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Hallo liebes Forum,

wie Ihr der Überschrift entnehmen könnt habe ich momentan einfach keine Lust mehr zu irgendetwas.
Ich bin 25, sportlich und männlicher Natur.
Ich fange einfach mal an und beginne über meine Krankheiten zu erzählen:
Ich habe eine schwere Herzkrankheit hinter mir, wurde auch letzteendlich vor knapp 1 Jahr auch operiert, es war ein komplizierter Eingriff.
Vor 3 Wochen wurden bei mir Magen und Darmgeschwüre sowie eine schwere Entzündung des Magens festgestellt, man versucht dies nun mit einer Tabletten-Therapie zu behandeln.
Seit meiner Kindheit leider ich unter extremer Migräne mit Aura, zudem leide ich unter einen Wirbelsäulenschaden, einer leichen Form vom Restless-Legs-Syndrom, schweren Schlafstörungen, Amnesie und Hyperaktivität.
Ich bin seit Jahren von sehr starken medikamenten und schmerzmitteln abhängig, das sehr wahrscheinlich bis zu meinen Lebensende.
Die Herzkrankheit wird zu 80-90% eine Re-Op erfordern.

Nun möchte ich etwas über mein soziales Umfeld berichten:
Ich habe eigentlich nur einen echten Freund den ich seit 20 Jahren kenne.
Ich bin jemand der seinen letzten Euro hergibt, der mit seinem Reservetank Freunde rumkutschiert, der jeden unterstützt und hilft wo er nur geht und der immer ehrlich zu jedem war/ist, das kann ich mit reinen Gewissen von mir behaupten, einfach ein Herzensguter Mensch.
Aber gedankt wird es mir nie, es kommt nix zurück und als dank wird über mich gelästert, aber das würde jetzt zulange dauern um es detailliert zu beschreiben.
Die anderen "Freunde" sind hinterhältig, falsch und verlogen um es auf den Punkt zu bringen.

So, dann noch ein paar Sätze über meine Berufliche Situation:
Ich habe einen guten Schulabschluss (Real 1,9) ich bin nicht gerade auf den Kopf gefallen.
Ich bin jemand der trotz den ganzen Krankenverlauf Arbeiten will, nicht faul ist und sehr eifrig ist, habe in den letzten Tagen über 40 Bewerbungen abgeschickt.
Aber es will einfach nicht mit einen neuen Job klappen.
Ich hatte zwar in den letzten Wochen über 10 Vorstellungsgespräche und auch 2 Probearbeiten, aber wenn ich nachhake und anrufe heisst es immer nur ": Herr D., wir wissen noch nichts, rufen sie morgen noch mal an...."
Davor war ich lange Zeit bei einer großen Firma direkt vor der Haustür tätig, wurde dann aber von heute auf morgen entlassen...
Zudem sind heuer meine beiden Omas, 1 Onkel und 1 Opa gestorben.
Als I-Tüpfelchen hat meine Freundin letztes Jahr nach 7 Jahren schlussgemacht, sie hat einen neuen der 300km entfernt wohnt..
So, jetzt habe ich eigentlich mehr geschrieben wie ich eigentlich wollte, ich hoffe es ließt dennoch der ein oder andere...
Ich frage mich wie ein Mensch einfach nur Pech haben kann, die Krankheiten, falsche Freunde, Jobmäßig, Freundin weg...ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll...
Wenn ich mir als Beispiel andere aus meinen "Freundekreis" anschaue, die sind verlogen, faul und hinterhältig, haben aber jeden tag 20 Leute um sich rumstehen, sind beliebt, haben hübsche Freundinen, haben in ihren Leben 1 Bewerbung geschrieben und bekamen gleich einen gut bezahlten Job, und das ohne schulabschluss oder Ausbildung...

Ich bin für jede Hilfe oder Tipp sehr dankbar!
Wenn es jetzt nicht mal aufwärts geht, dann weiß ich nicht was ich mache...
 
... einer leichen Form vom Restless-Legs-Syndrom, schweren Schlafstörungen, Amnesie und Hyperaktivität.

Hallo Gast,
wurde schon mal dein Vitamin-B12-Spiegel
bestimmt? Was du schreibst, könnte von
einem Vitamin-B12-Mangel herrühren. Die
Schlafstörungen und die Amnesie kann von
Zinkmangel kommen - den kann man aber
kaum im Blut messen, aber es gibt einen
Test, mit dem man herausfinden kann, ob
es sich lohnt, eine Zinkkur zu machen. Das
kostet nicht viel, schadet nicht und wenn
es das war, müsstest du in wenigen Wochen
deutliche Unterschiede bemerken - beim
Schlaf oft schon in wenigen Tagen. Der Test
ist hier: www.zinktest.de

Gruß, Werner
 
Hallo Gast,

Ich habe eine schwere Herzkrankheit hinter mir, wurde auch letzteendlich vor knapp 1 Jahr auch operiert, es war ein komplizierter Eingriff.
Vor 3 Wochen wurden bei mir Magen und Darmgeschwüre sowie eine schwere Entzündung des Magens festgestellt, man versucht dies nun mit einer Tabletten-Therapie zu behandeln.
Seit meiner Kindheit leider ich unter extremer Migräne mit Aura, zudem leide ich unter einen Wirbelsäulenschaden, einer leichen Form vom Restless-Legs-Syndrom, schweren Schlafstörungen, Amnesie und Hyperaktivität.
Ich bin seit Jahren von sehr starken medikamenten und schmerzmitteln abhängig, das sehr wahrscheinlich bis zu meinen Lebensende.
Bei was für Ärzten (Fachrichtungen) bist Du denn in Behandlung, und wie sieht Deine Medikation aus?

Ich bin jemand der seinen letzten Euro hergibt, der mit seinem Reservetank Freunde rumkutschiert, der jeden unterstützt und hilft wo er nur geht und der immer ehrlich zu jedem war/ist, das kann ich mit reinen Gewissen von mir behaupten, einfach ein Herzensguter Mensch.
Aber gedankt wird es mir nie, es kommt nix zurück und als dank wird über mich gelästert, aber das würde jetzt zulange dauern um es detailliert zu beschreiben.
Die anderen "Freunde" sind hinterhältig, falsch und verlogen um es auf den Punkt zu bringen.
Offenbar hast Du ein Helfersyndrom. Willst Du das behalten?
Wer Dank dafür erwartet, daß er anderen hilft, wird oft enttäuscht. Deshalb habe ich mir das abgewöhnt – was die Folge hat, daß ich positiv überrascht bin, wenn doch mal jemand Dankbarkeit äußert.
Und falsche Freunde, die mich nur ausnutzen, die würde ich schnellstens loswerden – auch wenn dann überhaupt niemand mehr übrig wäre.

Zu Deiner beruflichen Situation: Was sagen die Leute von der Arbeitsagentur dazu? Hat man Dir irgendwelche Hilfen angeboten?

Wenn ich mir als Beispiel andere aus meinen "Freundekreis" anschaue, die sind verlogen, faul und hinterhältig, haben aber jeden tag 20 Leute um sich rumstehen, sind beliebt, haben hübsche Freundinen, haben in ihren Leben 1 Bewerbung geschrieben und bekamen gleich einen gut bezahlten Job, und das ohne schulabschluss oder Ausbildung...
Laß nicht zu, daß der Neid auf andere Dein Leben bestimmt.
Vielleicht sieht das nur nach außen hin so gut aus?
Vielleicht werden diese Personen ebenfalls unbeliebt und verlassen sein, wenn es ihnen irgendwann einmal schlecht geht?

Viele Grüße,
Freigeist
 
Hallo Gast,

lass bitte den Kopf nicht hängen!

Das Leben ist manchmal eben eine Berg-und Talfahrt, ich kenn mich damit ein bisschen aus,
denn bisher war "Murphy" immer _mein_ Bester Freund - scheinbar bist DU mit seinem Zwillingsbruder befreundet 🙂
Selbst Freunde von mir schütteln nur noch den Kopf, weil was schief gehn kann, geht bei mir eben schief. Ich hab mich aber irgendwie damit arrangiert, bin zwar durchaus zynisch geworden, aber - lasse mich dadurch nicht entmutigen.
Ich denke mir dann jedesmal "jaja, ich war in meinem letzten Leben sicherlich ein Massenmörder, und leiste in diesem Leben Abbitte dafür"
Wie heissts so nett, aus den Steinen, die einem das Leben in den Weg wirft, kann man was Schönes bauen 😉

Krankheiten, Trennungen, Verluste, Arbeitslosigkeit ..all das gehört zum Leben dazu!
Wirklich! das alles machen so viele andere Menschen auch durch, gleichzeitig, parallel, wie auch immer.
Ich verstehe, wenn Du gerne eine Pause davon hättest, zudem Du - wohl ebenso wie ich - auch einer von den Menschen zu sein scheinst, der versucht ein "guter Mensch" zu sein (andere nennen es Helfersyndrom, und ja, damit haben sie wohl leider auch recht..) - und vielleicht ebenso davon ausgehst, dass man deshalb ja von sowas eigentlich verschont bleiben sollte.
Da hab ich leider ne schlechte Nachricht: keiner wird verschont.
Die Gute: Du kannst für Dich entscheiden, wie Du damit künftig umgehen willst.
Ob Du Dich weiter auf das Negative konzetrieren willst (und es damit verstärkt wahrnimmst) oder auf das Positive (was ich Dir sehr ans Herz legen möchte!).

Was mir hilft, mit all dem umzugehen, ist, die eigene Einstellung dazu zu ändern.
Es gibt eben keine sofortige Gerechtigkeit, dh wenn Du für jemand anderen was tust, dann bitte nur, weil Du es auch wirklich willst. Ein Danke gibts leider eher selten. Also machs für Dich, weil Du Dich gut dabei fühlst. Und wenn Du von vorneherein weisst, hinterher fühlste Dich blöd - dann lass es.
Letztendlich läuft es darauf hinaus, ein bisschen egoistischer zu werden 😉
Denn von einem "Du bist ja so ein toller netter Mensch" allein, hat man nichts.
Für mich kann ich zudem sagen, es geht bei mir mit einem verringerten Selbstwertgefühl einher - schau doch bitte mal, ob das bei Dir - zB durch die Krankheitsgeschichte oder Erziehung oder oder.. - auch sein kann.

Um ein wenig mehr zu sehen, was alles positiv in Deinem Leben ist:
für mich hat sich bewährt, mir jeden Abend die "3 schönen Dinge des Tages" zu notieren.
Und die gibts ganz ganz sicher auch bei Dir im Leben.
Eine ganz große Kleinigkeit zB wäre, dass Du die HerzOPGeschichte ja doch ganz gut weggesteckt hast - am Leben bist, und davon erstmal eine Auszeit hast -das ist sehr positiv (auch wenns irgendwann zu einer Re-OP kommt!).
Die nächste zB, dass Du trotz allem sehr sportlich bist, ich weiss nicht was Du machst, aber zB wenn Du joggst, dass Du eine neue Zeit/KM-Marke geknackt hast..
Und: Du hast bei 40 Bewerbungen 10 Vorstellungsgespräche rausgeholt, dass ist ein verdammt guter Schnitt! (ich bin derzeit bei 1 Gespräch auf 12 Bewerbungen!)

Sei nicht neidisch auf andere, deren Leben besser erscheint - Du weisst nicht, wie es in diesen Leuten innendrin aussieht. Konzentriere Dich auf Dich - und was alles gut in Deinem Leben ist, und alles andere wird dem folgen - früher oder später. Versprochen.

Denn:


Am Ende wird alles gut - wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende 😉

liebe Grüße,

Sasa
 
Ich habe gesehen dass der Post jetzt bereits ein paar Jahre her ist... Mich würde interessieren wie es dir mittlerweile ergangen ist?
Hat sich aus dem ganzen vllt doch noch etwas positives abgewinnen können?
 
Der Post ist jetzt zwar schon älter aber vllt. hilft es zu wissen das du da lange nicht alleine bist wenn du denn noch mit deinem Leben zu kämpfen hast. Auch ich bin sehr sportlich und habe seit ich 9 bin (jetzt 23) darauf hingearbeitet Profisportler zu werden. Als ich dann die Chance hatte für eine gute Universität in den USA mit einem Vollstipendium zu spielen habe ich mich kurz vor dem Auswahlspiel am Knie verletzt was zu den schlimmsten 6 Monaten meines Lebens führte da mein Körper sich davon ewig nicht erholen wollte, ich konnte dann auch kaum noch schlafen weil ich ständig diese paar Sekunden der Verletzung sehen musste (manchmal ist das heute immer noch so). Dennoch habe ich mich dann von den Leuten die sich von mir abgewendet haben nicht unterkriegen lassen und habe mich wieder hochgekämpft. Schließlich kam ich wieder so gut in Form das ich dann in einem Trainingscamp in Spanien teilnehmen durfte, da dann der nächste Schock, ich verletzte mich erneut und konnte nur noch sehr begrenzt teilnehmen. Aber auch da habe ich mich nicht unterkriegen lassen, ich arbeitete weiter hart und steigerte mich so weit bis mich jeder in meinem Umfeld respektierte und schließlich wurde mir eine Chance in einem Pro A Team versprochen.
Bis hierhin hört sich das wohl nach einer tollen Lebensgeschichte an, aber ich habe diese Chance die mir vor nun etwas mehr als einem Jahr versprochen wurde nie bekommen und so kann man sagen das ich wohl einer größten Verlierer bin die man finden kann, denn ich habe so wie es aussieht mein ganzes Leben auf mich gesetzt und verloren was ich verlieren konnte.
Allein, ohne richtiges Umfeld (denn während andere feierten war ich oft von 19 bis 2 oder 3 Uhr Nachts am trainieren) und mit einem Haufen von Enttäuschungen. Mittlerweile bin ich auch nur noch müde davon ständig zu versagen egal wie sehr ich mich reinhänge aber meine Vergangenheit verfolgt mich jeden verdammten Tag.
Falls du das hier also lesen solltest hoffe ich das es dir zeigt das du nicht so alleine bist wie du denkst, hoffentlich hast du wenigstens deine Familie um dich herum denn jeden Tag alleine zu sein ist nicht schön und konfrontiert dich nur immer wieder mit all dem negativen das passiert ist.
 
Mir geht es ganz ähnlich. Ich habe im 5. Semester meines Studiums eine Prüfung zum zweiten Mal nicht bestanden. Bin jetzt nach 8 Semestern fertig mit dem Studium bis auf eben diese eine Prüfung an der ich nun gescheitert bin. Weshalb ich keinerlei Perspektive habe und mittlerweile Mitte 20 bin.
 

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