• Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Nach dem Tod des Vaters

G

Gast

Gast
Hallo liebes Hilferuf-Team

Ich fall einfach mal mir der Tür ins Haus.
Vor fast 2 Jahren ist mein Papa gestorben. 4 Jahre zuvor wurde Krebs bei ihm festgestellt. Es hat mit Hautkrebs angefangen.
Er wurde operiert und hat dann eine zur Chemo alternative Therapie bekommen.
Darauf hin musste er ein Jahr zuhause bleiben und durfte nicht arbeiten. davon ab hätte er es auch ga nicht gekonnt, er war immer viel zu schlapp
Ich habe mich oft über ihn geärgert, wenn ich aus der Schule kam nach einem anstengenden Tag und er immernoch ungewaschen im Schlafanzug auf dem
Sofa saß.
Der Krebs hat meinen Papa so zerstört, dass dieser wunderbare inteligente gestandene Mann nicht mehr schrechen und essen konnte. Ga nichts ging mehr.
Seine Beerdigung war der Wahnsinn, soviele Leute sind nicht einmal an einem StandardSonntag in der Kirche!!!

Dies ist nun knapp 2 Jahre her. Doch er fehlt mir immernoch so sehr!!!
oft stehe ich vor dem Grab und will mich hinschmeißen und ihn wieder ausbuddeln und solange rütteln bis er wieder wach wird!
Oft empfinde ich es so, als dass mein Leben ohne ihn keinen Sinn mehr hat.
Oft stehe ich vor Entscheidungen, bei denen ich gerne einen Rat von ihm hätte! Weil ich weiß, dass das was er mir rät meist besser ist dass was ich tun würde.

Mit meiner Mutter versteh ich mich seit seinem Tod kaum noch, und es ist nicht so,als ob ich es nicht oft genug veruscht hätte.

Ein Leben ohne meinen Papa ist einfach beschissen.
Klar hatte ich in den 2 Jahren auch viele schöne Momente, aber die, in denen mit bewusst wird, wie sehr er mir fehlt überwiegen im Moment sehr und bleiben auch länger im Gedächtnis als alles andere
Ich fühl mich so hilflos ohne ihn!
Ich vermisse meinen Papa!
 

Anzeige(7)

G

Gast

Gast
Hallo Gast,

einen geliebten Menschen zu verlieren ist sehr schmerzhaft.
Aus deinen Worten lese ich,dass Du eine sehr enge Bindung zu ihm hattest und noch hast.Trauern ist gut und auch notwendig um sich mit der veränderten Situation auseinanderzusetzen.Allerdings sollte das nicht soweit gehen,dass Du dir schadest.Ich weis nicht wie alt Du bis,aber ich denke,dein Vater hat versucht aus Dir einen guten Menschen zu machen.Was denkst Du,würde er wollen???Das Du um ihn trauerst???Sicherlich.Aber,dass Du dich quälst???Wohl nicht!!!
Dein Vater hat versucht,dich auf das Leben vorzubereiten.Dir Normen und Werte vermittelt.Jetzt ist es an dir,ihm zu beweisen,dass Du verstanden hast.

Viele Grüße und lass dich nicht hängen!!!!
 
G

Gast

Gast
Ich versteh dich etwas
Meine Mutter ist diesen Jänner auch an Krebs gestorben.
Ich habe mich auch oft geärgert, und ihr das leider auch deutlich zu verstehen gegeben, wenn es wieder nicht klappte, mit Essen, Trinken, Waschen, Toilette gehen usw...
Mir tut jedes einzelne Wort leid!

Ich wache immer noch auf, und muss mir erst bewusst machen, dass sie nicht mehr da ist.
Heule noch immer jeden Tag.

Die Diagnose wurde im Juni gestellt, also ca. ein halbes Jahr bevor sie starb.

Etliche Behandlungen, Chemotherapie, Infusionen für die Knochen, und dadurch wurde sie immer lethargischer.
Vorher ging sie alleine einkaufen, nachher war sie nicht im Stande, sich ein Glas wasser aus der Küche zu holen, oder alleine baden zu gehen, oder sich ordentlich zu artikulieren...
Und eines möchte ich dir sagen.
Dass der Zustand meiner Mutter so rapide bergab ging, da war nicht der Krebs schuld, sondern die Behandlungen.
Alle 2 Wochen Chemotherapie, alle 4 Wochen Infusionen für die Knochen.
Die Leberwerte wurden immer höher und höher, ebenso wie die Nierenwerte.
Ihr Darm war kaputt, sie konnte nichts mehr verdauen, die Ärzte zu dumm um das in Ordnung zu bringen. DIe letzten 2 Wochen brachte sie keinen Bissen und keinen Schluck mehr runter, weil im Bauch schon alles übervoll war. (Das Problem hatte sie gut 2 Monate vorher auch, allerdings wurde da noch behandelt, am Ende nicht mehr, denn "es zahlt sich sowieso nicht mehr aus")
Aber mit Chemo wurde sie weiterhin gequält!!!!
Das Herz wollte nicht mehr ordentlich, die Füße waren so angeschwollen, dass sie 3 (!!) Schuhnummern größer tragen musste...
Ihr tat alles weh, der gesamte Körper.
Sie jammerte nicht oft, war nicht schmerzempfindlich, und ich habe sie in meinem Leben mit ihr erst 3 x weinen gesehen.
2 x wegen dieser unsäglichen Schmerzen "überall am Körper" wie sie es sagte. :(((((
Das war nicht der Krebs, das waren die Medikamente.
Seit der Diagnose war ihr Leben mit den Behandlungen nur noch die reinste Hölle.

Und eines weiß ich, sollte ich jemals Krebs bekommen, ich verzichte auf jegliche schulmedizinische Behandlung.
Lieber sterbe ich dann 2 oder 3 Monate früher, als mit solchen Qualen und Schmerzen meine letzten Monate verbringen zu müssen. :(


Ich bin wütend auf alles. und ich war nachdem sie starb bei ihr, 2 mal, und wollte nicht gehen, wollte neben ihr bleiben, obwohl sie kalt und starr und tot war.
Bei der Beerdigung sah ich sie ein drittes mal, Beerdigung war erst nach 2 Wochen, und sie sah nicht mehr schön aus, ich wollte trotzdem weiter ihre Hand halten, zu ihr reden, und nicht gehen.
Das geht leider nicht. :(
Danach wollte ich auch nur noch "rein" in die Grube, damit ich wieder bei ihr bin, egal wo sie jetzt ist oder nicht ist....das erleben was sie erlebt hat, um es zu verstehen, und auch wenn ichs nur die letzten paar Sekunden bewusst verstehe und danach gar nichts mehr ist, egal. :(
Geht leider auch nicht. :(

Ich kann es nachfühlen wie du dich fühlst.
Es ist einfach beschissen!
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Gastraum
Regeln Hilfe Benutzer
  • Im Moment ist niemand im Chat.
  • Chat Bot:
    Raumnachrichten wurden entfernt!
    Oben