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Mit meinem Vater über meine Ängste geredet, hat weh getan und nicht geholfen

BinNichtWertlos

Aktives Mitglied
Hey,
ihr habt vielleicht in meinem anderen Thread gelesen, dass ich mit meinem Vater über meine traurige Seite und meine Ängste reden wollte.
Ich habe mich nun getraut. Seine Reaktion war perfekt. Er hat mir gesagt, dass er stolz auf mich ist und mich für stark und mutig hält. Er sicherte mir seine Unterstützung zu. Wenigstens darüber müsste ich jetzt glücklich sein. Das bin ich nicht. Es tat so weh mit ihm zu reden und es hat überhaupt nichts gebracht. Es tat nur weh. Was ist nur falsch mit mir?

Er wollte mit mir über mein Erlebnis mit Gewalt und darüber ob es mir gut geht reden. Jedoch glaubte er, dass er von sich auf mich schliessen würde und beschloss mich in Ruhe zu lassen.

Er erzählte mir, dass er früher auch Probleme hatte. Das tut noch mehr weh. Jetzt geht es ihm glücklicherweise besser.

Das Gespräch hat geschmerzt, es tut noch immer noch Weh und es war keine Erleichterung.

Warum fühle ich das?
 

GrayBear

Aktives Mitglied
An Dir muss garnichts falsch sein. Jeder Lebensweg ist anders und wir alle funktionieren zwar manchmal "ähnlich" und doch nicht gleich. Wenn dieses Gespräch nichts für Dich erleichtert hat, dann ist es eben so und Deine Reise geht weiter.

Was könnte Dir denn helfen? Hast Du eine Vermutung?
 

Eisfrosch

Mitglied
ganz schön fühlig, der papa.
leider erklärst du nicht näher woher dein schmerz kommt?
somit ist es für mich zumindest schwerer nachzufollziehen und mich einzufühlen wenn es darum geht,
warum du entsprechend fühlst, wie du gerade fühlst.

wünsche dir, wie jedem menschen auch positve gefühle und erlebnisse.


>
 

GrayBear

Aktives Mitglied
Ich will jetzt nicht wie ein Glückskeks klingen, aber wenn Du in diesem Punkt gerade nicht weiter kommst, dann konzentriere Dich auf etwas anderes. Sich auf die inneren Schmerzen zu focusieren kann sinnvoll sein, aber das trifft auch auf andere Dinge zu: eine gute Tasse Tee, einen Besuch bei Freunden, den Kühlschrank füllen, sich von unnützem Zeug trennen, etc.

Und noch ein Gedanke: glücklich zu sein kann nicht das Ziel sein. Glückliche Momente sollten die Ausnahme sein, denn auch sie nützen sich recht schnell ab. Mach einfach was Sinnvolles und gönne Dir auch Ruhe und Frieden, auch von Dir selbst. :D
 

BinNichtWertlos

Aktives Mitglied
ganz schön fühlig, der papa.
leider erklärst du nicht näher woher dein schmerz kommt?
somit ist es für mich zumindest schwerer nachzufollziehen und mich einzufühlen wenn es darum geht,
warum du entsprechend fühlst, wie du gerade fühlst.

wünsche dir, wie jedem menschen auch positve gefühle und erlebnisse.


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Ich weiß selbst nicht woher es kommt und warum ich mich so fühle.

Ich bin Opfer von Gewalt geworden und danach hatte ich Ängste und es tat so weh darüber zu sprechen. Meine Eltern sind ja Libanesen und haben deswegen viel Kummer gehabt.

Es tut einfach weh dass die Welt nicht so heil ist wie sie sein sollte und dass darüber zu reden auch nichts bringt.
 

BinNichtWertlos

Aktives Mitglied
Ich will jetzt nicht wie ein Glückskeks klingen, aber wenn Du in diesem Punkt gerade nicht weiter kommst, dann konzentriere Dich auf etwas anderes. Sich auf die inneren Schmerzen zu focusieren kann sinnvoll sein, aber das trifft auch auf andere Dinge zu: eine gute Tasse Tee, einen Besuch bei Freunden, den Kühlschrank füllen, sich von unnützem Zeug trennen, etc.

Und noch ein Gedanke: glücklich zu sein kann nicht das Ziel sein. Glückliche Momente sollten die Ausnahme sein, denn auch sie nützen sich recht schnell ab. Mach einfach was Sinnvolles und gönne Dir auch Ruhe und Frieden, auch von Dir selbst. :D
Es zu versuchen diese Ängste und Traurigkeit zu ignorieren und zu verdrängen war sogar meine erste Reaktion. Das habe ich lange versucht, aber es hat einfach nicht funktioniert.
Schliesslich ich gedacht, dass ich es nur schaffen muss darüber zu reden damit ich mich besser fühle. Das habe ich jetzt geschafft, aber ich fühle mich nicht besser. Was kann ich denn jetzt noch tun?
 

klecksfisch

Aktives Mitglied
Ich weiß selbst nicht woher es kommt und warum ich mich so fühle.

Ich bin Opfer von Gewalt geworden und danach hatte ich Ängste und es tat so weh darüber zu sprechen. Meine Eltern sind ja Libanesen und haben deswegen viel Kummer gehabt.

Es tut einfach weh dass die Welt nicht so heil ist wie sie sein sollte und dass darüber zu reden auch nichts bringt.
Man kann die Welt und die Menschen nicht ändern. Die Welt ist wie sie ist. Dein Vater kann dir da auch nicht helfen, was soll er machen? Wenn du durch die Gewalt traumatisiert bist, es gibt Traumatherapien EMDR nennt sich diese Therapie. Aber das was dir passiert ist, verschwindet nicht, es bleibt, Ängste können sich verringern, Panikattacken verschwinden und man lernt sozusagen den Tatsachen ins Gesicht zu sehen und das zu akzeptieren was ist.
 

BinNichtWertlos

Aktives Mitglied
Ich weiss nicht was mein Vater hätte tun können oder was ich erwartet habe.

Ich war davon ausgegangen, dieses Gespräch eine große Erleichterung wäre wenn mein Vater von meinen Ängsten wüsste und mich nicht für weich oder wertlos hielte. Nun weiß er davon und hält mich nicht für wertlos. Es ist keine Erleichterung. Es tut weh.

Soll ich mich einfach daran gewöhnen?
 

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