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Muss meine Hunde lange alleine lassen

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Gast

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Hallo Community.

Ich brauche mal etwas Aufmunterung. Nach einer auseinanderbrechenden privaten Situation bin ich ab 01.03. die einzige verbleibende Mietpartei von dreien, in einem (jetzt ehemaligen) Wohnprojekt. Das Haus ist von der Lage her nur ganz schwer ohne Verluste zu verkaufen also werde ich erst mal hier bleiben bis ich genug abbezahlt habe um mit Null rauszukommen.

An sich ist das alles nicht so schlimm, da jetzt endlich Klarheit herrscht. Allerdings bleibt ein Knackpunkt: wir hatten zwei Hunde angeschafft die bislang nur selten mehr als 3-4 Stunden allein warten mussten, da irgendwie immer jemand da war. Damit ist es jetzt vorbei. Ich habe zwar einen Mieter gefunden, der hat aber mit Hunden nix am Hut und ausserdem arbeitet er auf Montage, hätte also auch keine Zeit.

Letztlich sieht es jetzt wohl so aus, ich habe eine Stelle in Schichten und bin ca. 16-17 Tage im Monat arbeiten. An diesen Tagen bin ich inkl. Fahren 9 Stunden weg. An etwa 5 von diesen Tagen arbeite ich alleine und darf dann den einen Hund mitnehmen (es sind zwei verschiedene und der eine kann besser unbeschäftigte Zeit verschlafen als der andere). Wiederum 3 Tage davon sind Nachtarbeit wo ich hoffe dass die Hunde einfach durchschlafen. Dann kommt natürlich noch 2-3 mal die Woche sowas wie Sport, Einkäufe, Kino dazu wo sie auch nicht so richtig mit hinpassen. Das müsste ich dann fairerweise auf die Tage legen wo sie nicht eh schon so lange allein sind und sie vorher austoben oder so.

Die beiden sind keine Angsthunde, eher sind sie beim Verlassen empört dass sie nicht mitdürfen. Wie sie sich dann zuhause arrangieren weiss ich nicht, aber sie haben noch nie was kaputt gemacht oder zerwühlt so dass ich annehme sie sind relativ ruhig/schlafen. Vielleicht sollte ich mal Kamera laufen lassen.

Jedenfalls frage ich mich wie schlimm das nun ist...ich weiss dass viele finden das darf man auf keinen Fall, auf der anderen Seite haben ja nicht nur Leute mit Homeoffice Hunde.

Platz für einen Auslauf hätte ich, allerdings muss man sagen dass die beiden Kräfte haben und unser Grundstück sowie die interessante Nachbarshündin mögen, kann also nicht ausschliessen dass sie ohne Kontrolle sehr vehement ausgraben/ausbrechen versuchen würden. Einen Hundesitter findet man hier in unserer Alleinlage (nur 1 Nachbarhof) schwer und man muss auch sehr gut mit Hunden können um meine im Griff zu haben (sie sind nicht aggressiv aber fröhlich-eigenwillig bei Fremden).

Bin also ratlos und habe ein bisschen schlechtes Gewissen. Was sind Eure Erfahrungen damit? Ganz selten kann es ja im Grunde nicht sein.
 

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Gast

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Nun Hunde sind Rudeltiere, wenn die alleine sind es Schisser und Oft Angst Beller.
Gibt welche, die nicht einmal zwei Stunden streßfrei warten können, die herzzerreißend bis zur totalen Erschöpfung jaulen und jammern.
Alleinbleiben ist nicht vorgesehen in der Struktur des Sozialverbandes.
Du hast 2 sollte also eine Frage des Probierens sein, die immer mal wieder etwas länger allein zu lassen.
Deshalb gehört das disziplinierte Alleinbleiben zur Grunderziehung.
Acht Stunden im Zwinger oder Garten, den er bewachen soll, sind kein Problem, wenn der Hund im Gegenzug die 16 übrigen Stunden vollen Menschenkontakt hat, finden andere.
Zwei Hunde beschäftigen sich miteinander und überstehen ohne Frust auch sechs Stunden, ist eine weitere Meinung.
Weil du bist ja als Mensch der ( Rudelführer ) will ich hoffen.
Fehlt der, will jeder andre Chef werden, nach einer gewissen Zeit.
Verzichte auf Abschieds- und Begrüßungsrituale.
Bleibe erst nur kurzweg und dehne den Zeitraum dann langsam aus.
Ignoriere den Hund, wenn du kommst oder gehst.
Sprinte mal mit der Leine in den Waschkeller oder machen dir in der Regenjacke einen Kaffee.
So durchbrichst du Gewohnheiten und zeigst deinem Vierbeiner: Ich bin hier der Chef!
Das fördert das Vertrauen, und deine Hund werden sicher.
 

bird on the wire

Aktives Mitglied
Ja, das ist superschwierig, alleinstehend, arbeitend mit Hund.

Ich habe die gleiche Situation, allerdings nur einen Hund. Der aber echt nicht gut allein bleiben kann.

Es funktioniert mit vielen Kompromissen. Man muß erfindungsreich sein und selbst manchmal zum Wohle des Hundes zurückstecken.

Wenn ich alleine arbeite, kann ich ihn auch mit reinnehmen. Ich habe es geschafft, Arbeitszeiten zu bekommen, die von den anderen abweichen. Ich fange später an und arbeite in den Abend hinein. Dadurch sind die Zeiten, wo ich allein im Büro bin länger. Vorher wartet er entweder im Auto oder je nach Wetterlage auf dem Rasen vorm Betrieb. Zum Glück liebt er das Auto und schläft da glückselig. Die Zeit des Wartens bis ich ihn reinholen kann, wird dann noch von einem schönen Gassigang in der Pause unterbrochen, so daß er meist nur 2 x 2 Std. warten muß.

Bei Außenterminen kann er sowieso meist mit. Diese versuche ich dann immer so zu terminieren, daß sie die Wartezeit gut unterbrechen.

Wenn es so nicht klappt und die Wartezeit zu lang wäre, dann ist Betreuung angesagt.

Falls es in der Nähe Deines Hauses wegen der Alleinlage keine Betreuung gibt, dann aber vielleicht in der Nähe Deiner Arbeit? Oder auf dem Weg zur Arbeit? Es gibt Hutas - Hundetagesstätten.

Du mußt ja sowieso eine Lösung finden für Krankheitsfall, Seminare etc. Ohne gute zuverlässige Betreuung geht da gar nichts. Sprich doch einfach auf den Gassigängen mal andere Hundehalter an, die kennen meist gute Leute. Es gibt z.B. hundeerfahrene Leute, die auch mit ungewöhnlichen Hunden gut zurecht kommen, denen der eigene Hund gestorben ist und die sich aus unterschiedlichen Gründen keinen neuen Hund anschaffen wollen. Die sind oft ganz dankbar, für einen Teilzeithund. Ansonsten kannst Du Dich vielleicht mit jemandem abwechseln, der in ähnlicher Situation ist. Du hast ja an bestimmten Tagen auch Zeit mal einen anderen Hund dazuzunehmen. Ich nehme z.B. oft abends oder am Wochenende Hunde von Bekannten, die dann tagsüber mal auf meinen aufpassen.

Ne gute Lösung ist auch ein Gassigänger. Dem gibts Du den Schlüssel, der kommt während Du arbeitest, holt die Hunde auf einen langen Spaziergang ab und bringt sie dann wieder nachhause. Es sind ja echt nicht viele Tage, die Du so überbrücken müßtest.

Aber abgesehen von der Arbeit, lasse ich meinen Hund so gut wie nie allein. Das wäre einfach nicht fair. Als Hundehalter muß man auch präsent sein. Also Sport, Theater etc. gibts nur dann, wenn der Hund mitkann. Da habe ich bisher immer Möglichkeiten gefunden. Das geht schon.

Tja, Du hast eine schwierige Aufgabe, aber möglich ist das.
 
Zuletzt bearbeitet:
A

annakarina

Gast
Du hast schon soviel ausgeschlossen, dass es schwer ist, da noch eine Lösung zu finden. Hast du noch Platz für einen weiteren Mieter? Dann würd ich mir einen suchen mit eben dieser Auflage - ggf gegen einen günstigen Mietpreis - , zumindest einmal am Tag mit deinen Hunden Gassi zu gehen.
Denn diese Zeit ist einfach zu lang auf Dauer, aber das weißt du ja nun selbst.
 

pecky-sue

Aktives Mitglied
Hallo Gast,
Das mit der Kamera würde ich auf jeden Fall machen, um mal zu sehen wie sich deine Hunde verhalten.
Gott sei Dank vertragen sie sich, das ist schon toll.
Dürfen sie durch die ganze Wohnung, oder sind sie auf 1-2 Bereiche begrenzt?
Kann denn der frühere Partner nicht wenigstens 1-2mal in der Woche die Hunde besuchen und sich um sie kümmern?

Also, bei allem schlechten Gewissen, im Tierheim sind die Hunde Nonstop alleine, außer wenns Fressen gibt, zwei drei Worte, und falls sie mal nachmittags Gassi geführt werden.
Natürlich ist es nicht Ideal, und es wäre schön, wenn du mehr Zeit für sie hättest, aber das geht halt nun mal nicht.
Zwingerhunde haben ähnliche Bedingungen.

Vielleicht findet sich ja doch eine gute Lösung, wie schon von anderen angesprochen.

Ansonsten Hunde sind Gewohnheitstiere, mit der Zeit gewöhnen sie sich an die Situation.


Liebe Grüße Pecky
 

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