome wie bei einer Attacke,denenbich mit obigem verhaltensmuster heute entgegenwirke.

Bei dieser Art der Selbstprüfung der Lebensumstände sei noch erwähnt, das es sich durchaus um Dinge handeln kann, die Jahre vorher noch kein Problem darstellten.
Kann sein, das bspw. Bewusster leben hilft, mehr Ruhe statt mehr Party,Ernährungsumstellung. Vielleichtvlässt sich alles, was noch vor 5Jahren wunderbar geklappt hat, nun auf einmal nicht mehr so leicht unter einen Hut bringenUsw. Das solltevman zumindest überdenken.

Und. Nach gesundheitlichem abchecken, dann auch erst mal Ruhe bewahren und sich am besten ne Woche Auszeit nehmen um über oben Genanntes ohne Druck nachzudenken. Das schwierige ist oft, man muss manchmal Dinge loslassen, die man a) liebgewonnen hat und b) bei denen man nicht wahrhaben will, das die mit solchen Symptomen zu tun haben könnten.
Alles Gute und die nötige Ruhe und Kraft das alles gut wird, wünsche ich Dir
 

Baffy

Aktives Mitglied
Wenn man keinen ersichtlichen Grund für eine Panikattacke sieht, dann kann auch ein Trauma aus ferner Vergangenheit dahinter stecken..
Es reicht ein Geruch, eine Zusammenstellung von gelesenen oder gesprochenen Wörtern, etwas was man gerade betrachtet, ein Schema einer im "Jetzt" erlebter Situation aus um diese auszulösen. Das nennt man Triggerung, weil es zum erlebten Trauma passt. Es ist wie bei einem PC wo man ein Suchwort eingegeben hat und dieser dann die Stelle findet, wo dieses Wort vorkommt um dann wiederum etwas (vielleicht ein Programm) auszulösen.

Leider ist es zu 99% so, das man sich an dieses Erlebnis nicht erinnern kann und das in sehr langer "Arbeit" erstmal rausfinden muß, damit es einem unterbewußt im "Jetzt" nicht mehr stören kann.
 

JanM

Mitglied
Kann eine Panikattacke auch ohne "Ursachen" auftreten? Ich habe aktuell keine Probleme (Stress, etc.).
Auf jeden Fall. Panikattacken können auch unbewusst ausgelöst werden. Je nach Ausprägung reicht es schon aus, wenn sich der Blutzuckerspiegel etwas verändert, der Blutdruck etwas fällt, der Darm etwas unruhig ist.....die Liste ließe sich unendlich weiterführen. Kaum merkbare körperliche Veränderungen können schon zur Panikattacke führen.
Aber auch jenseits von (subliminal) spürbaren körperlichen Veränderungen können Panikattacken auftreten. Das Nervensystem ist durchaus in der Lage ohne sichtbaren Grund, den Puls zu erhöhen, den Blutdruck zu verändern und entsprechend auf diese Weise eine Panikattacke zu verursachen.

Ich hatte das auch immer mal wieder aus dem Nichts (sogar aus dem Schlaf heraus). Ich konnte sie damals durchbrechen, indem ich mir Kopfhörer mit sehr lauter Musik aufgesetzt habe. Das war sicherlich nicht förderlich für mein Gehör, aber dafür sehr effektiv. Sie wurden dann mit der Zeit immer weniger.

Generell sollte aber auch körperlich alles ausreichend durchgecheckt werden. Eine Langzeit-Blutdruckmessung wäre nach Rücksprache mit dem Hausarzt vielleicht zu empfehlen.
 

squadmax

Mitglied
Ich hatte das Problem auch mal vor vielen Jahren, mit ich meine 19 und mir ist dann irgendwann aufgefallen, dass sowas wie die eigentliche Panikattacke sich schon vor Wochen angekündigt hat, wenn man das ganze in der Retroperspektive betrachtet.
 

Pall1

Neues Mitglied
Ich versuche ständig verschiedene Vitaminkomplexe und Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, denn wenn Sie es vergessen oder unregelmäßig einnehmen, wird es keinen Nutzen bringen. Jetzt mag ich cbd Fruchtgummies sehr, weil sie nicht nur sehr gesund, sondern auch lecker sind. Schön, dass man das Angenehme mit dem Angenehmen verbinden kann.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
P

Panik45534

Gast
Hm, ich war jetzt bei meinem Hausarzt und auch dort war der Blutdruck okay. Auch bei meinen eigenen Messungen war der Bludruck in Ordnung. Habe jetzt trotzdem einen Termin beim Kardiologen. Mal sehen.
 

linch

Mitglied
"Panikattacke" ist eine psychiatrische Beschreibung, die keine Ursachen beschreibt, noch zu diesen führt.

Deine Beschwerden können, wenn du biol. weiblich sein solltest; durch Eierstockzysten, Stieldreh/dehnungen, Störungen im Verdauungssystem (was zu Mängeln führen kann) und Unverträglichkeiten entstehen.
Unabhängig vom Geschlecht, käme auch eine allergische Reaktion in Frage oder hast dir Wirbel geklemmt.

Stress kann übrigens im Körper den Hormonhaushalt sehr durcheinander bringen.

Zur überprüfen wäre bei: Gastroentologie, Endokrinologie.
Und einfache Physiomassagen könnten auch nicht schaden. Menschen die unter viel Stress stehen, sind auch meistens angespannt/verkrampft, das wirkt sich negativ auf den ganzen Organismus (Körper) aus.
 

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