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Mit Freunden und Mitmenschen auseinander gelebt?

telegraph

Neues Mitglied
Hallo,

ich weiß nicht so recht wo ich anfangen soll das Problem zu beschreiben. Mir geht seit gut 2/3 Jahren so einiges auf den Sack. Zum einen Neider und Leute die meinen andere schlecht zu machen um sich selbst besser zu fühlen. Z.B. habe ich studiert und meine Freunde und Familie keiner. Da wird dann gern gelästert, Akademiker sind meist eh nicht zu gebrauchen, bekommen grundlos mehr Gehalt, und wenn einer nicht erfolgreich ist hat er das falsche studiert und soll gefälligst Taxi fahren oder Kellnern. Vor 2 Jahren habe ich berufsbegleitend noch einen Master gemacht, der sehr teuer war und mir viel arbeitet abverlangte. Ich hab es u.a. gemacht, um mich beruflich zu verbessern. Das nicht ganz geklappt und ich bin damit nicht durchgestartet. Ich habe das Gefühl, dass diese Leute sich auch noch freuen und als Bestätigung sehen, das sie besser und erfolgreicher sind. Als ich dann arbeitslos war, habe ich dann eine Weiterbildung gemacht, und mache quasi das, was ich sonst beruflich auch mache weiterhin, weil dort Leute gesucht werden. Am Schluss meiner Arbeitslosigkeit musste ich auch auf Hartz4 zurück greifen, wie nach meinem ersten Studium, das war sehr wenig Geld und ich konnte mir kaum was leisten, also Fleisch essen war nicht drin. Also habe ich erfahren wie das ist wenn man arm ist, trotz guter Ausbildung. Verständnis haben die Leute keines dafür, dass mich das hart getroffen hat. Ich habe Angst das mir das wieder passiert. Die Jahre davor waren von Zeitverträgen geprägt, also recht gespannt die Situation.
Dafür darf ich mir dann anhören, dass viele Bewerber einfach unfähig sind, und es ganz toll ist, wenn noch mehr Menschen in unseren Arbeitsmarkt strömen, obwohl wir schon Millionen Arbeitslose haben. Wenn ich dann dieses Argument bringe heißt es halt die Arbeitslosen sind unfähig. Anderes Beispiel: Es wird unter Freunden vorgeschlagen Fleisch für ein über hundert Euro das Kilogramm zu kaufen, um mal in den Geschmack der Reichen einzutauchen. Wo ich daneben sitze und mich frage wie man nur so verschwenderisch sein kann. Ich hab den Eindruck, dass die Vorstellung dieser Menschen, denen es Jahre gut ging, völlig an der Realität vorbeigeht. Zynischer weise wird dann noch erzählt WIR haben unsere Verhältnisse gelebt. Erzählt man von seinen Erfahrungen oder von Statistiken, das es eben nicht so ist, das ein Großteil in Deutschland gar nicht über ihre Verhältnisse lebt. Dann wird nur genervt mit den Augen gerollt.
Mich hat die Arbeitslosigkeit und das ständige Absagen von Bewerbungen schwer getroffen, und hab die letzten Jahre sicher nicht über meine Verhältnisse gelebt, ich bin Risiken eingegangen hab teilweise gewonnen und verloren, wie das halt so ist. Aber Anerkennung gibt es keine, stattdessen Ignoranz :/ Diese Menschen machen immer dasselbe interessieren sich für kaum etwas und wollen auch nichts neues dazu lernen, aber haben immer die „richtige“ Meinung am Start. Ich finde das so ungerecht und nervig, dass ich mittlerweile maßlos enttäuscht bin.
Nun frage ich mich ob ich einfach zu intolerant bin und nicht so sehr auf das Gerede achten soll. Wie soll man mit der Ignoranz umgehen? Wo findet man mal Gleichgesinnte? Habt Ihr ähnliches erlebt? Wie geht Ihr damit um?
 

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telegraph

Neues Mitglied
Danke für Deine Antwort. Schade das nicht mehr Leute antworten, das mit dem Schuh merk ich mir seit geraumer Zeit. Es stimmt schon das ich sensibel bin, aber was bedeutet das schon, außer das die eigenen Antennen mehr empfangen als die anderer. Finde ich auch nicht schlimm, frage ist halt nur was man mit den Informationen anfängt, und wie weit man menschliches Verhalten toleriert.
Ich möchte in Zukunft mir keinen Schuh mehr anziehen :)
 

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