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Meine Tochter mag nicht mehr in die Schule gehen...

Sehnsüchtige

Aktives Mitglied
Hallo,

ich brauche euren Rat. Meine Tochter ist 8 Jahre alt und geht in die dritte Klasse einer Grundschule, was sie bis zum Ende des zweiten Schuljahres auch sehr gerne tat. Doch seit dem Sommer und dem Beginn der dritten Klasse, mag sie nicht mehr zur Schule gehen. Sie hat bis auf einen Lehrer alles neue Lehrer bekommen, darunter auch den Klassenlehrer. Es herrscht jetzt eine ungewohnte Strenge in der Klasse, da sie doch recht viele "temperamentvolle" sprich störende Mitschüler hat. Meine Tochter ist sehr still und ich weiß, sie leidet in ihrer Klasse still. Sie geht dort völlig unter. Bisher konnte sie dem recht gut trotzen. Jetzt hat sie bereits 9 Fehltage in nicht einmal 2 Monaten einschl. der Ferien. So häufig war sie bisher während der gesamten Schulzeit nicht krank. Ich mache mir Sorgen... Die Lehrer versuchen Ruhe in die Klasse zu bringen, indem sie z.B. mit dem Klassenbuch lautstark auf den Pult schlagen. Meine Tochter ist sehr schreckhaft. Ich habe diesbzügl. bereits mit dem Lehrer telefoniert. Es folgen z.B. recht fragwürdige Aussagen des Lehrers wie z.B. diese hier:"Wenn ihr eine Aufgabe morgen nicht richtig beantwortet, werfe ich euch aus dem Fenster (1. Stock) und eure Eltern müssen dann dieses Fenster bezahlen." Natürlich weiß ich, dass es nicht ernst gemeint war... Aber, meine Tochter war am darauffolgenden Tag wieder "krank". Auf mein telefonisches Nachfragen, verbesserte mich dieser Lehrer auch noch mit den Worten:"Durch das GESCHLOSSENE Fenster... ." Da musste ich mich echt zusammenreißen... Meine Tochter ist eine gute Schülerin, also daran kann es nicht liegen... Sie hat uns von selbst darauf angesprochen, dass sie in eine andere Klasse möchte oder sogar auf eine andere Schule. Da käme aber, wenn überhaupt, nur eine private infrage...und das geht nicht so einfach. Was könnt ihr mir raten, wie sollte ich mich verhalten? Muss sie da einfach durch?

Ich möchte so gerne, dass sie wieder glücklich in die Schule geht.

Möchte noch dazu sagen, dass meine Tochter durchaus etwas sensibel ist. Sie fühlt sich schon ziemlich durch ihre lauten Mitschüler gestört und kam letzens bei einer "Feueralamprüfung" überhaupt nicht darüber hinweg, dass ihr Lehrer so gar nicht wirklich wusste, wie er sich dabei zu verhalten hat und vieles falsch gemacht hat. Das beschäftigt sie dann sehr lange...

LG Sehnsüchtige
 
Hallo Sehnsüchtige,

die Klasse mag ja sein wie sie will, aber die Methoden des Lehrers sind doch mehr als fragwürdig.

Wenn der Lehrer absolut uneinsichtig ist, könntest du dich entweder an den Rektor wenden, oder aber den Schulpsychologen einschalten.

Ich kann deine Tochter sehr gut verstehen. Da kann einem als Kind ja richtig Angst und Bange werden.

Alles Gute
Sisandra
 
Hallo, Sisandra,

danke für deine Antwort. Ich muss dazu sagen, dass der entsprechende Lehrer, der diese Aussage von sich gab, der Rektor war... bzw. er ist es ja immer noch.

Ob es da einen Schulpsychologen gibt - das weiß ich gar nicht. Ich versuche es, herauszufinden.

LG Sehnsüchtige
 
Liebe Sehnsüchtige,

oh je, dieser Katastrophenlehrer ist auch noch der Rektor. Da wird dir im Zweifelsfall nur der Gang zur nächst höheren Stelle bleiben.

Leider kenne ich mich in deinem Bundesland da zu wenig aus. Ich weiß aber, dass es in ganz Deutschland Schulberatungsstellen gibt. Vielleicht solltest du diese ausfindig machen und dir dort Rat für deine Vorgehensweise holen.

Wie sehen eigentlich die anderen Eltern der Klasse das Verhalten dieses Lehrers?

Liebe Grüße
Sisandra
 
Hallo Sisandra,

ja, ich habe schon ein paar Eltern ihrer Mitschüler darauf angesprochen. Was soll ich sagen..? Die Kinder haben es ihren Eltern gar nicht erzählt. Warum, kann ich mir nicht erklären. Vlt. haben sie diese Sache nicht so ernst genommen wie meine Tochter.

Einen Schulpsychologen scheint es zum. an ihrer Grundschule nicht zu geben.

Von einer Schulberatungsstelle habe ich noch gar nichts gehört, war bisher auch noch nicht nötig...

Ja, ich weiß nicht, sollte ich gleich so etwas einschalten??? Will auch keinen Ärger machen... Ich weiß schon, dass dieser Rektor schon häufig Ärger hatte..aber, da ging es m.E. um schulorganisatorische Probleme.

LG Sehnsüchtige
 
Liebe Sehnsüchtige,

in Bayern ist das so, dass die Schulpsychologen nicht an der Schule direkt arbeiten, aber jeder Schule einer zugeordnet ist.

Du musst dich ja nicht sofort an die nächst höhere Stelle wenden, kannst dich ja zunächst einmal erkundigen, wie der Weg wäre und dir sowohl vom Schulpsychologen, als auch bei der Schulberatungsstelle Rat einholen.

Mit dem Lehrer im Gespräch zu bleiben ist sicher auch sinnvoll. Hierbei lohnt es sich sicher, von Schuldzuweisungen Abstand zu nehmen, dafür aber mehr über die Gefühle deiner Tochter zu sprechen in Zusammenhang mit bestimmten Aktionen des Lehrers:

...meine Tochter hatte Angst... sie reagiert mit Bauchschmerzen...
etc, etc.

Somit vermeidest du, dass sich der Lehrer gleich angegriffen fühlt und gar nicht mehr auf deine Argumente einsteigen mag.

Ich drücke euch die Daumen.

Alles Gute
Sisandra
 
Hallo,
ich hatte auch so eine kleine ruhige Maus. Mitlerweile ist sie 15 und besucht das Gymnasium. Und da kam der Durchbruch!!! Die Lehrer auf der Grundschule meinten, dass sie auf dem Gymnasium untergehen würde, weil sie so still und sensibel sei. Pustekuchen! Ich habe aber auch versucht, ihr Selbstwertgefühl zu fördern.
Versuch es mal mit einem Karatekurs. Hört sich zwar albern an, hat aber etwas gebracht.
Die Anderen kann man nicht ändern, aber sich selber. Die Kids in der Schule sind teilweise grausam und die ruhigeren müssen oft dadurch leiden.
Wende dich auf jeden Fall an Euren Elternbeirat über das Verhalten eures Rektors! Das ist unprofessionel. Dafür sind die Elternvertreter auch da!!
Falls es bei Euch in der Nähe eine Kinder- und Jugendpsychiatrie gibt, erkundige dich mal nach Schulpsychologen. Die haben Adressen und Anlaufpunkte.
So viel Glück, das wird schon
LG
 
Hallo, Gast,

vielen Dank für deine Antwort. Ich habe schon einmal versucht, meine Tochter für einen Karatekurs zu begeistern, ist leider fehlgeschlagen. Ich werde sie nochmal darauf ansprechen. Die Elternvertreter wissen zwar von solchen Aussagen, aber es wäre mit Sicherheit doch noch sinnvoll, es erneut zu versuchen, sowohl auch mit dem Lehrer nochmal zu sprechen.

Es gibt mir Zuversicht, wenn ich von deiner Tochter höre und sie jetzt auf dem Gymnasium gut zurecht kommt. Das wünsche ich mir auch für meine Tochter, sie will unbedingt auf eins. Am liebsten gleich...
 

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