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Missbrauch abhaken?

G

Gast

Gast
Damals als Kind, ca. 11 Jahre alt, sexuell missbraucht, von einem Fremden, viel Jahre her, man sprach nicht darüber, der Mutter erzählt, aber es wurde nur zur Kenntnis genommen, mehr nicht. Allein unterwegs damals, am frühen Abend in der Nachbarschaft, es war schon dunkel. Ein halbes Leben liegt dazwischen aber und nun kommt es, man kann heute auch niemandem davon erzählen, weil man sonst als A.länderfeindlich gelten würde.
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Gast,
da es ja Vergangenheit ist, hast du tatsächlich
die Freiheit, es "abzuhaken" - und dich trotzdem
deinen aktuellen Ängsten zu stellen und sie so
rational wie möglich zu verarbeiten bzw. dein
praktisches Verhalten bewusst zu gestalten und
nicht von dieser Erfahrung bestimmen zu lassen.

Und mit einem Arzt oder Therapeuten kannst du
selbstverständlich immer sprechen, ohne verur-
teilt zu werden.

Alles Gute!
Werner
 

Kylar

Sehr aktives Mitglied
Ich würde auf jeden Fall deine Mutter nochmal damit konfrontieren, dass sie dich damals in der Sache im Stich gelassen hat. Ich würde mir an deiner Stelle auch überlegen, danach den Kontakt zu ihr abzubrechen.
Eine Mutter die ihr Kind mit sowas alleine lässt, hat den Namen Mutter gar nicht verdient. Ich kann mir vorstellen, wenn du mit deiner Mutter nicht abrechnest und reinen Tisch machst, dann wird dich das ein Leben lang quälen.
Ob du rechtlich noch was gegen den Missbrauch machen kannst , weiß ich nicht. Da kann dir vielleicht noch jemand anderes einen Tipp geben.
Einfach abhaken wirst du die Sache schätze ich nicht können. Da bleibt immer irgendwas zurück, auch wenn man versucht es abzuhaken.
Es tut mir sehr leid, dass die Frau, die sich deine Mutter schimpft, dir damals nicht geholfen hat.
 
G

Gast

Gast
Hallo, danke für die Antworten soweit. Ich schrieb ja, es ist viele viele Jahre her und das heißt, ich bin nicht mehr jung und meine Mutter lebt schon lange nicht mehr. Es war damals eine Zeit, wo über solche Vorfälle nicht gesprochen wurde, eigentlich über gar nichts, egal, was es nun war. Man hatte zu funktionieren und um das "Seelenheil" wurde sich nicht gekümmert, weil es eben meist nur darauf ankam, so etwas abzuhaken und zur Tagesordnung überzugehen. Deshalb meine Frage, die eher rhethorisch gemeint war. Man kann sein Leben weiter leben nach so einem Missbr. natürlich, man kann und wird auch über lange Zeit nicht mehr daran denken, aber immer mal wieder kommen die Gedanken daran hoch, besonders, wenn man durch so etwas eine Abneigung zu Männern entwickelt hat, die dem Täter ähnlich sahen. Man hat sich dennoch auf jemanden eingelassen, der so ähnlich aussah, in späteren Jahren, um seine Ängste abzubauen. Aber es ging schief am Ende. Es nützt ja nichts, wenn man genügend Therapien macht, die Gedanken kommen doch wieder hoch an die Tat, wenn man Männer sieht, die ähnlich aussehen. Man kann es nicht abhaken, vergessen. Es kommen, ohne dass man es möchte, die Gedanken immer mal wieder hoch. Es war passiert; ich kann's nicht ändern. Also, ich habe nicht vor, gegen irgend wen miese Stimmung zu machen, wozu auch? Wollte nur mal die Tatsachen schreiben, was passierte und ja, persönliches Pech. Man hätte darüber reden können; die Mutter war ja nicht dabei, aber wie gesagt, damals war so etwas nicht möglich. Als Kind schon mal gar nicht. Als ich Teenager war, hat sie sogar, nachdem mein Vater sie wegen einer anderen Frau verließ einen Freund gehabt für einige Zeit, der aus so einem Land kam. Er war nett zu mir, aber hat meine Mutter geschlagen. Sie war hilfsbereit zu ihm und hat ihn immer unterstützt, bis sie merkte, er hatte noch andere Frauen, zu denen er ging. Doch das ist alles sehr sehr lange her. Ich wollte es auch nur mal hier schreiben. Mehr nicht.
 
V

Vogelfrei

Gast
Hallo ,
So was kann man nicht einfach abhaken ob man will oder nicht.
Vielleicht solltes du dir überlegen ob du dir eine Psychotherapeutische Hilfe suchst. Deine Seele kann das nicht vergessen und wen,du es verdrängte kommt es irgendwann einfach richtig hoch. Es war sehr Mutig von dir das anzusprechen, das trauen sich die meisten nicht. Natürlich unverständlich die Reaktion deiner Mutter. Das tut mir leid aber gieb deiner Mutter kein Recht das kannst du nicht So abhaken. Jetzt bist du Erwachsen du brauchst sie nicht mehr du kannst dir selbst Hilfe suchen. Ich wünsche dir viel Erfolg.
 
G

Gast

Gast
Hallo :)
Ich habe das gleiche Problem. Ich wurde als Teenager von meinem damaligen Freund missbraucht.
Habe auch mit niemanden darüber gesprochen. Und nun 10 Jahre später musste ich etwas tun damit die Alpträume aufhören. Ich bin zur Hypnose gegangen und habe das Thema so erstmalig aufgearbeitet. Nur weil es so lange her ist, heißt ja nicht das es verschwunden ist. Man muss das Trauma bearbeiten. Sonst bleibt es eine ewige innere Wunde.
Ich habe ein Buch empfohlen bekommen was ich dir auch gerne nennen möchte:
Die unsichtbare Wunde von Wayne Kritsberg. Ich bin derzeit bei der Hälfte des Buches.
Werde aktiv und versuche das Thema professionell aufzuarbeiten, sonst beeinflusst es dein komplettes weiteres Leben. Auch wenn das unbewusst passiert.
Ich wünsche dir viel Kraft. Hake es nicht einfach ab !!!
Liebe Grüße
Lulu
 
G

Gast

Gast
Man kann es nicht abhaken und Du hast es auch nicht abgehakt. Du hast nur verdrängt, massiv verdrängt.

Denn was für einen Unterschied macht es für Dich, ob Du von einem Deutschen oder von einem Ausländer vergewaltigt wurdest.
Es sind alle Menschen und unter allen Menschen gibt es auch Kriminelle.
Dein Problem ist nicht, wer Dir das angetan hat, sondern dass man Dir das angetan hat und Dein Verhalten spiegelt wieder, dass Du nicht abgeschlossen hast und gewissermaßen blind für die Realität geworden bist.
So bist Du dann auch an falsche Männer geraten. Deine Mutter, die Dir keine Hilfe geleistet hat, tat dies vermutlich ebenso aus einem eigenen Unvermögen heraus und hat sich daher auch einen Mann gesucht, der sie schlecht behandelt. Wer weiß, was ihr passiert ist.
Das Verhalten Deiner Mutter wurde an Dich weitergegeben und ich befürchte, dass dieser Kreislauf immer noch nicht durchbrochen ist.

Dein Täter war ein Ausländer. Das kannst Du sagen, niemand wird Dich dafür verurteilen, aber man wird Dir mitteilen, dass Dein Täter genausogut auch ein Deutscher hätte sein können und dass die Nationalität nicht den Täter ausmacht, sondern die Gedanken des Täters.
Unter allen 7 Milliarden Menschen wirst Du immer auch Kriminelle finden. Auf jedem Kontinent, in jedem Land, überall.
Die Menschheit ist nicht perfekt. Im Gegenteil. Sie ist ein so fehlerhaftes Modell, dass es ein verwundern kann, wieso sie überhaupt schon so lange existiert.
 
Abhaken? Niemals...höchsten lernen, damit zu leben... Ich weiß es tut verdammt weh immer und ein Leben lang...

mir erging es es auch wie Dir, nur war ich viel jünger und er war der "Freund" der Frau, die mich geboren hat...

Ich hin bin so wütend, bin in Therapie, es mildert... Aber abhaken?

Niemals???
 

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