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Nach Ausbildung den Beruf sofort wechseln

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Gast

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Hallo,
folgendes Problem:
ich habe mit 20 Jahren mein Abitur mit 3,2 bestanden und war danach vollkommen planlos was ich beruflich machen soll. Ich habe keine großartigen Talente und meine Interessen (Erdkunde und Geschichte) sind halt Dinge womit man nicht großartig was erreichen kann. Ich wollte eigentlich erstmal ein Jahr oder ein halbes Jahr nichts machen und mir klar werden was ich werden will. Doch meine Mutter (Eltern geschieden) drängte mich und so fing ich sofort ein BWL Studium an. Dies interessierte mich überhaupt nicht und so brach ich nach andertalb Jahren mein Studium ab.

Inzwischen wusste ich was ich machen will. Ich wollte in die Medien. Redakteur, Programmplaner, planerische und kreative Tätigkeiten im Medienbereich. Doch mit meinem schlechten Schnitt konnte ich ein Studium an einer öffentlichen Hochschule vergessen. Mindestens 12 Wartesemester. Private Unis hab ich in betracht gezogen, letztendlich hat mir aber meine Mutter angst wegen dem Studienkredit von der KFW-Bank gemacht (wären so an die 30k gewesen, aber 25 Jahre zeit es zu tilgen).

So hab ich meinen Traum begraben, was im Nachhinein die größte Fehlentscheidung war. Ich habe dann auf Drängen meiner Mutter eine kaufmännische Ausbildung angefangen. Die Firma ist ganz ok, nur Spaß machen tut mir die Arbeit nicht. Ich kann mir nicht vorstellen das 40 Jahre zu machen, zudem auch der Verdienst ziemlich mau ist. Meine Mutter meinte zwar wieder Arbeit muss keinen Spaß machen ich sehe das aber anders.

Nun aber zu meinem eigentlichen Problem:
Inzwischen habe ich etwas Geld angespart für eine private Uni und habe meine Ausbildung so gut wie fertig. Meine Angst ist aber folgende:
Wenn ich das neue Studium nicht schaffen sollte, oder ich in den Medien nichts finden sollte mit "nur" einem Bachelor von einer Privat Uni, kann ich dann nach ca. 3-5 Jahren und mit 0 Jahren Berufserfahrung in meinen gelernten Beruf zurückkehren? Ich habe jetzt schon des öfteren gelesen das das nicht geht und man dann irgendwas machen muss, was ja noch schlimmer ist. Ich komme mir immoment ziemlich gefangen vor und als hätte ich die falsche Reihenfolge gewählt. Meine Mutter meinte "mach erstmal eine Ausbildung, dann hast du was in der Tasche", aber hätte ich erst noch das Studium probiert, zwar auf Kredit und ohne erspartes, hätte ich das Problem nicht evtl. nicht in meinen gelernten Beruf zurückkehren zu können. Ich wäre dann nach einem Studium 29, jetzt nach Ende der Ausbildung 25.

Was sagt Ihr ? Ist es möglich nach max. 5 Jahren in seinen gelernten Beruf zurückzukehren ?
 

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Mirila

Aktives Mitglied
kann ich dann nach ca. 3-5 Jahren und mit 0 Jahren Berufserfahrung in meinen [..] gelernten Beruf zurückzukehren ?
Nein, im kaufmännischen Bereich ist das ganz realistisch gesehen nicht möglich, nach 5 Jahren ohne Berufserfahrung, zurückzukehren. Der Markt ist einfach gesättigt. siehe hier: http://www.hilferuf.de/forum/beruf/...f-raus-ist-gibt-es-dann-noch-eine-chance.html

Auch würde ich deine neue Berufswahl nochmal überdenken, bevor du dich an einer Privatuni verschuldest... und mich sehr gut über die Arbeitslosenzahlen informieren. Sonst landest du wie ich als sehr guter Absolvent in Arbeitslosigkeit. Im Medienbereich ist es unfassbar schwer Fuß zu fassen, denn auch hier ist der Markt gesättigt. Irgendwann wirst du deiner Mutter vielleicht mal danken, dass sie dir vor dem Kredit Angst gemacht hat. Als Hartz4-Empfänger wird es nämlich schwer diesen zurück zu zahlen.

Gibt es denn nichts anderes, was dich interessiert? Etwas worin man auch eine gute Zukunft hat?

Übrigens werden dir mit deiner Ausbildung auch Wartesemester angerechnet, was deine Chancen darüber in einem soliden Studiengang zu landen nochmal erhöht. Deine Ausbildung war also nicht völlig umsonst und sieht auch sehr gut in deinem Lebenslauf aus.
 
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chrismas

Gast
Ich frage mich gerade wo dein Problem liegt...

Auch wenn deine Interessen im Bereich

Medien. Redakteur, Programmplaner, planerische und kreative Tätigkeiten im Medienbereich
liegen, lässt sich das mit dem kaufmännischen Beruf, wie zum Beispiel Spezialisierung im Marketing verbinden. Denn auch wenn sich die Bereiche so gar nicht so da einordnen lassen, so vergessen das viele einfach, dass ein Kaufmann auch dieses brauchen muss, um ein Produkt an den Mann bringen zu können, denn wo lockt man heutzutage noch mir stumpfen Fakten die Leute in ein Geschäft?
 

Mirila

Aktives Mitglied
Es gibt es auch genug BWL'er, die sowohl kaufmännische Kenntnisse als auch Marketing beherrschen und gerne diese Jobs übernehmen. Berufseinsteiger auch für wenig Geld. Von daher seh ich da auch wenig Chancen, aber trotzdem deutlich mehr als in einem Studium in Richtung Medien.
 

Nohara

Aktives Mitglied
Wäre Veranstaltungskaufmann oder Kaufmann für Marketingkommunikation nichts für dich. Du wärest in der Medienbranche tätig. Nebenbei könntest du dann studieren. So kannst du Berufserfahrung sammeln + du hast nachdem Studium den Bachelor. Zudem könntest du das berufsbegleitende Studium durch den Job selber finanzieren und würdest dich nicht verschulden.

Wenn du in NRW wohnst. Der WDR (Westdeutscher Rundfunk) wirbt immer wieder im Radio um Praktika, Ausbildungsplätze und duale Studiengänge im Bereich Medien: Kameramann, Tontechniker etc.
 
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Gast

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Wäre Veranstaltungskaufmann oder Kaufmann für Marketingkommunikation nichts für dich. Du wärest in der Medienbranche tätig. Nebenbei könntest du dann studieren. So kannst du Berufserfahrung sammeln + du hast nachdem Studium den Bachelor. Zudem könntest du das berufsbegleitende Studium durch den Job selber finanzieren und würdest dich nicht verschulden.

Wenn du in NRW wohnst. Der WDR (Westdeutscher Rundfunk) wirbt immer wieder im Radio um Praktika, Ausbildungsplätze und duale Studiengänge im Bereich Medien: Kameramann, Tontechniker etc.
In der Zeit zwischen dem Abbruch meines ersten Studiums und meiner jetzigen Ausbildung hab ich mich natürlich auch für die Ausbildungen zum Mediengestalter und Medienkaufmann beworben. Nur hab ich leider keine Stelle bekommen. Es wurde aber kaum was angeboten bei mir in der Region. Wobei ein Berufsschullehrer der diese Ausbildungen mal unterichtete zu mir meinte, das die meisten Stellen unter der Hand vergeben werden.

Wiegesagt meine jetzige kaufmännische Ausbildung hab ich so gut wie fertig. Ich kann natürlich versuchen mich auf kaufmännische Stellen in den Medien zu bewerben, nur will ich ja eigentlich andere Positionen bekleiden.

Meine Hauptangst ist einfach, das ich den Richtungswechsel mittels Studium nichts schaffe, nicht zurück in meinen alten Beruf gehen kann und am Ende vor einem Scherbenhaufen stehe.
 

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