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Nachbarn starren massiv in die Wohnung...

Guten Morgen liebes Forum,
ich würde gern bei folgendem Thema um Eure Meinung bitten...

Seit gut 1,5 Jahren wohne ich in einem Mehrparteienhaus in sehr ruhiger Lage. Nette, aber distanzierte Nachbarn. Im Nebenhaus wohnt eine ausländische Familie mit kleinen Kindern, sprechen kaum Deutsch und ecken überall an: trennen den Müll nicht, lärmen bis spät in die Nacht, feiern Partys am Sonntag, beschädigen die Wohnanlage, fahren mit lauter Musik Nachts durch die Anlage etc. usw.
Bisher hatte ich da aber kaum Berührungspunkte, wohnen ja in einem anderen Hausaufgang.

Ich habe diese Familie dann unwissend vor einigen Wochen bei der Hausverwaltung gemeldet: im Keller unten ist in einem Abteil ein Benzinkanister ausgelaufen - stank natürlich wochenlang fürchterlich. Ich habe das der HV gemeldet ohne zu wissen, wem der Keller überhaupt gehört. Die Reinigung musste der Mieter dann selbst bezahlen - und das ist diese Familie.

Wie auch immer hat der Mann dieser Familie mitbekommen, dass ich das gemeldet habe - und starrt mich seither nur noch an. Es begann erst beim Vorbeilaufen, auf dem Rad, im Auto, am Gehweg.... dann hat er gesehen dass ich im EG Hochparterre wohne. Seither starrt er bei jeder Gelegenheit in meine Wohnung.
Da Hochparterre, muss er weiter weg stehen um zumindest iwie reinschauen zu können - was ich natürlich meist sofort bemerke. Anfangs habe ich mal gefragt, was er denn will (ich wusste nicht mal, dass denen der Keller gehört). Er meinte dann nur "Nix Deutsch" und ging - starrt aber weiter in meine Wohnung. Teils hält er sogar mit dem Rad an, um mich anzustarren.

Wenn ich mit Besuch auf dem Balkon sitze, versucht er rein zu starren und läuft auffällig häufig vorbei, obwohl ich das letzte Haus der Straße bewohne (es geht da also nirgendwo hin). Stehe ich in der Küche, glotzt er hoch und gafft rein. Letztens saß er auf einer Bank im Grün und hat so von weiter oben in mein Schlafzimmer geglotzt!
Gestern Abend lief er dann an meiner Küche vorbei und rief hoch "Hallo Nachbarin! Hallo! Rufe doch Polizei bei Dreck!".

Es nervt. Ganz ehrlich, es nervt nur noch....
Selbstverständlich habe ich Vorhänge und Rollläden. Aber auch ich will nicht den ganzen Tag im Dunkeln leben.

Ich fahre offenbar am Besten, wenn ich das alles einfach ignoriere. Denn dann scheint er die Lust daran zu verlieren, für eine Weile. Ich habe schon mit dem Vermieter gesprochen, der das Problem im Auge hat. Ist ja auch nicht das einzige Problem mit denen.

Nun hat dieser Nachbar gestern Nacht um 0 :15 Uhr auch noch an meiner Haustür geklingelt. Ich bin total verschlafen zur Tür gewankt, habe ihn durch den Spion gesehen - und bin wieder ins Bett. Dem habe ich um die Uhrzeit ja mal gar nichts zu sagen, finde es einfach nur unverschämt. Aber ich wohne allein, also würde ich da auch niemals die Tür öffnen.

Die Frage ist, wie verhält man sich hier?
Wenn er wieder vorbei läuft am Fester rufen "Boah, dieser eklige Spanner schon wieder!" und Fenster zuwerfen? Das versteht der ggf. ja gar nicht.... oder ist ignorieren echt die beste Taktik? Einfach stumm zurück glotzen?

Danke für Eure Ratschläge! :)
 

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Schroti

Sehr aktives Mitglied
Im Nebenhaus wohnt eine ausländische Familie mit kleinen Kindern, sprechen kaum Deutsch und ecken überall an: trennen den Müll nicht, lärmen bis spät in die Nacht, feiern Partys am Sonntag, beschädigen die Wohnanlage, fahren mit lauter Musik Nachts durch die Anlage etc. usw.
Da diese Leute "überall anecken", solltet ihr ruhigen Nachbarn euch zusammenschließen und schriftlich beim Vermieter (NICHT Verwalter!) mit Androhung einer Mietninderung beschweren. Listet alle Auffälligkeiten/Fehlverhalten auf und setzt eine Frist.
Ihr seid die Mehrheit.
Allerdings habt ihr wenig Chancen, wenn es um ein Objekt des sozialen Wohnungsbaus geht. Leider.
 

Santino

Aktives Mitglied
Hallo Lavendelgrau (schöner Name)

Nächstes Mal würde ich die Polizei anrufen und sagen, dass du dich bedroht fühlst, wenn der Typ solche Eskapaden bringt wie nachts zu klingeln. Erzähl denen ruhig die Geschichte, dass er dir mehrfach aufgelauert hat und dich öfters anpöbelt. Auch, wenn dabei nichts rumkommt: Wenn mal die Polizei angerückt ist und bei dem Herren geklingelt hat, ist der Vorfall dokumentiert.

Ansonsten ausserdem das, was Schroti sagt, aber am besten über einen Anwalt. Das wird ernster genommen, als wenn der Mieter selbst ankommt und ggf. nicht alle Rechtsvorschriften einhält.

Tut mir leid für dich. Ich hatte auch schon Deppennachbarn. Solche gibt es leider überall und von jeder Nationalität.

Liebe Grüsse
Santino
 

CAT

Aktives Mitglied
Hast du irgendeinen "imposant gebauten" männlichen Bekannten?

Falls ja, würde ich diesen dort mal klingeln lassen (mit oder ohne dich) und freundlich bitten, das nächtliche Klingeln zu unterlassen.

Weißt du zufällig was für Landsleute das sind? Wegen der Sprache. Weil sonst könnte man um dem "nix Deutsch" vorzubeugen, direkt versuchen jemanden mitzunehmen, der das in der Landessprache freundlich aber bestimmt mitteilt und vielleicht auch aufklärt, dass du ein gefährliches Problem (Benzinkanister ausgelaufen) gemeldet hast und nicht einfach "Dreck"

Für "Starren" und nächtliches Klingeln, wird die Polizei sicherlich nichts machen.

Eine Nachbarin von mir hatte mal ein wesentlich schlimmeres Vorkommnis in ihrer Ex-Wohnung und da musste es erst zu Handgreiflichkeiten kommen, bevor die Polizei eine Gefährderansprache machte und eine Anzeige aufnahm (bei der im Übrigen NICHTS rauskam, nicht mal eine Stellungnahme.
 
Danke für die Antworten :)

Wir sind zum größten Teil Eigentümer (ich auch), die Wohnanlage ist sehr gepflegt und absolut nicht günstig (auch für Mieter nicht). Gegen die besagte Familie läuft schon die Räumungsklage, weil sie eben ständig anecken und die Miete nicht bezahlen können.
Der Vermieter ist über alles informiert, hat eben auch schon gekündigt und bemüht sich, die raus zu bekommen. Aber sowas kann sich natürlich ziehen.

Die Polizei kommt bei so etwas nicht - da habe ich schon mal nachgefragt.
Selbst wenn ich es zB mit einem Handyvideo nachweisen könnte (was nicht erlabt ist), müsste man ihn auf frischer Tat ertappen. Zudem kann er ja abstreiten, dass er je da gewesen ist. Zeugen werden sich Nachts kaum finden.
Ich kann lediglich aufschreiben wann und was genau war und selbst eine Unterlassungserklärung veranlassen - ich glaube wegen Nachstellen. Aber das verstehen die nicht.

Es sind Kroaten, so höre ich das zumindest raus. Die lassen sich auch in ihrem Haus nichts sagen - weder von der rüstigen Dame unter ihnen, noch von dem 2 Meter Mann direkt neben ihrer Wohnung ;)
Sind einfach beratungsresistent und meinen, sie können sich aufführen...

Für mich ist das leider sehr unangenehm. Habe mittlerweile Nachts schon die Klingel aus und Ohrstöpsel drin. Aber wenn Besuch da ist oder so, fällt meist auch auf, wenn so ein Kerl in Wohnung und Balkon gafft.
Habe schon über Spiegelfolie an den Fenstern nachgedacht. Oder dass ich mich einfach mal raus setze und in denen ihre Wohnung gaffe.

Aber ich vermute fast, man kommt mit ignorieren am ruhigsten davon? Sonst könnte ich ja einen Kleinkrieg führen.... bei dem, was die ständig alles anstellen und machen....
 

Sisandra

Moderator
Teammitglied
Gegen das Hineinstarren in die Wohnung helfen Vorhänge oder Innenjalousien.

Den Balkon würde ich an deiner Stelle mit Pflanzen oder Deko so gestalten, dass du dich dort aufhalten kannst ohne beobachtet zu werden.

Wenn schon eine Räumungsklage läuft ist es ohnehin nur eine Frage der Zeit bis diese Leute ausziehen werden.
 

dreampudelchen

Aktives Mitglied
Ich würde auch erst versuchen es zu ignorieren, aber nervt halt schon :-(.
So nach dem Motto: wenn eine Handlung keine Reaktion hervorruft, dann hört sie irgendwann auf.

Solche Familien gibts leider immer wieder und das ist sehr ärgerlich.
Jede Reaktion oder Konfrontation verschärft aber in der Regel die Situation. Und du weißt nicht, wie weit diese Menschen dann gehen würden.
 

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