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Muss ich in eine Psychiatrie?? Bitte helft mir!!

benni1

Mitglied
Hi ich bin benni

bin schon sehr sehr lange am grübeln was ich tun kann denn ich hasse mein leben wie die pest und jeder tag ist sehr anstrengend für mich.
bitte lest euch meine geschichte durch und gebt mir tips was ich tun kann

habe mehrere probleme die ich euch schildern möchte.

meine kindheit war eigentlich ziemlich schön bis mir meine mutter als ich elf war gesagt hat das sie sich von meinem vater scheiden lässt. vorher gab es nie streit daheim. ich habe meine eltern NICHT EINMAL streiten gesehen und wurde von beiden sehr lieb behandelt und dann auf einmal BAMM!

war damals noch auf dem gymnasium aber ich glaube damals hat es einen kurzschluss gegeben bei mir und ich hab seitdem einen hass auf alles bekommen und war immer sehr desinteressiert und hab immer versucht mich abzulenken. hab damals oft über selbstmord nachgedacht

so gings dann von gymmi auf die realschule wo ich dann auch 2 mal sitzengeblieben bin und am ende hab ich noch grad so den quali extern gemacht.
hab damals auch mit dem trinken angefangen. immer mit meinem besten kumpel schon direkt nach der schule
es wurde immer schlimmer und mit meiner mutter hab ich mich in der zeit dann auch sehr zerstritten da ich ein ziemliches A******* gewesen bin (ich hab ihr geld geklaut und zigaretten und sehr viel mit ihr gestritten). das verhältnis zu ihr wurde nie wieder wie früher. heut hab ich sogut wie gar keinen kontakt mehr zu ihr. und meinem vater bin ich scheissegal. er meldet sich nie ich hab schon probiert kontakt aufzubauen aber er will es einfach nicht und das habe ich akzeptiert.


hab dann damals eine zeit lang versucht mich tot zu trinken. immer am wochenende mit freunden damals noch. soviel wie reinging. wir haben alle viel getrunken nur war ich immer der wo am dichtesten war (lag auch wohl daran das ich nichts zu essen hatte daheim und mich nur sporadisch bei kupels ernährte) und ich hab mir einmal in einer nacht fast die seele rausgekotzt über 6 stunden lang nur gekotzt und konnt nichtmal wassser trinken danach konnte ich eine woche nix mehr essen.

nunja hab durch einen bekannten dann eine lehrstelle mit 21 gefunden und bin seitdem koch.
der alkohol hat mich schon seitdem ich 16 bin wo ich angefangen havb mein ganzes leben begleitet. die letzten jahre allerdings immer erst abends vorm einschlafen aber dafür täglich ohne einen tag pause zu lassen.
vor 3 monaten hab ich entschlossen aufzuhören mit dem trinken und hab seitdem keinen schluck mehr getrunken.

ich merke das ich sehr psychisch abhängig bin von der betäubenden wirkung. meine depressionen die ich schon seit einigen jahren habe werden in letzter zeit immer schlimmer ich denke ernsthaft darüber nach ob ich mir das leben nehmen soll denn ich lebe ganz alleine ohne kontakt zur familie und den einen kumpel den ich noch habe sehe ich auch sehr selten mittlerweile. bin eigentlich immer alleine.
mir fällt es sehr schwer kontakt zu anderen menschen zu finden und ich werde da sehr nervös und ich weiss nicht wie ich mich verhalten soll

ausserdem habe ich seit 4 jahren probleme beim schlucken und ich habe riesige angst davor mit anderen menschen zusammen zu essen. da fangen meine hände dann stark an zu zittern und ich krieg erst recht nix mehr runter deshalb meide ich solche situationen wie die pest.

seit ca 1/2 jahr flüchte ich in die arbeit. ich hab 2 jobs und arbeite 55-60 stunden die woche denn wenn ich ausgepowert bin hören die negativen gedanken manchmal auf. mir fehlt aber der ausgleich zur arbeit wenn ich daheim bin sitz ich nur vorm pc und mach sonst nix mehr

irgendwie hab ich komplett die lust am leben verloren. mir macht absolut garnichts mehr freude und ich hab angst das ich wieder anfange alkohol zu trinken da mir alles so aussichtlos erscheint.

was soll ich tun???????
bin schon am überlegen ob ich mich einweisen lassen soll aber was ist dann mit meinem job und mit meiner wohnung?

BITTE sagt ihr es mir ich hab angst vor der zukunft
 
Zuletzt bearbeitet:

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Werner

Sehr aktives Mitglied
irgendwie hab ich komplett die lust am leben verloren. mir macht absolut garnichts mehr freude und ich hab angst das ich wieder anfange alkohol zu trinken da mir alles so aussichtlos erscheint.

was soll ich tun???????
Guten Morgen, Benni,
erstmal großen Respekt vor dir, dass du so offen zu deinen Schwächen stehst und auch, dass du hier dein Vertrauen zeigst, dass jemand dir helfen kann! Das ist der erste Schritt in eine gute Richtung.

Dann finde ich es bemerkenswert, dass du allein durch deinen Willen geschafft hast, mit dem Alkohol aufzuhören.

Was du wohl vergessen hast (jetzt kommt der Zeigefinger, sorry) ist, dass du dir diese Lücke auch mit was anderem als nur mit Arbeit füllst. Da ist es klar, dass du die Lebensfreude verlierst.

Also hätte ich mal drei Tipps für dich:

1. Geh zum Arzt und sprich mit ihm wegen der Möglichkeiten in Richtung Krankenhausaufenthalt (Entgiften, ein paar Gespräche, usw.) Kann ja auch eine kürzere Angelegenheit sein, so dass Arbeit und normales Leben nicht tangiert werden. Dein Arbeitgeber möchte dich sicher lieber gesund als tot :)

2. Aktiviere wieder alles, was gut für dich war in Sachen "Lebensfreude": Also Hobbys, Kontakte zu Menschen, Kino, Theater, was auch immer du schon mal hattest an Positivem. Wie stehts mit Freundin?

3. Durch den vielen Alkohol und die miese Ernährung hast du in den letzten Jahren garantiert eine schlechte Mineralstoff- und Vitaminversorgung gehabt. Das kann Depris und negative Gedanken verstärken oder auslösen. Also hier mal was tun - z.B. regelmäßig Austern und Rindfleisch essen (Zink*), frisches Obst und Gemüse (Vitamine) und vielleicht so ein Mineral-Vitamin-Präparat (reicht aus dem Supermarkt für den Anfang, da gibts 100 Stück-Packung für 3,50 oder so).

Das erstmal - und dann schauen, was noch fehlt.

viele Grüße, Werner

P.S. Bin am WE offline, da unterwegs. Bitte also nicht wundern, wenn ich nicht gleich antworte.

* Falls du lieber eine Mineraltablette nimmst, in der Apotheke gibt es gute Zinkpräparate wie Zinkorot25/Wörwag oder ZinkBeta Brausetabletten - die jeweils eine Stunde vor dem Essen nehmen.
 
M

Monarose

Gast
Hallo Benni,

ich finde, du hälst dich sehr tapfer wenn man mal bedenkt, wie verarscht und verletzt du dich damals mit elf gefühlt haben musst. Solche Schläge sitzen tief und halten lange, lange an.
Ein schwächerer Mensch würde aufgeben, arbeitslos herumhocken und weitersaufen. Du nicht. Du kompensierst mit Arbeit und hast dich selbst entgiftet. Darauf kannst du stolz sein.
Ich würde jetzt zweierlei machen: die alten Wunden mit Hilfe eines Gesprächstherapeuten/einer Therapeutin aufarbeiten und mir einen neuen Bekanntenkreis aufbauen. Allerdings "handverlesene" Leute, keine Kneipenbekanntschaften oder so. Was macht dir denn Spaß außer kochen? Gibt es etwas, dass du einfach aus Fraude für dich lernen würdest? Fotografie, eine Fremdsprache, eine Sportart?
Um auf deine Eingangsfrage zurückzukommen: Nein, ich finde nicht, dass du in die Psychiatrie musst. Eine ambulante Gesprächstherapie würde ich eher ausprobieren.

Liebe Grüße

Monarose
 
Q

*quasi*

Gast
Ja, das finde ich auch, Benni, Hochachtung!
Du fragst nach einer Einweisung - hast du schon mal erwogen, erstmal eine ambulante Therapie zu machen? Das würde deinen Job nicht gefährden und dir u.U. ausreichend helfen.
 

benni1

Mitglied
1. Geh zum Arzt und sprich mit ihm wegen der Möglichkeiten in Richtung Krankenhausaufenthalt (Entgiften, ein paar Gespräche, usw.) Kann ja auch eine kürzere Angelegenheit sein, so dass Arbeit und normales Leben nicht tangiert werden. Dein Arbeitgeber möchte dich sicher lieber gesund als tot :)
Danke für die Tips. Muss man denn nach 3 Monaten immer noch entgiften?? Ich möchte absolut nicht das mein Arbeitgeber etwas davon erfährt. Arbeite auch erst seit 2 Monaten dort und muss sagen das der job der beste ist den ich jemals in meinem leben hatte
 

benni1

Mitglied
Hallo Benni,

ich finde, du hälst dich sehr tapfer wenn man mal bedenkt, wie verarscht und verletzt du dich damals mit elf gefühlt haben musst. Solche Schläge sitzen tief und halten lange, lange an.
Ein schwächerer Mensch würde aufgeben, arbeitslos herumhocken und weitersaufen. Du nicht. Du kompensierst mit Arbeit und hast dich selbst entgiftet. Darauf kannst du stolz sein.
Ich würde jetzt zweierlei machen: die alten Wunden mit Hilfe eines Gesprächstherapeuten/einer Therapeutin aufarbeiten und mir einen neuen Bekanntenkreis aufbauen. Allerdings "handverlesene" Leute, keine Kneipenbekanntschaften oder so. Was macht dir denn Spaß außer kochen? Gibt es etwas, dass du einfach aus Fraude für dich lernen würdest? Fotografie, eine Fremdsprache, eine Sportart?
Um auf deine Eingangsfrage zurückzukommen: Nein, ich finde nicht, dass du in die Psychiatrie musst. Eine ambulante Gesprächstherapie würde ich eher ausprobieren.

Liebe Grüße

Monarose
ich war ja nie in kneipen unterwegs sondern hab immer allein rumgehockt und gesoffen. mir fällt es einfach total schwer mit menschen zu reden. ich wüsste garnicht über was man da so reden soll und smalltalk ist nicht meine art das ist mir einfach zu oberflächlich. ich war schon bei meinem hausarzt und da hab ich eine überweisung bekommen wegen "angststörung". also jetzt gezielt wegen den schluckproblemen. ich denke aber eher das das ein symptom ist und nicht die ursache. hab auch noch keinen psychiater gefunden da die meisten wo ich angerufen hab momentan ausgebucht sind.

hab auch schon daran gedacht das es an meiner ernährung liegt da ich in letzter zeit also das letzte halbe jahr so extreme zitteranfälle hab und die ganze zeit essen könnte. unterzucker verstärkt die depressionen ja auch
 

silvania

Mitglied
Hallo Benny,das ist sicherlich nicht einfach die Lücke vom Alkohol mit irgendwas zu füllen.Man sollte sich da schon was suchen, was Spass macht.Aber so einfach erzwingen kann mans auch nicht.Auf jeden Fall sollte man was gegen die Depressionen tun.Da würde ich mal einen Arzt fragen.In der Psychiatrie würden die es ausprobieren mit Medikamenten.Aber es kann auch echt dauern, bis man gefunden hat was da hilft und nicht so viele Nebenwirkungen hat.Anderseits sind richtig starke Depressionen ja auch nicht gut auszuhalten.Wenn du deine Jobs behalten willst wärs natürlich sinnvoll ambulant eine Therapie zu suchen.Oder eine Selbsthilfegruppe.
 

silvania

Mitglied
Da du meintest du hast Probleme auf andere Leute zuzugehen.Ich denke dass da eine Selbsthilfegruppe wirklich helfen kann.Da geht man zwar erstmal sau ungern hin.Aber wenn man mal gelernt hat über bestimmte Themen zu sprechen wird man immer offener und es wird irgendwann normal.Es gibt Gruppen z.B. für Depressionen oder falls das mit dem Alkohol ne größere Rolle spielt gibts zu dem Thema auch Gruppen.Das mit so viel Arbeit hälts du ja bestimmt auch nicht ewig durch.Das mit der Psychiatrie ist hald so, ich war auch schon öfters drinne, aber ich weiß nicht, ob die dir da so helfen können.Die können hald Medikamente ausprobieren oder dich irgendwo auf Therapie schicken.Psychiatrie war für mich eher unbefriedigend.Wenn Klinik, dann vielleicht eine, wo man eionen längeren Aufenthalt hat und etwas aufarbeiten kann.
 
G

Gast

Gast
Hallo Benny,das ist sicherlich nicht einfach die Lücke vom Alkohol mit irgendwas zu füllen.Man sollte sich da schon was suchen, was Spass macht.Aber so einfach erzwingen kann mans auch nicht.Auf jeden Fall sollte man was gegen die Depressionen tun.Da würde ich mal einen Arzt fragen.In der Psychiatrie würden die es ausprobieren mit Medikamenten.Aber es kann auch echt dauern, bis man gefunden hat was da hilft und nicht so viele Nebenwirkungen hat.Anderseits sind richtig starke Depressionen ja auch nicht gut auszuhalten.Wenn du deine Jobs behalten willst wärs natürlich sinnvoll ambulant eine Therapie zu suchen.Oder eine Selbsthilfegruppe.
ich will keine medikamente denn dann kaeme ich von einer sucht in die naechste. ich möchte einfach nur frei sein und glücklich und aufgeschlossen für andere menschen. das mit der selbsthilfegruppe ist glaub ich gut. wo kriegt man da infos darüber?
 

benni1

Mitglied
Da du meintest du hast Probleme auf andere Leute zuzugehen.Ich denke dass da eine Selbsthilfegruppe wirklich helfen kann.Da geht man zwar erstmal sau ungern hin.Aber wenn man mal gelernt hat über bestimmte Themen zu sprechen wird man immer offener und es wird irgendwann normal.Es gibt Gruppen z.B. für Depressionen oder falls das mit dem Alkohol ne größere Rolle spielt gibts zu dem Thema auch Gruppen.Das mit so viel Arbeit hälts du ja bestimmt auch nicht ewig durch.Das mit der Psychiatrie ist hald so, ich war auch schon öfters drinne, aber ich weiß nicht, ob die dir da so helfen können.Die können hald Medikamente ausprobieren oder dich irgendwo auf Therapie schicken.Psychiatrie war für mich eher unbefriedigend.Wenn Klinik, dann vielleicht eine, wo man eionen längeren Aufenthalt hat und etwas aufarbeiten kann.
ich will keine medikamente denn dann kaeme ich von einer sucht in die naechste. ich möchte einfach nur frei sein und glücklich und aufgeschlossen für andere menschen. das mit der selbsthilfegruppe ist glaub ich gut. wo kriegt man da infos darüber?
 

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