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Neues Leben beginnen / Neuanfang

BabyFaceSilasGun

Neues Mitglied
Hallo,

ich würde ja schreiben das ich ein außergewöhnliches Problem habe aber in diesem Forum gibt es ja nur außergewöhnliche Probleme^^.

Zu mir: Ich bin 26 Jahre alt, eigentlich Single, habe eine Ausbildung als Kaufmann abgeschlossen und arbeite im Einzelhandel Nähe Frankfurt wo ich auch wohne.

Ich versuche mich kurz zu fassen.

Ich benötige Hilfe in Form von Tipps & Tricks wie ich ein neues Leben beginnen kann. Ich möchte in den Norden, Nähe Hamburg oder Hamburg selbst. Ich muss schnellstmöglich hier weg. Ich muss meine Wohnung kündigen, meine Arbeit um dann mit einem fast defekten Auto meine wertvollsten Gegenstände mit zu nehmen.

Im Norden habe ich eine nette Person kennen gelernt die mich aufnehmen wird, Problem ist aber wie man sich denken kann das ich dann keine Arbeit habe und aufgrund meiner Kündigung auch beim Arbeitsamt gesperrt werde. Dann kommen natürlich Schulden auf mich zu wegen diversen Verträgen die nicht kündbar sind usw. Wenn ich mich ummelde und/oder angebe das ich bei ihr lebe, dann wird sie mit gerechnet was Finanzen angeht, Stichwort ehe ähnliche Gemeinschaft oder so.

Habt ihr Tipps wie ich das bewerkstelligen kann ? War jemand in einer ähnlichen Situation und hat es geschafft ? Es gibt doch Menschen die von einem Punkt Deutschlands auf die ganz andere Seite Deutschlands umziehen, wie bewerkstelligen die das ?

Der Grund: Ich habe mich mit den falschen Personen abgegeben und muss nun dringen weg da mein Leben nicht mehr sicher ist, jeder Tag könnte der letzte sein. Ich mache keinen Spaß, ich war/bin in sehr sehr gewalttätigen Szenen unterwegs. Ich habe keinerlei Geld-Reserven oder sonstiges.

Gibt es eine Möglichkeit der Sperre aus dem weg zu gehen ? Wichtiger privater Grund wird gerne genannt, den habe ich, aus meiner Sicht, aber ob die da mitspielen bezweifle ich doch sehr !!! Hätte ich das Recht auf Sozialhilfe oder sonst irgendwas in der Richtung ? Wird man obdachlos wenn man seinen Job kündigt (?), das kann ich mir ja gar nicht vorstellen. Da fällt mir ein, ich habe noch Anteile bei einer Wohnungsbaugenossenschaft, wenn ich diese Kündige, wann bekomme ich sie ausgezahlt ?

Ich bin auf eure Hilfe in Form von Tipps & Tricks angewiesen.

Erspart mir bitte Themen wie Polizei und ähnliches.

Vielen Dank
 

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G

Gast

Gast
Verstehe ich das richtig, du hast eine Frau aus Hamburg verführt, ziehst bei ihr ein und willst in eheähnlicher Gemeinschaft deine Schulden auf sie abwälzen?
 

Nordrheiner

Urgestein
Hallo, Babyface....,

du führst ja ein spannendes Leben....

alle Fragen kann ich jetzt nicht beantworten. Aber zwei Punkte greife ich auf:
1) wenn Du zu einer Freundin ziehst, dann wäge folgendes ab:
a) wirst Du sie durch Deine Vergangenheit ggf. gefährden?
b) hast Du mit ihr das Zusammenleben ausreichend geklärt? Nur das lapidare Beispiel: Du schläfst lange, sie steht früh auf, Du rauchst sie kann das nicht leiden etc. Und wie ist das mit der Hausarbeit? Also nur bei ihr wohnen klingt so, als ob sowas immer problem- und reibungslos läuft. Also auch das tägliche Zusammenleben würde ich mit dieser Person besprechen wollen, damit es auf keiner Seite zu unangenehmen Überraschungen kommt. Hast Du das alles schon ausreichend besprochen?

2) Die Sperre bei dem Arbeitsamt kannst Du vermeiden, wenn Dir gekündigt wird. Ich würde zunächst eine Kündigung mit dem AG besprechen. Was Du nicht mitgeteilt hast, ist - ob Du wieder in Deinem Beruf arbeiten willst. Also auch wenn nicht, wird ein neuer Arbeitgeber nach Zeugnissen fragen. Es wäre also wichtig, dass Du mit einem guten Zeugnis ausscheidest. Besprich die Situation "private Probleme zwingen mich, von hier wegzuziehen, aber eine Sperre beim Arbeitsamt möchte ich aus finanziellen Gründen vermeiden." Du brauchst Deine privaten Gründe ja nicht detailliert erzählen. Andeutungen sollten genügen. Wenn das gelingt, hättest Du ein Problem weniger.

Die härtere Variante ist die, dass Du dem AG Gründe lieferst, Dir zu kündigen, wie z.B. morgens immer 3 Stunden später kommen. Aber das könnte sich auf das Zeugnis auswirken.

3) Wenn Du Dich nicht anmeldest und kein Konto auf eigenen Namen führst, bist Du auch für Gläubiger erstmal unauffindbar. Das ändert sich vermutlich, wenn Du im Norden eine neue Arbeit gefunden hast. Dann kannst Du mit Gläubigern Ratenzahlung vereinbaren. Die verspätete Anmeldung in HH könnte mit einer Ordnungsstrafe belegt werden (max. 1.000 €)

Jetzt ist es spät, morgen ggf. mehr. Sicher haben andere Leser auch gute Ideen.

LG, Nordrheiner
 
Zuletzt bearbeitet:

BabyFaceSilasGun

Neues Mitglied
Verstehe ich das richtig, du hast eine Frau aus Hamburg verführt, ziehst bei ihr ein und willst in eheähnlicher Gemeinschaft deine Schulden auf sie abwälzen?
Nein tut mir leid das verstehst du falsch. Ich muss in den Norden, mit ihr oder ohne sie.

@Nordrheimer
Vielen Dank für deine Hilfe.
Sie ist nicht meine Freundin, wir haben uns kennengelernt aber ob das Liebe ist oder so das sehen wir dann. Das ist natürlich auch meine Angst aber sie würden sich nicht die Arbeit machen mich im Norden zu besuchen, und wenn doch dann müssen sie mich immer noch finden. Wenn sie nicht wäre würde ich trotzdem da hin gehen, ich tue es nicht wegen ihr. Sie ist zurzeit da und würde mir helfen, das kommt mir natürlich gelegen.

Was habe ich denn für Möglichkeiten ?
Ich gehe dort hin ohne alles mit nichts und lebe auf der Straße.
Ich gehe dort hin und lasse mir helfen und lebe erst mal bei ihr.

Ich möchte sie nicht da rein ziehen, mit Geld schwierigkeiten und dergleichen. Ich bin nicht auf HartIV aus, ich kann nicht zu hause rum sitzen und nichts tun. Also wenn ich dort wäre, bei ihr, würde ich jeden Tag in Geschäfte gehen und fragen "Hey, brauchen sie mich" salop gesagt.

Ich habe ja ein Konto, dieses werde ich nicht kündigen und evtl könnte ich mir ein kleines Polster aufbauen um Verträge zu füttern die gefüttert werden müssen in dieser Zeit.

Das Problem ist: Wie startet man neu ? Wer vergibt jemandem eine Wohnung der keine Arbeit hat ? Wer vergibt einem Arbeit der nirgends gemeldet ist ?

Im Moment kämpfe ich mit mir selbst, dieser Schritt ist riesig und wie plant man das richtig.
 
G

Gast

Gast
Hier in HH ist es EXTREM schwierig, eine Wohnung zu finden. Der Markt sieht momentan ganz gruselig aus.

Such Dir vielleicht von Deinem Wohnort aus einen Job, vielleicht klappt das. Oder nimm Dir Urlaub, fahre nach HH und guck, ob Du in persönlichen Gesprächen ("Hier bin ich, suchen Sie einen neuen Mitarbeiter?") Glück hast. Ich würde versuchen, das erstmal in trockene Tücher zu bringen.
 

Nordrheiner

Urgestein
Was habe ich denn für Möglichkeiten ?
Ich gehe dort hin ohne alles mit nichts und lebe auf der Straße. Nein, ganz schlecht.
Ich gehe dort hin und lasse mir helfen und lebe erst mal bei ihr. Zumindest eine Zwischenlösung.

Ich möchte sie nicht da rein ziehen, mit Geld schwierigkeiten und dergleichen. Ich bin nicht auf HartIV aus, ich kann nicht zu hause rum sitzen und nichts tun. Also wenn ich dort wäre, bei ihr, würde ich jeden Tag in Geschäfte gehen und fragen "Hey, brauchen sie mich" salop gesagt.

Ich habe ja ein Konto, dieses werde ich nicht kündigen und evtl könnte ich mir ein kleines Polster aufbauen um Verträge zu füttern die gefüttert werden müssen in dieser Zeit.

Das Problem ist: Wie startet man neu ? Wer vergibt jemandem eine Wohnung der keine Arbeit hat ? Wer vergibt einem Arbeit der nirgends gemeldet ist ?

Im Moment kämpfe ich mit mir selbst, dieser Schritt ist riesig und wie plant man das richtig.
Wie startet man neu?
Ich finde, Geld zu verdienen steht in der Prioritätenliste ganz oben an 1. Stelle.
Also Arbeit setzt keine Meldung beim Einwohnermeldeamt voraus.
Bei einem Umzug solltest Du wichtige Dokumente separat haben, damit Du auf diese bei Bedarf schnell zugreifen kannst. Für eine Anstellung brauchst Du Sozialversicherungs-Nr. und Steuer-Nr. sowie Krankenkassen-Mitglieds-Nr.
und eine Kto-Nr.
Der Tipp mit Gastronomie finde ich auch gut.

Wenn Du nicht so auf den Norden Deutschland festgelegt wärest, würde ich eher den Süden, Bayern bzw. Baden-Württemberg vorschlagen. Dort - so denke ich - ist das Finden von Arbeitsplätzen leichter. Es werden auch in allen Bundesländern Menschen gesucht, die im Bereich der Flüchtlinge / Asylanten arbeiten wollen. Melde dich dafür mal bei Jobrapido an.

Eine Wohnung zu finden dürfte gerade in HH sehr schwierig sein. Ich würde mich daher zuerst um Arbeit bemühen. Was willst Du mit einer Wohnung, die Du mangels Einkünfte nicht bezahlen kannst?
Der Tipp mit Wohngemeinschaft ist - wenn Du Arbeit hast - auch gut.

Wenn Du Dein bisheriges Kto beibehältst - trotz einiger Schulden - kann es passieren, dass einer der Gläubiger das Konto pfänden lässt. Dann hattest Du mal ein Konto, über das Du verfügen konntest. Am besten ist immer ein Konto, welches z.B. auf den Namen Deines Bruders lautet und Du eine Verfügungsvollmacht hast.

Solltest Du vom Arbeitslosengeld in Hartz IV rutschen, dann bemühe Dich, dass Du bei Deiner Bekannten ein Untermieterverhältnis bekommst, mit Vertrag. Dann geltet ihr auch nicht als Lebens- und Bedarfsgemeinschaft und Du bekommst durch Harzt IV auch noch Wohngeld.

Möglicherweise bekommst Du Deine Möbel nicht bei Deiner Freundin unter. Sie wird bereits eigene Möbel haben.
In jeder größeren Stadt gibt es aber Dienstleister, bei denen man Möbel einlagern kann. Kostet natürlich auch was.

Erwartest Du wichtige Post, die Du ggf. auch nach Wegzug erhalten willst? Dafür musst Du einen Nachsendeantrag bei der Post stellen. Der Nachsendeantrag läuft längstens 6 Monate. Ich würde nicht Deine Adresse bei Deiner hamburger Freundin angeben, denn dann bist Du wieder auffindbar. Ich würde das mit einem Freund absprechen, der die Post dann für Dich in Empfang nimmt und dahin sendet, wo Du wohnst.

Deine Nachsendeadresse lautet dann z.B.
Jochen Müller
c/o Frank Meier
Hauptstr. 7
xxxxx Musterstadt

Wenn Du wichtige Post auf diesem Wege erhalten hast, kannst Du entscheiden, ob Du dem Absender Deine tatsächliche Adresse mitteilen willst - oder vorerst direkt die Adresse Deines Freundes (bei dem Du nicht wohnst).
Wichtige Post könnte sein: KFZ-Steuerbescheid, KFZ-Versicherung, Krankenkasse.

Viel Erfolg,
Nordrheiner
 

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