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Mitte 30 und noch nie Freunde. Mein Leben ist stink langweilig

B

binamsuchen

Gast
Hi,

Dein Erlebtes in deiner Kindheit zieht dich dermaßen herunter.

Im Alltag zeigt man aber natürlich von seinem innersten nichts und tut so gut wie alles mögliche dafür, zu wirken, als ob alles ok wäre. Du fühlst dich auch so, von anderen ganz normal behandelt zu werden, weil das Schauspiel, nach außen hin normal zu wirken, funktioniert

Du wünschst dir trotzdem, dass du glücklich bist und so mit Freude im Leben stehen kannst, wie du andere in der Öffentlichkeit mit Freude siehst.

Wenn aber andere, z. B. auf der Arbeit, auf dich zugehen, und dich einbeziehen wollen, lehnst du mit einem Vorwand geschickt ab, weil du dich in der Situation erst mal fremd fühlst, weil du diese Situation nicht kennst, dass man überhaupt was mit dir zu tun haben möchte. („Warum möchte jetzt jemand was mir zu tun haben? “, sind vielleicht deine Gedanken)

Eventuell denkt man dann auch weiter und stellt sich schon die Situation eines Treffens mit anderen vor und denkt, „was kann ich von mir erzählen, von meinem langweiligen Leben, mein Leben ist doch eh scheiße gelaufen, was soll ich denn alles erzählen, bei mir ist doch alles kacke, ich will doch auch nicht deren Leben mit meinen Problemen versauen, und wenn, dann verstehen die das ganze doch eh nicht, weil die in so einer Situation selbst nicht sind, und wenn die doch auf mich eingehen, dann tun sie darauf nur kurz eingehen, um mir das Gefühl zu geben, mich zu verstehen, wechseln aber dann wieder auf Themen, die so Gesellschaftlich allgemein akzeptiert sind, um das Treffen nicht dann komplett herunterzuziehen, dann mache ich doch lieber nichts mit denen“.

Also anders ausgedrückt, wenn du dann eventuell doch auch konkret von anderen eingeladen wirst, sperrt man sich dieser Situation (einem Treffen) vor den anderen selbst aus, weil man nicht das erlebt hat, was so der sozialen Norm entspricht oder was man so auf der Arbeit von den Kollegen mitbekommen hat, was die so machen, und entsprechend nichts positives über sich erzählen kann und man dann aus Angst, nicht angenommen zu werden, weil man als Totalversager sich dann zeigt, sich komplett von so einer Situation entzieht.

Das ist wahrscheinlich die Frage, wie geht man mit diesem Zwiespalt um.

Man will etwas mit anderen Unternehmen.
Steht man kurz vor einer Möglichkeit, dies zu tun, lehnt man ab, um die Situation dann zu vermeiden, in der man dann kommt, als kompletter Langweiler oder looser dazustehen, der dieses und jenes noch nicht erlebt hat.

Dieser Teufelskreis geht immer weiter und wiederholt sich. Aber das alte Leben lässt sich auch nicht nachholen.

Ich hoffe, dass so einigermaßen korrekt, zusammengefasst zu haben wie es dir eventuell geht?
So kenne ich die ganze Sache zumindest selbst.

Wie würde man aber praktisch damit umgehen?
So eher nicht?

„Ich hab zwar nichts schönes in meinem Leben erlebt, vieles verpasst, und kann zu euren Gesprächen entsprechend nichts positives beitragen, leiste aber euch trotzdem Gesellschaft“

Oder doch?

"So schlimm kann es jetzt auch wieder nicht sein", könnte eine/einer dann erwidern und man fühlt sich wiederum verlassen, nicht ernst genommen

Dann hockt man mit den anderen zusammen, die erzählen von diesem und jenem und man selbst sitzt nur still neben dran und fühlt sich verlassen und trotz Gesellschaft sich einsam.
 

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Stefan84

Mitglied
Dann hockt man mit den anderen zusammen, die erzählen von diesem und jenem und man selbst sitzt nur still neben dran und fühlt sich verlassen und trotz Gesellschaft sich einsam.


Ja, genauso ist es. Aktuell mache ich einen Sportkurs - wieder mal. Die Leute sind nett, aber jünger als ich. Dadurch das ich keine Freunde hatte/habe sehe ich jetzt sofort in jedem neuen Kontakt potentielle Freunde, jemanden mit dem man endlich mal seine Emotionen, Gefühle oder sonst was teilen kann. Einfach so Dinge wie: "Hey, ich mag den Kinofilm...." oder "Hey, heute habe ich das und das erlebt". Das Gefühl der Zugehörigkeit oder einfach jemanden für sich zu haben, kenne ich nicht. Ich kenne immer nur -> neue Situation -> anpassen -> mitmachen und fertig. Gefühle, Emotionen, Dinge die Spaß machen wurde von anderen nie erwidert....vielleicht habe ich aber auch nur ein verschobenes Bild von Freundschaft, da ich es nie hatte oder immer abgelehnt/gemobbt wurde.
 

kasiopaja

Aktives Mitglied
Ich habe das durchlaufen.
Erst Realschule dann Wirtschaftsgymnasium.
Man kann sich aber nach der Realschule für andere Richtungen entscheiden, bsw. das technische Gymnsium, mit viel Naturwissenschaft, je nach dem was einem liegt.
Und das ist schon sehr gut.
Eine Freundin von mir war , nach der Realschule im Wirtschaftsgymnasium und hatte enorme Vorteile beim BWL-Studium gegenüber allgemeinen Gymnasien.
 
A

Anastasia26

Gast
Es ist echt erschreckend, dass es in unserer Gesellschaft soviele einsame Leute gibt. Auch junge Menschen. Beobachte ich auch hier in meinem Land, der Schweiz.
Es tut mir wirklich leid für dich, aber vielleicht ist ein Trost zu wissen, dass es eben viele einsame Menschen gibt.
 
A

Anastasia26

Gast
Dann hockt man mit den anderen zusammen, die erzählen von diesem und jenem und man selbst sitzt nur still neben dran und fühlt sich verlassen und trotz Gesellschaft sich einsam.


Ja, genauso ist es. Aktuell mache ich einen Sportkurs - wieder mal. Die Leute sind nett, aber jünger als ich. Dadurch das ich keine Freunde hatte/habe sehe ich jetzt sofort in jedem neuen Kontakt potentielle Freunde, jemanden mit dem man endlich mal seine Emotionen, Gefühle oder sonst was teilen kann. Einfach so Dinge wie: "Hey, ich mag den Kinofilm...." oder "Hey, heute habe ich das und das erlebt". Das Gefühl der Zugehörigkeit oder einfach jemanden für sich zu haben, kenne ich nicht. Ich kenne immer nur -> neue Situation -> anpassen -> mitmachen und fertig. Gefühle, Emotionen, Dinge die Spaß machen wurde von anderen nie erwidert....vielleicht habe ich aber auch nur ein verschobenes Bild von Freundschaft, da ich es nie hatte oder immer abgelehnt/gemobbt wurde.
Könntest du vielleicht die Frage beanworten, ob du noch zuhause wohnst? Du hast ja geschrieben, dass du dich wieder schlecht fühlst, wenn du nach hause gehst wegen deiner Mutter.
Falls das so ist: wieso wohnst du noch zuhause mit 35, wenn du ja einen Job hast? Vielleicht ist doch genau das das Problem?
 

Stefan84

Mitglied
Könntest du vielleicht die Frage beanworten, ob du noch zuhause wohnst? Du hast ja geschrieben, dass du dich wieder schlecht fühlst, wenn du nach hause gehst wegen deiner Mutter.
Falls das so ist: wieso wohnst du noch zuhause mit 35, wenn du ja einen Job hast? Vielleicht ist doch genau das das Problem?
Ich wohne nicht mehr Zuhause, sondern in einer Wohnung in der Nähe meines Arbeitgebers
 

Zebaothling

Sehr aktives Mitglied
Da werde ich immer an die Textzeile erinnert von den Schweissern der Song heißt Eisenkopf.

" Ich bin nirgends so alleine , wie in einem Raum mit vielen Menschen eure schrecklich gute Laune macht mich krank "
Schweisser - Eisenkopf (Lyrics) - YouTube
Eisenkopf #

ich versuche ruhig zu bleiben
ich versuche nett zu sein
ich versuche stets zu lächeln
ich versuche nett zu sein
ich versuch normal zu sprechen
ich versuche nett zu sein
ich versuch zu überleben
ich versuche ich versuche

ich bin nirgends so alleine wie in einem Raum mit vielen Menschen
eure schrecklich gute Laune
macht mich krank
keiner hier keiner hier kann mich verstehn kann es sehn

das bringt mich nicht um ich werds überleben
keine Träne ich bin stark das macht mich nur hart
nie mehr mach ich diesen Fehler denn mein Herz bleibt jetzt immer zu
das ist wirklich nur mein Problem ich liess mich zusehr gehn

es tut weh

sentimental für nichts

das bringt mich nicht um ich werds überleben

keine Liebe ich bin stark das macht mich nur hart

das bringt mich nicht um ich werds überleben

keine Freunde ich bin stark das macht mich nur hart
 

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