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Mobbing in der Berufsschule durch 2 Mitschüler

Ebba_Wallander

Mitglied
Es gibt da in meinen Augen keine Musterlösung.
Sonst hätten die Leute das Problem nicht.

Jeder Mobber reagiert anders, der eine reagiert auf Bestrafung der andere auf gut Zureden oder wenn er alleine dasteht und der andere wenn er mal ordentlich eins auf die Fresse bekommt.

Mobber ist auch nicht gleich Mobber.
Wenn eine Person nach Ortswechsel, schulwechsel etc. immer die Person ist die sofort gemobbt wird was sagt das aus? Erklärt mir das mal an Hand eurer Bücher…..
Na, ja es gibt schon Sachen, die man machen kann.

Alles dokumentieren und sich Verbündete suchen. Wer schweigt deckt ja die Täter. Das ist beim Missbrauch auch so.

Dann ist das klare Grenzen aufzeigen und sich wehren wichtig. Wenn man aber einmal in der Mühle drinnen ist, wird das oft nichts mehr. Deshalb die psychologische Begleitung.
In vielen Situationen ist man auch so schwach, dass man da nicht die Kraft für hat.
Da reichts schon aus, wenn man familiäre Probleme an der Backe hat oder krank ist. Manche Leute wittern das und hauen dann voll rein, um sich zu profilieren.

Für Erwachsene gibts auch Supervision oder den Betriebsrat und für Kinder/Jugendliche eben Sozialpädagogen oder Vertrauenslehrer.
Dann gibts auch Beratungsstellen oder eben Therapeuten/Psychologen, die da begleiten.

Mobbing ist derzeit oder in diesem Jahrhundert ja ein Thema, was deutlich an Aufmerksamkeit dazu gewonnen hat. Als ich noch Schülerin war, hat man da nicht so viel Unterstützung gehabt
 

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Ebba_Wallander

Mitglied
Wenn du bereits Mobbingopfer warst ist dein Selbstbewusstsein i.d.R. hin. Und potenzielle Mobber findest du überall. Du kommst dann also bereits geschwächt woanders an wo du vom nächsten möglichen Mobber gewittert wirst. Du kannst auch Glück haben wenn sich dein neues Umfeld beherrschen kann. Oder eben nicht, wenn da wieder 1 Person bei ist, die sich auf dich stürzt.
Ja, absolut. Und oftmals wittern das die Mobber. Darum ist es oft auch so, dass die Kinder, die von einer an die andere Schule wechseln wieder Mobbing erleben.
Deshalb empfehle ich denen oft auch wenn sie wechseln eine Beratung/psychologische Begleitung.
 
Ich weiß ja nicht, wo das alles angefangen hat. Irgendwie muss es damit zu tun haben, dass meine "Erzeuger" sich aus meinem Leben (um es so auszudrücken) verpisst haben bzw. ich dann aus
der Familie genommen wurde. Das war im Alter von 3. Die jetzigen Eltern sind wunderbar, aber irgendwas muss noch im Argen sein, denn sobald es um das Thema ausziehen und eigene
Wohnung geht, wird mir so übel gemischt mit einem leichten Ohnmachtsgefühl. Andere in
dem Alter haben schon Wohnung, Partner und evtl. Kinder. Außerdem war ich damals wohl
mit 4 noch auf dem Stand von 1,5 Jahren. Aktuell werde ich vom Verhalten so auf 17
geschätzt. Also von wegen fehlendes Schuldbewusstsein und überhaupt alles. Das ist aber
auch nur meine subjektive Wahrnehmung. Ich weiß aber auch nicht, wie ich es schaffen
soll, aus dieser Unsicherheit raus zu kommen.

Ich versuche ja schon die Sachen, die so gemacht werden, festzuhalten, nur fällt mir sogar das
schon immer schwerer. Ich denke dann nur noch "Was bringt es? Wird eh nicht helfen." Also
entziehe ich mich allem Sozialleben.

Das führt auch dazu, dass ich irgendwie niemandem vertrauen kann und mir immer gesagt
wird, dass ich nicht teamfähig bin. Ich weiß aber nicht, wo das wirklich noch herkommt und wie
ich es schaffen kann, denn egal, wie ich mich anstrenge, am Ende endet es immer gleich.

Kann sein, dass ich etwas konfus schreibe, aber aktuell sitze ich wieder in einem tiefen Loch.
 

tonytomate

Aktives Mitglied
Es können ganz banale Sachen sein, weswegen man gemobbt wird. In der Schule waren es die Turnschuhe. Wenn man weder Nike noch Adidas anhatte, war man unten durch. Im Betrieb war es das Auto. 1x bin ich mit nem Sportwagen vorgefahren, dann konnte mich keiner mehr leiden. Du Leute guckten mich alle von oben bis unten an. Dabei war es das Auto meiner Mutter. So sind sie, die Leute. Hatte mal einen Lagerjob und 20 Euro Socken von Nike sowie Puma Sicherheitsschuhe an, dann war ich beim Lagerleiter unten durch. Ab dem Tag ist der mir den ganzen Tag hinterherspaziert und hat jeden Arbeitsgang nachgeprüft, wirklich jeden. Das war eine Obsession von diesem Spinner. Irgendwann habe ich eine Palette falsch ins Regal gestellt, er rieb sich schon die Hände, in dem Moment ist ein Lagerarbeiter sturzbesoffen mitten durchs Tor mit dem Stapler gefahren. Da konnte er nichts mehr sagen. Ich weiß gar nicht, wie ich es da 4 Jahre ausgehalten habe. Manchmal habe ich echt gedacht, fahre ich dorthin oder gegen den nächsten Brückenpfeiler, es war einfach schlimm. Im Büro war ich bei einer Firma, wo wahrscheinlich schon jeder Deutsche 1x im Leben eingekauft hat. Da ist man abgehört und gefilmt worden. Selbst großes und kleines Geschäft wurden DOKUMENTIERT, Rollenverbrauch, Zeit, Datum, Stempel. Kein Witz. Irre. Nach fast 10 Jahren hatte ich Alpträume, irgendwann bin ich zusammengeklappt, habe dem Druck nicht mehr standgehalten.

Wenn ich im Fernsehen Filme von China, Indien und Co. sehe, wie schlimm da die Arbeitsbedingungen angeblich sind, also was ich erlebt habe, da ist Indien keine Steigerung mehr. Ein guter Kollege, der hat sich ne Tüte über den Kopf gezogen und erstickt. Ein anderer aus der Berufsschule ist ne Brücke runtergejumpt wegen schlechter Noten. Bei uns gibts auch schlimme Bedingungen, nur redet da kaum einer drüber. Kolleginnen von nem früheren Arbeitgeber, die haben sich schon morgens vor Arbeitsantritt ne Handvoll SchmerzPillen eingeworfen, damit sie den Tag überstehen. Ein anderer hat ne komplette Großhandelspackung Milky Way vor lauter Frust gegessen und hat einen Zuckerschock gekriegt, daß ich den Notarzt anrufen konnte. Und das sind dann in der Zeitung VORZEIGEBETRIEBE mit Auszeichnung. Der Chef fährt nen Porsche GT3, für Weihnachten gabs dann Taschenlampen und ne Tüte O-Saft, für die man unterschreiben konnte, ach ja und son blöden Kalender mit halbnackten Frauen. Haben sich bestimmt halbtot gelacht im Büro über die Scheisse, die man mit Arbeitern veranstaltet.
 
Zuletzt bearbeitet:

_Alpha_

Aktives Mitglied
Es gibt durchaus Unternehmen die Mobbing gegen unliebsame Mitarbeiter von ganz oben tolerieren, ist dann einfache Personalwirtschaft wenn der Mitarbeiter selbst kündigt und das Top-Management dafür keinen Finger krumm machen muss.
Das verrückte daran ist, dass der MA meist erst durch das Mobbing "untragbar" wird und weg soll, denn dann ist er ja anstrengend und sozial nicht verträglich. Das Mobbing wird dann zugelassen denn so wird man den MA dann am einfachsten los. Ja, die Welt kann schon krank sein.
 

Ebba_Wallander

Mitglied
Na, ja in wirtschaftlicher Hinsicht ist es ja lukrativ die Mitarbeiter gegeneinander aufzubringen, denn so wird das Rad am laufen gehalten.
Wenn alle gegenseitig aufeinander missgünstig und neidisch sind und z.B. aufeinander sauer, wenn einer fehlt und krank wird und sich alle gegenseitig zerfleischen lenkt das schön davon ab, dass die oberen Herrschaften nicht den Finger krumm machen müssen. So wird das System am Laufen gehalten und alle rennen im Hamsterrad weiter.

Beispiel: Ein Mitarbeiter meldet sich krank und schon gehen die Spekulationen los, ob er sich wohl drückt und warum er nicht zur Arbeit kommt, ob er zu faul ist.
Und dann kommen so Sätze wie: Ich hab ja auch mit 40 Fieber gearbeitet usw.
Weil man muss ja die Arbeit mitmachen.
Aus kapitalistischer Sicht ist jeder von uns ersetzbar. Leider ist das vielen gar nicht klar.
Die rackern bis zum umfallen und denken, es geht um irgendwas.
Ich sage jetzt nicht, dass man faul sein sollte, aber dass man ersetzbar ist, sollte einem immer klar sein.

Aus menschlicher Sicht ist diese Vorgehensweise natürlich extrem dumm, denn man beutet ja die Mitarbeiter aus.
Nur, dass es aus wirtschaftlicher Hinsicht eben nicht so um die Menschlichkeit geht.

Ich rate daher allen die das lesen tunlichst davon ab, sich über die eigene Arbeit zu definieren.
Das Leben besteht nicht aus Arbeit.
Es ist Teil davon und dient zum Broterwerb, aber wenn ihr krank werdet und weg vom Fenster seid, dann bringt euch das alles nichts mehr. Dann haben euch die Anderen schnell vergessen.
 

Kylar

Sehr aktives Mitglied
Hallo,
hast du mal überlegt dir psychologische Hilfe zu holen, mit dem du deine Kindheit und das Mobbing aufarbeiten kannst?

Das du Mobbing-Opfer bist, ist auf jeden Fall nicht deine Schuld. Schuld am Mobbing sind immer die Täter. Wie hier schon geschrieben wurde, die bestimmen, wann das Mobbing beginnt, aus welchem "Grund" sie mobben (und einen "Grund" finden die immer, wenn sie wollen, und ist der noch so an den Haaren herbeigezogen) und leider bestimmen auch die, wann das Mobbing aufhört. Als Opfer kannst du dich da kaum wehren, alleine sowieso nicht. Das wissen die Mobber auch genau, darum suchen sich diese Leutchen ja meist auch Opfer , die nicht so sozial integriert sind und keine Unterstützung und wenig bis kein Selbstbewusstsein haben.
Aber auch mit Hilfe von außen wird es schwer. Da müssten dem Täter schon knallharte Konsequenzen drohen, damit der sich entscheidet dann lieber mit dem Mobbing aufzuhören. Und die kommen oft leider nicht, weil Mobbing oft nicht so ernst genommen wird, leider. Also mobbt der Täter weiter.

Also du machst nichts falsch und kannst auch kaum was gegen das Mobbing tun.
Was du lernen könntest ist, etwas mit deiner Vergangenheit und dem Unrecht was dir geschehen ist Frieden zu schließen. Die Sachen nicht mehr so strak an dich ranzulassen. Das könntest du wie gesagt mit psychologischer Unterstützung. Ich wurde früher auch gemobbt und mir hat es geholfen.

Ansonsten drücke ich dir die Daumen, dass du bald in einer Gemeinschaft ankommst, wo Mobbing keine Rolle spielt und du so angenommen wirst, wie du bist. So eine Erfahrung kann auch sehr heilend sein, und die wünsche ich dir sehr.
 

Ebba_Wallander

Mitglied
Hallo,
hast du mal überlegt dir psychologische Hilfe zu holen, mit dem du deine Kindheit und das Mobbing aufarbeiten kannst?

Das du Mobbing-Opfer bist, ist auf jeden Fall nicht deine Schuld. Schuld am Mobbing sind immer die Täter. Wie hier schon geschrieben wurde, die bestimmen, wann das Mobbing beginnt, aus welchem "Grund" sie mobben (und einen "Grund" finden die immer, wenn sie wollen, und ist der noch so an den Haaren herbeigezogen) und leider bestimmen auch die, wann das Mobbing aufhört. Als Opfer kannst du dich da kaum wehren, alleine sowieso nicht. Das wissen die Mobber auch genau, darum suchen sich diese Leutchen ja meist auch Opfer , die nicht so sozial integriert sind und keine Unterstützung und wenig bis kein Selbstbewusstsein haben.
Aber auch mit Hilfe von außen wird es schwer. Da müssten dem Täter schon knallharte Konsequenzen drohen, damit der sich entscheidet dann lieber mit dem Mobbing aufzuhören. Und die kommen oft leider nicht, weil Mobbing oft nicht so ernst genommen wird, leider. Also mobbt der Täter weiter.

Also du machst nichts falsch und kannst auch kaum was gegen das Mobbing tun.
Was du lernen könntest ist, etwas mit deiner Vergangenheit und dem Unrecht was dir geschehen ist Frieden zu schließen. Die Sachen nicht mehr so strak an dich ranzulassen. Das könntest du wie gesagt mit psychologischer Unterstützung. Ich wurde früher auch gemobbt und mir hat es geholfen.

Ansonsten drücke ich dir die Daumen, dass du bald in einer Gemeinschaft ankommst, wo Mobbing keine Rolle spielt und du so angenommen wirst, wie du bist. So eine Erfahrung kann auch sehr heilend sein, und die wünsche ich dir sehr.

Ich schließe mich Kylar an. Hol dir psychologische Hilfe.
Solange du deine Kindheits nicht aufgearbeitet hast, gehst du immer wieder in die Opferhaltung und irgendwo gibt es immer A*********, die das spüren und das aus eigenem Frust nutzen, um andere fertig zu machen.
Wichtig ist, dass du aus der Haltung raus kommst und lernst, klare Grenzen zu ziehen.
 

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