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Moralisches Dilemma - bitte um Eure Meinung

DarkLink

Mitglied
Hallo zusammen

Wie der Thread Titel erahnen lässt stecke ich in so einer kleinen – vor allem moralischen – Zwickmühle. Vielleicht können mir ein paar neutrale Meinungen weiter helfen.

Mein (30-jähriger) Bruder ist im Oktober zum ersten Mal Vater geworden. Seine Freundin ist Anfang 20 und lebt bei ihren Eltern. Gemeinsames Sorgerecht besteht nicht. Nun musste ich leider feststellen, dass nach gut drei Monaten die beiden es immer noch nicht gebacken bekommen sich anständig um meinen Neffen zu kümmern. Ich will da nicht zu genau ins Detail gehen aber z.B. ist die Wohnung bei ihr verdreckt, sie verwehrt ihm den Umgang, Heizung seit Monaten defekt, wenn Kind mal etwas unruhig ist oder schreit wird sofort ins Krankenhaus gerannt etc. Die sind halt total überfordert. Gut gemeinte Ratschläge werden konsequent ignoriert.
Nun hab ich keine Lust diese Situation weiter anzusehen. Zumal meiner Meinung nach das Kindeswohl gefährdet ist und hab mir überlegt evtl. Kontakt mit dem Jugendamt aufzunehmen. Klar wäre ich dann das Arsc*****. Damit könnte ich auch leben. Denn unter solchen Umständen sollte kein Kind aufwachsen.
Was würdet ihr denn an meiner Stelle tun?
 

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DarkLink

Mitglied
Hallo DarkLink,

wenn die Kindesmutter deinem Bruder den Umgang verwehrt, woher weißt du das dann alles? Sind es Spekulationen? Oder warst du im Haus? Hast du Kontakt zur Kindesmutter und deren Eltern? Oder woher weißt du sonst, dass "alle überfordert sind"?
Ich finde, du solltest zunächst mit deinem Bruder sprechen.
Es ist sicher gut, hinzuschauen. Aber ich würde dies nicht hinter dem Rücken der Betroffenen tun. Und was sagen eure Eltern dazu? Haben sie Kontakt zum Enkel?
(Und warum untersagt die Mutter deinem Bruder den Umgang? Und warum wurde kein gemeinsames Sorgerecht beantragt? Waren sie kein Paar?)
Sie sind ja zusammen. Wohnen nur getrennt. Und mein Bruder darf nur Umgang haben wenn sie dabei ist. Den Kleinen mal über Nacht (z.B. wenn die Mutter mit Freunden weggeht) zu sich zu holen hat sie ihm untersagt. Warum sie das macht keine Ahnung. Angeblich würde sie sich zu viele Sorgen machen (und dann Abends feiern gehen...)

Er hat bislang nur die Vaterschaft anerkannt. Ich hatte ihn darauf hingewiesen, dass er deswegen noch lange kein Sorgerecht hat. Tätig ist er meines Wissens nach bislang nicht. Hatte auch den Eindruck er würde mir nicht glauben...

Ja ich war schon ab und zu da. Deswegen weiß ich dass es dort nie Ordentlich war. Gehe deswegen auch nicht hin weil ich mich einfach nicht wohlfühlen kann.

Meine Eltern meinten auch schon man müsste zum Jugendamt. Wollten aber auch nicht die "Bösen" sein. Halten sich stattdessen lieber ganz raus. Was ja auch nicht richtig ist.

Edit:

Und mit ihm gesprochen haben meine Eltern und ich schon öfters. Entweder kommen blöde ausreden (er könne ja nichts dafür wenn sie ständig das Kind hat) oder er nickt, sagt ja und passieren tut nichts.

Ums weg nehmen geht es mir ja nicht. Eher dass die Hilfe und Unterstützung vor die Nase gesetzt bekommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gast

Gast
Gut gemeinte Ratschläge werden konsequent ignoriert.
Du bist ja schlimmer als eine Schwiegermutter, oder bist du da der Ersatz?
Hast du selber Kinder, wie weißt du da so genau was Kinder brauchen?
Warum diese Eifersucht?
Was verstehst du unter einer Verdreckten Wohnung, wenn du diese nicht siehst.
Steht du da vor der Tür, das du weißt was sie laufend macht?
Sie muß mit dem Kind zu den Vorsorge Termine, da sind Ärzte die Verwahrlosung erkennen.
Das ist nicht dein Ding, die sind Erwachsen und dein Bruder mit Verantwortlich, aber nur in dem Rahmen seiner Möglichkeiten.
Und laßt diese Spekulationen, wenn das Kind dann 16 ist....
Wo steht was bis dahin passiert in Nostradamus Aufzeichnungen ?
Sorge um jemand anders ist nicht verkehrt, aber nicht als Bevormundung.
Unterstütze deinen Bruder( den Vater ) darin, das er was tut!
 
G

Gast

Gast
Er (oder seine "Kumpels") wissen alles besser
Du doch auch,, oder was ist es was dich dazu ( befähigt ) andern das Leben zu diktieren?
Geh zum Jugendamt, wen keiner auf deine Erziehung Ratschläge hören will.
Schildre deine Befürchtungen, ohne was zu ( verlangen ) .
Aber überlege gut, was du an ( Beweisen ) vorbringen kannst.
Nicht deine Wünsche, in Punkto, wie andre zu seien haben.
Das wissen die beim Jugendamt eh besser wie du.
 
G

Gast

Gast
Ich bin auf einem rustikalen Bauernhof ausgewachsen, da war die Wohnküche direkt am Stall.
Es war nie sauber, die Hühner liefen da rum, ab und an schieß gar eins mal auf den Tisch.#
Ich hab überlebt.
Soviel zu deiner Forderung von Sterilität in der Wohnung!
Wir haben als Kinder auch mal mit den Kühen aus dem Trog getrunken, Möhren aus der Erde ohne waschen gegessen, stärkt das Immunstem sagte Oma immer.
Da mach dir mal keine Sorgen, über eine Ordentliche Wohnung, was ist das eigentlich.
Das gibt es nur im Schaufenster der Einrichtung Häuser.
Und was deine Verantwortung für die Erziehung und das aufwachsen der Kinder anderer angeht:
Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart.
 

Nordrheiner

Urgestein
Hallo zusammen

Wie der Thread Titel erahnen lässt stecke ich in so einer kleinen – vor allem moralischen – Zwickmühle. Vielleicht können mir ein paar neutrale Meinungen weiter helfen.

Mein (30-jähriger) Bruder ist im Oktober zum ersten Mal Vater geworden. Seine Freundin ist Anfang 20 und lebt bei ihren Eltern. Gemeinsames Sorgerecht besteht nicht. Nun musste ich leider feststellen, dass nach gut drei Monaten die beiden es immer noch nicht gebacken bekommen sich anständig um meinen Neffen zu kümmern. Ich will da nicht zu genau ins Detail gehen aber z.B. ist die Wohnung bei ihr verdreckt, sie verwehrt ihm den Umgang, Heizung seit Monaten defekt, wenn Kind mal etwas unruhig ist oder schreit wird sofort ins Krankenhaus gerannt etc. Die sind halt total überfordert. Gut gemeinte Ratschläge werden konsequent ignoriert.
Nun hab ich keine Lust diese Situation weiter anzusehen. Zumal meiner Meinung nach das Kindeswohl gefährdet ist und hab mir überlegt evtl. Kontakt mit dem Jugendamt aufzunehmen. Klar wäre ich dann das Arsc*****. Damit könnte ich auch leben. Denn unter solchen Umständen sollte kein Kind aufwachsen.
Was würdet ihr denn an meiner Stelle tun?
Hallo, DarkLink,

wenn das Kindeswohl gefährdet ist, müssen schon genauere Kriterien erfüllt sein, als "verdreckte Wohnung" oder "defekte Heizung". Was ist unter "verdreckt" zu verstehen? Intensität und Dauer sollten schon näher bekannt sein. Wenn die Heizung jeden Tag ausfällt aber auch in kurzer Zeit wieder zum Laufen gebracht wird, dann ist auch im strengen Winter keine Gesundheitsgefahr ersichtlich. Der Hinweis, dass die Kindesmutter sofort ins Krankenhaus läuft, wenn das Kind schreit, sieht nach Übertreibung aus, aber auch nach Fürsorge der Mutter.

Konkret wäre aus meiner Sicht, wenn z.B. die Wohnung so verdreckt ist, dass das Kind dadurch ggf. häufiger erkrankt. Ähnlich bei der Heizung....
Hier würde ich weniger "ich fühle mich dort nicht wohl" als Kriterium für Kindeswohlgefährdung sehen, als echte Tatsachen. Die Vernachlässigung des Kindes muß schon ein Ausmaß erreicht haben, bei dem Aussenstehende erkennen können, dass hier ein Gefahrenpotenzial vorliegt.

Ich bin schon dafür, dass Du Dich an das Jugendamt wendest - aber erst dann - wenn Du Tatsachen genau beschreiben kannst, die Anlass zur Sorge geben. Dokumentationen mittels Fotos wären hilfreich.

Abgesehen davon: Besteht die Möglichkeit, dass Du die Kindesmutter mit Rat oder sogar Tat unterstützt? Vielleicht ist sie ja für Deine Hilfe dankbar, sofern Du Dich nicht in ihre Nicht-Beziehung zum Ex-Freund, Deinem Bruder, parteiergreifend einmischst.

Grundsätzlich finde ich es gut, dass Du Dir Gedanken machst und nicht einfach wegschaust. Auch auf die Gefahr hin, dass dies nicht alle Beteiligten begrüßen, solltest Du Deine Einstellung beibehalten.

LG, Nordrheiner
 
G

Gast

Gast
Das hat nix mit Moral zu tun.
Ist Eifersucht, nur auf wen und was?
Wenn man zum Beispiel hilft, einen Konflikt zwischen Schulkameraden friedlich, also ohne Gewalt, zu schlichten, dann ist das eine moralisch gute Handlung.
 

Tyni

Mitglied
Der Spagat zwischen "ich greife ein und sehe hin" und "es hat mich nichts anzugehen" ist oft sehr schwierig. Gerade in unserer Weg-seh-gesellschaft wird diesbezüglich gerne etwas vorverurteilt. (hier: Eifersucht wird unterstellt).
Aber das darf niemanden abhalten, sich seinem Bauchgefühl zu stellen.
Du machst Dir Gedanken. Das merkt man. Sonst würdest Du hier nicht um Meinungen bitten. Wärest Du einfach nur der Störenfried, könntest und würdest Du einfach "Dein Ding" beim Jugendamt durchziehen.

Wenn Du Dir Sorgen machst um das Kind, weil Du entsprechende Infos von Außen bekommst, Du das Gefühl hast da läuft etwas, das dem Kind Schaden zufügt oder zukünftig zufügen könnte (Stichwort Prevention), dann sprich es zuerst bei den Betroffenen an.

Solltest Du dann immernoch das Gefühl haben, es ändert sich nichts und Du hast (stichhaltige) Beweise für Deine Sorgen, dann sprich das offen beim Jugendamt an. Die sind dafür da.

Der kleine Wurm kann sich nicht wehren und ist auf Fürsorge und Schutz angewiesen. Wenn Du glaubst bzw. weißt, dass dem nicht Rechnung getragen wird, dann bist Du sogar in der Pflicht.
Aber wie gesagt, es müssen Beweise vorliegen.


Der Buhmann wirst Du immer für einige andere Menschen sein. Damit muss man leben (können).
Alles Gute dem kleinen Wurm.
 

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