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Mutter kann mich nicht loslassen

G

Gast

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Meine Mutter kann mich nicht loslassen. Zum Grundlegenden Verständnis sollte ich am Anfangs drauf ausmerksam machen das ich 19 bin. Jeder in mein Freundeskreis darf solange raus wie er will. Ich jedoch muss um Punkt 20 Uhr Zuhause sein. Am Wochenende (!) Ich darf garnichtmal bei Freunden übernachten, oder mal länger raus. Auch wenn mich meine Freunde nach hause fahren würden.
Meine Mutter hat so schlimme panische angst um mich das ich mich Zuhause nicht mehr wohl fühle, ich fühle mich wie ein Vogel im Käfig.
Eine gutes BSP. Ist glaube ich dieses: ich War auf einer Klassenfahrt und ich sollte (müsste)einmal morgens und einmal abends anrufen. Woran ich mich auch strickt gehalten habe. An einen Tag kam ich etwas später ins Hotelzimmer an. SCHAUE AUF mein Handy 15 Verpasste anrufe, 5 ungelesene SMS von meiner Mutter. Ich rufe sie an panisch in der Hoffnung das nichts passiert sei. Sie am weinen " ich hatte so sorgen um dich das dir etwas passiert sei, wir wollten morgen früh schon zur schule fahren und die Nummer eines mitgekommen lehrers,auf der Klassenfahrt, bekommen" es War 20:30 Uhr um 20 habe ich sie immer angerufen ich War 18 Jahre alt zu der Zeit.
Und was ich dann verspürt habe War unbegreiflich ich hatte kein Mitleid mit meiner Mutter sondern, nach dem auflegen, blanke Wut.
Ich möchte gerne ein au pair Jahr nach dem Abi machen, sie lässt mich nicht.
Ich glaube sie macht einen gewaltigen Fehler in meiner Erziehung, wenn ich jetzt nicht mein Limit kennenlerne werde ich es nie. Und für immer wie ein Vogel im Käfig eingesperrt werden bleiben, angst vor der Welt.
Reden mit ihr nützt nichts, ich habe es schon oft genug ausprobieren, aber es ist so als würde ich mit einer Wand reden.
Ich fühle mich unwohl in der derzeitigen Lage ich will am besten Weg. Aber ich habe angst.....
 

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Rosafee

Aktives Mitglied
Das ist tatsächlich extrem und hat mit Mutterliebe und Fürsorge nichts mehr zu tun.

Deine Mutter sollte dringend zu einem Psychologen gehen.

Dass du dabei Wut verspürst, ist absolut verständlich. Kämpfe um deinen Au-pair-Aufenthalt. Lass dich nicht daran hindern, dein Leben zu leben.
Du brauchst Freiräume und eigene Erfahrungen um ein reifer Erwachsener zu werden.
 

Duine

Aktives Mitglied
Kurze Frage: Was passiert denn, wenn du einfach nicht tust, was sie will?

Weil so wie sich das liest, lässt du es einfach mit dir machen. Hast du gekämpft? Dich aufgelehnt? Grade dafür ist die Pubertät normalerweise da.

Melde dich doch einfach mal nicht. Komme einfach mal nicht um Punkt 20 Uhr heim. Bleib einfach mal über Nacht irgendwo. Damit deine Mutter keinen Herzinfarkt bekommt, sagst du ihr vorher Bescheid. Klare Ansage. "Liebe Mutter, ich komme heute später/nicht heim. Ich schreibe dir eine sms, wenn ich ins Bett gehe. Bitte reg dich nicht auf, ruf mich nicht an und warte nicht auf mich. Wenn du mich anrufst, gehe ich nicht ran."

Du bist erwachsen, meine Güte.
 

pecky-sue

Aktives Mitglied
Hallo Gast,
Vor was hast du Angst, vor deiner Mutter, ihrer Reaktion, oder Angst davor das du mit deiner Freiheit als Aupair schlechte Erfahrungen machst, vor was genau hast du Angst?

So ähnlich wie Duine es schreibt hat meine Tochter es mit 17j. und 10 Monaten gemacht. Damals hatte sie grade ihren Führerschein fürs Auto und für 50er gemacht und für einen 50er Motorroller.
Ich war nicht begeistert, das sie zu einer Freundin in so ein abgelegenes Kaff fuhr, die Strasse führte durch den Wald.
Ich hatte extreme Angst um sie. Habe ihr aber ca nur 30 Prozent Angst gezeigt.
Meine Tochter war aber klug und empathisch genug zu wissen, das ich mehr Angst um sie hatte als ich zeigte.
Sie rief mich an als sie dort angekommen war.
Boah ich war so froh, dass sie gut angekommen war. Ich wünschte ihr noch viel Spass und sie sagte zu mirMama ich habe dich lieb.
Es war Okay, obwohl ich mich immer noch sorgte, ich fühlte mich sicher und geborgen in ihren Worten.
Als sie 18 jahre wurde wollte sie unbedingt nach England, und hatte durch ihre Arbeit die sie neben dem Abi machte, Geld gespart und obwohl ich nicht dafür war, konnte ich es ihr ja nicht verneinen.
Sie rief mich jeden Tag zweimal an, oder schickte mir Bilder.
Sie wußte das ich mich sorgte und hat das verdammt elegant gelöst. Ich muß aber auch sagen meine Tochter liebt mich auch sehr. Ich kanns manchmal gar nicht fassen.

Und ich bin ihr so dankbar, das sie es geschafft hat dieses Nähe und Entfernung Ding so gut auszupendeln, nach ihrem Abi, mit 18 im Sommer zog sie in eine 25qm Wohnung. Trotzdem war fast jeden 2-3 Tag bei mir.
Manchmal schlief sie sogar noch bei uns. Sie hatte es echt drauf mir ein gutes geliebtes Gefühl zugeben.

Im neuen Jahr wird sie 21. Wohnt schon 1 Jahr in der Stadt nahe der Uni, und wir haben regelmässig Kontakt.
Das Einzige wo ich nicht mit einverstanden bin ist, sie hat sich mit 20j. Ohrlöcher stechen lassen, das hatte sie mir aber schon mit 17 angekündigt, "wenn ich 18 bin dann mache ich das".
Naja 2 Jahre später wars dann soweit.
Meine Tochter war nie aufmüpfig und hat ihre Pubertät ganz dezent erlebt. Sie hat auch nie Trotzhandlungen gemacht in dieser Zeit.
Ich glaube sie hat mich sehr ernst genommen, mit meinen Befürchtungen. Es fühlt sich sehr gut an ernstgenommen zu werden. Sie wußte das vieles sehr realistische Befürchtungen von mir waren.

Ich glaube das du diplomatisch vorgehen solltest. Und das du deine Mama/Mutti, daran gewöhnen solltest, das du öfters mal weggehst, und wenn sie sagt pass auf dich auf mein Schatz, du lächelnd sagen solltest, "Mama Ich bin 19j, Na klar pass ich auf mich auf, ich schreibe dir nachher noch eine kurze SMS, es kann spät werden. Schlaf ruhig, ich denke an dich"
Ich durfte meiner Tochter auch Nachts eine SMS schreiben, wenn ich nicht schlafen konnte. Kurze liebevolle Antwort, dann gings mir besser.
Sie hat dann aber manchmal schon geschlafen und mir erst morgens früh geantwortet.Sie war so cool:) und ist es immer noch.
Einandermal bist du zum Essen beim Chinesen verabredet mit einer Freundin.
Wieder einandermal backst du abends mit einer Freundin Weihnachstplätzchen und kommst erst um 22.30 Uhr, und so weiter. Bringst ein paar mit.
Gewöhn sie langsam daran.
Von soviel Fairness und Erwachsensein, aber auch Entschlossenheit wird sie ganz überwältigt sein.
Kurze Umarmung, und dann los. Sag ihr einfach immer rechtzeitig Bescheid, wie das Erwachsene so machen um sich gegenseitig zu informieren, und hab sie lieb, sie wird merken, sie kann sich auf dich verlassen, und darauf das du erwachsen geworden bist und noch immer mehr erwachsener wirst.
Schreibe ihr Abends um 20.00 einfach eine SMS, kurze Info und Gute Nacht, und komm einfach um 22-22.30 Uhr in der Woche nachhause.
Du mußt ja morgens auch wieder früh raus.

Das wird schon, ich denke du bist ein liebevolle Tochter, du schaffst das souverän den richtigen Weg zu finden, und deine Mutti wird verstehen und begreifen das du erwachsen wirst, und sie immer noch liebst, sie wird merken, egal welche Umstände eure Liebe bleibt bestehen.
Irgendwann wirst du mit ihr reden, und ihr darüber erzählen, und ihr werdet gemeinsam lachen und euch umarmen.

Eines noch, das mit dem Aupair, warum, du kennst die Leute nicht, begibst dich da in ein Vertrauensverhältnis, obwohl du nicht mal weißt was dort abgeht.
Ich halte gar nichts von Aupair. Und unterstehst dort mit 19 irgendwelchen familiären Regeln in einem Fremden Land.

Hmmm, es gibt bessere Wege sein Erwachsensein zu leben.
Vielleicht hast du dieses Aupair Ding auch im Kopf, weil du flüchten willst vor der Enge zuhause, prüf das nochmal, ich finde das nicht so gut.
Aber wenn du es geprüft hast und wenn du Mama liebevoll beigebracht hast, das du nicht mehr jeden Abend um 20.00 Uhr zuhause bist, und sie damit klarkommt, vielleicht verschwindet der Wunsch nach einer Aupairstelle.

Ich wünsche dir viel Erfolg.
Ich hoffe es war dir nicht zulang. Ich wollte dir meine Erfahrung als Mama beschreiben.

Liebe Grüße Pecky
 
G

Gast

Gast
Lieber Gast,

also ich finde, für Erziehung ist es mit 19 einfach mal zu spät...die ist längst mit ca.14-15 abgeschlossen....danach tut sich nichts mehr oder nicht mehr viel....Du zählst zu den Erwachsenen und das schon seit ein paar Jahren?

...deine Ma hat definitiv schlimme Probleme...sie braucht sicher professionelle Hilfe...du kannst da nicht viel machen, nur mit Bestimmtheit ankündigen, dass du mit 19 keine Kindergarten Regeln mehr befolgst und das auch trotz Ärger durchziehst.
Deine Mama liebt dich sicher und meint es nur gut, aber ich sage immer: gut gemeint, ist das Gegenteil von gut!?

Ich bin auch so eine Mutti? aber ich kann mit meinen Ängsten umgehen...ich hab viel durchgemacht, um meinen Sohn zu bekommen...und durfte auch nie wieder schwanger werden....Ich weiß, wenn ich meine Ängste und Befürchtungen "rauslasse", schade ich meinem Sohn....weil, sie sich dann auf ihn auch in gewisser Weise übertragen...."rauslassen" bedeutet für mich aber Panikmache und Hysterie......sprechen können wir darüber schon, in aller Ruhe....er belächelt mich dann immer, aber er versteht mich auch....ohne, dass ich es "angeordnet" hätte, bekomme ich meistens eine Info, wenn es später wird....darüber freu ich mich und das sage ich ihm auch...er MUSS SEINEN Weg im Leben gehen, ungeachtet meiner Ängste um ihn....und dass mußt du auch!
 
G

Gast

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Das hört sich wirklich schlimm an und hat nichts mehr mit Mutterliebe zutun .
Höre einfach mal nicht auf sie und mach was du willst. Meine Güte du bist 19 !
 

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