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Messiewohnung - wie helfen?

Roselily

Aktives Mitglied
Komme gerade vom Besuch bei einer langjährigen Freundin zurück, die weit entfernt lebt. Sie war noch nie sehr organisiert und lebte schon lange in einer reichlich zugestellten Wohnung mit Bergen von Dingen, vor allem Bücher und Kleidung.
Diesmal bin ich aber wirklich erschrocken. Die Zweizimmerwohnung ist bis auf 2 m Höhe zugemüllt, nur noch zwei Pfade durch die Räume werden freigehalten. Grausam.
Sie müsste sich von ca, 80 Prozent ihrer Besitztümer trennen, um z.B. wieder auf dem Sofa sitzen zu können. Sie kann sich aber von keinem Stück davon trennen. Ich habe immer wieder angeboten, ihr dabei zu helfen, nein, geht nicht, braucht sie alles.
Sie ist ein sehr lieber, sozialer Mensch und ich würde ihr gerne helfen, aber wie??
 

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Eva

Aktives Mitglied
Meiner Meinung nach kann man da nicht helfen, solange die betreffenden Personen es nicht selber wollen. Ich hatte auch mal einen Arbeitskollegen, wo raus kam, dass er Messie ist. Kein Müll im eigentlichen Sinne, sondern stapelweise Papier. War auch ein ganz lieber Mann und auch sonst gepflegt, darum hat das keiner vermutet. Hilfsangebote hat er auch abgelehnt. Mit den selben Argumenten wie deine Freundin.
 

Tytos Lunare

Aktives Mitglied
Da wirst du leider nicht viel helfen können (außer vielleicht durch Gespräche; dabei solltest du Vorwürfe aber tunlichst vermeiden). Ich war selber Messie und wollte mir auch nicht helfen lassen. Meistens liegt es an traumatischen Erlebnissen in der Vergangenheit (bei mir auch) und solche Menschen brauchen eine Therapie. Aber das müssen sie selber wollen. Das kann man ihnen nicht aufzwingen. Und wenn man einfach anfängt, für sie aufzuräumen, kann das richtig schiefgehen. Sie können den Krempel nämlich nicht einfach wegwerfen. Das ist, als ob sie einen Teil von sich, bzw. einen Teil ihrer seelischen Rüstung wegwerfen würden. Sie fühlen sich dann in die Enge gedrängt und angegriffen. Das kann zu Angst und dadurch auch zu Aggressionen gegen die Helfer führen.
 
G

Gelöscht 119550

Gast
Dazu brauchst du Hilfe, denn das schaffst du nicht allein. Wende dich bitte an den Sozialpsychiatrischen Dienst eurer Region, die wissen, was nun wo und wie zu tun ist.
Danke, dass du deine Freundin nicht allein lässt, das zeigt Größe und Fürsorge.
 

Tytos Lunare

Aktives Mitglied
Möglich, aber meist kennen die Fachleute sowas und gehen behutsam vor.
Oder die weisen einen einfach ein und lassen die Wohnung räumen, wie im Fall einer Frau aus dem Nachbardorf. Ende vom Lied war, dass die Frau sich aufgehängt hat, nachdem man sie entlassen hat und sie in ihre aufgeräumte Wohnung zurück durfte. Ich wär also sehr vorsichtig damit, den sozialpsychiatrischen Dienst oder ähnliches einzuschalten.
 

Doratio

Aktives Mitglied
Mein Tipp wäre das Messieforum.
Dort kann sich deine Freundin mit Gleichgesinnten austauschen. Es gibt Motivationshilfe und Hilfe bei Rückschlägen.
Auch für Angehörige und Freunde ist das Forum empfehlenswert. Man versteht so viel besser was in den Menschen vorgeht und was sie antreibt.
Es gibt sogar extra eine Rubrik dafür, damit sich Angehörige austauschen können.
 

Roselily

Aktives Mitglied
Danke für eure Meinungen und den Link.
Meine Freundin fühlt sich in diesem Chaos selbst nicht wohl. Ohne professionelle Entrümpelung schafft es aber wohl keiner, da Ordnung rein zu bekommen. Und solange sie sich von nichts trennen will, weiss ich auch nicht weiter. Werde aber keine "Fachleute" informieren, das würde vermutlich in die Katastrophe führen....
 

Styx.85

Aktives Mitglied
Letztendlich ist pathologisches Horten ein Defizit in der Psyche und sollte gegebenenfalls durch einen Fachmann angeschaut werden.
Dass sich deine Freundin nun beginnt unwohl zu fühlen könnte ein erster Schritt in die richtige Richtung darstellen. Das Problem muss nun (leider) derart anwachsen, dass es ihre Grenze zur Unerträglichkeit überschreitet. Dann ist sie unter Umständen bereit, Hilfe anzunehmen und sich von Dingen zu trennen.

Als gute Freundin kannst du wenig wirklich effektiv an der Lage selbst ändern. Du kannst sie aber regelmäßig besuchen, auf ihre körperliche Verfassung achten und im Fall der Fälle Hilfe anbieten, wenn sie wirklich irgendwann entrümpeln mag.

Darf ich fragen, wie du darauf kommst, dass es ihr mittlerweile zu viel wird? Hat sie sich dementsprechend geäußert oder ist es ein Gefühl von dir?
 

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