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naturnaher Garten - Umsetzung und Planung

Andreas900

Sehr aktives Mitglied
Hallo zusammen,

vorneweg ein Dankeschön! Ich habe vor rund einem Jahr hier meine Gartenplanung gepostet und viele Tipps und Anregungen erhalten. Interessiert es euch was draus geworden ist?

Aus rund 400m² langweiligem Rasen wurden inzwischen:
- 100 m² Blumenwiese, durchaus aufwendig, da ich den fetten Gartenboden komplett durch sandigen Oberboden getauscht habe. Auf der Wiese brummt und summt es, ich habe über 30 verschiedene Wildblumen gezählt
- ca. 80m² Wildgehölze wie Holunder, Weiden, Pfaffenhütchen, Johannisbeeren, Liguster etc.
- ein kleiner Apfelbaum und ein Wildapfel zum befruchten
- ein Staudenbeet mit einheimischen Stauden, Lavendel, Rittersporn, Sonnenhut, etc.
- ein Insektenhotel, dass ich trotz zwei linker Hände halbwegs gerade gebaut habe ^^

Ich möchte meine Freude mit euch teilen, es ist ein herrliches Gefühl seinen Garten blühen zu sehen und gleichzeitig zu wissen, dass man etwas gutes für die Natur tut. Es erfordert etwas Mut, denn von Nachbarn bekommt man schon komische Blicke wenn die Wiese "wild" wächst ;-)

Als nächstes möchte ich einen Gartenteich anlegen und einen steinigen Magerstandort. Insgeheim träume ich von Fröschen, Lurchen und anderen Amphibien, die sich am Teichrand auf Steinen sonnen *grins* Hat vielleicht jemand von euch Erfahrungen mit einem naturnahen Teich (ohne Fische)? ich bin auch immer noch auf der Suche nach weiteren Ideen, da noch knapp der halbe Garten zum gestalten übrig ist ^^ Bei Freunden habe ich eine Kräuterspirale entdeckt, herrliche Idee. Oder vielleicht einen Totholzhaufen, ein bisschen Holz habe ich schon gesammelt :)

Seit ich mich für einen naturnahen Garten entschieden habe, bin ich unheimlich glücklich. Ich jäte weniger Unkraut als früher und Wiese braucht nur 2-3 Schnitte im Jahr, da ärgert mich schon fast der Restrasen, den ich alle paar Wochen mähen muss.
Mein Nachbar hat indess Rollrasen verlegt, der inzwischen braun geworden ist. Er muss seine Rosen und Hortensien täglich gießen und kämpft tapfer gegen Unkraut.

Mir geht es heute einfach mal richtig gut!
Vielen lieben Dank fürs Lesen!

LG
Andreas
 

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bird on the wire

Aktives Mitglied
Wow! Bin begeistert! Blüht Dein Rittersporn auch gerade so herrlich!

Ich habe leider nur einen Balkon, aber setze auch ganz viel auf Stauden. Allein wegen diesen herrlichen Gefühls, wenn die Pflanzen im Folgejahr wieder hervorkommen, wachsen, sich entwickeln. Das ist so schön zu beobachten und gibt mir irgendwie Hoffnung und macht mich glücklich. Ich kann gar nicht verstehen, warum alle anderen immer nur einjährige Pflanzen und im Herbst alles rausschmeißen und die Balkonkästen bis zum nächsten Frühjahr abbauen.

Ich hatte übrigens letztens einen Verehrer, der nicht mein Typ, aber begeisterter Schrebergärtner war. Als ich ihm von meiner Freude erzählte, wie alles bei mir wachsen und gedeihen darf - auch was ich vielleicht nicht selbst gesät und gepflanzt habe. Wie ich mich auch an Wildkräutern (die er Unkraut nannte) freue... Wie ich das wilde, fröhliche, blühende, chaotische liebe... (Und dabei habe ich ja nicht mal eine Wildblumenwiese wie Du....) Aber trotzdem, es war eine Freude, sein Gesicht zu sehen :D

Ich finde es toll, wie Du in Deinem Garten aufgehst. Wenn man bedenkt, daß Du vor einem Jahr noch lauter Fragezeichen vor Dir sahst... Vielleicht sehe ich Dich demnächst im Lokalfernsehen oder in der Zeitung nach dem Motto "Mein schöner Garten".

Danke, daß Du die schöne Erfahrung mit uns teilst.
 

Andreas900

Sehr aktives Mitglied
Hi bird on the wire,

mein Rittersporn ist schon etwas verblüht, aber ansich eine sehr dankbare und schöne Pflanze! In meinem Beet habe ich gut zwei Dutzend Stauden gepflanzt und dazwischen Wildblumen gesäht. Ich bin gespannt wie sich das Beet langfristig entwickelt :)

So wirklich punkten kann man bei den meisten jungen Damen in meinem Alter als Gärtner nicht *lacht* Aber ich gebe zu, ich bin von mir selber überrascht. Vor 5 Jahren hätte ich nie gedacht, dass mir Garten mal Spass macht. Ich habe unter den Jahren einiges ausprobiert, Ziergarten, Nutzgarten, einfach nur Rasen, bis ich den für mich richtigen Weg gefunden habe.

In weiteren 5 Jahren reicht es dann vielleicht fürs Lokalfernsehen, ich muss aber zugeben, dass ich selbst oft Mut brauche die Schritte umzusetzen. Im Moment überlege ich mir welche Teichgröße ich mir zutraue auch was die Pflege angeht. Man findet kaum Menschen, die einen Naturgarten anlegen. Fast jeder hat einen klassischen Fischteich, Bachlauf, Springbrunnen und Wasserfilteranlage.

Zum Thema Unkraut fällt mir noch was gutes ein. Wie du richtig sagst, gibt es keine Unkräuter, es geht nur um Vielfalt. Die einfache Lehre daraus: Alles ist im Garten willkommen solange es nicht zu sehr wuchert und alles verdrängt.
 

Andreas900

Sehr aktives Mitglied
Danke für die Tipps!

Ich setze mich nächste Woche mit meinem Gärtner zusammen und hoffe mit Zeit und Wetter in diesem Jahr noch alles hinzu kriegen.
Ich denke auch an ein flach abfallendes Ufer mit viel Bepflanzung für Tiere. Auch wohne ich ländlich genug um zeitnah mit Tiereinwanderungen zu rechnen *g* Mein Nachbar hat auch ab und zu Frösche in seinem sehr kleinen Teich.

LG
Andreas
 

beihempelsuntermsofa

Sehr aktives Mitglied
Gerade gesehen, dass der Thread schon 5 Jahre alt ist.😃
Hab mich dran erinnert als wäre es letztes Jahr gewesen...
Was ist aus deinem Teich geworden, Andreas?
Und war das Lokalfernsehen schon da?😉
Oder hast du jetzt wegen deiner Aktien Geschäfte gar keine Zeit und Lust mehr auf deinen Garten?
 

Andreas900

Sehr aktives Mitglied
Hallo hempels ^^
Ja ich habe auch das Gefühl als wäre es grad mal ein Jahr her als ich den Garten angelegt habe.
Dem Garten geht es sehr gut :)

Die Wiese blüht derzeit herrlich und die Sträucher sind teils kräftig gewachsen. Kornelkirschen, Haselnüsse, Liguster, Pfaffenhütchen, Ginster, Berberitze, Schneeball, Vogelbeere.... nach einem Jahr Anwachszeit habe ich auch nichts mehr gießen müssen. Also wer einen Garten ohne Gießen will -> Naturgarten!

Ein bisschen Parallelen zu Aktien sehe ich sogar. Man braucht in beiden Fällen Geduld und muss das Auf und Ab ertragen: Im Herbst hat mich mein Nachbar mal gefragt ob ich wegziehen wolle, mein Garten sähe so ungepflegt aus ;)
Klar so ein Ziergarten mit Koniferen und co sieht dagegen immer gleich aus, immergrün, immer langweilig ^^

Ich werde noch ein paar Wildrosen ergänzen und habe grad einen Ahornbaum gepflanzt. Beides sehr trockenheitsresistente Pflanzen, aber mein Garten ist schon fast überfüllt. Noch ein Tipp für Gärtner: Unterschätzt nicht wie groß Pflanzen werden können :rolleyes:

Rückblickend würde ich den Garten auch nochmal genauso machen, mit Teich, Trockenmauer, Wiese und co.
Ok, Teich sollte man sich gut überlegen, denn den muss man dann doch öfter im Sommer mal nachfüllen und mein Teich ist zu klein für Frösche. Ich habe auch gelernt: Von außen nach innen planen. Erst die Sträucher setzen (das ist auch das leichteste) und dann wenn man möchte Teiche und co.

Vor ein paar Tagen sind die Meisen geschlüpft, die in meinem Brutkasten gebrütet haben. 3-4 Junge soweit ich erkennen konnte, die jetzt in den Sträuchern hocken und von den Eltern gefüttert werden.

Lokalfernsehen war noch nicht da, aber ich will ja gar nicht in die Presse. Der Garten dient zwei Dingen: der Natur und meiner Faulheit, beides funktioniert erstaunlich gut Hand in Hand :cool:
 

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