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Neuer Job und fürchterliche Angst!!

Hallo zusammen,

kurz zu mir:
-Ausbildung beendet im Großunternehmen und verlassen (gehalt unterirdisch für eine große Stadt)
-bei der neuen Firma aber nach 2 Wochen während der Probezeit gekündigt worden (Gründe nicht bekannt)
-wieder neue Stelle gesucht
-die Kündigung habe ich nicht im Lebenslauf erwähnt
-vor 2.5 Monaten neue Stelle angetreten

Das Problem ist jetzt, dass die Stelle sehhrrr langweilig ist und ich sehr unzufrieden bin. Die Aufgaben wurden mir sehr interessant beschrieben im Vorstellungsgespräch, sind aber meiner Meinung nach "Azubi-Aufgaben". Ich arbeite höchstens eine Stunde effektiv, die restliche Zeit trinke ich nur Kaffee. Der Chef ist ein Engel, die Kollegen sind auch sehhhrrr nett. Jedoch bin ich eine Person, die immer etwas zum Arbeiten braucht, sonst wirds mir langweilig. Ich habe nach 2.5 monaten keine einzige anspruchsvolle Aufgabe bekommen. Daher denke ich, dass es auch weiterhin so bleibt. Ich weiß jetzt leider nicht, was ich genau tun kann. Auch habe ich immer Angst von der Firma gekündigt zu werden. (Wegen der letzten Kündigung) Ich traue mich auch nicht, eine neue Stelle zu suchen und hier zu kündigen, weil ich Angst habe dass ich dann dort vielleicht schlecht bin und gekündigt werde. Außerdem wüsste ich nicht, wie ich den Wechsel begründen sollte. Ich brauche auch unbedingt die Berufserfahrung von 1 Jahr, weil ich meinen Fachwirt machen möchte. Die Arbeit macht mich ziemlich unglücklich. Habe auch das Gefühl zu verdummen... kann mir jemand irgendwelche Tipps geben? Bitte keine dumme Antworten, mir gehts schon schlecht...
 

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Fragende1804

Mitglied
Wenn der Chef nett ist, dann könntest du ihn unter Bezugnahme auf die im Vorstellungsgespräch von ihm erwähnten Tätigkeiten freundlich fragen, ob du noch mehr und anspruchsvollere Aufgaben bekommen kannst, weil du zeitlich noch Kapazitäten frei hast und mittlerweile gut in die bereits bestehenden Tätigkeitsfelder eingearbeitet bist. Das sollte nur nicht vorwurfsvoll klingen. Und dass du aktuell nur 1 Stunde pro Tag effektiv arbeitest, solltest du so direkt auch nicht erwähnen, sonst fängt er an nachzurechnen, ob deine Stelle eingespart werden kann.
 

Geistform

Mitglied
Nach 2,5 Monaten ist das echt schwer zu beurteilen. Aus meiner persönlichen Erfahrung solltest du mindestens 6-9 Monate durchhalten und dich erst dann entscheiden. Eventuell liegt es einfach nur an einer Flaute der Aufträge oder deine Vorgesetzten wissen noch nicht so recht wohin mit dir.
Du kannst dabei nur dein Bestes geben, Gewehr bei Fuß stehen, immer freundlich sein und alles mitmachen. Egal wie blöd dir das vorkommt - eventuell hat jemand etwas im Sinn für dich, aber irgendwo klemmts noch. Nach 4-5 Monaten kannst du aber durchaus das Gespräch suchen um ggf. zusätzliche Aufgaben zu übernehmen, damit du deine Leistung auch mal unter Beweis stellen kannst.

Ich hatte in den ersten 10 Monaten meiner aktuellen Firma eigentlich nur irgendwelchen Kram abgearbeitet und zugearbeitet. Wurde als Springer in verschiedene Abteilungen "abgeschoben" und habe mich meistens selbst beschäftigt (bspw. auch andere Kollegen mit Fragen löchern). Manche Aufgaben habe ich mir selbst gesucht, einfach weil ich sah, das andere völlig überfordert waren, wie bspw. Exceltabellen mit Formeln "aufgebohrt" um die Arbeit zu erleichtern und später teilweise in die (oberflächliche) Programmierung eingestiegen um kleinere Sachen abzuarbeiten. Kurz, ich habe mir einfach Sachen zur Optimierung gesucht, wo andere keine Zeit für hatten.

Ich war aber auch drauf und dran mir was anderes zu suchen, bis mir spontan ein Projekt angeboten wurde (die gestressten Mitarbeiter merkten, dass da noch einer Zeit für haben könnte :). Das Projekt betreue ich bis heute, als Fachbereichsleiter inkl. eigenem Team. Witzigerweise waren diese ganzen Zuarbeiten und Abteilungssprünge durchaus hilfreich, da ich somit sehr viel Erfahrung sammeln konnte wie Organisationsstrukturen, wen muss man auf seine Seite ziehen um voran zu kommen und wie man das zur Verbesserung der Arbeitsqualität und Produktivität nutzen kann.
 

Jamira

Mitglied
Hallo, ich kann dich sehr gut verstehen.
Bei mir ist es genau das gleiche in grün. eine stelle wird schön geredet, es gibt nicht genügend Arbeit. Und die Aufgaben sind so anspruchslos dass man verdummt.
Auch verstehe ich das du unglücklich bist.
Du möchtest dich gebraucht fühlen, ein Job auf Augenhöhe , was wir auch verlangen dürfen. Find ich.

Ich kann dir nur sagen wie ich das mache.
Bzw vorhabe.
Ich bin jetzt fast 10 Monate in der Firma, und versuche mich jetzt um zu bewerben. Sodass ich quasi nach einem Jahr da weg bin.
Mich hat das teilweise schon krank gemacht.
Also wenn du kannst bewerbe dich !!
Es ist deine kostbare Zeit in der du unglücklich bist.
Wer gibt dir diese Zeit wieder ?
Ich finde die Arbeitgeber müssen Achtung und Respekt den Mitarbeitern schaffen.
So kommt man sich doch echt verarscht vor. Vielleicht ist es auch nicht immer böse Absicht, aber wir melden.
Denk dran Du hast eine freie Entscheidung.
Hab keine Angst vor was neuem. Schlimmer kann es doch schon gar nicht mehr werden oder ?

Falls du die Zeit für ein Jahr überbrücken möchtest, lerne eine Sprache oder mach ein fernstudium.

Ich halte auch in Zukunft Abstand von kleinen Firmen.
 

Fragende1804

Mitglied
Mein Eindruck ist sowieso, dass in der Anzeige oft etwas anderes steht, als dann nachher die Konditionen sind.

Ich hatte mich Ende Dezember auf eine Stelle beworben, wo ein Angestellter in Voll- oder Teilzeit gesucht wurde und Gleitzeit und Home Office Möglichkeit laut Anzeige gegeben waren. Beworben hatte ich mich, weil ich, wie bei meinem aktuellen Arbeitgeber, in Vollzeit mit Gleitzeitregelung arbeiten wollte, um zeitlich flexibel zu sein und trotz Vollzeitjob noch etwas vom Leben zu haben.

Im Vorstellungsgespräch hieß es dann, dass sie nur Teilzeit suchen, wobei die von mir gewünschte Untergrenze von 30 Stunden schon zu viele Stunden waren. Und die geringe Stundenanzahl sollte ich dann noch um die Anwesenheitszeiten meiner evtl. zukünftigen Chefin herumbauen, damit das Büro immer besetzt ist. Bei einem Anfahrtsweg von 45 Minuten sollte ich somit bei unter 30 Arbeitsstunden zwischendurch für ein paar Stunden nach Hause fahren, um sowohl morgens als auch nachmittags oder mal abends, wo sie einige Zeit kinderbedingt weg ist, zu arbeiten. Trotz Teilzeittätigkeit und dadurch bedingtem geringeren Gehalt wäre ich somit jeden Werktag den ganzen Tag mit dem Job nebst mehrfacher Anfahrt beschäftigt und in keiner Weise flexibel.

Hier ist zum Glück gleich im Vorstellungsgespräch zum Vorschein gekommen, dass die Vorzüge, mit der die Stelle wirbt, tatsächlich nicht gegeben sind. Bei zwei anderen Jobs, die ich hatte, kam jedoch das Abweichen der Wirklichkeit von dem In-Aussicht-Gestellten erst nach Unterschrift des Arbeitsvertrages zum Vorschein. Ich frage mich nur, wie man damit umgeht. Wenn man alles genauestens im Arbeitsvertrag festgehalten haben will, um keine bösen Überraschungen zu erleben, wird man ja mit Sicherheit auch als schwierig wahrgenommen und gar nicht erst eingestellt.
 

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