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Meine Schwester ist Alkoholikerin: Kann ich noch etwas tun?

S

Susan1589

Gast
Hallo liebe Foren-Teilnehmer,

wie der Titel schon sagt, versumpft meine Schwester immer mehr in der Alkoholsucht. Sie ist geschieden und hat drei Kinder. Das älteste ist volljährig, hat sich nach einem Streit wegen des Alkohols distanziert und zieht jetzt aus. Der zweitälteste Teenie hat sich komplett abgekapselt und der Jüngste macht auf mich einen depressiven Eindruck.

Nun ist es so, dass meine Mutter (Rentnerin) im Haus meiner Schwester wohnt und viel für meine Schwester erledigt: kochen, Haus pflegen, auf die Kinder aufpassen. Im Gegenzug behandelt meine Schwester sie wie Dreck. Meine Mutter sieht allerdings keinen Ausweg, da sie die Kinder nicht im Stich lassen will.

Aktuell ist es noch so, dass meine Schwester das Leben oberflächlich im Griff hat, dh. noch ist es ihrem Arbeitgeber nicht aufgefallen. Allerdings befürchte ich, dass sie bald alles verliert, da sie immer mehr besorgniserregende Verhaltensweisen an den Tag legt (z.B. aggressives Verhalten, betrunken Autofahren, Schulden aufnehmen).

Wir (Nichte, Mutter und ich) haben schon mehrfach versucht, mit ihr zu reden und ihr zu helfen, bisher ohne Erfolg. Zwischen mir und meiner Schwester ist nach einer Konfrontation praktisch Funkstille. Ich kriege das alles nur über die Family mit. Mir ist bewusst, dass ich rein gar nichts machen kann, bis sie nicht einsieht, dass sie ein Problem hat. Es ist jedoch sehr schwer mitzubekommen, wie sich ein geliebter Mensch nach und nach selbst zerstört.

Da ich weit weg wohne, versuche ich zumindest den Rest meiner Familie moralisch zu unterstützen, ohne mich selbst mit runterziehen zu lassen. Ich habe dennoch große Angst um meine Familienmitglieder und mache mir Sorgen, vor allem um die Kinder. Zuletzt spielte ich mit dem Gedanken, das Jugendamt anonym zu verständigen.

Was würdet ihr tun? Kann ich da überhaupt noch helfen oder muss meine Schwester erst tief fallen, bevor sie aufwacht? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
 

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cucaracha

Sehr aktives Mitglied
Wenn sie starke Alkoholprobleme hat würde ich es dem Jugendamt melden mit der Bitte... dass dein Name der Schwester nicht genannt wird.
Solch eine Mutter gefährdet stark das Kindeswohl.

Sie wird erst Therapie machen, wenn sie Einsicht zeigt.
 

Schroti

Sehr aktives Mitglied
Da sie einer geregelten Arbeit nachgeht und dort nicht auffällt, würde ich Ruhe bewahren.
Zudem ist ja die Oma mit im Haus und passt auf.
Das JA würde ich nicht verständigen.
Geht dich eigentlich nichts an, da du ohnehin mit deiner Schwester gebrochen hast. Es wirkt ein bisschen wie nachtreten.
Zu deiner Ausgangsfrage: Warum solltest gerade DU noch "irgendetwas tun können"?
Du kennst alles nur vom Hörensagen und ihr habt keinen Kontakt.
Also: Klares Nein.
 
G

Gelöscht 94095

Gast
Man kann nur versuchen die Kinder zu unterstützen.
Ja, von außen kann man nicht viel machen, der Süchtige muss die Hilfe selbst wollen. Es ist traurig für die Kinder, vielleicht könnte das Jugendamt tatsächlich irgendwie helfen, ist schwer zu sagen. Vielleicht könnten die Kinder bei der Oma wohnen, so dass sie zumindest wieder ein stabiles, verlässliches Umfeld hätten. Vielleicht könntest du dich mal beraten lassen was es für Möglichkeiten gibt, wie man am besten vorgeht. Ist immer schwer zu sagen.

Ich glaube es gibt auch Gruppen, Selbsthilfegruppen für Angehörige von Suchtkranken, vielleicht gibt es in deiner Nähe so eine Gruppe. Womöglich haben die bessere Tips/Ratschläge wie man damit umgehen kann, was man machen kann, grade wenn Kinder involviert sind.

da sie immer mehr besorgniserregende Verhaltensweisen an den Tag legt (z.B. aggressives Verhalten, betrunken Autofahren, Schulden aufnehmen).
Das ist wirklich schlimm, damit schadet sie den Kindern ja ganz konkret, das hat auch für die Konsequenzen. Vielleicht braucht sie wirklich einen "Warnschuss" damit ihr klar wird, dass sie alles verlieren kann.

Zwischen "Einmischen" und "nicht wegsehen" ist oft ein schmaler Grat.
 

cucaracha

Sehr aktives Mitglied
Wenn sie z.B. aggressiv und alkoholisiert Auto fährt und Leute oder ihre Kinder zu Tode kommen...würde man sich auch Vorwürfe machen nichts dagegen unternommen zu haben.

Eine Alkie Mutter ist eine extreme Kindeswohlgefährdung.
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Wer noch zwei Kinder hat, die sie brauchen, sollte und dürfte sich nicht so gehen lassen. Was war denn der Auslöser für diese Flucht in den Alkohol? Probleme mit dem Vater der Kinder oder schlicht Überforderung mit allem, trotz Hilfe durch die eigene Mutter, so daß sie jetzt nur noch mit Hilfe der Sucht "funktioniert" aber kein Leben mehr für sich selber sieht?
Die Aufgabe ihrer Mutter wäre es nämlich, ihr ordentlich den Kopf zurechtzurücken, statt alles auf Eigenregie abzubügeln. Oder sie bräuchte - bei Überlastung - mal eine ordentliche Auszeit für sich selbst, aber ohne Alkohol.
 

CabMan

Aktives Mitglied
Sie muss selber erkennen, dass sie süchtig ist. Viele Firmen haben inzwischen einen Suchtbeauftragten. Oft muss der Kranke aber sehr tief fallen.
Wenn das Wohl ihrer Kinder und Deiner Mutter gefährdet ist, würde ich reagieren. Zu spät ist es, wenn sie betrunken einen tödlichen Autounfall verursacht.
 

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