Oma gestorben, ich komm damit nicht zurecht

mina83

Neues Mitglied
Hallo ihr Lieben! !!


Ich habe im November.13 meine geliebte Oma verloren.
Am Besten fang ich vorne an.


Also meine Oma kam Anfang November.13 ins Krankenhaus weil sie schlecht luft bekam ( Wasser in der Lunge)
Der Arzt sagte das mann das mit dem O2 Gerät auch Zuhause hatte Behandeln können und das sie spätestens in 3 Tagen nach Hause könnte.
Nur baute sie in diesen Tagen so rapide ab so das sie am 2 Tag schon etwas seltsam war sie wollte nichts mehr essen nichts mehr trinken.
Sie schlief nur noch mann hat sie kaum wach bekommen. Als sie dann kurz wach war sagte sie zu meiner Mama nur das sie nicht ohne uns sein kann. Meine Mama sagte ihr das sie das nicht wäre und dann kam der Moment als Oma plötzlich die Hand ausstreckte und ( obwohl sie nur noch am schlafen war) sagte Plötzlich total freundlich und Glücklich " Hallo, Hey " und rief " Mama " und als der Arzt dann kam teilte er ihr mit das sie sich darauf einstellen konne das sie in denn nächsten Stunden /Tagen ( war gegen 19 uhr ca ) versterben würde und sie der Familie mit Teilen sollen wenn sie sich noch verabschieden wollen sollen sie sich beeilen. Leider wohne ich meine beiden Geschwister über 300 km weit weg ( und die Verbindungen waren sehr schlecht). Wir versuchten eine eine Schnellstmöglich verbinden dahin zu kommen. Leider war das erst am nächsten Tag möglich. Leider kam 3 std später der Anruf das sie eingeschlafen ist.
Nun kommt mein Problem wir führen morgen sehr früh los.
Ich habe die ganze zeit versucht stark zu sein für meine Familie ein Fels zu sein.
Ich habe wenn nur kurze Momente gehabt wo ich weinte , ich konnte mich nicht Persönlich bei ihr verabschieden. Also beschloss ich mich von ihr in der Aufbarungshalle zu verabschieden. Trotz das ich sie sah (sie sah aus als wenn sie schlief ) hab ich es nicht verstanden, ich blieb Stark für meine Schwester und meinen Mann die mich begleiteten. Am nächsten Tag war die Beerdigung und ich verdrängte leider wieder und Tröstet meinen kleinen Bruder , Cousin und kümmerte mich um meinen Neffen. Als wir am Grab standen sah ich das meine Mama am zittern war und ging zu ihr um ihr halt zu geben damit sie nicht zusammen Bricht ( bis dahin hatte ich nicht geweint. Nach 2 Tagen hatte ich eine kurzen Weinkrampf . Seit dem konnte ich einfach nicht mehr Weinen.
Zu Weihnachten hatte ich am Grab gestanden und im Kopf das Gefühl da liegt nicht meine Oma.
Selbst Silvester hab ich bei Mama angerufen und wollte sagen gib mir mal Oma. Doch dann Plötzlich wurde mir bewusst das sie nicht mehr da ist und nicht wieder kommt. Seit diesem Zeitpunkt weine ich wenn ich ältere Menschen sehe ich habe sogar einmal an der Kasse gestanden ( und da war eine ältere Dame die ihr irgendwie ähnlich sah ) und als sie mich anlächelte streichelte ich ihre Wange ( natürlich hab ich der dame das erst mal erklärt) filme schaue wo Familien spielen egal ich Weine . Selbst wenn ich auf der Arbeit bin . Ich Träume von ihr ich und sag ihr immer das es mir leid tut das ich es nicht rechtzeitig geschafft habe und dann werd ich wach . Doch seit Mitte Januar leide ich richtig ich habe das Gefühl sie im Stich gelassen habe weil ich nicht rechtzeitig da war. Weil ich nicht Getrauert habe . Ich weis nicht mehr weiter wie kann ich mit meiner Trauer umgehen was kann ich tun damit ich mich nicht mehr so fühle. Aber ich kann irgendwie nicht ausdrücken wie ich mich fühle bin machtlos dagegen. Deswegen habe ich mich entschieden meine Geschichte hier zu erzählen ihr seit nicht Persönlich involviert und könnt mir vieleicht mehr helfen.


Fühle mich Hilflos . Meine Oma war mein der wichtigste Menschen in meinem Leben haben sehr viel Zeit mit ihr verbracht. Und hat die letzten 20 Jahre mit uns zusammen gelebt haben sie geflegt .


Ich hoffe ihr habt ein paar Ideen und Ratschläge für mich wie ich weiter machen kann und wieder die Kraft habe damit umzugehen.


Es tut mir echt gut grade darüber zu schreiben auch wenn ich weinen muss. Ich vermisse sie so sehr.


Lg
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Mina,
da ich zwei besondere Omas hatte und mit einer davon
aufgewachsen bin, kann ich deinen Verlust einigermaßen
nachempfinden und auch wertschätzen, was du mit ihr
für einen "Schatz" hattest in den 20 Jahren, die ihr so
eng miteinander verbracht habt.

Ich denke, es wäre nicht angemessen, diese 20 Jahre
jetzt durch den Abschluss dieser Zeit zu definieren und
das ganze Gute, das ihr zusammen erlebt habt, klein
zu machen. Vielleicht wäre es hilfreich, dass du mal eine
Art Tagebuch der letzten 20 Jahre schreibst und deine
Oma als lebendigen Menschen erinnerst und deine Dank-
barkeit zum Ausdruck bringst, sie in der Nähe gehabt zu
haben.

Wenn sie ohne euch gestorben ist, hat sie das vielleicht
auch so gewollt (das kommt ja öfters vor); es ist nicht
angemessen, dass du deine eigene Rolle mit so viel Ge-
wicht belegst und dir dadurch Schuldgefühle machst, die
dich belasten. Ich denke, du warst durch die enge Be-
ziehung und Vertrautheit durchaus "da", als sie starb,
wenn auch nicht körperlich präsent.

Und wenn du das nächste Mal von ihr träumst, dann ver-
abschiede dich da von ihr und vielleicht dankst du ihr für
die gute Zeit und gibst diese Erfahrung später an deine
Enkel weiter. Das fände ich passender als an diesem
einen Punkt des Lebens (dem Tod) festzuhaken und ihn
dadurch unangemessen zu betonen. Vielleicht ist es auch
ein Anlass, dich einmal selbst mit dem Tod und dem Wis-
sen zu beschäftigen, dass du irgendwann sterben wirst?
Häufig ist starke Trauer nach meiner Erfahrung auch da-
durch vorhanden, dass man an die eigene Begrenztheit
erinnert wird und dadurch Gefühle von Hilflosigkeit ent-
wickelt.

Alles Gute!
Werner
 

weidebirke

Sehr aktives Mitglied
Auch meine Oma ist im Novemver 2012 gestorben, auch ich habe weite Teile meiner Kindheit mit ihr verbracht und sie war unendlich wichtig für mich und für unsere Familie.

Daher weiß ich, was Du fühlst, ich habe wirklich lange getrauert und auch jetzt, während ich Dir das schreibe, steigen mir wieder die Tränen in die Augen.

Es ist normal, was Du erlebst, auch dass Du hin und wieder vergisst, dass sie nicht mehr da ist. Weitermachen, wollte ich damals auch. Lies mal hier http://www.hilferuf.de/forum/trauer/164774-umgang-mit-trauer.html, wenn Du magst.

Die Zeit heilt es, das ganz Schlimme mildert sich. Aber die Wunde wird bleiben. Ich denke gern an meine Oma, aber weh tut es immer noch.

Ich habe damals viel mit ihr gesprochen. War ja auch wütend, dass sie einfach gegangen ist, habe ihr Vorwürfe gemacht, ihr gedankt, ihr gesagt, wie lieb ich sie habe usw. Meine Familie fand das sehr seltsam, wie sie überhaupt wenig mit meiner Trauer umgehen konnte. Such Deinen Weg, Deiner Trauer Raum zu geben. WEerner hat auch gute Ideen geliefert.
 

Andreas900

Sehr aktives Mitglied
Meine Situation ist ähnlich...

meine Oma ist im Februar letzten Jahres verstorben und war für mich meine Mutter. Ich bin bei ihr aufgewachsen und im letzten Jahr habe ich sie gepflegt. Sie wurde 90 Jahre alt und ist dann (die Ärzte vermuteten eine Lungenembolie) nach einem 3 tägigen Krankenhausaufenthalt verstorben.

Meine Großmutter hat mich sehr geliebt und war stolz auf mich. Ich versuche genau da anzuknüpfen, d.h. sie auch heute noch stolz zu machen indem ich fleißig bin und ein gutes Leben führe. Ich kümmere mich um den Garten, arbeite und tue viele Dinge, die mir meine Oma garnicht zugetraut hätte. Ich möchte beweisen, was für einen guten Einfluss sie in meinem Leben hatte und noch heute hat.

Wenn nahe Verwandte versterben, ist das für uns sehr schlimm. Meine Großmutter ist mit dem Thema Sterben aber sehr locker umgegangen. Sie hatte nur Angst mich "allein" zu lassen. Wenn Dich jemand wie Deine Oma geliebt hat, kannst Du ihr doch dann das schönste Geschenk nach ihrem Tod bereiten indem Du sie stolz machst.

Auch nach über einem Jahr kommen mir noch manchmal die Tränen, aber dann sehe ich wie schön der Garten, den früher meine Oma gepflegt hat, heute aussieht. Ich denke an gemeinsame Zeiten zurück und wie oft meine Oma - auch wenn ich es damals nicht wahrhaben wollte - mit Dingen Recht hatte. Ich empfinde meiner Großmutter gegenüber tiefe Dankbarkeit für alles was sie für mich getan hat und versuche was sie gewollt hätte: Ich lebe ein Leben so vernünftig und gut ich kann.
 
G

Gast

Gast
Liebe Mina83,

zuerst wollte ich dir sagen, wie leid es mir für dich tut, dass deine geliebte Oma gestorben ist. Dein Schmerz ist riesengroß und unerträglich, aber das zeigt auch, wie nah ihr euch ward und wie groß eure Liebe füreinander war. Das ist ja auch eigentlich etwas, wofür man dankbar sein kann, denn nicht jeder Mensch hat dieses Glück. Nur wenn man etwas so wunderbares hat, ist der Schmerz so riesengroß wenn man es verliert.
Meine geliebte Mama ist vor einem Jahr gestorben, und ich konnte auch sehr lange nicht weinen und nicht richtig trauern. Ich konnte einfach gar nicht richtig begreifen, dass sie einfach verschwunden ist und dass sie den Rest meines Lebens nie mehr wieder bei mir sein wird. Ich war innerlich wie eingefroren. Es hat lange gedauert, bis ich weinen konnte. Auch bei mir ist der Schmerz immer noch riesengroß.
Du hast erzählt, dass deine Oma bevor sie gestorben ist richtig froh und glücklich "hallo" und "Mama" gesagt hat und ihre Hand ausgestreckt hat. Das klingt so, als wäre sie nicht qualvoll gestorben und vielleicht kann dich das ein kleines bisschen trösten. Es hat mich daran erinnert, was ich von Menschen die schon einmal eine Nahtoderfahrung hatten gelesen habe. Sie beschreiben oft, dass sie geliebten verstorbenen Menschen begegnet sind. Das ist finde ich ein sehr tröstlicher Gedanke. Vielleicht wurde deine Oma von ihrer eigenen Mama abgeholt und begleitet. Vielleicht hilft dir die Vorstellung, dass sie nun wieder mit ihren Eltern und allen die ihr vorausgegangen sind und die sie geliebt hat glücklich vereint ist.
Und ganz sicher musst du dir keine Vorwürfe machen, weil du nicht bei ihr sein konntest, als sie gestorben ist. Ich bin mir ganz sicher, dass sie gewusst hat wie sehr du sie geliebt hast, und das ist doch das wichtigste.
Wenn du traurig bist und weinen musst, dann lass es einfach zu. Das ist ganz normal wenn man einen Menschen verloren hat, den man so sehr geliebt hat. Jeder Mensch trauert anders, und ich schäme mich auch nicht dafür, wenn mir plötzlich die Tränen kommen, weil mich etwas an sie erinnert und mich traurig macht.

Viele liebe Grüße für dich!
 

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