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Mutter richtet Vater zugrunde - wie kann ich ihm helfen?

Verri

Mitglied
Hallo an alle,

ich hoffe, ihr könnt mir ein paar Tipps für eine ziemlich heikle Situation geben oder einfach eure Gedanken mit mir teilen. Vielen Dank schon mal im Voraus!

Es geht um meine Eltern: Sie leben seit 7 Jahren getrennt, meine Mutter ist damals mit uns Kindern zu meinem Opa gezogen, der ein eigenes Haus hat. Mein Vater blieb in der ehemals gemeinsamen Wohnung, in der bis heute noch meine Geschwister und meine Mutter gemeldet sind. Bis heute kann mein Vater die Wohnung nicht kündigen, weil meine Mutter ihre Sachen nicht packen will, obwohl sie seit Jahren nicht mehr dort war. Meine Brüder machen dabei einfach mit. Ich selbst wohne seit 2 Jahren in einer eigenen Wohnung und habe mein Zeug von dieser benannten Wohnung meiner Familie schon lange weggeschafft. Meine Mutter arbeitet nicht, mein Vater muss die Miete von ungefähr 1000 Euro alleine tragen. Seit Jahren schon verspricht sie ihm, dass sie ihre Sachen holen wird, getan hat sich kaum was. Um mehr Druck zu machen, hat sich mein Vater eine neue, kleine Wohnung genommen und wohnt jetzt dort, meine Mutter meinte nämlich, dass sie die alte Wohnung räumen werde, wenn er eine neue hat. Das ist jetzt aber auch schon wieder 2 Jahre her, getan hat sich genau nichts. Sie vertröstet ihn Jahr für Jahr. Es würde hier viel zu weit gehen, um den ganzen Rahmen meiner Familie zu erklären, jedenfalls kann man das Verhältnis zwischen meinen Eltern nicht mehr als Beziehung bezeichnen. Meine Mutter würde ich als verdeckte Narzisstin beschreiben, ich bin auch mehr oder weniger vor ihr geflohen.

Ich habe enorme Schwierigkeiten dabei, meinen Vater auf die Problematik anzureden. Ich will ihm nicht zu nahe treten, aber ihm gleichzeitig das Gefühl vermitteln, dass er endlich auf den Tisch hauen sollte, was die Wohnung betrifft. Eine meiner Tanten spricht ihn immer sehr direkt und in aggressiven Ton mit Bezug auf meine Mutter an, dann blockt er total ab. So geht es also gar nicht, aber ich habe den Eindruck, ich werde der Situation mit meinen Worten auch nicht gerecht. Wie würdet ihr vorgehen? Er ist mein Vater, ich will ihn da so gut wie nur möglich unterstützen, so einen Zustand hat er nicht verdient. Es tut mir unglaublich weh, zusehen zu müssen, wie er einen so großen Teil seines hart erarbeiteten Geldes für eine nutzlose Wohnung verprasst. Und alleine schafft er es anscheinend nicht, sich durchzusetzen.

Ich freue mich auf eure Antworten! :)
Verri
 

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kasiopaja

Sehr aktives Mitglied
Warum kündigt er die Wohnung für sich nicht und stellt ihr Ihre Sache vor die Türe?

Wer ist denn Hauptmieter der Wohnung?

Wenn er es ist, kann er sich doch einfach kündigen.

Wenn nicht kündigt er und sie schuldet dann dem Vermieter die Miete.

Wenn sie nicht zahlt wird der Vermieter sie zwangsläufig irgendwann rausschmeißen.
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Er soll irgendwo ein billiges Lager suchen, wo er die Sachen einlagert und ihr den Schlüssel übergeben, dann kann er die Wohnung auflösen. Ein Storage-Raum kostet definitiv weniger als eine Wohnung mit allen Nebenkosten, aber da braucht er die Rechnung auch nur vorübergehend zahlen, entweder übernimmt die Mutter dann die Zahlungen oder sie holt ihre Sachen ab oder sie läßt zu, daß der Vermieter des Lagers die Sachen wegen nicht mehr bezahlter Miete verpfändet.
Das ist dann ganz allein ihre Entscheidung.
Ich hätte das an seiner Stelle schon lange so gemacht. Ich verstehe nicht, wie man sich auf so simple Art für dumm verkaufen lassen kann und jahrelang Miete für nix und wieder nix zahlt.
 

Uri

Aktives Mitglied
Hallo,
Du solltest versuchen den wahren Hintergrund zu finden, weshalb sich Dein Vater so passiv in dieser (für ihn teuren) Situation verhält.
Danach kannst Du ihn am Besten aus seiner Lethargie diesbezüglich befreien.

Alternativ wäre es eine Option, wenn Du versuchst an seiner Stelle in den Mietvertrag einzutreten.
Du kannst am Besten einschätzen, ob Deine Mutter das gleiche Spielchen auch mit Dir machen würde oder ob dann dieser Machtkampf plötzlich sinnlos geworden ist.

Des Weiteren würde ich mich genau mit der rechtlichen Situation befassen:
- War/ist es eine Ehewohnung? Dann gelten andere Rechte zwecks Auflösung
- Ist Untervermietung erlaubt? Dann eröffnet sich die Option eines Untermieters.
- Wer steht genau im Mietvertrag?
- Bezieht die Mutter H4? Dann dürften zwei Mietverträge ggf. kritisch sein.
 

Uri

Aktives Mitglied
Hallo,
ich habe ein altes Posting von Dir gelesen.

Damit fällt die Alternative (Du in den Vertrag) wohl flach.

Ich vermute Dein Vater liebt noch irgendwas an Deiner Mutter.
Er ist alt genug.

Wenn er Dir leid tut, dann unternehme viele Dinge mit ihm, die ihm Freude bereiten.
Lasst beide Eure schreckliche Familie außen vor und macht etwas was nichts damit zu tun hat.

Vielleicht sorgt der Hinweis mit der Untervermietung für finanzielle Entlastung.
 

flower55

Aktives Mitglied
Er ist mein Vater, ich will ihn da so gut wie nur möglich unterstützen, so einen Zustand hat er nicht verdient. Es tut mir unglaublich weh, zusehen zu müssen, wie er einen so großen Teil seines hart erarbeiteten Geldes für eine nutzlose Wohnung verprasst. Und alleine schafft er es anscheinend nicht, sich durchzusetzen.
Ich freue mich auf eure Antworten! :)
Verri
Hallo,
es ist nicht Deine Aufgabe, Dich um die Angelegenheit Deiner Eltern zu kümmern.

Du kannst Deinem Vater Deine Hilfe anbieten und wenn er sie nicht annimmt, belass
es dabei.

Verbringe Zeit mit ihm und lass das Wohnungsthema aus den Gesprächen mit ihm
heraus. Er ist dazu nicht bereit und blockt ab.
Manchmal macht es Sinn, gewisse Lebensthemen im Zusammensein nicht mehr zu
erwähnen und die gemeinsam verbrachte Zeit mit anderen angenehmen Lebensthemen
zu füllen.

Kümmere Du Dich um Dein Leben. Pflege Deine Hobbys, entdecke neue; lerne neue
Menschen kennen und lerne, mit dieser Wohnungssituation Deiner Eltern umzugehen,
ohne es zu thematisieren.

alles Liebe
flower55
 

Verri

Mitglied
Erstmal ein Dankeschön an euch für die schnellen Antworten!

Meine Eltern sind beide Hauptmieter und verheiratet. Meine Mutter empfängt kein Geld vom Staat (wir leben in Österreich), da sie in der Vergangenheit nur ganz wenige Jahre gearbeitet hat und jetzt eben schon seit einer Ewigkeit gar nichts mehr tut. Daher hat sie auch einfach meine Familienbeihilfe unterschlagen...und auch die meiner Brüder.
Vor 7 Jahren ist sie einfach mit uns Kindern abgehauen, hat meinem Vater einen Zettel hinterlassen, uns hat sie geschickt manipuliert. Er hat lange versucht, wieder ein Teil ihres Lebens zu werden, aber vergeblich. Seit ungefähr einem Jahr hat er sich aber emotional distanziert, ich vermute auch, dass er eine Freundin hat. Er traut sich aber anscheinend nicht, sich scheiden zu lassen, vielleicht, um den Kontakt zu meinen Brüdern nicht zu verlieren, die ja bei ihr leben. Hetze gegen meinen Vater hat sie nämlich schon immer betrieben.

Meine Mutter ist psychisch sicherlich total krank, sie schüchtert meinen Vater mit ihren Ausbrüchen ein und spielt auch noch geschickt die arme Frau, die nichts hat und auf die alle losgehn. Er sagt, er will nicht so gegen sie vorgehn, er will ihre Sachen nicht gegen ihren Willen abtransportieren lassen. Und das ist eben das Problem, dass er ihr vollkommen hörig ist und daran psychisch enorm leidet. Er hat regelrecht Angst vor ihr, kommt mir vor, was ja bei mir auch der Fall war.

Ein kleines Depot habe ich schon lange vorgeschlagen, aber er will für das Zeug gar nix mehr zahlen und aber andererseits meine Mutter auch in keine unangenehme Situation bringen. Das widerspricht sich aber leider ziemlich...es dringt aber kaum zu ihm durch, wie verrückt das alles ist, auch wenn er es selbst so bezeichnet. Oft ist es so, als ob ich mit meinen Worten gegen eine Mauer reden würde...
 

Yang

Aktives Mitglied
Wenn dein Vater wirklich eine endgültige Trennung von deiner Mutter wollte, hätte er schon längst konsequent gehandelt.
So wie es sich darstellt ist es ein Drama ohne Ende.
Wenn dein Vater es wirklich Ernst meint, dann sollte er deiner Mutter ein Ultimatum setzen und dies auch strikt einhalten.
Ansonsten davon ausgehen, dass sie ihre Sachen nicht mehr benötigt und keinen Wert auf sie legt, also alles sodann kurzer Hand umweltgerecht entsorgen.
Wohnung kündigen, fertig.
 

Sisandra

Moderator
Teammitglied
Ist dein Vater denn auf das Thema ansprechbar?

Falls ja, mach ihm folgenden Vorschlag:

Treibt einen Transporter auf, notfalls kann man den ja für einen Tag mieten. Dann trommelt ein paar Leute aus dem Freundeskreis zusammen, die dabei helfen, die Sachen deiner Mutter ins Auto zu laden.

Dann ab damit vor das Haus in dem die Mutter nun lebt und ausladen. Kurze Info an die Mutter, da sie es bis heute nicht geschafft hat ihre Sachen abzuholen sei man ihr nun entgegen gekommen.

Unabhängig davon sollte dein Vater mit dem Vermieter Kontakt aufnehmen und eine Möglichkeit aushandeln wie er aus dem Mietvertrag raus kommt.

Wenn dein Vater dies alles nicht will kannst du nichts machen. Es ist sein Leben, sein Geld und seine Entscheidung.
 

Uri

Aktives Mitglied
Meine Eltern sind beide Hauptmieter und verheiratet. Meine Mutter empfängt kein Geld vom Staat (wir leben in Österreich), da sie in der Vergangenheit nur ganz wenige Jahre gearbeitet hat und jetzt eben schon seit einer Ewigkeit gar nichts mehr tut.
Hallo,
ich befürchte die Situation ist wesentlich schwieriger als man erst annimmt.

1) Rechtlich kommen Verheiratete erst dann aus einem gemeinsamen Mietvertrag raus, wenn einer die Trennung und Scheidung beantragt.

1a) Da Dein Vater schon sehr lange verheiratet ist, 3 Kinder hat und die Ehefrau nichts arbeitet und kaum gearbeitet hat, würde eine Scheidung nach dieser langen Zeit sehr teuer für ihn werden.
Wie teuer das wird - das kann man nur in einer Rechtsberatung klären.

2) Die einseitige Kündigung unter Einwilligung des Vermieters macht keinen Sinn, weil er ja auch für den Lebensunterhalt der Mutter aufkommt und die Mutter die Wohnung ja einfach weiter behält (und Papa zahlt/haftet weiter).
Ein Nullsummenspiel - mit dem verheerenden Unterschied, dass er u.U. auch sein Gestaltungs- und Zugangsrecht zur Wohnung verliert.

Er ist in der Zange. Wahrscheinlich ist er deshalb auch so lethargisch.
Aber er beginnt sich seit einem Jahr abzunabeln....
--> Du solltest daran arbeiten, dass er eine Rechtsberatung aufsucht, die ihm die Vor- und Nachteile einer Scheidung darlegt.

3) Untervermietung
Ich hatte es schon vorgeschlagen...
Wäre das was?
Die Untervermietung wäre meines Erachtens die derzeit einzige Zwischenlösung (wenn man berücksichtigt, dass Deinen Vater noch nicht reif für die Konfrontation ist).
In der Wohnung stehen Sachen, aber sie wird nicht bewohnt.
--> räumt die Sachen in ein Zimmer
--> vermietet die restliche Fläche
Ihr zahlt derzeit 1000,-€/Monat. Mit Untervermietung könntet ihr vielleicht 700,-€/Monat erhalten.
Das wäre doch erstmal eine sehr gute Zwischenlösung, oder?
--> es wäre auch ein Signal an die Mutter: wir handeln!
 

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