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nicht glücklich in meinem Beruf!

Cocco

Neues Mitglied
Hallo!
Ich hoffe auf dieser Seite gibt es jemanden der mir Helfen kann?!
Seit letzten Jahres habe ich meine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation abgeschlossen und arbeite seitdem weiter in diesem Unternehmen. Eigentlich kann ich mich nicht beschweren. Mein Verdienst ist gut, ein gutes Arbeitsklima, kurzer Arbeitsweg, 31 Tage Urlaub im Jahr, Gleitzeitregelung. Alles super!
Aber da gibt es doch etwas!
Ich habe absolut den falschen Beruf gewählt. Ich habe mich früher einfach für den falschen Beruf entschieden. Früher wusste ich einfach nicht was für einen beruflichen Weg ich einschlagen soll. Ich wusste in diesem Beruf kann man überall arbeiten und über die Firma hatte ich schon vieles gehört und wusste das man dort gut ausgebildet werden würde. Ich habe angefangen Industriekauffrau zu lernen damals noch. Habe aber gemerkt das es für mich schulisch einfach zu schwer wurde. Ich hatte die Chance im gleichen Betrieb zu bleiben und zur KfB. zu wechseln.
Ich hatte die Hoffnung das es mir das vielleicht leichter viel und ich bessere Noten in der Schule schreibe und somit wieder richtig spaß an der ganzen Sache hatte. Dem war aber leider nicht so. Da ich zu dieser Zeit nervlich am Ende war und ich wusste wenn ich das nicht durchziehe werde ich keine Ausbildung haben und was wird dann wohl aus meiner Zukunft?? Also habe ich mit Quälerei meine Ausbildung beendet und auf meine Mutter gehört, die mir sagte: es wird dir bestimmt viel mehr Spaß machen wenn du erst mal ausgelernt hast und richtig arbeiten kannst.
Leider hat sich das seit eineinhalb Jahren nicht verändert. Seit Jahren schon ist mein Hobby das nähen und entwerfen von Kleidung geworden. Ich liebe es und ich wünscht so sehr ich könnte in diesem Beruf arbeiten. Ich hätte einen ganz anderen Weg eingeschlagen. Hätte studiert als Modedesignerin. Klar hätte ich dann lange Zeit wenig Geld aber was ist wichtiger´? In seinem Beruf glücklich zu sein oder in einem Beruf zu arbeiten den man nicht mag aber gutes Geld verdient?! Heute würde ich das erste vorziehen. Mein Vertrag läuft noch 2 Jahre und dann heißt es für mich das ich mich bewerben muss. Aber ich weiß nicht wie ich das anstellen soll wenn ich keinen Bezug zu Strom, Wasser, Wärme und weiteres habe!
Meine Eltern meinen ich solle diesen Beruf beibehalten. Denn es wäre wichtig für später für meine Rente, meine vielleicht späteren Kinder usw. Sie mögen nicht unrecht haben aber ist es das wert sich sein ganzen Leben zu quälen? Mein Selbstbewusstsein leidet sehr darunter und keiner nimmt mein Hobby ernst. Es wird mir immer gesagt wie viel Talent ich habe und das viele von meinen Modellen begeistert sind aber es ist eben nur ein Hobby!

So ich habe jetzt erst mal eine Menge geschrieben. Ich würde mich sehr freuen wenn es da draußen jemanden gibt dem es vielleicht ähnlich ergangen ist und aus seinen Erfahrungen berichten kann oder einfach nur so jemand der mir gute Ratschläge geben kann.
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
Cocco
 

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traurige_sie

Mitglied
ich habe damals den gleichen beruf gelernt wie du KfB. Geld war schlecht, Arbeitsklima auch, habe aber auch 31 tage urlaub im Jahr. ich dagegen liebe Sprachen. ich mache zur zeit eine weiter oder ausbildung zur Fremdsprachensekretärin oder Korrespondentin.

Wenn du in diesem Beruf keinen Spass hast, was ich verstehen kann, dann höre auf. es bringt nichts sich zu quälen. ich weiss nicht, wie alt du bist. aber bestimmt jünger als ich.

Ich an deiner stelle würde eine andere ausbildung machen oder studieren. modedesignerin.

ein leben lang im falschen beruf zu stecken ist furchtbar. vorallem wenn du noch so jung bist

LG

P:S: Hast du denn schon vorher Abitur gemacht ?
 

Cocco

Neues Mitglied
Hallo,
erst mal vielen Dank für deine Antwort.
Leider habe ich kein Abitur. Mittlerweile kann man ja auch ohne Abitur studieren. Da gibt es natürlich auch wieder bestimmte Voraussetzungen.
Was ich noch zufügen wollte, zur Zeit nähe ich Kleidung für den Verkauf. Ich möchte in ein paar Monaten einen Onlineshop eröffnen. Nähe schon seit September daran und das ist das einzige was ich nebenbei machen kann und was mich vielleicht etwas weiterbringt.
Ich würde gerne studieren aber wie gesagt meine Angst ist meinen Arbeitsplatz aufzugeben und dann kein Geld zu haben. Leider kann man ja nicht neben dem Beruf studieren jedefalls alles ausser etwas im Bereich Mode. Das wäre noch etwas wo ich auf der sicheren Seite wäre und mir keine Zukunfssorgen machen müßte.
Liebe Grüße Cocco
 

Eisherz

Aktives Mitglied
... liebe Cocco, Dein Name erinnert mich gleich an Coco C., und da habe ich auch Deine Verbindung zur Mode ...;)

Seit letzten Jahres habe ich meine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation abgeschlossen und arbeite seitdem weiter in diesem Unternehmen. Eigentlich kann ich mich nicht beschweren. Mein Verdienst ist gut, ein gutes Arbeitsklima, kurzer Arbeitsweg, 31 Tage Urlaub im Jahr, Gleitzeitregelung. Alles super!

Genau, alles super, sowas ist ja heutzutage mehr als ein Hauptgewinn.
So, bis dahin, und was ist es jetzt, worüber Du Dich konkret "beschweren" kannst? Womit hast Du so ein großes Problem? Du hast geschrieben, die Ausbildung war für Dich Quälerei, ist das jetzt, nachdem Du arbeitest, denn immer noch so?
Es ist auch nicht einfach, wenn man jung ist, sich für einen Beruf zu entscheiden. Mein ältester Sohn (31 J.) hat damals Koch gelernt, mit viel Freude, Liebe und Enthusiasmus und hat die Lehre mit "sehr gut" abgeschlossen. Aber die Bezahlung war unteres Level, die Arbeit schwer, abends lange, Feiertags ... usw. Aber er liebte diese Tätigkeit. Als er zum Bund kam, hat er gekämpft, dass er ja nicht in die Küche musste. Er war Kraftfahrer. Er hat damals zu mir gesagt: "Mutti, ich ziehe nie wieder Kochklamotten an ..." Er kam vom Bund, hatte eine Freundin, bekam mit ihr ein Baby ... sie brauchten auch das Geld ... Die Freundin ist Restaurantfachfrau. Er zog also doch wieder die Kochklamotten an, aber er suchte sich jetzt andere Arbeitsstellen. Mit besseren Verdienstmöglichkeiten und besserem Arbeitsklima rundherum. Und er ist bis heute in seinem Beruf geblieben, er ist engagiert und liebt seine Tätigkeit. Und inzwischen hat er einen Job, wo er nur noch geregelt arbeiten kann.
Meine Tochter (30 J.) wollte auch unbedingt Köchin werden, obwohl wir ihr alle abrieten, weil wir ja beim Großen sahen, wie schwer der Job ist. Sie hat die Ausbildung gemacht, auch mit "sehr gut". Dann hat sie hingeschmissen, obwohl sie Angebote hatte, mit Aufstiegsmöglichkeiten in die Verwaltungsetage, also letzten Endes weg vom Herd. Heute ist sie Berufsschullehrerin, natürlich für Köche u. a.

Der Jüngste (22 J.) hat Gebäudereiniger gelernt. Auch ein Beruf mit viel Arbeit und wenig Geld. Er hat auch die Lehre mit "sehr gut" abgeschlossen und war sogar der beste Lehrling im Kammerbezirk hier. Er wurde mit einem Austausch nach Japan ausgezeichnet ... Und doch wollte er auch hinschmeißen, weil er im Monat für viele Stunden Arbeit mit ca. 700 Euro heimkam!!! Er wollte auch unbedingt raus, seine Hobbys waren Musik machen und zeichnen ... Davon träumte er, davon zu leben. Na ja, der Traum reicht alleine halt nicht, es braucht schon ein wenig Geld auch ... Heute ist er Gruppenleiter in einer großen Reinigungsfirma in der Schweiz und ist stolz auf sich. Und der Verdienst ist traumhaft.

Ich wollte Dir damit nur schreiben, dass Deine Eltern Dich sicher auch in der Art unterstützen wollen. Meine Kinder hätten letzten Endes auch gemacht, was sie wollen ... Aber heute sind sie wirklich alle drei uns dankbar, dass wir so viel miteinander geredet und gerungen haben ...

Ich selber gehe auch nicht jeden Tag gerne arbeiten, aber ich habe einen festen Job und ich brauche das Geld bzw. ich möchte mir noch vieles erfüllen. Wir reisen sehr viel und das könnten wir uns ohne Job nicht leisten. Ich habe viele Jahre erlebt, wo ich alleine mit den drei Kindern gelebt habe und auch am untersten finanziellen Level, ich habe jede Arbeit angenommen, wirklich jede, für mich stand gar nicht die Frage, ob es mir Spaß macht, ich brauchte einfach das Geld, um mit meinen Kindern zu überleben. Da gab es kein Hartz-4 oder Sozialhilfe ... (ich schreibe jetzt von Zeiten vor der Wende ...), da musste man hinkommen, mit dem, was man hatte.
Doch ich muss sagen, die Erfahrungen von damals haben mich sehr stark gemacht.

Dass Dir das Modedesign viel mehr Spaß macht, ist o. k., aber Du möchtest gleichzeitig auch Sicherheit. Dann mach es doch so: Du nähst seit Monaten nebenbei, eröffnest in Kürze einen Online-Shop. Beobachte doch erstmal, wie das anläuft und ob sich damit auch das verdienen lässt, wie Du es für Dich siehst.
Vielleicht ist es ja möglich in Deiner Firma, dann verkürzt, 4 oder 6 Stunden zu arbeiten ... Dann könntest Du monatlich sicher mit finanziellen Einkünften rechnen und nebenbei versuchen, Dein Hobby zum Beruf zu machen ... Viel Glück.

Jetzt ist das alles viel länger geworden, als ich wollte, aber ich hoffe, es hilft Dir bei Deiner Entscheidung.

Lg Eisherz
 

Cocco

Neues Mitglied
Hallo,

vielen Dank für deine ausfürhliche Antwort. Wahrscheinlich hast du recht. Ich werde schauen wie es mit dem Onlineshop läuft und dann sieht man weiter. Ich weiß das ich mich glücklich schätzen kann mit meinem Job. Es gibt viele die haben es nicht so gut. Aber gerade heute hatte ich ein Gespräch mit einem Arbeitskollegen und er war ebenso der Meinung das es wichtig ist das der Beruf spaß machen muss. Ich finde in diesem Beruf keine Erfüllung. Ich habe so viel Talent was ich nicht umsetzen kann und gehe einen Beruf nach den ich meiner Meinung nach nicht gut mache und auch weiß das mein Interesse nicht gerade groß ist mich in meinem Bereich einzuarbeiten.
Ich möchte einfach auch mal erfolg für mich haben. In die Schule gehen und mal gute Noten schreiben und nicht immer die schlechteste zu sein. Leider ist es nun zu spät. Aber wie gesagt ich danke dir und werde wirklich alles was es mich an Arbeit kostet in diesen Onlinshop stecken.

Mit freundlichen Grüßen
Cocco (übrigens ja Chanel :))
 
G

Gast

Gast
Hallo Zusammen,

ich bin zufällig auf dieses Forum gestossen und freue mich immer wieder über jeden, der sich trauen möchte umzusteigen und nicht mehr im alten Fahrwasser weiter zu machen.
Das ist ein gewaltiger Schritt und erfordert Mut und vor allem das Wissen: Was will ich wirklich? Wo sind meine Stärken und was würde ich so gerne tun, dass ich noch nicht mal Geld dafür nehmen würde?

Keine Sorge, das Geldverdienen kommt dann von ganz alleine, wenn man weiß was man will und seinen Weg geht.

Wer sich neu orientieren will, darf gerne mal gucken unter
www.ich-lebe-mein-leben.de

Viele Grüße
Gabi
 
G

Gast

Gast
Liebe cocco,
mach ausbildung zu änderungsschneiderin od so was. Dein job macht dir ja net spaß.
Dieser beruf wird dir viel geld bringen, aber nach der Ausbildung. Und dann machst du dich selbstständig. Was willst mehr? Eben.
Ps: Übrigens es würde mich interessieren von dir zu hören wie du dich entschieden hast.
Lg
 

janina73

Aktives Mitglied
Hallo Coco ( schreibt sich die Dame nicht mit einem C ? ),

ich glaube, gerade als Berufsanfänger mit noch sehr ausbaufähigem Gehalt solltest Du zuerst einmal Berufserfahrung sammeln, die Du ja nach der Lehre noch gar nicht hast.
Etwas erarbeiten und Geld zurücklegen für eine gewisse Sicherheit und Zukunftsplanung.

Parallel dazu kann man an seinem Hobby weiterarbeiten , gerade erst einmal den Versuch mit dem Onlineverkauf starten und dann weitersehen.

Es gibt Möglichkeiten, erfolgreich zu sein - auch ohne Studium. Wenn Du wirklich gut bist und Deine Ideen ankommen, ist dieser Weg ja auch noch offen....eine Freundin von mir hat auch einen doppelten Weg im Beruf, aber in Richtung Kunst. Nur war sie eben auch froh, noch einen Beruf zu haben und ihr Geld verdienen zu können....da der erträumte Weg eben doch nicht so leicht war. Finanziell schon gar nicht.

Ich vermute mal, dass Du noch zuhause bei den Eltern wohnst und noch keine komplett eigene Wohnung etc unterhalten musst ? Mir war das Geld immer wichtig, da ich nicht so gerne auf den Euro gucke und gerne Geld ausgebe....insofern würde ich diesen Punkt nicht unterschätzen...

Janina
 

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