Dass es jetzt Realität geworden ist, hat die permanente Sorge auch irgendwie beendet... was natürlich nicht bedeutet, dass ich ihn nicht vermissen würde!
Erstmal herzliches Beileid. Es ist immer sehr schwer wenn jemand von den Eltern stirbt.
Dass Du die permanente Sorge los bist, ist eine Erleichterung. Das verstehe ich gut, denn mir ging es auch so bei meinem Vater. Ich finde dieses Gefühl darf man ruhig auch zulassen. Es mindert nicht die Traurigkeit über den Verlust!
Der Tod gehört zum Leben dazu. In unserer Kultur wird das viel zu wenig thematisiert. Wir verschliessen die Augen davor. Und das obwohl jeder Mensch früher oder später stirbt. Lieber später als früher und am liebsten der Reihe nach... Die ältere Generation muss man irgendwann loslassen. Aber im Herzen behält man sie.
Die Zeit scheint einen Moment still zu stehen. Aber das Leben geht für die Lebenden einfach weiter... Und wenn es schwer ist einfach Schritt für Schritt langsam weitermachen.
Ich bin überfordert mit allem, was jetzt kommt...
Zum Glück ist meine Schwester eine große Stücke und auch mein Freund.
Eine Schwester und auch der Freund sind Gold wert in solchen Momenten. Da alleine durch zu müssen ist nicht schön.
Der ganze Kram der auf einem zu kommt, kann aber auch eine gute Verarbeitung der Trauer sein, wenn man es gemeinsam machen kann.
Und ich denke Dein Freund wird es schon aushalten, dass Euer nächstes Treffen davon eingenommen wird. Schwierige Phasen zusammen zu erleben kann sehr zusammen schweissen (und wenn es nicht so ist, dann wars es nicht wert... ).
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit!