Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Oma, die ihr Enkelkind über alles liebt, aber ins Abseits geschoben wird

O

Old-Lady

Gast
Hallo, bin neu hier, habe mich mal angemeldet und vielleicht gibt es hier jemanden, dem es genau so geht wie mir. Ich liebe mein Enkelkind von ganzem Herzen und habe schon soviel Schlimmes mitgemacht mit meiner Ex-Schwiegertochter, dass ich schwer krank geworden bin. Sie hat mir öfter das Kind entzogen, ich habe um jeden Besuch verzweifelt gekämpft, das Kind wollte auch immer zu mir. Ich habe so eine bösartige Frau noch nie in meinem Leben kennengelernt. Sie hat ihre Kinder stark vernachlässigt, fördert sie nicht und tut nur alles, was ihrem Freund gerecht wird. sie hat sogar ihre 13-jährige Tochter allein im Haus zurückgelassen, als sie zu ihrem Freund zog, meinen leiblichen Enkelsohn hat sie mitgenommen. Aber für ihn war in der neuen Behausung überhaupt keine Räumlichkeit vorgesehen... Ein wahnsinniger Kampf begann für viele Jahre, heute bin ich schwerkrank und total entkräftet.
Vielleicht ist hier jemand, dem es ähnlich ergangen ist.
Die Mütter von Söhnen, die geschieden werden, haben Unerträgliches auszuhalten, wenn es um die Enkelkinder geht. Das sind seelische Grausamkeiten von unvorstellbarem Ausmass... und nicht etwa aus Egoismus, sondern weil man mit ansehen muss, wie die Kinder leiden. Von Jugendämtern bekommt man nur dumme oberflächliche Antworten. Mir z.B. hatten 2 Damen vom Jugendamt gesagt, als ich in meiner Not Hilfe für mein Enkelkind wollte:" Backen Sie mal Plätzchen und gehen Sie mit ihm ins Kino, mehr steht Ihnen nicht zu !" Ich fasse mir an den Kopf !!! Man braucht sich wirklich nicht wundern, wenn dann die Jugendlichen total ausrasten und sich nirgendwo zu Hause fühlen.
Old-Lady - eine ganz ganz traurige Omimi
 

Anzeige(7)

T

Truth

Gast
Hallo, bin neu hier, habe mich mal angemeldet und vielleicht gibt es hier jemanden, dem es genau so geht wie mir. Ich liebe mein Enkelkind von ganzem Herzen und habe schon soviel Schlimmes mitgemacht mit meiner Ex-Schwiegertochter, dass ich schwer krank geworden bin. Sie hat mir öfter das Kind entzogen, ich habe um jeden Besuch verzweifelt gekämpft, das Kind wollte auch immer zu mir. Ich habe so eine bösartige Frau noch nie in meinem Leben kennengelernt. Sie hat ihre Kinder stark vernachlässigt, fördert sie nicht und tut nur alles, was ihrem Freund gerecht wird. sie hat sogar ihre 13-jährige Tochter allein im Haus zurückgelassen, als sie zu ihrem Freund zog, meinen leiblichen Enkelsohn hat sie mitgenommen. Aber für ihn war in der neuen Behausung überhaupt keine Räumlichkeit vorgesehen... Ein wahnsinniger Kampf begann für viele Jahre, heute bin ich schwerkrank und total entkräftet.
Vielleicht ist hier jemand, dem es ähnlich ergangen ist.
Die Mütter von Söhnen, die geschieden werden, haben Unerträgliches auszuhalten, wenn es um die Enkelkinder geht. Das sind seelische Grausamkeiten von unvorstellbarem Ausmass... und nicht etwa aus Egoismus, sondern weil man mit ansehen muss, wie die Kinder leiden. Von Jugendämtern bekommt man nur dumme oberflächliche Antworten. Mir z.B. hatten 2 Damen vom Jugendamt gesagt, als ich in meiner Not Hilfe für mein Enkelkind wollte:" Backen Sie mal Plätzchen und gehen Sie mit ihm ins Kino, mehr steht Ihnen nicht zu !" Ich fasse mir an den Kopf !!! Man braucht sich wirklich nicht wundern, wenn dann die Jugendlichen total ausrasten und sich nirgendwo zu Hause fühlen.
Old-Lady - eine ganz ganz traurige Omimi
Liebe Old-Lady,

deine Traurigkeit kann ich nachempfinden. Am meisten tun mir natürlich die Kinder leid. Wie bis du schwer erkankt, wegen deiner Ex-Schwiegertochter? Und was für eine Rolle spielt dein Sohn in dieser traurigen Geschichte?

Sei herzlich willkommen hier und ich hoffe, dass dir das Aussprechen in diesem Forum hilft, deine Traurigkeit zu mildern - soweit dies möglich ist.

Liebe Grüße
Truth
 
Q

*quasi*

Gast
Ja, die Frage stelle ich mir auch grad: Welche Rolle spielt dein Sohn dabei? Eigentlich sollte er ja zu seinem Kind einen regelmäßigen Kontakt pflegen, der es auch dir dann ermöglichen würde, dein Enkelkind zu sehen.
Wie ist da die Situation?
Aber etwas anderes stimmt mich an deinem thread sehr nachdenklich: Aus ihm spricht sehr viel Wut, Verbitterung und fast Hass.
Ich denke, dass es eher dies ist, was dich so krank gemacht hat, denn Unvergebenheit kann einen regelrecht zerfressen.
Ein bisschen vermag ich mitzureden - ich habe auch einen geschiedenen Sohn, der von meiner Ex-Schwiegertochter hintergangen und betrogen wurde.
Trotzdem habe ich sie nach wie vor lieb (nein, keinen Kontakt mehr) - sie ein verstörtes, haltloses, zerrissenes Kind, das im Grunde selbst genauso litt wie mein Sohn und wir alle.
Aber zurück zu deinem Enkelkind: Könnte der Kontakt denn nicht in der Tat über deinen Sohn laufen?
Meld dich doch einfach nochmal mit ein paar weiteren Infos.
Ganz liebe Grüße! quasimodo
 

Dame

Aktives Mitglied
Hallo Old-Lady,

dann sind wir ja schon zu zweit hier mit Enkeln, nur dass meine Geschichte eine andere ist und ich hier zig mal geschrieben bekomme habe, ich solle mich endlich raushalten. Was würdest du in deiner lage zu solch "Klugen" Sätzen antworten?

Meine Geschichte ist ein bisschen eine andere, denn die Mutter meines Schwiegersohns will ständig das Kind für sich haben. Dabei geht es nach Kontakten mit ihr dem Kind jedes Mal ganz schlecht.

Als ich die ersten zeilen von dir las dachte ich: das ist jetzt die andere Oma, die sich hier zu Wort meldet und nun das Kind endlich auf ihre Seite ziehen will. Jedoch steht dann weiter geschrieben, dass deine Schwiegertochter sich völlig anders verhält als meine Tochter.

Bei uns ist es so, dass der Schwiegersohn seine Mutter für die perfekte Erzieherin seines Kindes hält und sie seiner Frau vorziehen möchte, was natürlich ständig für Streit sorgt. In einem Punkt ist es bei uns ähnlich: Der Vater des Kindes tut so als ginge ihm alles nichts an. Deshalb kommt mir jetzt die Frage: Hast du schon mal mit deinem Sohn geredet und wie denkt er über sein Kind? Hat er evtl. überhaupt kein Interesse an ihm? Und was ist schon vorher passiert, als die drei noch zusammen waren? Und was ist mit dem Vater deines Sohnes?

Nach all meinen Recherchen sind die gleichgeschlechtlichen Elternteile am wichtigsten für eine erfolgreiche Entwicklung des Kindes, nachdem eine stabile Mutter-Kind-Bindung aufgebaut wurde. Wurde damals deine Schwiegertochter darin unterstützt, dass so eine stabile Beziehung zwischen ihr und ihrem Kind (welchen Geschlechts?) gefördert wurde? Oder war es dir vielleicht damals auch schon wichtig dass das Kind seine Oma kennt und die Mutter unwichtig ist (so wie bei uns)?

Das waren jetzt schlimme Worte, doch um die Bewusstheit für die ganzen Vorgänge zu erhalten, sind sie wichtig, ohne schöndrumherumgerede angeschaut zu werden. Nur dann kann sich etwas konstruktives daraus entwickeln.

Zum Jugendamt bin ich noch nicht gegangen. Habe hier zwielichtes davon gelesen, und das hat mich abgeschreckt. In so einem Fall ist man alleine, möchte seinem Enkelkind helfen, dass es auf eine stabile Grundlage zurückgreifen kann, die einzig mit Mutter und Vater aufzubauen geht, und alles scheitert daran, weil eine der hauptpersonen seine Verantwortung abgegeben hat und ihn das Kind-getue zum Halse raushängt.

LG Dame

P.S. ich hätte dir gerne eine pn geschrieben, damit wir mal miteinander telefonieren können, aber das geht nicht.
 
O

Old-Lady

Gast
Liebe Old-Lady,

deine Traurigkeit kann ich nachempfinden. Am meisten tun mir natürlich die Kinder leid. Wie bis du schwer erkankt, wegen deiner Ex-Schwiegertochter? Und was für eine Rolle spielt dein Sohn in dieser traurigen Geschichte?

Sei herzlich willkommen hier und ich hoffe, dass dir das Aussprechen in diesem Forum hilft, deine Traurigkeit zu mildern - soweit dies möglich ist.

Liebe Grüße
Truth

Hallo Truth,
mein Sohn ist nach seiner Scheidung beruflich nach Hamburg gegangen, wir wohnen hier im Saarland. Er hatte bis vor kurzem wenigstens telefonischen Kontakt, das Kind war in den Ferien schon bei ihm, versteht sich aber mit der anderen Frau überhaupt nicht(mein Sohn hatte nach 2 Jahren wieder geheiratet). Es kann natürlich aber auch sein, dass das Kind voreingenommen war von der Mutter, die dauernd gegen den Vater gehetzt hat. Das kann ich natürlich nicht genau sagen. Jedenfalls hatte ich mich auch nach der Scheidung um die Ex-Schwiegertochter, ihr Kind aus einer anderen Beziehung und mein Enkelkind gekümmert. Hatte für sie alle einen vollständigen Urlaub bezahlt (Bayern ) habe sie mit Lebensmitteln versorgt und dergleichen mehr. Wenn ich damals gewusst hätte, was ich heute weiss, hätte ich meiner Ex-Schwiegertochter nicht ein Wort geglaubt. Ich dachte, die Schuld läge hauptsächlich bei meinem Sohn, der mit mir eigentlich nicht viel darüber gesprochen hatte, um mich net aufzuregen. Von ihm erfuhr ich nur, dass er es nicht mehr aushalte, dass es ihm um das Kind furchtbar leid täte, aber dass es auf keinen Fall mit dieser Frau mehr ginge. Dies hatte ich später sogar von Freundinnen der Ex-Schwiegertochter bestätigt bekommen. Ich fiel damals aus allen Wolken, weil ich vieles nicht wusste. Mein Sohn sagte mir damals, dass er auf jeden Fall auch das Sorgerecht beantragen werde, was dann ja auch so geschah. Ich kann heute noch nicht fassen, was diese Frau gemacht hat. Und wie sie mit den Kindern verfahren ist. Ich war erst Stück für Stück dahintergekommen, was eigentlich los ist. Erst als mein Enkelkind schwer an Asthma erkrankte, dauernd unter Erbrechen litt, wurde ich hellwach und schaute ganz genau hin. (Ich konnte mir zum damaligen Zeitpunkt einfach nicht vorstellen, dass eine Mutter so fahrlässig mit Kindern umgehen kann) Beide Kinder waren dauernd krank, bekamen nicht richtig zu essen, waren nicht wetterenstsprechend angezogen und und und..ich kann hier net alles aufzählen.
Jedenfalls fing ich dann an, verstärkt mich zu kümmern, indem ich anfing, für die Kinder zu nähen, Schuhe zu kaufen, Schul-Bücher zu zahlen, etc.
Ich hatte bewusst meiner Ex-Schwiegertochter damals keinerlei Vorwürfe gemacht, sondern habe einfach nur geholfen und dachte noch, wenn ich mit gutem Beispiel vorangehe, wird sie es ganz einfach dann nachmachen. Dem war leider nicht so. Es war weder Hass noch sonst irgendetwas Negatives von meiner Seite aus im Spiel. Sie hat den Kindern vor der Schule kein Frühstück gemacht, sie hat Lebensmittel, die ich ihr körbeweise nach Hause brachte, einfach verkommen lassen, die Kartoffeln verschimmelten im Keller. Sie hat nur Fertigsuppen gekauft, damit sie keine Arbeit hatte. ( Zu diesem Zeitpunkt arbeitete sie noch nicht) Als sie anfing zu arbeiten (sie konnte ein kleines Geschäft aufmachen und nahm Textilien in Kommission) bezahlte ich ihr 1 Jahr lang die Miete für das Geschäft, damit sie auf die Beine kommt. Aber was ich da erleben musste, war wirklich Horror. Der hintere Raum war immer voller Qualm, da drin die Kinder und die ganzen Freundinnen. Dann fuhren die damals noch kleinen Kinder mit dem Spielzeugtraktor unter den Kleidern, die auf der Stange hingen, durch... und die Frauen sassen seelenruhig im hinteren Trakt, tranken Kaffee und rauchten. Ich sagte noch zu meinem Mann, das geht nicht lange gut. Leider behielt ich Recht. Sie hatte das Geschäft morgens aufgemacht, wann sie wollte und abends geschlossen, wann sie wollte. Die Kunden blieben aus, die haben das ja im Ort alle mitbekommen. (Ich wohnte nicht im gleichen Ort, sondern ca. 23 km weiter entfernt.) Nicht dass das hier den Anschein erweckt, ich hätte da laufend nur "geschnüffelt" um zu kritisieren. Nein, meine Ex-Schwiegertochter war weithin bekannt, was ich aber halt viel zu spät erfuhr. Ich kann von mir sagen, dass ich eine gute Schwiegermutter war - auch noch nach der Scheidung. Das, was sie ihren Kindern angetan hat, war sehr schlimm. Später lernte sie hier und da jemanden kennen. Das wäre ja auch ok gewesen, sie war ja schliesslich noch jung, aber die Kinder hätte sie nicht vernachlässigen dürfen, zumal ich ihr immer Hilfe anbot. ich war immer zur Stelle. Jedenfalls - die Sachen, die ich für die Kinder nähte - die lagen später im Keller rum, die Kellerasseln krabbelten in den Kleidern rum. Handgestrickte Pullover und Socken vermoderten im Keller. Als ich das alles sah, wusste ich, was auf mich zukommen würde. Ich wär so gerne eine ganz ruhige ausgeglichene Omi gewesen, aber die Angst, was sich da zusammenbraute, schnürte mir mehr und mehr die Kehle zu. Einerseits durfte und konnte ich nicht viel sagen, sonst wäre Streit entstanden, was die Kinder getroffen hätte. An denen hat sie nämlich all ihre Launen ausgelassen. Meine Arbeit war immer nur: Hausaufgaben mit machen, nähen, Geschichten erzählen, und immer bitten drum, ob ich die Kinder könnte in den Ferien zu mir nehmen usw. usw. Dann habe ich all die Zeit versucht, den Kindern schöne Dinge zu zeigen und habe immer Ideen gehabt, die Kinder zum Lachen zu bringen, bis es meine Ex-Schwiegertochter nicht mehr litt. Sie wurde eifersüchtig. Da ich für das andere Enkelkind keinerlei Rechte hatte (es war nicht mein leibliches) konnte ich für dieses Kind nichts mehr tun :(. Eines Tages bekam ich die Nachricht, dass meine Ex-Schwiegertochter zu ihrem Freund zog. Sie liess das mittlerweile 13-jährige Mädchen allein im Haus zurück und gab Nachbarn den Schlüssel, dass diese ab und zu mal nach dem Kind sehen sollten. meinen Enkelsohn nahm sie mit zum Freund. Dort war aber keine Räumlichkeit für das Kind. Es musste bei den fremden Leuten im Bett schlafen (er war mittlerweile 8 Jahre alt) mal schlief er auf der couch im Wohnzimmer bei den Fremden dort im Haus, mal im Bett der Schwester des Freundes. Das waren keine Zustände. ich war fix und fertig. ich wurde2 1/2 Jahre vertröstet, dass der Junge schon sein Zimmer bekäme - es wäre in Arbeit...
Die Eltern meiner Ex-Schwiegertochter riefen mich an und sagten, das wär doch kein Zustand, das eine minderjährige Kind wär allein im Haus, wir sollten uns doch zusammenschliessen und zum Jugendamt gehen und das melden. Ich sagte noch, na da müssen wir aber zusammen hingehen, denn ich alleine bin nicht berechtigt. Als es soweit war, zogen die sich feige zurück unter dem Motto: Sie hätten es an den Nerven, sie wollten das nicht auf sich nehmen, sie könnten den Krach, den sie dann mit ihrer Tochter wieder hätten, nicht mehr durchstehen.
Also nahm ich alleine den Kampf auf. Es war soviel Zeit vergangen, der Junge hatte immer noch nicht sein Zimmer und wusste nicht, wohin er sich mal hätte zurückziehen können. Da platzte mir der Kragen. Ich ging zu einem Fachanwalt f. Familienrecht und zum Jugendamt und meldete alles. So. Das Ende vom Lied war: Ich bekam von dem Damen im Jugendamt zur Antwort, ich solle mit dem Kind Plätzchen backen und ins Kino gehen, ansonsten hätte ich nichts zu melden. Das mit dem Zimmer müsse natürlich gemacht werden, das wäre klar. Um das allein zurückgebliebene 13-jährige Kind hatte sich das Jugendamt NICHT GEKÜMMERT !!!!

Unter Druck vom Amt wurde dann die Räumlichkeit für meinen Enkel geschaffen. Wenigstens das hatte ich erreicht. Der Lohn dafür: ich durfte meinen Enkel nicht mehr sehen! Der Freund wollte es so.
Ich bin an die Schule gefahren, um ihn wenigstens zu sehen und mein Enkel klagte mir sein Leid. Er wurde in der Schule schlechter und baute auch gesundheitlich ab. Mir blutete regelrecht das Herz. ich habe das alles meinem Sohn gesagt, der schaltete sich ein und beauftragte ebenso einen Fachanwalt. Da wurden meiner Ex-Schwiegertochter dann Auflagen gemacht, sie durfte mir das Umgangsrecht mit meinem Enkel nicht verweigern. Mein Sohn hat auch mit ihr selber mehrmals gesprochen, und aufeinmal durfte mein Enkel wieder kommen, und ich konnte mit ihm lernen und ich nähte auch wieder für ihn, Sportsachen, Jeans, Hemden usw.
Die Hemden flogen natürlich wieder in die Ecke, weil die Mutter eben nicht gern bügelte, naja da nähte ich halt mehr Sweet-Shirts.
Eine Zeitlang ging das ganz gut. Dem Freund passte der Umgang mit uns nicht , da ging der Zirkus wieder von vorne los. Mein Enkel wollte nicht mehr nach Hause und weinte bitterlich. Und ich stand machtlos da. Obwohl mein Sohn zur Hälfte das Sorgerecht hat, darf die Mutter das Aufenthaltsrecht bestimmen, weil das Kind bei ihr lebt. So ist das in der Praxis. Das was ich hier niedergeschrieben habe ist nur ein schwacher Abglanz von dem, was sich wirklich abgespielt hatte. Durch die ganzen Aufregungen, den Stress, den ständigen Ärger und die ständige Anspannung wurde ich herzkrank, bekam zudem hohen Blutdruck, der bis heute nicht in die Reihe zu bringen ist, bin sozusagen Stammgast beim Cardiologen. Habe eine Autoimmunerkrankung dazu bekommen und mich überfallen depressive Verstimmungen, so will ich das mal nennen. Ich denke oft daran, meinem Leben ein Ende zu setzen, weil ich einfach keine Kraft mehr habe, aber dann kommt gleich der Gedanke an mein Enkelkind, er wird im April 15. Und dann hämmert es in meinem Kopf: Halte durch, die letzten Meter, dann ist er volljährig, halte durch. :( Ich bin so unendlich traurig. Das alles kann nur jemand verstehen, der ähnliches erlebt. Ich hatte meine Ex-Schwiegertochter wirklich nicht gehasst, ich wollte einfach nur eine liebende Omi sein, die für alle da ist, ich werde so gerne gebraucht :(. Und nach alldem muss ich feststellen, dass alles, was ich an Einsatz gebracht habe, in den Dreck getreten wird. Immer wieder hatte ich mir vorgenommen: Jetzt sag überhaupt nichts mehr, mach den Mund nicht mehr auf, alles was du sagst, wird ins Gegenteil verwandelt, das Wort wird dir im Mund rumgedreht, alles wird anders dargestellt und du stehst da wie ein Schulmädchen, das mit Worten zusammengeknüppelt wird. Aber dann kamen immer wieder die Situationen, wo mein Enkel sich hilfesuchend an mich wandte und an seinen Papa. Und ich riss mich wieder zusammen. Heute hat es mein Enkel fast geschafft, aber ich bin todmüde, stehe aber sozusagen noch mit einem Bein im Geschehen, falls er mich braucht, dass ich zur Stelle bin. Ich will alles - nur nicht versagen! Immer wieder sagte ich mir: Wenn du eines Tages auf dem Sterbebett liegst, dann musst du dir sagen können, ich habe alles nach bestem Wissen und Gewissen und nach meinen Möglichkeiten getan. Das muss ich mir sagen können, sonst finde ich keine Ruhe. Und dabei merke ich mehr und mehr, wie sehr ich an Leben schon verloren habe. Kann meinen Haushalt so gut wie nicht mehr machen, bin nach paar Handgriffen total erschöpft, bin einfach nicht mehr wie vor paar Jahren. Neuerdings zittern meine Hände und mein Kopf , ich muss mich mittags hinlegen, was ich im Leben nie konnte und wollte. Ich war ein fröhlicher agiler Mensch habe sehr gerne gearbeitet, beruflich wie privat, war Oberarztsekretärin, habe ein Haus alleine bewirtschaftet und einen mittelgrossen Garten bearbeitet, war immer guter Dinge. Dass ich dem Leid der Kinder zum Grossteil habe ohnmächtig zusehen müssen, dass einem die Hände gebunden sind und man nicht einschreiten kann, wie es sich gehören würde, das alles hat mich sehr schwer getroffen - bis ins Mark!

Kinder sind für mich das A und O auf dieser Welt. Und ich kann nur sagen, dass jeder, der mit Fingern auf Jugendliche zeigt, die sich fehlverhalten, einmal erst darüber nachdenken sollte, was diese Jugendlichen wohl für eine Kindheit hinter sich gebracht haben.
vielen Dank, dass mein Geschriebenes gelesen wurde
Vielen Dank an Dich liebe Truth
 
O

Old-Lady

Gast
Ja, die Frage stelle ich mir auch grad: Welche Rolle spielt dein Sohn dabei? Eigentlich sollte er ja zu seinem Kind einen regelmäßigen Kontakt pflegen, der es auch dir dann ermöglichen würde, dein Enkelkind zu sehen.
Wie ist da die Situation?
Aber etwas anderes stimmt mich an deinem thread sehr nachdenklich: Aus ihm spricht sehr viel Wut, Verbitterung und fast Hass.
Ich denke, dass es eher dies ist, was dich so krank gemacht hat, denn Unvergebenheit kann einen regelrecht zerfressen.
Ein bisschen vermag ich mitzureden - ich habe auch einen geschiedenen Sohn, der von meiner Ex-Schwiegertochter hintergangen und betrogen wurde.
Trotzdem habe ich sie nach wie vor lieb (nein, keinen Kontakt mehr) - sie ein verstörtes, haltloses, zerrissenes Kind, das im Grunde selbst genauso litt wie mein Sohn und wir alle.
Aber zurück zu deinem Enkelkind: Könnte der Kontakt denn nicht in der Tat über deinen Sohn laufen?
Meld dich doch einfach nochmal mit ein paar weiteren Infos.
Ganz liebe Grüße! quasimodo
Hallo Quasimodo,
ich will nicht nochmal den ganzen Text schreiben, sei so gut und schau oben nach, was ich Truth geantwortet habe. Was ich mitgemacht habe, kann man eigentlich nicht richtig beschreiben, es wäre ein regelrechter Roman.
Liebe Grüsse
Old Lady
 
O

Old-Lady

Gast
Hallo Old-Lady,

dann sind wir ja schon zu zweit hier mit Enkeln, nur dass meine Geschichte eine andere ist und ich hier zig mal geschrieben bekomme habe, ich solle mich endlich raushalten. Was würdest du in deiner lage zu solch "Klugen" Sätzen antworten?

Meine Geschichte ist ein bisschen eine andere, denn die Mutter meines Schwiegersohns will ständig das Kind für sich haben. Dabei geht es nach Kontakten mit ihr dem Kind jedes Mal ganz schlecht.

Als ich die ersten zeilen von dir las dachte ich: das ist jetzt die andere Oma, die sich hier zu Wort meldet und nun das Kind endlich auf ihre Seite ziehen will. Jedoch steht dann weiter geschrieben, dass deine Schwiegertochter sich völlig anders verhält als meine Tochter.

Bei uns ist es so, dass der Schwiegersohn seine Mutter für die perfekte Erzieherin seines Kindes hält und sie seiner Frau vorziehen möchte, was natürlich ständig für Streit sorgt. In einem Punkt ist es bei uns ähnlich: Der Vater des Kindes tut so als ginge ihm alles nichts an. Deshalb kommt mir jetzt die Frage: Hast du schon mal mit deinem Sohn geredet und wie denkt er über sein Kind? Hat er evtl. überhaupt kein Interesse an ihm? Und was ist schon vorher passiert, als die drei noch zusammen waren? Und was ist mit dem Vater deines Sohnes?

Nach all meinen Recherchen sind die gleichgeschlechtlichen Elternteile am wichtigsten für eine erfolgreiche Entwicklung des Kindes, nachdem eine stabile Mutter-Kind-Bindung aufgebaut wurde. Wurde damals deine Schwiegertochter darin unterstützt, dass so eine stabile Beziehung zwischen ihr und ihrem Kind (welchen Geschlechts?) gefördert wurde? Oder war es dir vielleicht damals auch schon wichtig dass das Kind seine Oma kennt und die Mutter unwichtig ist (so wie bei uns)?

Das waren jetzt schlimme Worte, doch um die Bewusstheit für die ganzen Vorgänge zu erhalten, sind sie wichtig, ohne schöndrumherumgerede angeschaut zu werden. Nur dann kann sich etwas konstruktives daraus entwickeln.

Zum Jugendamt bin ich noch nicht gegangen. Habe hier zwielichtes davon gelesen, und das hat mich abgeschreckt. In so einem Fall ist man alleine, möchte seinem Enkelkind helfen, dass es auf eine stabile Grundlage zurückgreifen kann, die einzig mit Mutter und Vater aufzubauen geht, und alles scheitert daran, weil eine der hauptpersonen seine Verantwortung abgegeben hat und ihn das Kind-getue zum Halse raushängt.

LG Dame

P.S. ich hätte dir gerne eine pn geschrieben, damit wir mal miteinander telefonieren können, aber das geht nicht.

Liebe Dame,
nein ich kann Dir auf Ehr und Gewissen sagen, dass ich garnicht die Idee hatte, das Kind von der Mutter zu entfernen. So etwas darf man nicht machen. Es geht immer um das Glück des Kindes. Nein , hier war es ganz anders. Ich wäre froh gewesen, wenn die Mutter ihre Kinder so geliebt hätte, wie es normal gewesen wäre. Aber das war hier nicht der Fall. Dieser Frau ging es immer und immer wieder nur darum, ihren Willen durchzusetzen ohne Rücksicht auf Verluste und schon gar ohne Rücksicht auf ihre Kinder. Lies bitte den Text, den ich "Truth" oben geschrieben habe, da steht etliches drin, das ist aber nur ein Abglanz von dem, was alles geschehen war. Ich kenne wirklich in meinem ganzen Umfeld keine einzige junge Frau, die so fahrlässig und verantwortungslos mit ihren Kindern verfahren ist. Jetzt hat sie einen Freund, der nie Kinder wollte ( sie kannte ihn schon vor meinem Sohn). Sie hatte schon ein Kind (ein Mädchen) aus einer vorherigen Beziehung. Ein wirklich hübsches und intelligentes Mädchen. Die Lehrer gaben damals der Mutter sogar eine Empfehlung, das Kind aufs Gymnasium zu schicken, weil es so eine gute Lernleistung brachte. Nix da! "Das soll mo beizeite schaffe gehn!" Das war die Antwort der Mutter. So in diesem Stil ist auch alles weitere gehandhabt worden :(. Damals fragte ich noch Alexandra (so heisst das Mädchen) an was für einer Sportart sie Spass hätte, ich könnte mir denken, dass sie gerne vielleicht Jazz-Tanz oder sowas machen würde. Das Mädchen war damals hellauf begeistert. ich hätte ja die Gebühren sowieso bezahlt, aber die Mutter hat das gleich unterbunden. Heute ist das Mädchen (18 ) dick, der Kopf sitzt regelrecht dicht auf den Schultern, sie hat fast keinen Hals. Ich darf garnicht an alles denken. Über Jahre hinweg Fehlernährung (jeden Tag Nutella-Brötchen, Beutelsuppen).
Ich weiss noch, wie das Mädchen auch oft bitterlich geweint hatte, weil die Mutter sie dauernd anbrüllte, immer wieder versuchte ich damals die Mutter zu beschwichtigen und bot ihr an, ihr putzen zu helfen usw. Da wurde sie dann etwas ruhiger. Zumindest das konnte ich ab und zu erreichen. So eine bösartige und verleumderische Frau wie diese habe ich noch nie in meinem
Leben kennengelernt. Gegen so etwas bist du einfach machtlos. Ein bissl was konnte ich für meinen Enkelsohn erreichen, zumindest setzt er sich jetzt (mit fast 15 Jahren) mehr zur Wehr und weiss sich besser zu helfen. Ich habe ihm immer wieder das Rückgrat gestärkt, damit sein Selbstbewusstsein nicht kaputtgemacht wird. Habe ihn immer wieder ermahnt, seine Pflichten zu erfüllen und das was die Mutter ihm aufträgt , auch zu erledigen, dann gibt es auch keinen Streit, nicht frech zu sein usw. Aber immer wieder sagte mein Enkel: Oma, das nützt alles nix bei ihr. Wenn ihr irgendwas net passt, brüllt sie rum, ich hab wirklich nix gemacht, ich war auch net frech, aber sie schreit trotzdem bei jeder Kleinigkeit rum, z.B.:" Ich tapp der in de A****, wenn de awei net machscht dass de Land gewinnscht." So in diesem Ton wird mit den Kindern verfahren :( ich glaube, ich brauch nicht mehr zu sagen. Das hat mit Hass auf die Ex-Schwiegertochter alles nichts mehr zu tun. Was sie bei den Kindern an Schaden anrichtet, das ist ein Frevel. Und dass sie immer wieder versucht hat, mich ganz auszuschalten, ist ein Frevel, da ich ihr immer nur geholfen hatte (siehe Text oben für Truth) Hatte ihr damals den Vorschlag gemacht: Wenn du möchtest, bezahle ich dir eine Schneiderlehre, dann kannst du dich vielleicht selbständig machen, ich helfe dir dabei, ich habe gute Nähkenntnisse. Ich hüte die Kinder, mache mit ihnen Aufgaben, versorge sie und du kannst in Ruhe arbeiten, und wenn du fertig bist damit, nimmst du die Kinder wieder mit nach Hause oder ich bringe sie dir und am Wochenende hast du dann Zeit für sie, dann ist mit der Schule alles erledigt, die Kinder sind fix und fertig verköstigt, gepflegt usw. und ihr könnt euch das ganze Wochenende nur mit euch beschäftigen. Das hat sie alles abgelehnt. Habe für die Kinder Sportarten angeboten (für die ich gezahlt hätte) Mein Enkel wollte damals zum Fussball. Das hatte sie nach langem Hin und Her erlaubt. Mein Mann und ich haben alles bezahlt, von der Vereinsgebühr bis hin zu den Klamotten und das Fahren zu den einzelnen Spielen. Die Mutter hat sich da nie kümmern brauchen, wenn sie nicht wollte. Eine Zeitlang ging das gut. Als sie merkte, dass sie ab und an hätte auch mal sich bei den Spielen zeigen müssen mit dem Kind, hat sie dem Kind alles madig gemacht und die Sache wurde beendet.
Ich habe heute noch seine ersten Fussballschuhe in meinem Wohnzimmer hängen *smile*. So, Zeit verging, der Kleine wurde immer dicker. Da machte ich den Vorschlag, ihn doch ins Karate zu schicken. Der Kleine war hellauf begeistert. Auch das ging eine Zeit lang gut. Der Junge blühte auf und war wieder richtig fröhlich und durchtrainiert. Ich kaufte sämtliche Anzüge, fuhr ihn auch immer zum Sport, weil die Mutter nicht wollte, das wäre von der Zeit mit ihrem Freund abgegangen - na gut, das brauchte sie ja auch nicht, da gab es ja keine Schwierigkeiten. Nach einer gewissen Zeit war auch das nicht mehr recht. Ihr gefiel nicht, dass der Junge zum Zeltlager mit wollte mit seinen Karate-Kollegen, es war eine schöne Einheit. Dem Freund gefiel das auch nicht. So. Wieder wurde alles madig gemacht, und der Junge beendete auch das. Danach wurde mein Enkel wieder dick und das Asthma hatte sich wieder verstärkt :( Mein Enkel kam eines Tages und wollte von mir das Trampolin , meine Hantelstange mit den Gewichten, er wolle daheim trainieren....Ich war soooo froh darüber und gab ihm alles mit (wir packten es ins Auto und fuhren alles zu ihm nach Hause). Wieder gab es Streit! Aber diesmal setzte sich mein Enkel durch. Er wolle gesund werden und er wolle das jetzt machen. Naja...was soll ich sagen... auch das ging eine Zeit lang... der Freund seiner Mutter bohrte und bohrte und eines Tages kam sie und brachte mir die Sportartikel wieder zurück. Es wäre kein Platz dafür da. Ich sagte nur: Ja und was tut er jetzt sportlich? ich mein er muss ja was machen, sein Blutdruck ist schon an der Obergrenze hat der Arzt gesagt.. er muss Sport machen" Da bekam ich zur Antwort, ich solle das alles nicht so dramatisieren, sie wüsste schon, was gut für ihren Sohn wäre. Was sollte ich da drauf noch sagen, das hätte wieder schlimme Konsequenzen gehabt, dann hätte mein Enkel mich wieder nicht mehr sehen dürfen. Also hielt ich meinen Mund. Und so verbringe ich jetzt meine Zeit mit beten, mit Versuchen, meine Arbeiten zu erledigen und wieder beten für meinen Enkel :(
Jetzt hat er eine 6 in Mathe geschrieben (Klasse 9 Leistungskurs) er hatte Bauchweh vor lauter Stress, diese Note seiner Mutter zu zeigen.Da ich die Vollmacht meines Sohnes habe und dadurch berechtigt bin, auch zu unterschreiben, habe ich das nach Rücksprache mit meinem Sohn getan. Aber, ich sagte meinem Enkel auch, dass wir eine Informationspflicht haben. Die Mutter muss informiert werden darüber. Zunächst hat er jetzt mal das Wochenende Ruhe gehabt, weil sie es noch nicht weiss. Aber am Montag muss sie es ja gesagt bekommen. Mein Sohn wird sie anrufen und es ihr sagen, und ich zittere jetzt schon vor lauter Angst, wie sie dann mit meinem Enkel wieder verfahren wird :(. ich habe meinem Sohn gesagt, er solle alles versuchen, sie ruhig zu stimmen, dass sie das Kind nicht unverhältnismässig abstraft.
Und wieder hoffe und bete ich... ich kann niemandem sagen, wie mir zumute ist... mir ist so schwindelig dauernd mein Kopf ist heiss, ich stolpere, ich weiss wirklich manchmal nicht mehr, wie ich den Alltag bewältigen soll. So sieht es aus. Ich dramatisiere nichts - eher im Gegenteil. Das ist alles die Wahrheit. Und wie ich in Briefen von Grosseltern an die Bundesinitiative für Grosseltern lesen konnte, geht es vielen anderen auch so. Da geschehen ganz schlimme Dinge und niemand hat bisher etwas dagegen getan. Aber nun lese ich, dass eben diese Initiative gegründet worden ist und dass gemeinsam gegen diese Mißstände vorgegangen werden soll und dass die Grosseltern den Kampf für ihre Enkel aufnehmen. Das kann ich nur begrüssen. Es soll Gerechtigkeit einkehren und Streitigkeiten zwischen Erwachsenen sollen nicht auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werden.
Liebe Grüsse
Old Lady
 

Dame

Aktives Mitglied
Hallo Old-Lady,

mir fließen nur so die Tränen herunter. :(

Deine Geschichte ist eine ganz andere als unsere. Dabei gibt es auch viele Ähnlichkeiten. Zum Beispiel tun die Großeltern des Vaters des Kindes den Herzfehler, der von Ärzten diagnostiziert worden ist, als Einbildung von uns ab. Neulich sagte mir meine Tochter, dass sie ihren Mann aus dem Katalog Kleider für den Kleinen herausgesucht hatte. Er meinte dann, dass sie diese nicht brauchen, da er von Verwandten auf seiner Seite die ganze Ausstattung eines ca. 2 - 3 Jahre alten Kindes haben könne. Also soll nach seinem Ermessen sein eigenes Kind nur in Gebrauchtklamotten rumlaufen. Und dabei braucht er für sich ganz viel Geld für: Computer, PC-spiele, teure Elektronikgeräte etc. Und bei seinem eigenen Kind will er sparen, weil das ja seine Oma gesagt hat, dass dies gut sei.

Die Initiative für Großeltern interessiert mich. Hast du eine Adresse? Gestern habe ich mir ein Buch gekauft, darin stand, dass es ein Gesetz gibt, dass die Erziehung des Kindes zu seinem Wohle sein muss. Interessiert das hier keiner?

Da tun die Familienministerin und andere so, als ob sie familien- bzw. kinderfreundlich eingestellt seien, und dann wird jeder Willkür von Eltern, die gar keine sind, halt den Titel haben, statt gegeben.

Wenn ich nur wüsste, wie ich meine Tochter von ihrem Irrglauben befreien kann, dass dieser Mann ideal für sie ist. Sie hält nach wie vor an ihm fest, auch aus Angst, dass es bei einer richtigen Trennung erst richtig schlimm werden würde. Im Fernsehen werden immer wieder mal Meldungen gebracht, wenn Eltern ihren Kindern ganz schlimmes angetan haben. Und nun haben wir beide einen Fall, wo die Behörden sich raushalten und nichts tun als blöde Sprüche zu klopfen. Weder Elterntelefon, noch Kinderschutzbund, haben sich für mein Thema interessiert, außer mir zu sagen, dass einzig die Mutter etwas tun könne. Aber was ist, wenn diese sich vor lauter Einschüchterung nicht mehr traut?

Schließlich hat mein Schwiegersohn auch eine gewalttätige Komponente. Das erste Mal zeigte sie sich, als er den Kater so zu Boden warf, dass er danach einen schwierigen Oberschenkelbruch hatte. Ich habe ich ja selbst erlebt, wie er toben kann und Dinge rumschmeißen kann. Und das alles mit Einverständnis seiner Mutter und Oma. Zwei Frauen, die körperlich angeschlagen sind, aber ständig ihm erklären, dass sie die perfekten Erzieher für das Kind sind. Dabei können sie weder das Kind tragen, sich noch bücken, wenn es am Boden ist und spielt, noch hochheben, wenn es schreit. Sie haben auch noch die Einstellung: schreien macht ja nichts, und er muss ständig Dinge können, die ihm zuwider sind: er muss mit vielen Menschen klarkommen. Ein Baby, das hilflos ist und schreit und schreit.

Mittlerweile nehme ich nur noch Ablehnung der Eltern gegenüber ihrem eigenen Kind wahr. Wie soll ich das jemand erklären, der mir dann einredet, ich würde mir das alles nur einbilden, weil ich etwas gegen den Vater und seine Verwandten habe? Ich habe doch Augen im Kopf, wie das Kind leidet. (Das Leiden meiner Tochter will ich mal außen vor lassen, da sie meint, mit so einem Mann und so einer Verwandtschaft trotzdem klar zu kommen.)

Und dann schreibe ich, wie hier in diesem Forum, um bekomme noch mehr Vorwürfe. Ich glaube, du kannst nachempfinden, wie wütend sowas macht.

Liebe Grüße Dame​
 
T

Truth

Gast
Liebe Old-Lady,

deine Geschichte bewegt mich aus verschiedenen Gründen. Ein Grund ist, dass ich durch meine Berufstätigkeit für meine Kinder eine Tagesmutter hatte (sie war gleichzeitig auch eine Ersatzmutter für mich - ich kannt sie schon bevor ich Kinder hatte), die die liebste und beste Omi für meine Kinder war. Wir waren aber beide sehr starke Persönlichkeiten und ich hatte keine Chance, ihr meine Ansichten in Punkt Erziehung klar zu machen. Also entschloss ich mich damals und nahm ihr ganz krass gesagt, die Kinder weg. Natürlich nur im Sinne des Tagesmutter-Jobs, sie war weiterhin die Omi meiner Kinder und konnte soviel Kontakt habe, wie sie wollte. Wir alle, und vor allem meine Kinder, liebten sie. Aber ich habe sie damals unweigerlich sehr verletzt. Ich konnte ihr erst Jahre später sagen, wie dankbar ich ihr für alles bin, was sie je für mich und meine Kinder getan hat - uzw. erst dann, als ich aufgehört hatte selbst so "stark" zu sein.

In dir sehe ich auch eine sehr starke und dynamische Frau. Dass die Kraft mit den Jahren nachlässt ist selbstverständlich. Aber ich habe selbst erfahren, dass uns unsere eigene Stärke auch krank machen kann - körperlich und psychisch. Du bist stark und deshalb hast du lange gekämpft und Kampf macht krank. Kampf ist nicht unbedingt schlecht, aber er ermüdet so unendlich und macht krank, wenn er aussichtslos erscheint. Du hattest mit einer unsensiblen und verantwortungslosen Schwiegertochter zu tun. Das macht den Kampf noch härter und das Leid noch größer. Aber es gibt eine Seite an der ganzen Geschichte, bei der es mir warm ums Herz wird. Deine Enkelkinder hatten trotz ihers eigenen Leids immer den Lichtblick im Herzen, dass es wenigstens einen Menschen gibt, der um sie kämpft und der sie liebt. Das ist unbezahlbar und über alles wert, jeden Kampf gekämpft zu haben. Denn genau das, wird sie ihr Leben lang begleiten. Mein Mann hatte eine sehr schwere Kindheit - aber er hat nie aufgehört liebevoll von seiner Oma zu reden, die ihn, wann immer sie konnte, liebevoll aufgefangen hat. Davon zehrt er heute noch! Ist das nicht wunderbar?

Dein Enkelsohn ist 15. Nächstes Jahr kann er durch gerichtlichen Beschluss selbst entscheiden, wo er sein möchte. Ist das kein wunderbarer Lichtblick?

Ich umarm dich und wünsch dir trotz allem noch viel Freude im Herzen, denn nichts was du gemacht hast, war umsonst!

Liebe Grüße
Truth
 
O

Old-Lady

Gast
Hallo Old-Lady,​


mir fließen nur so die Tränen herunter. :(

Deine Geschichte ist eine ganz andere als unsere. Dabei gibt es auch viele Ähnlichkeiten. Zum Beispiel tun die Großeltern des Vaters des Kindes den Herzfehler, der von Ärzten diagnostiziert worden ist, als Einbildung von uns ab. Neulich sagte mir meine Tochter, dass sie ihren Mann aus dem Katalog Kleider für den Kleinen herausgesucht hatte. Er meinte dann, dass sie diese nicht brauchen, da er von Verwandten auf seiner Seite die ganze Ausstattung eines ca. 2 - 3 Jahre alten Kindes haben könne. Also soll nach seinem Ermessen sein eigenes Kind nur in Gebrauchtklamotten rumlaufen. Und dabei braucht er für sich ganz viel Geld für: Computer, PC-spiele, teure Elektronikgeräte etc. Und bei seinem eigenen Kind will er sparen, weil das ja seine Oma gesagt hat, dass dies gut sei.​

Die Initiative für Großeltern interessiert mich. Hast du eine Adresse? Gestern habe ich mir ein Buch gekauft, darin stand, dass es ein Gesetz gibt, dass die Erziehung des Kindes zu seinem Wohle sein muss. Interessiert das hier keiner?​

Da tun die Familienministerin und andere so, als ob sie familien- bzw. kinderfreundlich eingestellt seien, und dann wird jeder Willkür von Eltern, die gar keine sind, halt den Titel haben, statt gegeben.​

Wenn ich nur wüsste, wie ich meine Tochter von ihrem Irrglauben befreien kann, dass dieser Mann ideal für sie ist. Sie hält nach wie vor an ihm fest, auch aus Angst, dass es bei einer richtigen Trennung erst richtig schlimm werden würde. Im Fernsehen werden immer wieder mal Meldungen gebracht, wenn Eltern ihren Kindern ganz schlimmes angetan haben. Und nun haben wir beide einen Fall, wo die Behörden sich raushalten und nichts tun als blöde Sprüche zu klopfen. Weder Elterntelefon, noch Kinderschutzbund, haben sich für mein Thema interessiert, außer mir zu sagen, dass einzig die Mutter etwas tun könne. Aber was ist, wenn diese sich vor lauter Einschüchterung nicht mehr traut?​

Schließlich hat mein Schwiegersohn auch eine gewalttätige Komponente. Das erste Mal zeigte sie sich, als er den Kater so zu Boden warf, dass er danach einen schwierigen Oberschenkelbruch hatte. Ich habe ich ja selbst erlebt, wie er toben kann und Dinge rumschmeißen kann. Und das alles mit Einverständnis seiner Mutter und Oma. Zwei Frauen, die körperlich angeschlagen sind, aber ständig ihm erklären, dass sie die perfekten Erzieher für das Kind sind. Dabei können sie weder das Kind tragen, sich noch bücken, wenn es am Boden ist und spielt, noch hochheben, wenn es schreit. Sie haben auch noch die Einstellung: schreien macht ja nichts, und er muss ständig Dinge können, die ihm zuwider sind: er muss mit vielen Menschen klarkommen. Ein Baby, das hilflos ist und schreit und schreit.​

Mittlerweile nehme ich nur noch Ablehnung der Eltern gegenüber ihrem eigenen Kind wahr. Wie soll ich das jemand erklären, der mir dann einredet, ich würde mir das alles nur einbilden, weil ich etwas gegen den Vater und seine Verwandten habe? Ich habe doch Augen im Kopf, wie das Kind leidet. (Das Leiden meiner Tochter will ich mal außen vor lassen, da sie meint, mit so einem Mann und so einer Verwandtschaft trotzdem klar zu kommen.)​

Und dann schreibe ich, wie hier in diesem Forum, um bekomme noch mehr Vorwürfe. Ich glaube, du kannst nachempfinden, wie wütend sowas macht.​


Liebe Grüße Dame​
Hallo liebe Dame,
ich kann Dir alles genau nachempfinden. Schlage im Internet mal die Seite: www.großeltern-inititiative.de auf. Dort kannst Du dann weiterblättern und wirst Briefe finden von Geschädigten, da stehen Dir die Haare zu Berge. Was in unserem Staat passieren kann, das kann man als normaler Mensch nicht mehr glauben, aber es passiert! Mit den Behörden habe ich sehr sehr schlechte Erfahrungen gemacht, da habe ich absolut kein Vertrauen mehr. Die schauen erst nach, wenn Kinder verhungert in der Wohung "rumliegen" und dies vielleicht auch zufällig von Nachbarn gemeldet wurde, weil die die Kinder längere Zeit nicht mehr auf der Strasse gesehen hatten.
Es wurden Fälle bekannt (leider war das für die Kinder zu spät), wo die armen Kinder vor Hunger die Tapeten angefangen haben abzureissen und zu essen :( . Ich bin so angewidert von diesen ganzen Phrasen, die von Politikern und anderen Verantwortlichen für Jugendschutz gedroschen werden, und muss immer wieder erkennen, dass das alles immer weiter so geht und sich nichts ändert. Das Umfeld verschliesst die Augen vor der Not der Kinder - den Grosseltern sind die Hände gebunden, die Jugendämter unternehmen erst etwas, wenn das Kind sozusagen schon in den Brunnen gefallen ist und und und.
Die einzige Hilfe, die man Kindern geben kann ist meiner Meinung nach: Immer wieder nachschauen, immer wieder einmischen - auch wenn man verleumdet wird - es geht um die Kinder! Stark machen für die Kinder! Mutig sein !!! Vertrauen der Kinder stärken!
Die Kinder müssen doch zu irgendjemandem Vertrauen haben können! Das ist so wichtig für ihre Entwicklung. Vieles muss man heimlich tun, um die oft verwundete Seele des Kindes zu heilen, damit es mal das Leben später meistern kann und nicht ängstlich durch die Welt stolpert.
Mein Enkel war ein so fröhlicher freundlicher und aufgeschlossener Junge, und wenn ich ihn mir heute betrachte, dreht sich mir der Magen um, heute ist er mürrisch, unfreundlich, verschlossen - eben schon vergiftet von dieser unglaublichen ihn umgebenden Atmosphäre, in der er leben muss.
Aber immer, wenn wir für paar Stunden zusammen sind... so nach ca. 2 Stunden - fängt er an, wieder lockerer zu werden und sogar fast heiter...weil ich immer bemüht bin, ihm wenigstens ein Lächeln zu entlocken. Und ich sage ihm immer wieder, dass ich ihn sehr sehr lieb habe.

Ich habe hier einen Beitrag gelesen, der einem verzweifelten Jugendlichen als Antwort geschrieben wurde. Sinngemäss gebe ich ihn jetzt wieder:
"Wehr dich nicht, solange du noch abhängig bist, das ist nur Stress pur und du erreichst überhaupt nichts. Warte ab , die Zeit spielt für dich und dann kannst du deinen eigenen Weg gehen, bis dahin halt still und halte durch."

Diesem Beitrag muss ich leider Gottes beipflichten. Nach alldem , was ich erlebt habe - auch mit Rechtsanwälten und Behörden - kann ich diesem Schreiber nur beipflichten.

Nur..... als erfahrener Mensch - eben Oma oder Opa - sieht man lange lange voraus, was geschehen wird, wenn gewisse Dinge nicht zum richtigen Zeitpunkt eingerichtet werden. Was die Folgen von Fehlverhalten etc. sind. Das sehen junge Eltern nicht ein, und manche Eltern verdienen auch diesen Namen überhaupt nicht.

Im Jugendschutzgesetzt steht z.B. drin: "Die Erziehungsberechtigten haben die Pflicht, dem Kind sämtliche Förderungen zur Weiterentwicklung und zur gesunden Persönlichkeitsentwicklung angedeihen zu lassen. Sie müssen für eine gesunde Ernährung sorgen, für angemessene Kleidung und für die kulturelle Weiterbildung und Einbindung in die Gesellschaft .Tun sie das nicht, machen sie sich strafbar."

Es steht noch mehr drin, das ist nur ein kleiner Auszug. Im Internet kann man das mal aufblättern und nachlesen.
Tja, geschrieben steht viel, getan wird so gut wie nichts. Wie gesagt, es sind nur einige wenige Menschen, die ihre Freizeit, ihr bischen Geld und sonstnochwas opfern, um Kindern zu helfen.

Da gibt es z.B. einen Pfarrer in Berlin. Der hat eine Mittags-Tafel für ca. 200 Kinder eingerichtet, damit sie nach der Schule wenigstens etwas Warmes in den Bauch kriegen :(. (weil zum einen die wirklich armen Eltern kein Geld haben und zum anderen ein Teil der Eltern schon morgens vor der Glotze sitzt, raucht und trinkt und für das Essen dann kein Geld mehr da ist.
Was sich in Deutschland abspielt - in unserem "reichen" Deutschland - ist unvorstellbar. ich wollte das erst nicht glauben, bis ich die ganzen Berichte mir angeschaut habe. :( Es ist eine Schande!
Es ist scheussliche Wahrheit, dass in Hamburg Kinder regelrecht verhungern!!! ( in anderen Grosstädten auch !)

Ich frage mich nun: Wo und wann wird das Jugendschutz-Gesetz umgesetzt?
So gut wie garnicht !
Wenn die Kinder ein Dach über dem Kopf haben und angezogen sind, besteht für die Ämter kein Handlungsbedarf!

Niemand interessiert sich für seelische Grausamkeiten, die Kindern angetan werden. Die sieht man ja nicht! Viele viele Kinder werden misshandelt, sexuell mißbraucht.
Und meldet das mal endlich jemand aus der Nachbarschaft, wird noch seine Ehrlichkeit von den Behörden angezweifelt und er wird von den anderen Leuten zum guten Schluss auch noch geächtet, weil er sich "eingemischt " hat.

Man denke an den Fall "Pascal". Diese Geschichte kam mehrmals im TV.
Obwohl viele Beweise auf dem Tisch lagen, dass das Kind sexuell mißbraucht und dann ermordet wurde, wurde der Prozess nach langem Hin und Her abgeschlossen, ohne dass jemand zur Rechenschaft gezogen wurde! ich habe die ganzen Asozialen, die in den Fall verwickelt waren, im TV gesehen! Man kann nur noch ausspucken! Es wurde gemunkelt, dass höhergestellte Persönlichkeiten auch an diesen Mißbräuchen beteiligt waren und deshalb der Prozess nicht mehr weiter geführt wurde.
(Dieses Kind wurde im hinteren Trakt einer Gastwirtschaft sexuell über viele Monate hinweg mißbraucht und dann ermordet!)

Wir ? sind aus dem Mittelalter überhaupt nicht rausgekommen!!!!
Die Mode hat sich verändert, auch die Technik und Medizin, aber die zwischenmenschlichen alltäglichen Boshaftigkeiten die hässliche Zur-Schau-Stellung schlechter Charaktere, Machtmissbrauch von Leuten , die in wichtigen Positionen sind, das alles ist immer noch da - wie gehabt.

Liebe Dame, ich habe auch versucht , Hilfe zu bekommen. Das ist mir nicht gelungen! Hatte mich auch mit dem Kinderschutzbund in Verbindung gesetzt, Jugendamt, Rechtspflegern, Rechtsanwalt.

Es wurde mir wortwörtlich gesagt:" Tja, was Sie da anführen, wie ein Kind erzogen und behandelt werden soll, das ist ja schon der idealfall! Damit kommen Sie vor keinem Gericht durch!"
Es ging dabei lediglich um richtige Ernährung, Achten auf die Gesundheit, Aufgabenhilfe, evtl. Nachhilfestunden, wenn das Kind mal schulisch eine Flaute hat, achten auf die körperliche Pflege eines Kindes, ordentliche Umgangssprache, Wertevermittlung, Kontakt halten zu den Grosseltern etc.

Ich habe aufgegeben, um Hilfe zu ersuchen, habe für meinen Enkel wenigstens das Zimmer durchgesetzt und alles andere versuche ich aus dem Hintergrund - ganz still und leise - ohne viel Worte für ihn zu erreichen. Aber natürlich wohlweislich immer mit den Ermahnungen, dass er sich zuHause keinesfalls etwas zu Schulden kommen lassen darf und seine Arbeiten machen muss. Das versteht sich ja von selbst. Und ich gebe ihm alle Liebe und gebe ihm die Sicherheit, dass er mir 100 %ig vertrauen kann und dass er immer mit mir über alles sprechen kann, was ihn bedrückt. Dann wollen wir gemeinsam an einer Lösung arbeiten, mit der er wieder ein paar Meter weiterleben kann.
Das waren solch ungeheure unmenschliche Kraftanstrengungen bisher, dass ich halt schwer krank wurde. Ich kann und will aber nicht damit aufhören, will die letzten Jahre bis er volljährig ist, noch durchhalten, koste es was es wolle!

Auf meiner Fahne steht:" ALLES FÜR MEIN ENKELKIND - UND WENN ES MEIN LEBEN KOSTEN SOLLTE !! ICH MÖCHTE DEN EHRENVOLLEN TITEL "GROSSMUTTER" ZU RECHT TRAGEN !!"

Das Leben kommt mir vor wie ein Staffellauf: Man rennt und rennt etliche Meter dem Ziel entgegen und übergibt zwischendurch dem Nachfolgenden den Stab in die Hand als Zeichen, dass der das Ruder nun übernehmen und weiterlaufen muss.

Liebe Dame, versuche Deinem Enkelkind eine gute Omi zu sein, Deine Tochter will das so weiterführen, dann versuche Du, verschiedene Situationen, die für Dein Enkelkind schlimm sein könnten, zu "entschärfen" mit viel Liebe, Geduld, Aufmerksamkeit, Ablenkung. Steh dem Kind halt immer bei.
Wenn Du kannst, sprich mit Deiner Tochter unter vier Augen und vielleicht kannst Du ihr klar machen, dass Du gerne für Dein Enkelkind auch Kleider kaufen würdest. Das muss doch akzeptiert werden. Du tust ja nur Gutes.
Und ganz wichtig finde ich, dass man dem Kind beizeiten Werte vermittelt, wie etwa Mitgefühl für andere Menschen, Bereitschaft von eigenen Dingen etwas abzugeben, also teilen lernen, Fleiss, Hilfsbereitschaft und auch Gehorsam den älteren Personen gegenüber, Achtung vor den Eltern und Grosseltern und natürlich auch Respekt vor dem Leben, Höflichkeit, usw. usw.
Dem Kind vorleben, dass man Freude daran hat, arbeiten zu können, den Tag (wenn möglich) freundlich zu beginnen.
Das alles muss ganz früh anerzogen und natürlich vorgelebt werden.
Stärke dem Kind das Rückgrat, indem Du es für gute Taten lobst, versuche Zeit mit dem Kind zu verbringen, viel Verständnis und Geduld zu haben- gerade als Omimi.
Wenn Du mit dem Kind zusammen bist, bereite ihm viel Freude, die Kinder brauchen nicht viel, um glücklich zu sein, da genügt manchmal schon eine spassige Situation oder eine lustige Zeichnung in einem Buch oder eine Geschichte, die man erzählt. Wie schön ist es, wenn sie ganz gespannt zuhören....da sind sie in einer anderen Welt. Oder es gibt schöne Spiele... ach es gibt so vieles womit man Kinder zum Lachen bringen kann.
Und dann.... nicht zu vergessen.... die Omimi kocht....natürlich das Leibgericht für ihr Enkelchen.... Das Kind wird das nie vergessen, und es geht frohgemut wieder nach Hause.
Das wird das Kind für´s Leben bereit machen.
Dem Kind irgendwie Freude auf die Zukunft vermitteln (auch wenn man es oft besser weiss, was kommen wird). Zähne zusammenbeissen.

Ob Du Dank dafür erntest? Das kann ich Dir nicht sagen. Sowas muss man halt aus Liebe tun, darf nichts erwarten, sonst ist die nächste Enttäuschung fällig. Man tut es ja für den kleinen Menschen, der einmal in die grosse weite Welt hinaus muss und sich den Widrigkeiten des Lebens stellen muss.

So, das war wieder mal ein langer Text, ich hoffe, es ist dir nicht langweilig geworden. Habe Mut, ich bemühe mich auch jeden Tag aufs Neue.
Liebe Grüsse
Old Lady
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 1) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Gastraum
Regeln Hilfe Benutzer
  • Im Moment ist niemand im Chat.
  • Chat Bot:
    Raumnachrichten wurden entfernt!

    Anzeige (2)

    Oben