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Mit sich selbst zufrieden sein und die Frage nach der Bedürftigkeit

Hallo an alle,

ich habe in diesem Forum bereits berichtet, wie es mich teilweise runterzieht, wenig Kontakte und Leute für Unternehmungen zu haben (vgl. "Meldeverhalten von Freunden"). Ich denke, anstatt zu versuchen, neue Leute kennenzulernen und eventuell wieder zu scheitern, kann ich ja vielleicht erstmal lernen, allein glücklich zu sein.

Wie geht das? Natürlich, indem man an seinem Selbstbewusstsein arbeitet, damit tu ich mir noch schwer, werde aber demnächst eine Therapie beginnen.

Ansonten habe ich irgendwie das Gefühl, wenn ich mit mir selbst zufrieden bin und mit der Einstellung unterwegs bin, keine Freunde zu benötigen, etwas sehr Wichtiges zu verpassen.
Des Weiteren ist es für mich schwer verständlich, wie man zwar mit sich selbst zufrieden sein soll und dennoch ansprechend auf andere Leute wirkt. Ich habe oft das Gefühl, wenn ich etwas stiller bin (was ich von Natur aus bin) und nicht direkt auf Leute zugehe, signalisiere ich Ablehnung und Desinteresse. Wenn ich auf die Leute zugehe, wirkt es wieder bedürftig. Verwirrt ich bin:unsure:

Vielleicht könnt Ihr mir ein paar Tipps geben, wie man zwar einerseits interessiert wirkt und keine Ablehnung ausstrahlt, aber andererseits auch nicht bedürftig wirkt. Das scheint mir eine ziemliche Gratwanderung zu sein.
Des Weiteren: Wie schafft man es, mit sich selbst glücklich zu sein und nicht das Gefühl zu haben, man verpasst ohne Unternehmungen mit anderen Leuten etwas? Anmerkung: "Am Selbstbewusstsein arbeiten" kenne ich schon, steht auf meiner to-do-Liste;)

Vielen Dank schonmal!
Grüße aus dunklen Wäldern
 

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Bodo B.

Mitglied
Ansonten habe ich irgendwie das Gefühl, wenn ich mit mir selbst zufrieden bin und mit der Einstellung unterwegs bin, keine Freunde zu benötigen, etwas sehr Wichtiges zu verpassen.
Falsch, denn das "Wichtige" ergibt sich hinterher. Es geht auch nicht darum, keine Freunde zu benötigen, sondern erstmal mit sich selbst zufrieden zu sein.

Des Weiteren ist es für mich schwer verständlich, wie man zwar mit sich selbst zufrieden sein soll und dennoch ansprechend auf andere Leute wirkt.
Kann ich nachvollziehen, aber meinst Du in Umkehrschluss, dass Du nur dann auf andere ansprechend wirkst, wenn Du selbst unzufrieden bist? Sicher nicht...
Vielleicht könnt Ihr mir ein paar Tipps geben, wie man zwar einerseits interessiert wirkt und keine Ablehnung ausstrahlt, aber andererseits auch nicht bedürftig wirkt. Das scheint mir eine ziemliche Gratwanderung zu sein.
Wie man interessiert "wirkt" wird vermutlich immer Ablehnung ausstrahlen. Und gerade dadurch wirkst Du bedürftig. Meiner Meinung nach darfst Du nicht interessiert wirken wollen, sondern einfach interessiert SEIN. Und das in verschiedene Richtungen, breit gestreut und ohne weitere Gedanken.
Wie schafft man es, mit sich selbst glücklich zu sein und nicht das Gefühl zu haben, man verpasst ohne Unternehmungen mit anderen Leuten etwas?
Das ist vermutlich das Schwierigste. Ich sehe da übrigens keinen Widerspruch. Es geht ja nicht darum, ohne andere Leute etwas zu verpassen, sondern eher darum, dabei nichts zu erwarten. Bei allem was Du tust, muss doch keine Absicht dahinter stecken. Schalte mal den Kopf aus und lass' es einfach auf Dich zukommen.
 

Regis

Aktives Mitglied
Ansonten habe ich irgendwie das Gefühl, wenn ich mit mir selbst zufrieden bin und mit der Einstellung unterwegs bin, keine Freunde zu benötigen, etwas sehr Wichtiges zu verpassen.
Mit sich selbst zufrieden zu sein heißt aber nicht, keine Freunde zu "benötigen." Ich denke jeder Mensch braucht Freunde.
Ich habe oft das Gefühl, wenn ich etwas stiller bin (was ich von Natur aus bin) und nicht direkt auf Leute zugehe, signalisiere ich Ablehnung und Desinteresse. Wenn ich auf die Leute zugehe, wirkt es wieder bedürftig. Verwirrt ich bin
Ja, das ist der undifferenzierte Blödsinn, den man auch hier oft liest. Ich rate Dir, auf solche Tipps nichts zu geben und nicht so verkrampft an die Sache heranzugehen und die Dinge einfach mal auf Dich zukommen zu lassen. Ich denke auch, dass Du bis jetzt (anhand Deines EP) die falschen Leute kennengelernt hast.
 
@Regis Ja, ich denke auch, dass jeder Mensch Freunde braucht. Aber um neue zu finden, muss man ja selbst aktiv werden, sonst wird das nichts. Unter Menschen gehen und so. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, sollte man zwar unter Menschen gehen und offen sein, aber nicht mit der krampfhaften Erwartung: "Ich will jetzt Freunde finden!" Hab ich das richtig verstanden? Falls ja, sollte man dann überhaupt weiterführende Schritte einleiten, also wenn man sich z. B. mit jemandem unterhält, danach fragen, ob man sich mal wieder irgendwann treffen will oder Nummern austauschen? Oder ist das genau dieses Verkrampfte.. das Ganze scheint mir eine ziemliche Gratwanderung zu sein, die ich intuitiv nicht meistern kann, da ich glaube ich ein ziemlicher Kopfmensch bin.
 

Regis

Aktives Mitglied
Wenn ich Dich richtig verstanden habe, sollte man zwar unter Menschen gehen und offen sein, aber nicht mit der krampfhaften Erwartung: "Ich will jetzt Freunde finden!" Hab ich das richtig verstanden?
So ungefähr, ja. Aber ich will Dir auch gar nicht erst erzählen, dass das einfach wäre oder so. Ich bin selbst ein eher zurückhaltender Mensch und wenn ich keine Freunde hätte, würde es mir auch sehr schwer fallen neue Leute kennenzulernen. Aber meine besten Freunde kenne ich schon seit der Schule und ich hatte danach auch nie das Bedürfnis, neue Freunde zu finden.
Ich denke auch nicht, dass man Freundschaften "finden" kann, sondern dass sie quasi von alleine entstehen; eben durch regelmäßigen Kontakt, gemeinsame Interessen usw. Eine "Anleitung" in dem Sinne kann ich Dir aber leider nicht geben.
 
A

Arenaria

Gast
Seit wann ist das Leben eine Gratwanderung wenn du authentisch bist?
Willst du so sein wie andre dich haben wollen?
Jeder Mensch kann alles glauben, wenn er nur will, doch niemand kann alles wissen, auch wenn er noch so fest daran glaubt.
Kann man heutzutage überhaupt noch authentisch sein?
In allen möglichen Alltagssituationen verhalten wir uns anders, um zu gefallen, beliebt zu sein und gut anzukommen.
Wir schlüpfen meist völlig unbewusst in unterschiedliche Rollen.
Man muss jedoch bei der Selbstwahrnehmung aufpassen, denn häufig nutzen wir zu Bewertung von Authentizität anderer Menschen unsere eigenen Maßstäbe.
Menschen, die es geschafft haben, ihre Rollen zu perfektionieren und diese besonders überzeugend spielen, werden deshalb auch fälschlicherweise als sehr authentisch empfunden.
Warum fällt es uns oft so schwer, authentisch zu sein, wenn es doch nur bedeutet, sich so zu verhalten wie Du eigentlich bist.
Du musst hierfür im Grunde genommen auch gar nichts lernen, sondern nur noch Du selbst SEIN.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Geißblatt67

Aktives Mitglied
Ich habe oft das Gefühl, wenn ich etwas stiller bin (was ich von Natur aus bin) und nicht direkt auf Leute zugehe, signalisiere ich Ablehnung und Desinteresse. Wenn ich auf die Leute zugehe, wirkt es wieder bedürftig.
Ich finde nicht, dass es bedürftig wirkt, wenn man sich für andere Leute interessiert. Es ist immer gut, Fragen zu stellen, wenn man sich mit jemandem unterhält. Jeder redet gerne über Dinge, die er selbst interessant findet.
Oder auch immer fleißig lächeln und nicken, zugewandte Körpersprache. Das wirkt sicher nicht desinteressiert.
 
J

Jessica225

Gast
Wenn man mit sich selbst zufrieden ist, ja, dann braucht man andere nicht. Aber dann ist es umso schöner mit anderen gerade deshalb.
Weil keine Abhängigkeit besteht, sondern das Miteinander auf Freiwilligen beruht.

Niemand sollte allein sein.
Doch gerade dieses mit sich selbst sein können, hat viele Vorteile.
Finde Dinge, die dich erfüllen. Dinge, die dir einen Sinn geben. Gönne dir selbst gute Dinge.
Und versuche deine Gedanken vielleicht weg von ich habe wenig Kontakte mehr zu dem was du in deinem Leben hast und wofür du dankbar bist zu lenken.
 

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