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Mutter hat Angstzustände - Familie geht kaputt

G

Gast

Gast
Hallo,

ich bin schon seit ein paar Jahren volljährig, wohne noch zu Hause. Das Problem ist, das meine Mutter Angstzustände und Angstattakten bekommt und daraus nicht mehr raus kommt.

Beispiele:
- Wir warn in Ägypten, im TV von einem Flugzeugabsturz berichtet, Mutter hat STERBENSANGST vor Rückflug, macht Therror, will dort leben bleiben und Job suchen

- Ich (Wenigfahrer) will Abends zu Kumpel, Extreme Angst das mich was passiert, ich soll doch da bleiben, oder mich abholen lassen - macht Therror und hats geschafft, dass wir alle noch irre werden (ich blieb dann zu Hause - war so gestresst - da wär ich wirklich gegen den 1. Baum gefahren)

- Wenn ihr mal der Magen "komisch" weg tut oder sonst was, meint sie gleich es ist was Lebensbedrohliches

usw.

Ich mein, das hat sie nicht immer, diese Sachen, sie ist meist ganz normal, aber irgendwann kommt halt so was und dann steigert die sich rein bis es nicht mehr geht, hat extreme Angstgefühle, weint und macht uns das Leben wirklich SEHR schwer :(

Man kann ihr auch sagen was man will, selbst eine Wand hört einem mehr zu und begreift mehr als sie - und das ist jetzt leider kein Witz - man kann absolut nicht zu ihr durch dringen.

Sie leidet darunter natürlich, das ist ja klar, aber auch ich leide sehr und mein Vater bekommt das alles am meisten ab, und zwar gewaltig. z.B. meint sie bei solchen Sachen wie Angst das ich mim Auto fahr, das mein Vater mich aufhalten soll und ansonsten wäre er Schuld und es währe seine Pflicht.

Sie weis wohl das sie ein Problem hat, will es aber nicht groß wahr haben und verharmlost es enorm, als ob es nicht groß der Rede Wert wäre und will weder Medikamente, noch zu einem Psychiater - wenn es aber so weitergeht braucht mein Vater und bald auch ich einen Psychiater :(
 

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N

Nell

Gast
Hallo Gast.

Das ist sicher sehr belastend für euch alle. Medikamente darf sie sowiso nicht einfach so einnehmen. Da kann man so vieles falsch machen, und auch noch abhängig werden, und das alles, ohne das ihr wirklich geholfen wird, wenn sie nichts unternimmt.

Mit der Hilfe ist es immer sehr schwierig. Du schreibst, dass ihr nicht zu ihr durchdringen könnt. Das könnte auch der Grund sein, dass es ihr nicht als all zu schlimm vorkommt. Weil es sich hinter dicken Schuztmauern abspielt.

Die Frage wäre wofür sie diese Schutzmauern braucht. Doch sie wird sicherlich weit entfernt sein, ums selber sehen oder empfinden zu können, was der Grund sein könnte. Ängste haben immer Gründe. Und schlussendlich kann nur ihre Auseinandersetzung damit allen helfen. Ihr wisst das ja, wie ich gelesen habe.

Deswegen ist sie aber trotzdem normal. Weil Angstreaktionen einfach normal sind, den Umständen entsprechend. Was ihr vllt vorerst helfen könnte ist, Verständniss für ihre Angst, in diesen Momenten. Ala "Mama, ich kann deine Sorge verstehen, und ich kann mich selber anschnallen, ich brauche keinen Vater dafür, der dann büßen soll, wenn mir etwas passiert" "Mama, ich kann auf mich achten, aber danke, dass du dich sorgst" in der Art. Interessant wäre, wie sie sich dann verhält, wenn sie "ankommt" mit ihren Ängsten. Wenn ihr sie annehmt.


Alles Liebe
Nell
 

hpweyer

Mitglied
Hallo!

Angst ist ein Zustand, der uns vorgaukelt, dass eine sehr große Gefahr besteht. Real ist diese Gefahr aber noch gar nicht gfegeben, sondern existiert im "könnte"-Bereich.

Daher ist immer zu fragen, was kann denn schlimmstenfalls geschehen? Damit kann sie deutlich sagen, wovor sie ganz konkret Angst hat, also welches schlimmes Ergebnis bevorsteht.

Dann kann man die Wahrscheinlichkeit ausrechnen.
Beim Flug: Es fliegen tausende Flugzeuge täglich ohne Probleme und transportieren Millionen Menschen, die heil ankommen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es genau DIESES Flugzeug trifft ist also verschwindend gering. Kaum messbar.

Mit dem Auto fahren ebenfalls Millionen Menschen jeden Tag. Ja, es sterben auch täglich Menschen im Straßenverkehr. Aber wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass es genau dieses Auto trifft? Verschwindend gering.

Manchmal kann es zum Abbau von Ängsten führen, wenn man den Leuten genau vor Augen führt, wie gering die Wahrscheinlichkeit ist, dass das Schlimmste Ereignis tatsächlich eintrifft.

Viel Erfolg mit dieser Methode.

Hey, und wenn es notwendig ist für Dich und Deinen Vater Stärkung zu erfahren, dann ist ein Besuch beim Arzt nicht der schlechteste Weg.

Herzliche Grüße
hpweyer.de
 

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