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Motivation zum Bewerben

marota

Aktives Mitglied
Hallo Community :),

ich merke nun mit der Zeit, wie die Motivation, um weitere Bewerbungen zu schreiben, immer weiter sinkt. Nach meinem erfolgreichen Studium hatte ich mir natürlich gewünscht, relativ zeitnah einen passenden Job zu bekommen. Leider ist dies bis jetzt noch nicht der Fall. Mit diesem Problem bin ich zwar nicht alleine, nur langsam Zweifel ich natürlich auch an meinen Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Auf Jobmessen und durch Gespräche mit den Personalverantwortlichen kamen meistens die Antworten, dass Bewerber mit Berufserfahrung bevorzugt werden. Nur wie will ich an die notwendige Berufserfahrung kommen, wenn mir kein Unternehmen die Chance gibt, diese zu sammeln.

Also nun zurück zu meiner eigentlichen Frage: Wie kann ich mir die Motivation weiter hoch halten, um Bewerbungen zu schreiben? Habt ihr da ein paar Ratschläge oder Tipps? Nach ca. 100 Bewerbungen sinkt nämlich langsam die Motivation dafür.

Für Tipps und Ratschläge wäre ich sehr dankbar.

Viele Grüße
marota
 

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Mirila

Aktives Mitglied
Ich bin so ziemlich in der gleichen Situation wie du. Frisch vom Studium, keine Berufserfahrung, nur Absagen.

Bis gestern hab ich versucht mich zumindest zu zwingen eine Bewerbung am Tag rauszuschicken. Tatsächlich war ich heute so motiviert, dass es 4 hochwertige Bewerbungen wurden. Warum? Ich hatte gestern erstmals wieder ein VG in einer Zeitarbeitsfirma. Die Tante da hat mich unheimlich motiviert, da sie mit mir meine Bewerbungen durchgegangen ist und mir meine ganzen Stärken aufgezeigt hat. Schwächen haben wir zusammen eliminiert. Auch meinte sie, dass die fehlende Erfahrung und dass ich so jung bin, doch eigentlich sehr gut ist. Da ältere Mitarbeiter sich nicht mehr formen lassen und auf ihre Erfahrung pochen. Daran soll ich mit jeder Bewerbung denken *Ich bin noch jung und formbar* eventuell das auch im Text unterbringen. Tja und wenn alles gut läuft, d. h. wenn der Kunde mich will, steige ich über eine Zeitarbeitsfima ins Berufsleben ein, dann stehen alle Türen offen. Kann dir das auch nur empfehlen. Manchmal gehts nur über schlecht bezahlte Umwege.

Generell denke ich, dass Feedback unheimlich zur Motivation beiträgt. Vielleicht wäre ein Bewerbungsunterlagencheck was für dich?
 

marota

Aktives Mitglied
Ich bin so ziemlich in der gleichen Situation wie du. Frisch vom Studium, keine Berufserfahrung, nur Absagen.

Bis gestern hab ich versucht mich zumindest zu zwingen eine Bewerbung am Tag rauszuschicken. Tatsächlich war ich heute so motiviert, dass es 4 hochwertige Bewerbungen wurden. Warum? Ich hatte gestern erstmals wieder ein VG in einer Zeitarbeitsfirma. Die Tante da hat mich unheimlich motiviert, da sie mit mir meine Bewerbungen durchgegangen ist und mir meine ganzen Stärken aufgezeigt hat. Schwächen haben wir zusammen eliminiert. Auch meinte sie, dass die fehlende Erfahrung und dass ich so jung bin, doch eigentlich sehr gut ist. Da ältere Mitarbeiter sich nicht mehr formen lassen und auf ihre Erfahrung pochen. Daran soll ich mit jeder Bewerbung denken *Ich bin noch jung und formbar* eventuell das auch im Text unterbringen. Tja und wenn alles gut läuft, d. h. wenn der Kunde mich will, steige ich über eine Zeitarbeitsfima ins Berufsleben ein, dann stehen alle Türen offen. Kann dir das auch nur empfehlen. Manchmal gehts nur über schlecht bezahlte Umwege.

Generell denke ich, dass Feedback unheimlich zur Motivation beiträgt. Vielleicht wäre ein Bewerbungsunterlagencheck was für dich?
Danke Mirila für deine Antwort und Tipps. Dann geht es dir ja ähnlich wie mir. Ich wünsche dir zumindest viel Erfolg bei deiner Jobsuche.

Ich beziehe mich in jeder Bewerbung auf die Stellenanzeige, auf die ich mich bewerbe. Somit ist jedes Bewerbungsschreiben individuell. Ich habe auch schon von verschiedenen Personen meine Bewerbungsunterlagen checken lassen (Arbeitsamt, auf Jobmessen, von Bekannten, von Personaldienstleistungen). An sich fanden die meine Bewerbungsunterlagen auch sehr gut. Das Feedback habe ich mir auch immer angenommen und meine Unterlagen dementsprechend optimiert.

Auch ein kurzfristiger Einsatz in einem Unternehmen (z.B. für ein Projekt über einen Personaldienstleister) wäre für mich vorstellbar. Ich werde allerdings mich nicht komplett unterbezahlen lassen. Einen gewissen Stolz habe ich ja auch noch. Auch sollten es studienrelevante Jobs sein. Es gibt da genug verschiedene Einsatzmöglichkeiten. Aus diesen Gründen scheiden auch für mich unbezahlte Praktikas etc. aus. Mein Pflichtpraktikum habe ich schließlich mit gutem Erfolg absolviert.

Für weitere Tipps und Ratschläge zur Motivation bin ich sehr dankbar.
 
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Katrin1964

Aktives Mitglied
Habt ihr denn keine Praktika , die ihr nachweisen könnt.Ansonsten wäre es ja erstmal eine Alternative sich um Praktika zu bemühen , um vielleicht dann in den Beruf starten zu können. Zudem wären Beurteilungen über Praktika gut. Mir haben diese geholfen. Hatte 1993 einen neuen Beruf umgeschult, aber bis 2012 , nie darin gearbeitet , weil es nie passte, in diesem Beruf zu arbeiten. Aber nach so vielen Jahren bewarb ich mich, mit inzwischen 20 Jahre alten Praktikanachweisen und siehe da, es hat geklappt und ich arbeite nun schon 4 Jahre in diesem Beruf.
 

Mirila

Aktives Mitglied
Natürlich haben wir Praktika. Ich hab sogar zwei mit sehr guten Zeugnissen. Zählt aber alles nicht als Berufserfahrung. Seitdem der Mindestlohn eingeführt wurde kann man kaum noch freiwillige Praktika machen, da es nicht mehr legal ist diese einfach nicht zu vergüten. Und kein AG will das bezahlen. Das fällt also weg.
Ich hab sogar eine 1,0 BA geschrieben und einen richtig guten Notenschnitt-interessiert aber auch keine Sau.

Ich sehe Personaldienstleister, die inzwischen schon um Hochschulabsolventen mit richtigen Jobs werben, als meine letzte Chance einen Einstieg zu finden. Alles andere scheitert bisher, da bei WiWi (hab ich auch studiert) ein zu großes Angebot von Absolventen am Markt herrscht.
 

marota

Aktives Mitglied
Habt ihr denn keine Praktika , die ihr nachweisen könnt.Ansonsten wäre es ja erstmal eine Alternative sich um Praktika zu bemühen , um vielleicht dann in den Beruf starten zu können. Zudem wären Beurteilungen über Praktika gut. Mir haben diese geholfen. Hatte 1993 einen neuen Beruf umgeschult, aber bis 2012 , nie darin gearbeitet , weil es nie passte, in diesem Beruf zu arbeiten. Aber nach so vielen Jahren bewarb ich mich, mit inzwischen 20 Jahre alten Praktikanachweisen und siehe da, es hat geklappt und ich arbeite nun schon 4 Jahre in diesem Beruf.
Danke Katrin für deine Antwort. Leider werden die Praktika nicht voll als Berufserfahrung gewertet, obwohl ich bei meinem Praktikum sehr jobrelevante Tätigkeiten hatte und auch während meiner Abschlussarbeit dem Unternehmen eine Ersparnis im fünfstelligen Bereich erwirtschaftet habe. Auch ein 1,X Abschluss mit sehr gutem Praktikum interessiert die meisten Unternehmen nicht wirklich. Der Hauptgrund ist halt die fehlende Berufserfahrung. Da es schwierig geworden ist, ein bezahltes Praktikum zu bekommen, werden meistens nur unbezahlte Praktika angeboten. Nur dafür fühle ich mich dann zu sehr ausgenutzt und nehme diese deshalb auch nicht an. Meistens werden diese ja dann auch komplett ohne Vertrag und Beurteilung oder nur mit einer sehr kurzen Befristung angeboten, da dies rechtlich sehr schwierig geworden ist, nicht vergütete freiwillige Praktika für einen längeren Zeitraum anzubieten. Wenn ein Unternehmen Interesse an meiner Person hat, dann soll mich dieses Unternehmen auch für meine Tätigkeit entlohnen.

Es ist natürlich interessant, dass bei dir die Praktikanachweise ausreichend waren, um einen neuen Job zu bekommen.
 

Mirila

Aktives Mitglied
werden meistens nur unbezahlte Praktika angeboten.
Aber wie kann das sein? Wenn dann sind das ja Pflichtpraktika (unbezahlt) und das wäre bei dir ja nicht zulässig, da du ja nicht mehr studierst. Freiwillige Praktika müssen seit dem 1.1.2015 mit dem Mindestlohn vergütet werden.
 

marota

Aktives Mitglied
Aber wie kann das sein? Wenn dann sind das ja Pflichtpraktika (unbezahlt) und das wäre bei dir ja nicht zulässig, da du ja nicht mehr studierst. Freiwillige Praktika müssen seit dem 1.1.2015 mit dem Mindestlohn vergütet werden.
Ja, für Pflichtpraktika bin ich nicht mehr berechtigt. Allerdings gibt es keine direkte Pflicht mehr, freiwillige Praktikanten mit weniger als dreimonatigen Praktikum mit dem Mindestlohn zu vergüten. Im Gesetz heißt es da nämlich sinngemäß nur noch, dass freiwillige Praktikanten einen Anspruch darauf haben, eine angemessene Vergütung für die Tätigkeit zu bekommen. Das ist aber so schwammig formuliert, dass noch nicht einmal eine Pflicht der Unternehmen daraus schlusszufolgern ist. Man hat halt als Praktikant nur das Recht darauf und nicht die Unternehmen haben die Pflicht dazu.
Aus diesem Grund werden solche Vereinbarungen auch häufig "unter der Hand" und ohne direkten Vertrag angeboten. Ich selbst hatte vor ca. einem Monat so ein Praktikum für eine Woche absolviert, da mir versprochen wurde, man könnte im Anschluss einen Arbeitsvertrag unterzeichnen. Das war natürlich nicht der Fall. Außerdem wurden dabei die Gehaltsversprechungen nicht eingehalten.

Zusammenfassend ist es so, dass man freiwillige Praktika vergessen kann, weil diese einen nicht weiter bringen und nur die Arbeitskraft ausgebeutet wird.
 
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