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Meine persönliche (un-?)endliche Geschichte...

Nohope

Aktives Mitglied
Hallo Ihr Lieben,

tja... natürlich frage ich mich manchmal auch, wieviel Sinn es macht, immer noch zu hoffen... aber es gibt auf der anderen Seite eben bislang auch keine Alternative...

Ich liebe ihn.

Ich hab vor kurzem in einem interessanten Buch gelesen, das mir zufällig über den Weg gelaufen ist, "Warum Männer mauern" von Scott Wetzler. Es geht um passive Aggressivität.
Ich weiß nicht, ob man J. tatsächlich als "passiv aggressiv" bezeichnen könnte, aber es hat mir geholfen, in dem Buch zu lesen, und ich fand durchaus einige Parallelen.

Ich versuche alles, was mir hilft, mit der Situation umzugehen.
Denn solange ich die ganze Sache nicht von meiner Seite aus aufgebe, muss ich eben einen Weg finden, wie ich mit der Situation leben kann, ohne dass es mich verletzt.

Das Wichtigste war mein Umzug und die damit gewonnene Lebensqualität. Ich habe keine Lust auf einen Eintrag im "sonstigen Leben", aber ich habe mich jetzt mit einigen Leuten getroffen, und ich habe nette Menschen kennengelernt. Erst heute wieder habe ich eine sehr liebe Frau getroffen, und wir werden bestimmt demnächst mal was zusammen unternehmen. Und mit einer dieser neuen Bekannten gehe ich am Dienstag ja auch in "Sex & the City".

Gestern habe ich den Abend mit dem Kollegen von Altweiber verbracht. Allerdings wurde mir dabei nochmal so richtig deutlich, dass ich mir tatsächlich niemals auch nur etwas mehr vorstellen könnte. Er mag promoviert haben, aber das ist letztlich auch alles, was ihn auszeichnet... ich habe mich wohler mit dem netten Mann gefühlt, der einen Hauptschulabschluss hatte aber dafür eindeutig mehr an emotionaler Intelligenz aufwies. Schade, dass der ja mittlerweile wieder eine Beziehung hat.

Tja.

Was J. angeht, gibt es ja leider nie viel zu sagen. Letzte Woche Freitag hatten wir das letzte Mal telefoniert. An dem Abend war ja die Geburtstagsparty seiner Tochter. Ich schrieb ihm am Samstag eine SMS, erhielt aber keine Antwort. Bis Mittwoch hab ich nichts von ihm gehört. Eigentlich wollte ich mich nicht melden, aber ich dachte sehr viel an ihn, und als ich in der Mittagspause die Treppe herunterging, dachte ich plötzlich, ich hätte seinen Sohn gesehen (den ich ja nur von der Comedy-Veranstaltung von vor paar Wochen kannte)... leider ging es zu schnell...
Als ich dann wieder im Büro war, schrieb ich ihn an, so nach dem Motto, da hätte ich fünf Tage nichts von ihm gehört, und schon hätte ich Halluzinationen...
Er meldete sich daraufhin, und ich erfuhr, dass sein Sohn letzte Woche tatsächlich ein Praktikum bei uns machte und wohl selbst schon am Montag seinerseits seinen Vater fragte, ob ich das gewesen sei...
Meine Güte, warum sagt er mir sowas nicht offen im Vorfeld?! Sein Sohn muss mich ja für komplett unhöflich gehalten haben, dass ich ihn nicht begrüßt habe, aber ich hab ihn in der Situation auf die Schnelle nicht erkannt... damit rechnet doch auch niemand...

Jedenfalls haben wir also dann Mittwoch wieder lange im Büro telefoniert, und auch Donnerstag haben wir lange im Büro telefoniert. Wirklich sehr lange. Wir hängen manchmal eine Stunde am Telefon...
Leider fiel das Training aus, da es regnete...
Da er aber heute auf ein Turnier gefahren ist, musste er ja irgendwann noch trainieren, und ich hatte vorgeschlagen, ob er nicht Samstag - gestern - bei mir frühstücken wolle und wir dann gemeinsam trainieren fahren.
Lange Rede, kurzer Sinn.
Er war also gestern zum Frühstück da, und ich fand es schön.
Ich bin vorsichtig in dem, was ich sage und tue. Gerade auch das oben erwähnte Buch hat mich darin bestärkt, ihn nicht unter Druck zu setzen.
Ohne mich jetzt in unwesentlichen intimen Details zu verlieren, aber ich hatte meinerseits bereits im Vorfeld den Gedanken, dass ich ihn gerne "verwöhnen" würde, und ich war sehr froh, dass das letztlich auch geklappt hat. Ich habe nämlich Angst, dass sich bei all den Misserfolgen unserer letzten intimen Begegnungen sonst ein Druck aufbaut, der das irgendwann komplett unmöglich macht. Denn irgendwie blockiert er ja, was das angeht, momentan komplett, und er kann es nicht mal bewusst steuern. Daher war es mir einfach nur wichtig, dass "das" zumindest funktioniert, vielleicht funktioniert dann ja auch irgendwann wieder mehr.

Beim Training danach hatte er dann gestern wohl so gut geschossen wie noch nie zuvor... ;-)

Leider hatte er dafür heute auf dem Turnier ein sehr schlechtes enttäuschendes Resultat. :-(

Er schrieb mir nur eine SMS, als ich gerade unterwegs war. Er wolle nicht reden und wünschte mir noch einen schönen Tag.
Natürlich war ich in dem Moment betroffen, hatte ja gehofft, ihn vielleicht heute noch zu sehen... es ist verrückt, aber ein Teil von mir hofft sowas halt immer an seinen freien Tagen...

Aber just in dem Moment lief ich an einem Mann vorbei, der gerade in sein Handy sagte, "Conny, nagel mich nicht fest. Ich brauche auch mal einen freien Tag für mich." (oder so ähnlich, hab den Wortlaut des zweiten Satzteils nicht mehr so im Kopf)
Und das fand ich tröstlich.
Ich dachte mir, lass ihn... er hat doch wirklich nie seine Ruhe... er muss seinen Frust allein verarbeiten... bedräng ihn nicht...

Als ich später im Internet gelesen hab, wie schlecht er tatsächlich war, hab ich ihm zwar noch eine SMS geschrieben, um ihn zu trösten, aber es ist völlig okay, dass er sich nicht meldet. Immerhin hatte er mir überhaupt eine SMS geschrieben. Das ist schon mehr als sonst... und mag ihm schwer gefallen sein.

Aber ich grübel viel zu viel. Manchmal komme ich mir ja selbst vor wie eine Psychologin, die versucht, zu ergründen, was in ihm vorgehen mag. Doch weiß er das ja nicht mal selbst. Ich sollte also damit aufhören.

Doch solange ich darüber mein Leben nicht vergesse, sondern im Gegenteil sehr wohl mein eigenes Leben lebe und genieße, ist es ja völlig okay. Es geht mir heute besser als jemals zuvor, und zu einem wesentlichen Teil verdanke ich das indirekt nun einmal auch ihm.

Und vielleicht schaffe ich es irgendwann, dass ich auch mal im Vorfeld die Tage mit anderen Terminen verplane, an denen er die Kinder nicht hat... ansatzweise tue ich das ja bereits. Ich bin auf einem guten Weg.
Trotzdem liebe ich ihn zu sehr, als dass ich ihn bereits als verloren abschreiben möchte...
Und auch ich bedeute ihm doch viel. Sonst würde er mich nicht so fest im Arm halten, wie er es immer noch tut... und seine liebevollen Sticheleien...
Ach, seufz.

Bin gespannt auf den Kinofilm am Dienstag. Hab in einem Spoiler gelesen, dass Carrie ihren Mr. Big (den ich absolut süß finde) bekommt... insofern sollte man die Hoffnung wohl tatsächlich niemals aufgeben...

Euch alles Liebe,
Nohope.
 

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Nohope

Aktives Mitglied
Guten Morgen Ihr Lieben, die Ihr hoffentlich meine Zeilen noch lest... :)

okay... es gibt keine Veränderungen... ob das nun positiv oder negativ ist, kann man wohl sehen, wie man will... wie ich schon mal sagte, ich freue mich ja im Prinzip über jede Kleinigkeit... und registriere aber genauso jede Kleinigkeit...

Hatte ich erwähnt, dass in seinem Küchenkalender die eine gute Freundin von ihm mit ihrem Geburtstag eingetragen war, ich aber nicht?! Naja. Aber mittlerweile kennt er soooo viele Frauen, da würde sein Küchenkalender wohl überquellen, wenn er jeden eintragen wöllte... :(

Tatsächlich registriere ich mit zunehmendem Unverständnis, wieviel neue Frauennamen ständig auftauchen...
Waren es ursprünglich mal drei Frauen neben mir, mit denen er gut befreundet war, so gab es ja dann diese englische Chatbekanntschaft, die er über Silvester besucht hatte, dann tauchte irgendwann jemand aus seiner ursprünglichen Jahrgangsstufe in der Schule auf, die er nun häufiger sieht (und bei der er übrigens nach seinem im letzten Beitrag erwähnten Turnier noch vorbeigefahren war, weil es auf dem Weg lag...), und nun gibt es noch zwei neue Namen, die in meinem Bundesland verteilt sind und die er über irgendeine Internet-Community kennengelernt hat.

Ich hab ihn letztens gefragt, ob er nun plötzlich doch die Suche nach einer festen Freundin gestartet hat, was er verneinte. Aber ich würde lügen, wenn ich sagen würde, das würde mich alles kalt lassen. Erstens kann natürlich immer sein, dass er dann plötzlich doch "die" Frau trifft, und zweitens hat er ja nun eh schon wenig Zeit, und wenn er dann auch noch mehr und mehr Kontakte knüpft (im übrigen nie zu Männern, immer nur zu Frauen), dann ist das immer weniger Zeit, die für seine alten Kontakte übrigbleibt... und DAS fängt an, mich zu beunruhigen.
Schließlich kann kein Mensch sich zehnteilen, und er hat ja nun auch genügend Verpflichtungen.

Am 21. Juni war Mittsommernacht, und ich hatte ihn bereits zwei, wenn nicht drei Wochen vorher gefragt, ob wir da zusammen rausgehen würden. Er sagte aber, er wolle einen Freund treffen, den er nur selten sieht, weil der beruflich kaum zu Hause ist. Das stand aber nicht fest. Noch am Tag vorher stand es nicht fest. Eigentlich ging ich davon aus, dass, wenn die nicht beide zusammen rausgehen, er sich dann mit mir trifft. Ich hatte keine andere Verabredung treffen wollen, weil ich einfach keine Lust hatte. Letztlich kam es dann so, dass er wohl nicht mit ihm raus war, mir aber dann an dem Tag um 20 Uhr irgendwas eine SMS schickte, dass er keine Lust hätte, noch was zu unternehmen. Natürlich hat mich das getroffen. Ich würde lügen, wenn ich etwas anderes sagen würde.
Nun war es wohl so, dass er diesen Freund nur kurz getroffen hatte, um mit ihm zu reden. Dessen Ehe steht wohl auf der Kippe, und rückblickend betrachtet, kann ich schon verstehen, dass er dann anderes im Kopf hatte. Aber er spricht über so etwas nie offen, und daher war ich in dem Moment natürlich einfach nur enttäuscht, dass er zwar nicht mit jemand anderem weg war, mich aber trotzdem nicht sehen wollte.

Mir geht aber im Moment sowieso seine Reaktion etwas gegen den Strich, wenn ich ihn nach Verabredungen frage. Er windet sich dann immer so, anstatt mir klipp und klar etwas zu sagen. Er könnte ja auch ganz klipp und klar sagen, er hat keine Lust oder so. Aber das sagt er ja auch nicht. Wohl sagte er vor kurzem dann, mich würde er doch nun schon so häufig beim Schießen sehen. Na toll. Sich sehen und die zehn Minuten Rückweg miteinander haben, ist ja wohl was anderes, als zusammen rauszugehen... :confused:

Am Donnerstag war wieder Schießen, und was ich diesmal sehr schön fand, war, dass wir dann die letzten auf dem Platz waren, und er wollte noch das Gelände erkunden wegen anderer Parkmöglichkeiten, und die Sonne stand schon tief, und ich ging mit ihm den Weg entlang, und dann kam es dort auf dem Seitenweg zu innigen Umarmungen und Küssen... ich fand das in dem Moment sehr romantisch, auch wenn die Gegend das nicht unbedingt war. Doch die Vögel zwitscherten so schön, die Sonne ging so langsam unter, und es flogen Flugzeuge über uns hinweg, was ein Geräusch für mich ist, mit dem ich viel verbinde. Insofern ist das für mich so ein Augenblick gewesen, den ich jetzt wieder unter "schöne Erinnerungen" verbuche...
Schade eigentlich, dass nicht doch plötzlich noch einer vom Verein dort war und uns gesehen hat... manchmal ist er ja doch ein klein wenig unvorsichtig... ;-)

Ich hatte ihn gefragt, ob wir uns am Wochenende sehen würden. Freitag war er mit der Nachbarschaft unterwegs, und für Samstag hatte er nochmal diesen oben erwähnten Freund angedacht, und ich meinte zu ihm, naja, Sonntag. Wir könnten doch mal wieder um seinen See laufen, was wir dieses Jahr noch gar nicht getan hatten, und dann zusammen das Fußball-Finale sehen... er steht nicht so auf Fußball, aber nun ja...
Er wusste es noch nicht, meinte aber, er könne mir Samstag Bescheid geben.

Klar, dass ich natürlich keinerlei Bescheid bekam...

Ich ging dann gestern mittag zum Schießplatz. Gegen 14 Uhr schrieb ich ihm eine SMS, ob er mittlerweile wisse, ob er Zeit habe. Aber da war er bereits selbst zum Schießen unterwegs und trudelte kurz darauf ein.
Letztlich kam dann alles so, wie ICH es mir im Vorfeld gewünscht hatte. Er hat mir hinterher noch schnell ein Türregal angebracht, wir sind um diesen See spazieren gegangen und hatten dabei endlich mal wieder Zeit, uns etwas intensiver zu unterhalten (ich hab ihm letztens den Vorwurf gemacht, dass wir das kaum noch tun, dass er mich immer nur neckt und herumalbert, aber dass ich mit ihm kein ernsthaftes Gespräch mehr führen kann), und danach haben wir zumindest noch die zweite Halbzeit gesehen.
Es war ein sehr schöner Abend, wirklich, der letztlich damit endete, dass wir auch miteinander geschlafen haben. Ich war leider nicht in der Lage, mich richtig fallenzulassen, aber es hat mich wirklich riesig gefreut, dass das ganze für ihn erfolgreich war. Und das war das erste Mal seit dem 1. Weihnachtstag, wenn ich mich recht entsinne... insofern bedeutet mir das natürlich viel.
Und natürlich bedeutet mir auch einfach viel, dass wir die Nacht gemeinsam verbracht haben, ich in seinen Armen einschlafen konnte... (auch wenn ich dann irgendwann wach geworden bin und sehen musste, dass er sich auf der ganzen Bettdecke eingerollt hatte und mir nur ein kleines Zipfelchen davon blieb... pffft... ;-)).

Es hat mir gut getan.
Es sind ja nur noch zwei Wochen bis zu meinem Geburtstag, und wer mich näher kennt, weiß, dass das eine kritische Phase ist. Ich denke aber, dass ich den Totalabsturz von letztem Jahr diesmal vermeiden kann. Und DAS jetzt hat auf jeden Fall gut mit dazu beigetragen.

Bin gespannt, ob er mir was schenkt... nachdem bislang nie eine Frage kam, ob ich mir was wünsche, hab ich letztens gesagt, dass, falls er denn vorhätte, mir was zu schenken, ich mir halt was bestimmtes wünsche... möchte nämlich mit ihm in ein Musical, das nicht mehr lange läuft. Ich meine, es ist blöd, sowas zu sagen, ich weiß ja nicht mal, ob er mir was schenken wollte, aber am Ende hätte er mir (wieder) Parfum oder sowas geschenkt, und ich wünsche mir nun mal was anderes... also weiß er nun Bescheid, und was er mit diesem Wissen macht, bleibt ihm überlassen. Nachdem ich erst im nachhinein nochmal sah, wie teuer die Karten im Vorverkauf sind, hab ich es bereits relativiert. Es geht mir ja nicht um die Karte, die kann ich mir selbst kaufen (zwei Karten wären schon arg viel...), es geht mir darum, dass er mit mir dahingeht...

Nun ja.
Und so versuche ich, immer wieder Zeiten mit ihm herauszuschinden und doch auf der anderen Seite möglichst wenig zu erwarten.

Und ich möchte auch garantiert NICHT darüber nachdenken, ob nun eigentlich gestern alles so gekommen wäre, wenn ich NICHT rein zufällig auf dem Schießplatz gewesen wäre... denn er hatte sich ja - mal wieder - nicht von selbst gemeldet. Ob er es noch getan hätte, bleibt fraglich... und ich hab ihm die Frage auch nicht stellen wollen. Auf der anderen Seite hatte ich durchaus den Eindruck, dass er schon gewillt war, auf meinen Vorschlag einzugehen, aber dann finde ich es halt bedauerlich, dass er mir nie Bescheid gibt und quasi voraussetzt, dass ich dann sowieso nichts anderes geplant habe. Tatsächlich hatte ich auch eine andere Verabredung vorsichtshalber abgesagt...

Aber sei's drum. Es geht mir soweit ganz gut, und ich freue mich über erfüllte Wünsche... ;)

Dass ich mir eigentlich eine feste Beziehung wünsche etc. pp., das brauche ich wohl nicht explizit zu erwähnen... aber ich möchte nun mal keinen anderen Mann... ich komme ja immer wieder durchaus auch mit anderen Männern in Kontakt, sei es auch nur schriftlich auf Singlebörsen, aber nach wenigen Mails dreht sich mir meist der Magen um. Ich bin sehr intolerant geworden. Aber das bringt wohl das Alter und die Erfahrung mit sich.

Und ergo hoffe ich weiter... und hoffe... und hoffe... und solange ich nicht gestorben bin, werde ich wohl ewig hoffen... ;-)

Euch alles Liebe,
Nohope.
 

Nohope

Aktives Mitglied
Ein liebes Hallo an alle, die immer mal wieder hier lesen... ich freue mich darüber, dass Ihr das tut! :)

Ich erwähne hier ja nicht jedes Telefonat oder jedes flüchtige Sehen. Aber heute könnte ich mal wieder etwas schreiben...

Heute war ja Schießtraining, und dazu gibt es nicht viel zu sagen. Ich habe mich - ganz ehrlich - gefragt, ob er wohl ein Geschenk für mich dabei hat, aber als wir uns zunächst sahen, hat er mich auch nicht sonderlich begrüßt, klar... ich meine, gut, wir hatten ja auch am Dienstag ziemlich lange telefoniert. Im Prinzip ist mein Geburtstag ja längst Geschichte, aber ich hab ihn halt das erste Mal seitdem heute gesehen.

Auf dem Rückweg meinte ich zu ihm, er hätte mich noch nicht in den Arm genommen und mir ordentlich zum Geburtstag gratuliert, aber er meinte, das würde er dann gleich machen. Er kam dann auch mit hoch und schleppte eine relativ große Tüte mich sich...

Es waren sechs Paketchen und eine Karte. Mein erster Gedanke war, oje, so viele Geschenke, dann hat er die Musicalkarten doch nicht besorgt...
Ich hab als erstes die Karte gelesen und aufgestellt, die natürlich aus der "gemeinen" Sheepcards-Serie war, aber sie hielt sich, was die Gemeinheiten angeht, in Grenzen.
Bei mir klebt allerdings aktuell ein Zettel an der Eingangstür, auf dem "7:30 Uhr Physio" steht, weil ich Angst hatte, gestern meine Physiotherapie zu verpassen, nachdem ich am Dienstag zum ersten Mal in meinem Leben einen Friseurtermin total verpennt habe (was ich ihm auch am Telefon erzählt hatte), und er meinte, er hätte just heute noch eine Karte gesehen, wo halt auch alle möglichen Erinnerungszettel waren u. a. einer mit "heute Geburtstag", und er bedauerte wohl, sie nicht doch gekauft zu haben... pffft... ;-)

Dann sollte ich die Geschenke nach dem Grad ihrer Schwere auspacken und packte insofern als erstes ein Buch über Whisky aus und danach auch einen Whisky. Außerdem hat er ein Buch über Wein und über Käse gekauft und ein T-Shirt, das einen Witz über unser Schießen macht...
Das T-Shirt gefällt mir durchaus, das könnte ich mal zum Training anziehen. Klar, für das normale Leben ist es natürlich ungeeignet. Der Whisky ist auch in Ordnung, den wollte ich mir sowieso kaufen, aber irgendwie ist es natürlich schon verkehrte Welt, wenn er mir nun dasselbe anfängt zu schenken wie ich ihm...
Und was die beiden anderen Bücher angeht, hatte er offensichtlich nicht gewusst bzw. verdrängt, dass ich sowohl für Wein als auch für Käse SOWOHL die kleine ALS AUCH(!) die große Schule habe... aber nun ja, immerhin waren es also Themen, die mich interessieren... ;-)
Naja, und dann hab ich das kleinste ausgepackt, und ja, es war die ersehnte Musical-Eintrittskarte (1. Preiskategorie, 2. Reihe)... JUCHUUUUUUUUUUUUUU... :):):)
Aber der ist doch komplett verrückt, das war doch viiiiiiieeel zu teuer... herrje, er sollte doch nicht so viel Geld ausgeben. Ich mag es nicht, wenn ich das Gefühl habe, jemandem etwas schuldig zu sein.

Wir hatten bereits im Vorfeld dann noch mit einem Glas Sekt angestoßen und haben uns später "natürlich" auch wieder inniglich geküsst... dazwischen hab ich mal wieder ein "ich hab dich lieb" einfließen lassen, aber zumindest hat es ihn diesmal nicht davon abgehalten, mich heftig weiter zu küssen... ansonsten ist es ja jetzt durchaus immer eine Gratwanderung, sowas zu ihm zu sagen, weil er sich dann natürlich zurückzieht.
Ich gebe ganz ehrlich zu, dass ich mir natürlich gewünscht und ersehnt hätte, er könnte es mal wieder erwidern, die Hoffnung wuchs, als er mich eben weiter küsste, anstatt sich zu lösen, aber gut, es wäre wohl zu schön gewesen... wir sind hier ja im realen Leben und nicht in einem Hollywood-Film... *seufz* ;-)

Aber er hat sich schon Mühe mit den Geschenken gemacht, und viel investiert hat er auch, also muss ich ihm doch eigentlich mehr bedeuten als irgendeine x-beliebige andere?!

Aber was soll's. Ich nehme es, wie es ist. Ich bin ihm wichtig, und er hat mich sehr gern, und letztlich bin ich dafür dankbar, und alles andere wird die Zeit bringen. Und wenn er sich in jemanden verliebt, dann wäre das Schicksal, ich möchte nur, dass er glücklich ist...

Auf jeden Fall werden wir nun also nächste Woche Mittwoch in das Musical gehen!!! Nur noch 6 Tage!!! *freu*

Gut, ich hab keine Ahnung, ob er mich danach zu Hause absetzt oder wie oder was, aber ich möchte auch ganz bewusst nicht zu viel erwarten... ich freue mich einfach, dass wir dieses Musical gemeinsam besuchen, das hab ich mir schon seit einem Jahr gewünscht...

Außerdem werden wir voraussichtlich am Sonntag zusammen auf die Kirmes gehen, und eigentlich sollte er vorher bei mir zu Mittag essen.
Ich hab ihn gefragt, ob er dann bei mir übernachtet, aber dazu wollte er keine Angabe machen. Naja, es wäre praktisch... aber gut, es ist nicht zwingend notwendig, da die Kirmes am letzten Tag natürlich sehr früh beendet sein wird.
Was ich mir WÜNSCHE, steht auf einem anderen Blatt... und natürlich muss er ja nun auch zeitnah diesen Whisky mit mir probieren, den er mir geschenkt hat...

Also Ihr Lieben, ich freue mich wirklich über meine Geschenke... und ich muss aufpassen, dass ich mich einfach freue und "genügsam" bin und nicht direkt wieder zu viel erhoffe, erwarte und ersehne... ich sagte es ja schon mal, ich bin leider auch so ein Mensch, der einfach mit dem kleinen Finger nie zufrieden ist, sondern immer gleich die ganze Hand will...

Aber der Musicalabend wird bestimmt toll, und wenn er mich danach nur nach Hause bringt, naja, sei's drum... aber vielleicht hab ich ja Glück... auf jeden Fall werde ich mich hübsch machen... ;)

Ihr könntet mir ja mal die Daumen drücken...

Für den Moment ganz liebe Grüße,
Nohope.
******

PS: Ach, übrigens... ich sagte ja im sonstigen Leben, dass seine SMS mich um zwei Minuten nach Mitternacht erreicht hatte... aber er schaute heute nach, er hat sie um punkt Mitternacht verschickt, sein Handy geht zwei Minuten nach... ;-)))
Mir bedeutet es wirklich viel, dass er so pünktlich war...

PPS: Vor einer Woche war er mit mir nach dem Schießen eben kurz in der Metro, weil ich dort für das Büro solche Haribo-Pakete kaufen wollte. Ich wollte dann auch in die Whisky-Abteilung, weil ich eben nach diesem bzw. einem etwas älteren dieser Marke suchte... ich hab aber nichts gefunden und war enttäuscht über die schlechte Auswahl...
Was ich bei unserem Metrobesuch nicht gemerkt habe, war, dass er innerlich in dem Moment alles andere als cool war, denn zu dem Zeitpunkt besaß er den Whisky schon, und er wusste ja sehr genau, nach welchem ich schaute... und die haben beide Sorten dort, wie er heute sagte, ich muss lediglich in dem Moment mit Blindheit geschlagen gewesen sein, was ich mir ja immer noch nicht erklären kann... aber da hatte er Glück gehabt, obwohl ich sehr neugierig gewesen wäre, wie er mich vom Kaufen hätte zurückhalten wollen... ;-)))
 
Zuletzt bearbeitet:

Nohope

Aktives Mitglied
Einen schönen guten Abend Ihr Lieben,

heute kam er also gegen 14 Uhr zum Essen. Das hatte sich ja aber nur deshalb ergeben, da meine Freundin Mittwoch doch kurzfristig verhindert war und ich für mich alleine nicht koche... normalerweise isst er bei mir nicht. Aber so war das ganz praktisch, und in meinem Biofresh-Kühlschrank hatte sich auch alles gut gehalten. Ich fand es schön, mal einen Gast zu haben, und er hat auch gesagt, dass es ihm gut geschmeckt hat.

Normalerweise wären wir wohl hinterher Schießen gefahren, aber es war fürchterliches Schauerwetter. So waren wir in der Nachmittagsvorstellung von "Get Smart" im Kino. Das war recht spontan, es war der Gutscheinfilm der Woche, und er kannte wohl die Serie noch aus den 70ern... och ja, der Film war durchaus sehr komisch, eine nette Komödie.

Vorher hatten wir aber noch miteinander geschlafen... was zumindest ich sehr schön fand... ;)

Und Kinderfotos hatte ich ihm gezeigt, denn meine Mama hatte mir gestern die ganzen Alben mitgegeben, weil sie sie nicht mehr bei sich haben wollte (sie kann sie ja eh nicht mehr sehen).

Eigentlich war ihm nach dem Kino kühl, aber er ist dann mirzuliebe doch noch mit zur Kirmes gekommen, der Regen hatte ja mittlerweile aufgehört. Es war auch noch ganz nett. Wir hatten Live-Musik gehört und sind zumindest noch Raupenbahn und Riesenrad gefahren. Die Raupenbahn war mir ja so wichtig, und ich hatte schon Angst, dass sie mit dem Abbauen angefangen haben könnten, insofern war ich froh, dass es noch geklappt hatte. Natürlich hatte er mich DA dann auch im Arm, und ich hab auch Küsschen gekriegt, als das Verdeck geschlossen hatte.

Und Riesenrad war auch richtig toll. Da war lange genug Zeit, die phantastische Aussicht zu genießen, und da haben wir uns auch länger und richtig geküsst.
Danach sind wir gegangen. Zumindest hab ich eine Zeit lang seinen Finger haben können, und für ein paar Meter hatte ich auch mal seine Hand.

Tja, wir sind halt nicht zusammen, also gehen solche Dinge halt leider nicht auf der Straße... wir trafen auf der Kirmes nämlich auch Leute, die wir kannten. Offenbar hat sich in unserem Verein ein Pärchen gefunden, was zumindest ich aber noch gar nicht gewusst hatte, doch die liefen Hand-in-Hand über die Kirmes.

Naja. Und jetzt ist er gefahren. Er hatte keine Sachen zum Übernachten dabei, er wollte das nicht. Morgen ist sein erster Arbeitstag nach zwei Wochen Urlaub. Naja. Egal.

Was mich mehr beschäftigt ist, dass er überlegt, am Mittwoch mit ÖPNV zu dem Musical zu fahren, und er hatte die Ausdrucke der Fahrplanauskunft dabei, und er hat sie für unsere beiden Adressen ausgedruckt... das beschäftigt mich mehr, denn nach einem schönen gemeinsamen Musicalabend möchte ich natürlich eigentlich schon die Nacht mit ihm gemeinsam verbringen, aber abwarten...

Hach ja.
Natürlich versuche ich, mit dem zufrieden zu sein, was ich bekomme, und es war ja auch wieder schön heute, aber nun ja... es wäre halt viel schöner, wir könnten ein echtes Paar sein... *seufz*

Wenn doch nur irgendwann ein Wunder geschehen könnte... :(

Trotzdem bin ich froh, dass wir noch auf der Kirmes waren, und Raupenbahn und Riesenrad war wirklich toll... sowas mit einem Mann fahren zu können, wo man dann Händchen hält und sich küsst, ist halt einfach schöner als alleine oder mit einer Freundin... :)

Gute Nacht!
LG.
Nohope.
 

Nohope

Aktives Mitglied
Hallo Ihr Lieben...

ich muss wirklich nochmal betonen, wie sehr es mich freut, dass wir am Sonntag gemeinsam auf der Kirmes waren und er mit mir Raupe und Riesenrad gefahren ist, OBWOHL er ja eigentlich keine rechte Lust auf Kirmes hatte...
Gerade unsere Riesenradfahrt empfand ich als durchaus sehr romantisch, und ich fand es schön, dass er mich in so einem Moment auch von sich aus berührt.
Hier spüre ich einfach, dass wir z. B. ähnlicher empfinden, als dies mit meinem Ex-Freund O. der Fall war.
Insofern habe ich einfach einen schönen Moment der Erinnerung mehr, den ich in meinem Herzen abspeichern kann... ;)

Und mal ganz abgesehen davon, dass er im Vorfeld bereits keine Übernachtung eingeplant hatte, wäre es eh nicht möglich gewesen, zusammen zu übernachten, da wir - wie ich mittlerweile weiß - ganz unterschiedliche Termine hatten.
Insofern war es schon alles ganz gut so.

Tja, und gestern war nun also unser gemeinsamer Besuch eines Musicals, den ich mir schon seit einem Jahr und nun ganz explizit zum Geburtstag gewünscht hatte.

Es war sehr schön.
Also ich meine, das Musical war sehr schön.
Außerdem freue ich mich sehr, da dies das erste Mal seit vielen, vielen Jahren ist (>10), dass ich es in ein Musical geschafft habe. Mit meinem Ex hatte ich mehrere geplant, aber niemals ist etwas daraus geworden.
Natürlich wäre es schöner gewesen, so ein Musical mit seinem festen Partner zu besuchen, mit dem man Händchen halten kann. Okay, das gab es nicht, nein.
Wir waren dort nur Freunde.
Aber es war trotzdem sehr, sehr schön.
Und es gefällt mir ja auch, ihn zu beobachten.
Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass ihm bei der Geschichte des Musicals, die mir im Vorfeld nicht so detailliert bekannt war, auch der ein oder andere Gedanke an seine Ehe gekommen sein könnte. Jedenfalls hab ich ihn beobachtet. Könnte schon sein, dass er da stellenweise seinen eigenen Gedanken nachhing.

Ich war allerdings den ganzen Abend furchtbar nervös, weil ich mich natürlich gefragt habe, wo ich schlafen werde. Das ist immer irgendwo ziemlich dumm. Ich darf ja auch nicht mit der Tür ins Haus fallen, weil ich genau weiß, dass er dann frühzeitig abblocken würde. Das ganze muss ja möglichst spontan und natürlich wirken... eigentlich lächerlich irgendwie... und hochgradig kompliziert. Ich wusste nicht, wie ich es anstellen soll.
Als wir dann im Auto saßen, hat er sein Navi programmiert. Wir fuhren los, und wenige Meter später sagte er von sich aus, er habe "jetzt erstmal den xyz (meine Straße) eingegeben".
Da hab ich dann vorsichtig gesagt, wieso, ich fände es schöner, wenn wir jetzt noch gemütlich einen Rotwein trinken könnten, wäre doch sonst irgendwo blöd...
Daraufhin kam sowas wie, soso, meinst du, und dann hat er umprogrammiert. Ohne weitere Kommentare.

Ich wüsste ja immer gerne, was er dann denkt. Was sich in ihm abspielt. Aber ich kann ihn ja schlecht fragen.
Allerdings war ja selbst dann noch nicht zu 100 Prozent klar, dass ich wirklich dort schlafe, mir jedenfalls nicht, denn seine Straße ist ja seit meinem Umzug auch nicht aus der Welt... aber gut, irgendwann war es dann klar.
Wir haben allerdings nicht zusammen geschlafen, weil es nicht klappte...

Irgendwie weiß ich ja auch da nicht, woran es nun wirklich liegt, ob das nur an seinen widersprüchlichen Gefühlen mir gegenüber liegt oder doch an einer körperlichen Sache, aber schließlich gab es da vom ersten Tag an manchmal Probleme, und ich weiß ja, dass er mit seiner Ex-Freundin (bereits nach der Ehe) nie geschlafen hatte (aus welchen mir unbekannten Gründen auch immer). Insofern hatte ein Teil von mir das Bedürfnis, ihm zu sagen, dass ich ihn liebe (halt trotzdem sozusagen)...
Ich meinte zu ihm, dass wisse er doch, oder, und er sagte, ja, deshalb würde er sich ja auch manchmal zurückziehen...

Ich meinte noch zu ihm, dass ich der Meinung sei, wir wären ein schönes Paar, und er müsste sich einfach nur einen Ruck und uns eine Chance geben.
Aber es war bereits mitten in der Nacht. Wir waren beide sehr müde, haben uns umarmt, einen Gute-Nacht-Kuss gegeben, und ich bin in seinen Armen eingeschlafen.

Naja. Aber letztlich hat er sich lange nicht wirklich zurückgezogen. Als wir vorher am PC kurz in MP3s hineinhörten, die der CD-Player nicht spielte, da hatte er mich ja auch von sich aus auf seinen Schoß gezogen und zärtlich gestreichelt. Wenn ihm ja sooo klar ist, was ich für ihn empfinde und ihm das nicht behagt, dann dürfte er ja an für sich NICHTS dergleichen tun und müsste mich auch konsequent und rigoros abblocken. Das tut er aber nicht, und ich spüre ja ganz genau, dass er eben auch - manchmal, nicht immer - die Nähe zu mir genießt.

Auf jeden Fall hätte ich es wirklich blöd gefunden, wenn er mich nur zu Hause abgesetzt hätte. Es war einfach schöner, dann den Abend noch gemeinsam ausklingen lassen zu können... ich genieße das. Und ich genieße es auch, in seinen Armen einschlafen zu können. Ich genieße das sehr, und ich weiß ja nie, wann und ob überhaupt es diese Gelegenheit noch einmal geben wird...

Übrigens sah ich gestern wirklich sehr hübsch aus... fand ich zumindest... ;-)
Hab auch im Büro Komplimente bekommen...
Von ihm allerdings kam von selbst nichts... nur auf Verlangen hat er es mir bestätigt...

Und dass er unseren Musicalbesuch und den Abend sehr schön fand, das hat er durchaus auch gesagt.
Vielleicht gehen wir auch nochmal in ein Musical, es läuft bald eines in der Nähe, wo ich schon vor fast 10 Jahren hineingewollt hatte. Mal schaun.

Jedenfalls kann ich mich nun wirklich nicht beklagen. Ich hatte einige schöne Momente mit ihm in der letzten Zeit erlebt. Und - wie auch immer es letztlich dazu kam - es war die dritte Übernachtung meinerseits bei ihm seit meinem Umzug... und was hatte ich vorher für eine Angst, dass so etwas nun nie wieder geschehen würde...

Nachdenklich hat mich gemacht, wie es dazu kam.
Auch eine Kollegin meinte aufgrund seiner Formulierung (bzgl. der Navi-Programmierung), dass er mir damit die Möglichkeit geben wollte, etwas dagegen zu sagen, was ich dann ja auch getan habe. Es war dann MEIN Vorschlag. Den er annehmen oder ablehnen konnte. Aber niemals bringt er sich in die Situation, dass er der Abgelehnte sein könnte... und doch muss er es (also meine Übernachtung) irgendwo eingeplant haben, sonst hätte er ja gar nichts sagen brauchen.
Meine Güte, ist das alles kompliziert... :rolleyes:

Trotzdem bin ich erstmal zufrieden, habe schöne Dinge erlebt und versuche nun, ihn die nächsten Wochen in Ruhe zu lassen. Er hat jetzt sowieso nochmal die Kinder für einige Wochen komplett.

Aber ich wünsche mir soooo sehr, dass wir irgendwann ein Paar sind. Er könnte diese Hoffnungen ein für allemal beenden, würde er mir ins Gesicht sagen, dass es dazu definitiv niemals kommen wird. Aber das hat er ja bislang niemals tun wollen. Und so hoffe ich immer noch, dass er uns irgendwann eine Chance gibt. Er hat mich doch gern, das spüre ich doch. Wenn wir allein sind, nähert er sich durchaus zärtlich an und drückt mich ganz fest. Er hat nur Angst, in eine Beziehung gezogen zu werden, die er halt im Moment einfach nicht haben will/kann. Er will mir keine Hoffnung machen. Und tut es letztlich irgendwo doch.
Nun ja.

Wie sagte ich heute zu der Kollegin, ich wünsche mir einfach nichts sehnlicher... ich wäre selbst dann noch glücklich, die Frau an seiner Seite zu sein, die er liebt und zu der er sich offen bekennt, wenn er dann schon krank und pflegebedürftig wäre. Und das ist mein voller Ernst.

Ach ja... *seufz* :(

Und doch habe ich die gemeinsamen Stunden genossen.
Und ich bin dankbar für schöne gemeinsame Erlebnisse.

Und abwartend... eine Rückzugsphase droht ja immer nach etwas offeneren Worten meinerseits... leider...
Aber es gäbe jetzt eh erst mitte August FRÜHESTENS überhaupt die Chance für ein nächstes Treffen.

LG.
Nohope.
 

Nohope

Aktives Mitglied
Hallo Ihr Lieben,

nein, keine Neuigkeiten.

Wir haben uns allenfalls beim Schießen gesehen.

Aber immerhin telefonieren wir im Moment fast täglich (er hat ja Urlaub). Meistens hab ich ihm irgendwas per SMS mitgeteilt, und er ruft dann später mal an, und meistens unterhalten wir uns dann auch etwas länger.

Letztens hab ich ihn abermals ganz zufällig in unserer Stadtbibliothek getroffen...

Ich wäre gerne mit ihm kurz auf ein Weinfest gegangen, aber daraus war leider nichts geworden. Glücklicherweise war ich dort mit meiner Bekannten T., und als ich erwähnte, dass ich dort war, hat er doch tatsächlich gaaaaanz beiläufig nachgefragt, mit wem ich dortgewesen sei.
Ich möchte bestimmt nichts hineininterpretieren, aber für ihn ist so eine Nachfrage eigentlich doch ungewöhnlich. ICH bin allenfalls derjenige, der immer ganz betont beiläufig solche Dinge nachfragt, aber bei mir ist ja auch klar, warum ich das tue...

Als er letztens nach dem Training noch etwas bei mir war, bevor er seinen Sohn abholen musste, haben wir uns - natürlich - auch wieder geküsst.

Und ich hab ihn gefragt, wie er grundsätzlich dazu stehen würde, mit mir mal ein paar Tage nach München zu fahren... er wollte dies mit seinem Sohn, dieser wollte aber nicht.
Ich gehe nicht ernsthaft davon aus, dass er es in Erwägung ziehen könnte, aber ich wollte es einfach nochmal versuchen, nachdem er ja voriges Jahr konsequent eine Reise abgelehnt hat.
Himmel, eigentlich können Freunde ja verreisen.
Ich hab heute sogar erfahren, dass eine alte Bekannte von mir mit ihrem langjährigen Freund - nicht Partner - erstmals eine Woche wegfahren möchte, beide ewiger Single. Gut, sie nehmen getrennte Zimmer, aber immerhin, man kann durchaus mit Freunden wegfahren.

Nun ja. Ich hab ihm klargemacht, dass dies für mich eine reine Grundsatzfrage ist, die nur darauf ausgerichtet ist, ob er sich das VORSTELLEN kann, und er hätte ja auch direkt "nein" sagen können, aber natürlich ist er ausgewichen und hat gesagt, er wisse zur Zeit gar nicht, ob er überhaupt verreisen möchte... herrje, ich finde ihn ja manchmal hochgradig kompliziert. Aber wie meine eine Freundin schon mal hinsichtlich seines Verhaltens auf Arbeit meinte, er scheint tatsächlich um klare Antworten immer herumzueiern, der andere könnte ja sonst beleidigt sein...

Naja. Abwarten.
Ich war im Moment sehr froh, dass ich mit dieser einen neuen Bekannten jetzt Dinge unternehmen konnte, bei denen ich sonst - vergeblich - auf J. gehofft hätte. Das tat gut.
Natürlich hätte ich sie lieber mit ihm gemacht, aber es ist wichtig für mich, dass ich unabhängig von ihm werde.
Und er sieht wenigstens, wieviel ich unternehme... ;-)

Aber tut mir leid, ich hab für Euch keine Neuigkeiten.
Wenn Ihr vielleicht alle für mich um dieses Wunder mitwünschen/-beten würdet, das ich mir so sehr ersehne?! Danke...

*seufz*

LG.
Nohope.
 

Nohope

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Hallo Ihr Lieben,

eigentlich gibt es nicht wirklich etwas, was ich hier schreiben könnte...

Bzw... ich hab mehr oder minder in meinen letzten Beitragen, auch im Kommentarthread, ja angedeutet, dass ich mir ziemliche Sorgen um seine Gesundheit mache.

Und mit einer lieben Userin hier kam ich dann darüber etwas intensiver in PN-Austausch, und nachdem ich noch mit der Freundin von meinem Geburtstag gesprochen hatte, stand für mich fest, dass ich jetzt zeitnah das Thema auf den Tisch bringen muss.

Ich wusste nur nicht, wie...

Ich hab das ganze dann erstmal in Schriftform verfasst. Die Userin hier bekam den Erstentwurf, hatte noch etwas dazu angemerkt, und dann hatte ich auch schnell meine Endfassung fertig. Ich hab mir dann überlegt, dass es am besten wäre, es ihn selbst lesen zu lassen, aber auf Papier, und so, dass wir im Anschluss darüber sprechen können, damit es nicht weiter verschleppt wird.

Ich hatte mir weiter überlegt, dass es gut wäre, wenn ich solange die Wohnung verlasse...

J. war Anfang der Woche auf Dienstreise, und es bestand nur eine geringe Chance, dass ich das ganze jetzt zeitnah hinter mich bringen könnte. Morgen hat er ein Turnier, und direkt davor hätte ich ihn mit sowas auch nicht überfallen wollen.
Doch am Mittwoch hatte er überlegt, dass es mit Schießen klappen könnte, falls er rechtzeitig von seiner Dienstreise zurück wäre.

Ich wollte Mittwoch sowieso zum Training, weil ich schon wieder 10 Tage nicht war. Ich stand dann 15 Minuten vergeblich an der Bushaltestelle, bin dann mit einem anderen Bus nur eben zur U-Bahn gefahren und war genervt bis obenhin. Meine U-Bahn fährt mir mit Verspätung vor der Nase weg, ich laufe gerade über die Straße, und da hupt rechts ein Auto... na, wer wohl?!
Ich kann es nicht fassen, wie oft wir rein zufällig passend am selben Ort sind. Wäre der blöde Bus nicht ausgefallen, wäre ich doch längst unterwegs gewesen. Und er meinte auch, er hatte eigentlich die Grünphase der Ampel erwischen wollen. Ich fand es jedenfalls irre, dass er exakt zu dem Zeitpunkt dort an dieser Ampel stand, wo ich über die Straße laufe. Manchmal kann ich nicht umhin zu denken, dass wir irgendwie wie durch ein unsichtbares Band miteinander verbunden sind... hört sich albern an, ich weiß, aber irgendwie find ich sowas wirklich verrückt.
Ich war jedenfalls froh, dass ich meine Tasche nicht den langen Weg tragen musste...

Zum Schießen kamen wir allerdings kaum, denn es gab ständig Regen.

Wir waren gegen halb acht bei mir, gegen acht wollte er fahren. Da hab ich das angesprochen mit dem Brief, er meinte noch, muss das denn jetzt sein, aber ich ließ nicht locker und meinte, es gäbe dafür nie einen passenden Zeitpunkt. Hab ihm das alles so erklärt, wie es mir gerade in den Sinn kam. Jedenfalls hab ich ihm die Möglichkeit geben wollen, dass er, falls er es zu schlimm empfände, meine Wohnung hätte verlassen können, bevor ich von meiner Runde wieder zurück wäre (wollte 10 Minuten ums Haus, der Brief ließ sich in 5 Minuten lesen). Daher meinte ich, ich lasse ihm den Schlüssel da, und er könnte ihn mir in den Briefkasten werfen. Ich nahm den Ersatzschlüssel mit. Meine Tür kann man nämlich nicht zuwerfen.

Naja. Ich bin draußen recht ziellos hin- und hergelaufen, lief dann zu meinem Lieblingsfleckchen und schaute zu meinem Lieblingsgebäude, schickte tausend Gedanken gen Himmel, und plötzlich dachte ich, Sch....., denn mir fiel ein, dass ich den falschen Schlüssel dagelassen bzw. mitgenommen hatte... würde er den in den Briefkasten werfen, hätte ich ein Problem gehabt, denn daran befand sich mein einziger Briefkastenschlüssel...

Aber er war auch noch da, und eine eventuell mögliche Peinlichkeit wurde dadurch unterbunden, dass ich das natürlich sofort erzählte, und wir darüber sehr, sehr, sehr gelacht haben.
Und seine Reaktion war wirklich gut, obwohl ich mir vorher fürchterliche Sorgen gemacht hatte und Angst hatte, was nun alles passieren könnte bis hin zu kompletten Kontaktabbruch.

Stattdessen schien es ihn irgendwo sogar ehrlich zu freuen, dass ich mir solche Sorgen um ihn mache. Er hat mir zugesagt, sich mal zu informieren und gründlich durchchecken zu lassen...
Naja.
Die Frage ist, ob er es tut... ich weiß, dass ihn keine zehn Pferde zu Ärzten kriegen, er hat auch fürchterliche Angst vor Spritzen...
Ich hoffe mal, dass er das nun wirklich in Angriff nimmt.

Aber wie auch immer, irgendwie war es doch ein Moment von Nähe. Ich fühlte mich ihm sehr verbunden. Wir haben uns lange Zeit fest umarmt, und mir war auch erstmal so ein Stein vom Herzen gefallen, dass er nicht sauer ist, dass ich in Tränen ausbrach.
Und ich weiß zumindest auch nochmal mit Sicherheit, dass er mit niemand anderem schläft, das hat er nämlich gesagt... ich ging ja eh nie ernsthaft davon aus, aber manch einer ja schon...

Wir haben über das Thema dann sonst nichts mehr gesagt, aber er blieb noch ca. 45 Minuten, in denen alles war wie immer... er hat mich durchgekitzelt und überhaupt... wobei ich eine unheimlich große Nähe zu ihm empfunden habe, und wir hatten auf dem Teppich wild herumgetollt und gegenseitig versucht, uns zu ärgern wie kleine Kinder, dahingehend waren wir eigentlich ausgelassener als sonst... (und wenn ich jetzt rückblickend darüber nachdenke, fand ich diese Szene sehr schön... ich freue mich immer, wenn solche Albernheiten unter "Erwachsenen" mit 37 und 45 Jahren noch möglich sind...).
Wobei wir uns aber - natürlich - auch geküsst hatten.

Übrigens stand in dem Brief durchaus auch nochmal eine Liebeserklärung... sie war nicht das Thema des Briefes, aber sie stand da halt...

Er hat den Brief am Ende auch mitgenommen.

Ich hatte J. am Mittwoch bereits gefragt, ob er eventuell heute nach dem Schießen noch mit mir essen gehen und danach eben das Event anschauen würde, was hier in der Nähe war. Ähm, kein Feuerwerk, aber es sollte halt was Ähnliches stattfinden, was man sich anschauen konnte. Hatte ihn gefragt, ob er andere Sachen dabei hätte, denn zum Schießen zieht er sich im Büro immer um, und mit den Sachen will er dann nicht in die Stadt. Aber er wusste es noch nicht. Er weiß ja nie was...

Ach so, übrigens hatte J. mich am Mittwochmorgen von sich aus angerufen, und wir telefonierten eine halbe Stunde. Es war der 6. Tag. Ich finde es immer schön, dass er sich nach 5 - 6 Tagen doch von selbst meldet, wenn wir aus welchen Gründen auch immer doch mal Funkpause haben. Ich hatte mich krampfhaft bemüht, dass ich nicht der erste bin, der sich meldet.

So, und heute waren wir also Schießen, aber leider hat es alles viel zu lange gedauert. Es war dann keine Zeit mehr, noch essen zu gehen. Er hatte mir ja eh nichts zugesagt (von wegen heute abend), ich wusste den ganzen Tag nichts, insofern war ich ziemlich verblüfft, als er dann vorhin, nachdem er bei mir geparkt hatte, sogar eine extra Plastiktüte aus dem Auto zog, in der sich eine Jeans befand. Er war also darauf eingestellt, mit mir nochmal rauszugehen. Sowas sagt er mir aber nachmittags nicht mal im Vorfeld am Telefon... nix. Und ich grübel den ganzen Tag, ob wohl was draus wird... :(
Naja. Wie gesagt, für richtig Essengehen war es leider zu spät, aber wir haben noch eine leckere Pizza auf die Hand gegessen (wobei ich durchaus im Vorfeld etwas genervt war... denn jedes Mal muss ICH entscheiden, was ICH essen möchte o. ä. Himmel, es war mir egal. Er sagt immer, es sei ihm egal und schiebt es auf mich. Mir ist dann doch fast der Kragen geplatzt, und ich hab ihm vorgehalten, dass er das ausnahmslos jedes Mal so macht, dass er MICH entscheiden lässt, und wenn es mir doch genauso egal ist wie ihm, sehe ich gar nicht ein, dass immer ich entscheiden soll. Ich glaub, ihm ist das gar nicht richtig bewusst. Er reagiert nämlich auch noch meist in so einer Situation genervt, wenn ich nichts entscheiden will, aber genauso könnte ich ja genervt sein, weil er nichts entscheiden will. Das ist doch wirklich bescheuert... als ob er da ein Recht hätte, genervt zu sein, schließlich kann nicht immer nur einer entscheiden...) und uns eben danach die Sache angeschaut. War aber doch nicht so spektakulär, wie wir erwartet hätten. Aber ganz nett. Da er ja morgen ein Turnier schießt, wollte er natürlich zeitnah nach Hause, aber zumindest sind wir am Rhein noch einen kleinen Umweg gelaufen.
Vom Wochentag her diese Woche Mittwoch, vom Datum her Samstag wäre ja sowas wie unser Jahrestag... *seufz*
Deshalb bin ich auch schon die ganze Woche etwas traurig, was ich etwas mühsam im Griff hatte... aber nun ja... hilft ja nix.
Doch ich denke, unter den gegebenen Umständen kann ich mit dem heutigen Abend ganz zufrieden sein. Wir haben uns dort an unserer Ecke am Rhein dann durchaus noch innig geküsst - draußen(!) -, und wir sind sogar ein ganzes Stückchen Hand-in-Hand gelaufen. Es war leer, aber nicht komplett menschenleer. Er hat es erstaunlich lange akzeptiert, ohne mich abzuschütteln... dabei hat er jetzt doch sogar nochmal Schwarz auf Weiß, wie tief ich für ihn empfinde...
Gut, wirklich Ruhe hatte er nicht, er wollte halt ins Bett, da morgen sein Turnier ist und er vorher auch noch einiges zu tun hat, klar.
Insofern finde ich es sehr schön, dass er das überhaupt alles so eingeplant hatte.
Und auch immer noch unter Berücksichtigung dessen, mit was für einem Thema ich ihn erst vorgestern ohne jede Vorwarnung konfrontiert hatte... nee, ich bin ihm da für seine Reaktion wirklich dankbar. Was hatte ich mir im Vorfeld für Gedanken gemacht...

Ach ja. Ich weiß nicht.
Irgendwie... wir stehen uns mit Sicherheit bedeutend näher, als er seinen anderen "Freundinnen" nahesteht... aber zugeben würde er das ja nie. Doch empfinde ich es so. Zwischen uns ist so viel... das muss er doch auch spüren... *seufz*

Vorhin beim Einschalten in den PC las ich auf Yahoo eine Nachricht, dass Wissenschaftler nochmal herausgefunden haben, dass die Partnerwahl durch die Pille beeinflusst wird, aber das war ja schon lange bekannt, und ich hab zweifelsohne die Erfahrung gemacht, dass mein Empfinden sehr davon beeinflusst wurde. Und J. ist eben der erste Mann, den ich ohne Pille kennengelernt habe... ich bin wirklich überzeugt davon, dass wir perfekt zusammenpassen würden... wenn nur irgendwann ein Wunder geschehen könnte...

So.
Also wirklich viel passiert im eigentlichen Sinne des Wortes ist nicht. Wir hatten heute zwei/drei nette gemeinsame Stündchen... und ich habe natürlich an die Zeit genau vor zwei Jahren gedacht... hab versucht, die Erinnerungen daran lebendig zu halten... klar, man kann die Zeit nicht zurückdrehen, aber solange er nicht komplett abblockt, versuche ich durchaus, ihn an diese Zeit zurückzuerinnern...

Und ansonsten hatte ich halt die ganze Zeit (der letzten Woche) damit verbracht, mir zu überlegen, wie ich das Thema ansprechen kann. Und ich bin von Herzen froh, dass ich das alles so schnell und zeitnah erledigen konnte, wobei ich da dieser Userin hier auch sehr dankbar bin. Sie hat eigentlich erst den richtigen Anstoß geliefert...
Und ich bin sehr beruhigt von seiner Reaktion und hoffe nur, dass jetzt auch was passiert.
Es hat uns, so denke ich, auf jeden Fall nicht geschadet. Eher fühle ich mich ihm von meiner Seite aus jetzt noch mehr verbunden als vorher... weiß nicht, ob ich z. B. sonst gewagt hätte, vorhin seine Hand zu nehmen (natürlich nicht dort, wo es voll war und wo wir im übrigen auch Freunde seiner Tochter trafen), aber immerhin hat er mich für seine heutigen Verhältnisse doch relativ lange gewähren lassen.

Ich kann letztlich eh nicht mehr als abwarten, was die Zeit noch so bringt.
Ich gebe immer noch nicht die Hoffnung auf.
Ich bin definitiv davon überzeugt, dass wir wunderbar zusammenpassen würden... und wenn wir uns dann zufällig über den Weg laufen, irgendwie denke ich immer, wir sind einfach unser "Schicksal"... *seufz*

PS: Hab ihm für Samstag, den 30.08., eine Unternehmung vorgeschlagen... aber natürlich weiß er noch nicht, ob er da kann...

Liebe Grüße,
Nohope.
 
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Nohope

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Guten Abend,

14 Uhr war sein Turnier, und ich hab bislang keine rechte Vorstellung, wie lange so etwas dauert. Um 19:38 Uhr hatte ich ihm daher eine SMS gesendet, weil ich natürlich neugierig war. Da muss er aber wohl noch unterwegs gewesen sein.

Gegen viertel nach acht rief er dann an. Es hätte sein bestes Ergebnis werden können, wenn im zweiten Durchgang nicht ein Materialdefekt passiert wäre und die Sonne ungünstig gestanden hätte. Das Ergebnis war für ihn aber durchaus trotz dieser Umstände immer noch ganz gut.
Nichtsdestotrotz wäre er auch ohne die Umstände des zweiten Durchgangs unter seinen Trainingsergebnissen geblieben. Das fällt mir jetzt im nachhinein, wenn ich mir die Werte durchrechne, mal so auf. Im Training ist er immer viel, viel besser.
Erstaunlich, dass er trotzdem guter Laune war...

Auf jeden Fall ist das jetzt in der ganzen Zeit das allererste(!) Mal gewesen, dass er mich nach einem Turnier noch angerufen hat (sonst - wenn überhaupt - nur eine SMS, und meistens ja nicht mal das). Auch wenn ich natürlich per SMS nachgefragt hatte, aber das heißt ja noch lange nicht, dass ich eine Antwort erhalte und schon gar nicht, dass es mehr als eine Antwort-SMS ist. Insofern hat es mich gefreut.

Aber das war's dann auch jetzt. Morgen mittag ist er nach dem Gottesdienst zu einem Geburtstag eingeladen. Insofern höre ich an diesem WE dann nichts mehr von ihm.

Warum bin ich heute nur so unzufrieden? Mir geht halt das Datum des heutigen Tages nicht aus dem Kopf... 16. August... aber herrje, ich sollte mal vernünftig sein. Natürlich war es toll vor zwei Jahren, aber so wirklich möchte ich die Zeit doch gar nicht zurückdrehen. Wenn ich darüber nachdenke, was ich damals für ein Mensch war, ich hab seitdem doch einen recht großen Schritt gemacht, ich brauchte diese Entwicklung. Mein Verstand sagt, es musste so sein... mein Verstand sagt weiter, dass ich doch wirklich dankbar für unsere gute Freundschaft sein kann... und wir hatten gestern doch auch einen schönen Abend...
Aber klar, mein Herz möchte halt mehr... viel mehr... viel, viel, viel mehr... mein Herz möchte, dass er zu mir gehört, dass er mein fester Partner ist... *seufz* :(

Ich sollte heute wohl besser mal ganz früh schlafen gehen.

LG.
Nohope.
 
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Nohope

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Hallo Ihr Lieben,

mal wieder ist es Zeit für einen neuen Eintrag... ;)

Also, was ist seit meinem letzten Eintrag so passiert? Ich hatte an dem WE vor zwei Wochen wie erwartet nichts mehr von ihm gehört. Am Montag wunderte ich mich, dass er nicht im Büro zu sein schien und schrieb ihm am Nachmittag eine fragende SMS. Abends war ich mit jemandem essen, und als ich nach Hause kam, sah ich, dass er mich gegen 21 Uhr angerufen hatte. Erst am darauffolgenden Tag erfuhr ich dann, dass er tatsächlich krank war. Das ist bei ihm quasi eine absolute Ausnahme. Es kommt nie vor, dass er sich im Büro krankmeldet. Er sagte, er hatte befürchtet, eine Rippenfellentzündung zu bekommen, es wären die ersten Anzeichen gewesen. Letztlich war es das nicht, und was es war, bleibt ungeklärt. Wenn ich ehrlich bin, hab ich vermutet, dass mein Brief nicht ganz unschuldig an der Sache war. Bei manchen Menschen äußern sich solche Dinge ja dann körperlich, wenn sie etwas belastet und sie das nicht zugeben wollen...

Letzte Woche Mittwoch haben wir uns nur beim Schießen gesehen, er kam danach nur mal eben kurz mit zu mir, um sich etwas anzusehen, wofür ich mal demnächst seine Hilfe mit der Bohrmaschine benötige. Es war die Frage, ob er das am Kinder-WE-Samstag bereits hätte dazwischenschieben können, aber ich hatte dann auch letztes WE nichts von ihm gehört.

Voriges Jahr im Oktober waren wir doch mal in einem Thermalbad - dieser wunderschöne Tag mit dieser intensiven Nähe, in dessen Folge es doch zu dem schwersten und längsten Rückzug seinerseits überhaupt gekommen war, vielleicht erinnert Ihr Euch -, und ich hatte doch damals zwei Gutscheine für einen nochmaligen Besuch erhalten, und nun stand im Raume, dass wir dafür einen Termin finden. Überraschend hatte er mir dann letzte Woche diese Woche Freitag als Termin vorgeschlagen. Morgen. Ich fand den Termin von Anfang an aus verschiedenen Gründen nicht wirklich glücklich, aber da es schwer ist, mit ihm einen Termin zu finden, an dem er im Büro freinehmen kann, ließ ich es erstmal so stehen. Und ein bisschen wetterabhängig ist es ja auch. Das kommende WE findet außerdem in unserer Stadt etwas statt, wo ich sehr gerne mit ihm hingegangen wäre, zumindest abends.
Leider hat sich dann herauskristallisiert, dass er am Samstag aber zu einer seiner neuesten weiblichen Bekannten fahren wird (die auch noch 49 kg bei 1,72 m Größe wiegt, wie ich zufällig mal am Rande erfuhr), um sich bei ihnen im dortigen Schießverein ein Event anzuschauen. Sie wohnt ca. 140 km entfernt.
Spätestens ab dem Zeitpunkt war mir der Freitag gar nicht mehr recht, denn natürlich hatte ich im Hinterkopf, dass so ein Thermalbadbesuch wieder eine schöne Gelegenheit wäre, um danach eventuell die Nacht mit ihm zu verbringen. Aber das konnte ich schlecht so direkt sagen...

Nun hat sich bei mir am Montag etwas im Büro ergeben, was sehr unschön ist. Demnächst wird mein komplettes Dezernat auf verschiedene andere Dezernate aufgeteilt. Ich werde dann übrigens in das Dezernat kommen, in dem eine andere meiner "heimlichen Konkurrentinnen" sitzt... es ist das Dezernat, mit dem er dienstlich eng zusammenarbeitet. Allerdings ändert sich mein Aufgabengebiet nicht, also werde ich - hoffentlich - dienstlich nichts mit ihm zu tun haben, allerdings werde ich je nach räumlicher Aufteilung dann mitbekommen, wenn er sie besucht... Ich bin nicht sonderlich glücklich über diese ganze Perspektive. Ich glaub, er auch nicht... dass ich das dann "kontrollieren" kann, würde ihm wohl auch wenig behagen... er meinte dazu gestern nämlich mal, da müsste er mal sehen, inwieweit er das irgendwie beeinflussen kann...

Auf jeden Fall war ich Montag nach der Neuigkeit ziemlich geschockt, doch montags macht er ja jede zweite Woche früh Schluss, weil er Kegeln (und Trinken) geht, umso überraschter war ich, dass er es doch geschafft hatte, am Montag noch spätabends anzurufen. Kegelmontag und Anrufen kam eigentlich selten vor. Aber er war sogar noch topfit, und wir haben 1 1/2 Stunden telefoniert. Ich hatte durchaus auch sonst noch einiges zu erzählen, weil ich interessante Dinge unternommen hatte, aber wir sprachen dann auch noch mal über den Thermalbadtermin.

Ehrlichgesagt staunte ich nicht schlecht, als er dann von selbst meinte, dass es eben diesen Freitag schwer wäre, den "Abend noch gemeinsam ausklingen zu lassen"... ich traute meinen Ohren kaum... Da aber wie gesagt noch andere Gründe dagegen sprachen, ist der Termin jetzt erstmal um drei Wochen verschoben.

Nun hatte ich schon ein paarmal angedeutet, dass ich gerne endlich den Whisky probieren würde, den er mir zu meinem Geburtstag geschenkt hat, was ich mit ihm gemeinsam tun wollte, da ich mich ja damit nicht auskenne, und ich meinte schon länger, dass ich ihn dann entweder mit zu ihm nehmen müsste oder er mal bei mir schlafen. Ebenso wusste ich, dass er seit letztem WE "Keinohrhasen" auf DVD hat, und ich bekundete bereits im Vorfeld Interesse.

Bei unserem Telefonat am Montag erwähnte ich diese Dinge im Gesprächsverlauf nicht mehr, aber nachdem der Thermalbadbesuch verschoben war, sagte er doch tatsächlich von selbst(!), dass er mir "stattdessen aber diese Woche etwas anderes anbieten könne"... nämlich "Keinohrhasen" zu schauen, und er meinte, er müsste mal sehen, wie seine Termine so sind, ergo plante tatsächlich er von sich aus offen eine Übernachtung meinerseits ein.
Ich hab meinen Ohren nicht getraut.
Ich wollte es auf keinen Fall im Vorfeld hier im Tagebuch beschreien.
Eigentlich ist das fast eine kleine Sensation.
Nein, ich will es jetzt nicht künstlich hochpuschen, es ändert ja nichts an der Gesamtsituation, aber wann hat es das zuletzt gegeben, dass er offen ein paar Tage im voraus einplant, dass ich bei ihm übernachten kann?! Das ist doch eine halbe Ewigkeit her...
Es war eigentlich fast zu schön, um tatsächlich wahr zu sein...

Dienstag klärte sich dann auch, dass es ihm am Mittwoch - gestern - am besten passt. Wir haben dann auch abgesprochen (mein Vorschlag), dass wir mal wieder ein Pizzablech vom Aldi machen. Ich hab die Zutaten besorgt. Wir haben sonst allenfalls eine richtige TK-Pizza aus seiner großen Gefriertruhe gegessen, weil mein Dasein ja in der letzten Zeit meistens eher "Zufall" war...
Tatsächlich erinnere ich mich an so ein selbst belegtes Aldiblech das letzte Mal aus der Zeit, wo wir mehr oder minder zusammen waren... damals streute er nämlich versehentlich Kümmel anstelle von Kräutern über die Pizza... und das ganze war durchaus etwas, woran wir bis heute zurückdenken... :)

Naja. Und so kam es dann auch. Ihr könnt Euch wahrscheinlich kaum vorstellen, wie gelöst ich mich gefühlt habe... so den ganzen Tag bereits zu wissen, dass ich tatsächlich bei ihm würde übernachten können... meine Güte, wie entspannend... wie "normal"...
Wir hatten einen herrlichen Abend!!!
Alles war so normal, so absolut selbstverständlich...
Übrigens finde ich auch den Film sehr gut - trotz Til Schweiger, den ich nicht so gerne mag -, nur war mir nicht klar, wie der Umschwung kam, dass dieser Ludo als Hauptdarsteller von seinen anfänglichen ONSs dann plötzlich zu der Liebe zu ihr kam... es erschien mir nicht schlüssig, aber egal.

Unser Abend war wirklich sehr, sehr schön...
Als es Schlafenszeit wurde und er meinte, er würde jetzt ins Bett gehen, meinte ich zu ihm sinngemäß, dass ich halt gerne hören würde, dass er mich mitnehmen möchte, und ich könnte ja schließlich sonst auch auf der Couch schlafen, ich könnte durchaus mal stur sein... was er mir nicht glaubte... aber er hat dann später zumindest doch noch gesagt, dass er mich auch mitnehmen möchte...

Es kam letztlich nicht zu Sex in seiner Vollendung, aber erstmalig haben wir heute morgen doch zumindest halbwegs offen darüber sprechen können, was ich als ausgesprochen befreiend empfunden habe. Endlich.

Doch das ist ja nun auch nicht sooo wichtig.

Viel wichtiger ist die Nähe, die ich zu ihm empfunden habe. Okay, seien wir ganz ehrlich, durchaus nicht die ganze Zeit. Mir ist mittlerweile aber bewusst, dass er auch innerhalb einer Beziehung nicht der Typ dafür wäre, ständig aneinander zu kleben, aber im großen und ganzen war es so angenehm wie lange nicht mehr.

Vor dem Einschlafen sagte ich zumindest zu ihm, dass ich ihn lieb hätte (nicht mehr, und "lieb haben" kann man ja viele, auch seinen Teddybär... ich will ihn nicht überfordern, es wäre einfach ein Riesenschritt, wenn er zumindest DAS mal wieder sagen könnte...).
Ich glaub, es folgte keine direkte Reaktion.
Ich meinte weiterhin, dass ich mir sicher sei, dass er mich auch lieb hätte.
Wenn ich mich recht entsinne, folgte seinerseits sowas wie "na dann...". Er gab mir aber nur einen Gute-Nacht-Kuss und meinte, "dann schlaf jetzt mal schön".
Ich meinte, es würde ihm durchaus kein Zacken aus der Krone brechen, wenn er das zugeben würde.
Er sagte sinngemäß, naja, er hätte aber keine Krone, sonst könnte er sich das ja fast/glatt(?) überlegen...

Irgendwie hatte ich den Eindruck, ich war so kurz davor wie lange nicht mehr, ihn zu dieser Aussage zu bewegen, aber nein, die erlösenden Worte blieben leider aus. Sei's drum.

Zumindest konnte ich ihn heute morgen noch dazu bekommen zuzugeben, dass er meine Anwesenheit und den Abend schön fand.

Und das war es dann auch erstmal wieder.

Hilfsbereit wie er ist, wird er mit mir demnächst ein Regal besorgen, und wenn ich Glück habe, wird aus unserem Thermalbadbesuch in drei Wochen etwas (mit dem "gemeinsam ausklingenden Abend..."), aber ansonsten muss ich der Realität ins Auge sehen, dass alles so ist, wie es nun einmal ist, und auch dass er am WE andere Frauen besuchen wird und ich ansonsten wenig mit ihm planen kann und halt die Dinge alleine oder mit anderen unternehmen muss, die ich jetzt gerne unternommen hätte.

Trotzdem habe ich einfach den Eindruck, dass es absolut nicht völlig sinnlos ist, sich noch Hoffnung zu bewahren. Aber diese Hoffnung ist halt auf weite Zukunft ausgelegt, und natürlich besteht weiterhin die Gefahr, dass er eine andere Frau kennenlernen könnte, wo dann plötzlich alles anders ist. Aber zur Zeit bin ich zumindest definitiv die Einzige, mit der es zu etwas "mehr" kommt (wobei ich nicht weiß, inwieweit er andere küsst, ich denke aber, nein...).

Wie gesagt, die Grundsituation ist eigentlich völlig unverändert, und doch hat er mich diese Woche sehr erstaunt. Und Ihr könnt Euch denken, dass ich sehr glücklich darüber gewesen bin. Ich darf halt jetzt nur nicht den Fehler begehen, das ganze zu euphorisch und als "positive Wendung" zu bewerten, was ein klitzekleiner Teil meines Herzens leider tut, der meint, hier minimale Fortschritte zu erkennen...

Abwarten.
Natürlich bin ich auch gespannt, wie ein zweiter Thermalbadbesuch laufen wird, der vor einem Jahr ja erstmal negative Konsequenzen hatte. Doch ist ein wirklich kompletter Rückzug so heute ja auch gar nicht mehr möglich, da wir uns zumindest im Verein sehen würden.

Naja. Soweit meine News... und weiterhin gilt: Die Hoffnung stirbt zuletzt... ;)

Trotzdem bin ich ehrlich, gerade nach solchen Aktionen ist meistens mein Wunsch nach Beziehung stärker ausgeprägt als meine Zufriedenheit über das schöne Ereignis... *seufz*...
Es könnte alles sooooooo schön sein mit uns...

PS: Dabei fällt mir gerade ein, dass mein Ex-Freund letztens beim Frühstücksgespräch zu mir meinte, ich könnte mir doch einfach vorstellen, dass wir eine Beziehung hätten... Ich fand den Grundgedanken eigentlich gar nicht mal schlecht. Nur hab ich halt überlegt, was wäre denn KONKRET im Falle einer Beziehung anders, und zumindest ein paar Dinge wären dann nun einmal anders, nämlich dass ich keine Angst vor Zurückweisung haben müsste, wenn ich in der Öffentlichkeit nach seiner Hand greife, und auch, dass wir mal gemeinsam was mit den Kindern machen könnten und ebenso, dass ich mehr "Anrecht" darauf hätte, dass wir vielleicht mal ein paar Tage wegfahren... es wäre nicht viel, und doch wäre objektiv gesehen einfach etwas anders. Insofern ist es ein netter Gedanke, aber er hinkt ein wenig...

Für den Moment liebe Grüße,
Nohope.
 
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Nohope

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Hallo Ihr Lieben,

in den vergangenen drei Monaten seit meinem letzten Eintrag in diesem Thread habe ich J. ja immer nur am Rande im "sonstigen Leben" erwähnt, denn es gab - und gibt - eigentlich in diesem Thread hier nicht wirklich etwas zu sagen.

Nichtsdestotrotz möchte ich doch diesen Thread hier wieder aktivieren.

Um das im "sonstigen Leben" erwähnte nochmal zusammenzufassen:

Mein letzter Eintrag HIER war ja eigentlich recht positiv... ja, Ende August standen wir uns emotional tatsächlich wieder etwas näher... das erste Mal seit so langer Zeit hatte er mir wieder aktiv einen Vorschlag unterbreitet...

Mit meiner Anmeldung für mein damals allererstes Turnier war ich ziemlich nervös, hatte gesundheitliche Probleme und anderes. Und in dieser Situation hatte ich ihm am 07.09. eine Mail gesendet, in der ich ihn nach verschiedenen Unternehmungen fragte, fragte, ob er sich vorstellen könnte, dass wir das und das gemeinsam machen. Und ich verlieh meinem Wunsch Ausdruck, dass es mir wichtig wäre, wenn er am 23. November mit mir zusammen in die Kirche gehen würde... denn an diesem Tag war ich auf den Tag genau fünf Jahre katholisch, und trotz aller Irrungen und Wirrungen ist dies für mich ein wichtiger Tag, und er ist ja nun mal auch Katholik und aktiv in der Kirche.

Am Vortag des Turnieres hatte er mir dann noch eine Kommode aufgebaut, ich hatte Zwiebelkuchen gemacht, den er mehrfach lobte, aber ich hatte durchaus gespürt, dass er sich mir etwas entzog, aber ich hatte dem ganzen noch keine große Bedeutung beigemessen.
Am 14. September dann war es nach dem Turnier offensichtlich: Aus mir bis heute nicht erklärlichen Gründen ging er auf Distanz, was mich in dieser Situation auf dem völlig falschen Fuß erwischte (gerade wo das erste Turnier doch so eine positive Erfahrung gewesen war). Es kam nach der Annäherung von August einfach zu plötzlich und überraschend... ich war mir keiner Schuld bewusst.
Er schob es dann auf diese Email... er fühlte sich mal wieder vereinnahmt... ach, was weiß ich.

Unser geplanter Thermalbadbesuch fiel dann ins Wasser, weil ich unter diesen Umständen keine Lust auf eine derartige Unternehmung hatte. Er hätte keine Übernachtung zugelassen, und da er drei Wochen vorher noch von sich aus ganz anders gesprochen hatte, hätte ich das emotional nicht verkraftet.

Seit mitte September dann hatten wir also den Status einer mehr oder minder "normalen" Freundschaft, sofern man bei uns überhaupt von Freundschaft sprechen kann.
Auf der einen Seite ist der Kontakt für mich ausgesprochen schwierig und schmerzhaft, auf der anderen Seite hab ich mir das ganze selbst eingebrockt, dass ich ihn nun regelmäßig sehe, weil wir im selben Verein sind (und so viele Aktive gibt es da nicht!). Ich bin irgendwo ja fast "verpflichtet", mich ihm gegenüber normal und freundschaftlich zu verhalten, so wie ich jeden anderen im Verein auch behandeln würde, und letztlich ist mir seine Freundschaft ja auch immer noch wichtig.

Wie Ihr wisst, weiß mittlerweile auch unsere Trainerin über die Geschichte Bescheid, weil es mir damals einfach zu schlecht ging und sie mich getröstet hatte. Ich hab es im nachhinein bereut, aber sie schafft es tatsächlich, ihr Wissen für sich zu behalten.

J. und ich haben trotzdem die ganze Zeit nichts gemeinsam unternommen. Wir sahen uns im Verein. Er fuhr mich nach Hause. Er nahm mich am 9. November mit zu dem Turnier. Wir telefonierten durchaus auch regelmäßig und lange. Aber das war's dann auch. Allenfalls flüchtige Umarmungen und kurze Bussis im Auto. Mehr nicht.

Gut, meine eine Freundin mit dem Neugeborenen hab ich auch ewig nicht gesehen, aber dafür gibt es halt Gründe. Mit meiner anderen Freundin hab ich es aber kürzlich geschafft, mal wieder einen Restauranttermin zu vereinbaren. Dazu telefoniert man, schaut in seinen Kalender und stimmt einen Termin ab. Fertig. So einfach geht das.
Mich fing es an, allmählich zu ärgern, dass dies mit ihm nicht (mehr) möglich sein sollte.

Es stand die Überlegung im Raume, ob wir nicht am 12. November nach dem Training mit Gutscheinbuch essen gehen. Er hatte einen stressigen Tag und das ganze vergessen. Letztlich sind wir dann ungeplant doch noch kurz was essen gewesen, wo wir dann nur noch einen Bistrotisch bekamen. Es war aber das erste Mal überhaupt, dass wir mal wieder ein paar mehr Sätze Auge in Auge miteinander wechselten. Aber wirklich alles nur Smalltalk...
Ich fragte ihn, ob wir es wohl die Woche drauf auch ordentlich "geplant" hinbekommen würden.
Ach so, und er hatte einen neuen Fernseher geordert und machte sich einen Spaß daraus, mir nicht zu verraten, welchen. Wahrscheinlich war ich der einzige, den es ernsthaft interessiert hat, und klar, mein Ex-Freund O. meinte später auch, er könne durchaus verstehen, warum J. mir das nicht sage, meine Neugier sei einfach zuuu unterhaltsam... *grmpf*

Naja. Dann kam einen Tag später das Donnerstagstraining, und an diesem Abend kam die Überraschung, dass ich bereits am 16. November mangels Teilnehmern beim Ligaschießen mitmachen sollte. Das war so nicht geplant, und ich stand ziemlich neben mir. Dann auch noch die Abstimmungen bzgl. der Fahrerei, und ein anderer, der das ja nicht ahnen konnte, sorgte dann dafür, dass ich nicht mit J., sondern mit anderen fahren "musste", was meine Laune nicht unbedingt hob (meine zwei guten Turniere waren schließlich welche, bei denen ich mit IHM gefahren bin, ja, vielleicht bin ich manchmal doch ein wenig abergläubisch... aber natürlich spielt auch mit hinein, dass ich bei ihm ich selbst sein kann und nicht höflichen Smalltalk machen muss).
An diesem Abend waren wir nach dem Training dann nur zu fünft noch nebenan was trinken: J., ich, ein Pärchen (meine neue Bekannte P. mit F.) und ein anderer.
J., P. und ich unterhielten uns, P. frug ihn so, wie alt er sei (sie ist 39 1/2) und meinte doch glatt, er sei doch sicher jünger als sie, und natürlich hab ich mich ziemlich echauffiert, warum sie sich so einschleimt... naja, das war aber auch wirklich lächerlich... soooo jung wirkt er nun auch wieder nicht.
Wo das Thema einmal das Alter war, erwähnte J. dann wieder einen Spruch, den wir auf unserem gemeinsamen Wochenende damals im Dezember 2006 auf einem Plakat gelesen hatten... von wegen "Frauen ab 35 in der zweiten Lebenshälfte"... J. sagte dies, um mich zu ärgern, klar, aber er vergisst dabei, dass dieser Spruch nun mal von unserem gemeinsamen Wochenendurlaub stammt, auf dem wir ein PAAR(!) waren...
Mich hatte das einfach runtergezogen. Ich war eh nicht sonderlich fit.
Donnerstags lässt er mich dann auf seinem Heimweg immer an der Straßenbahnhaltestelle raus, was für ihn kein Umweg ist. Sie fährt im 20-Minuten-Takt.
Klar, es war blöd, aber irgendwie konnte ich einfach nicht anders und sagte, dass ich so gerne mal wieder in seinen Armen einschlafen würde... er meinte nur Dinge wie, das könne er nicht, das ginge im Moment nicht, so ungefähr. Ich hab gesagt, dass ich das nicht verstehe, meinte nochmal, was denn nur vorgefallen sei, warum er sich denn so distanziert verhalten würde, dass wir uns doch wieder näher waren und dass ich diesen plötzlichen Stimmungsumschwung einfach nicht begreife. So ungefähr. Ich wollte und suchte Antworten, er wich mir aus. Druckste nur herum. Wand sich. Mir ging es schlecht. Auf der Anzeige sah man, dass die Bahn gleich kommt. Ich bat ihn, nochmal 20 Minuten auf die nächste Bahn zu warten. Aber er schmiss mich unbarmherzig raus.
Ich verstand die Welt nicht mehr.
In mir brach irgendwie alles zusammen.
Ja, es hört sich theatralisch an, jetzt wo ich das aufschreiben will, komme ich mir auch selten dämlich vor, aber es ändert nichts an meinen Empfindungen an diesem Abend. Ich denke, durch seinen Spruch aus unserem Urlaub kam wirklich wieder so einiges auch hoch, und die Sehnsucht nach ihm schmerzte so sehr.

Ich hab noch in der Bahn versucht, ihn anzurufen, schickte ihm dann eine SMS... die zugegebenermaßen mehr als kindisch war... beginnend mit dem Satz, wie er sich fühlen würde, wenn es mich nicht mehr gäbe...

Als ich zu Hause war, ging es mir wirklich richtig dreckig. Zum ersten Mal seit langer Zeit hab ich intensiv darüber nachgedacht, wie es wohl wäre, tot zu sein. Ich überlegte, alle mir zur Verfügung stehenden Tabletten zu schlucken, zusammen mit einer Flasche Rum. Da ich aber keine schlimmen Medis besitze bis auf eine Packung Methylphenidat und eine alte Packung ADs und mir vom Verstand her klar war, dass ich keinen Bock darauf hätte, schlimmstenfalls "nur" im Krankenhaus zu landen und mir den Magen auspumpen zu lassen - wenn ich nicht sowieso schon von selbst gekotzt hätte -, hab ich einen Hilferuf per SMS an P. geschickt, die zum Glück schon geschlafen hatte, und J. dann hinterher eine bitterböse Email geschrieben. Danach ging es mir für den Moment besser.

Am nächsten Tag hab ich morgens nur geheult. Ich hab überlegt, mich krankzumelden, aber das ging nicht, durch das ungeplante Ligaschießen sah ich mich gezwungen, den weiten Weg in eine etwas entfernt liegende Stadt anzutreten, um noch ein wenig dort auf einer Schießbahn zu trainieren. Deshalb war ich auch bereits früh im Büro.
Ich schickte dann eine Mail an die Ex-Frau von J. Die heißt auch P., genau wie meine neue Bekannte aus dem Verein. Diese P. hatte mir ja schon im September mal angeboten, dass es bei ihr im Büro jederzeit Kaffee oder Tee und zwei offene Ohren geben würde, wenn ich mich aussprechen wolle, ich hatte damals im September ja schon mal Emailkontakt mit ihr gesucht und hatte gehofft, sie könne zwischen meinen Zeilen lesen.
Diesmal nun war es mir ernst. An dem Morgen ging einfach gar nichts mehr. Ich meinte dann noch zu ihr, dass ich nicht glaube, dass ich mit ihr reden könne, aber ich bräuchte einfach dringend jemanden, der mich in den Arm nehme. P. ist bei uns die Gleichstellungsbeauftragte und hat größtenteils keine "normale" Tätigkeit.
Als ich bei ihr im Büro ankam, bin ich erstmal nur in Tränen ausgebrochen, und sie nahm mich sofort in die Arme und tröstete mich. Sie trug einen dunkelbraunen Cashmere-Rollkragenpullover, ich glaub, genau denselben hab ich auch...
Dann hab ich mich langsam ausgesprochen, hab ihr weitestgehend in Kurzform die ganze Geschichte meiner unglücklichen Liebe erzählt... eigentlich war ich mir ja gar nicht sicher, ob ich ihr wirklich endlich reinen Wein einschenken wollte, aber auf der anderen Seite belastete mich das ganze ja auch schon sehr lange, insbesondere weil sie mir gegenüber doch bereits an Altweiber ein paar Bemerkungen gemacht hatte, bei denen sie nicht ahnen konnte, dass ich ihren Ex-Mann kenne. Ihr erinnert Euch vielleicht, dass sie damals sagte, ihrer Ansicht nach wisse ihr Ex-Mann gar nicht, was Liebe sei, und sie sei heute so glücklich wie noch nie zuvor in ihrem Leben... und dass sie eben an seiner Seite emotional verhungert sei.

Naja. Ich kam dann irgendwann an eine Stelle, wo ich formulierte, dass ich nun seit ca. 1,5 Jahren immer wieder darüber nachgedacht hätte, mal mit seiner Ex-Frau zu sprechen... dass ich die Hoffnung hätte, mir das ganze dann endlich aus dem Kopf schlagen zu können... dass ich das immer so als "Endlösung" gesehen hätte, wenn es wirklich gar nicht mehr weitergeht und ich mir keinen anderen Rat weiß, weil es ja letztlich auch ihm gegenüber ein großer Vertrauensbruch wäre...
Ach so, ich glaub, das sagte ich, weil sie mich vorher schon gefragt hatte, ob ich schon mal mit jemandem gesprochen hätte, der ihn kennt... und ich erwähnte, dass ich mit ein paar Leuten wohl mittlerweile mal gesprochen hatte, aber wirklich kennen tat ihn davon keiner, halt nur flüchtig, und dass wohl die einzige, die ihn richtig kennt, seine Ex-Frau sein dürfte...

Sie fragte nun, ob ich seine Ex-Frau denn kennen würde.
Ich blickte sie mit Tränen in den Augen an und sprach nur ihren Namen aus. Ich meinte, ob sie es sich denn nicht denken könne. Sie blickte mich an und sagte, sie wolle es gerne von mir hören. Und ich sprach seinen Namen aus.
Danach hab ich hemmungslos geweint, und sie hat mich fest umarmt und gestreichelt.

Es ist irgendwie verrückt, aber an dem darauffolgenden Wochenende habe ich genau diese Szene im Kopf wieder und wieder abgespult... ich weiß nicht, warum, aber es war wirklich wichtig, dass sie es mich hat aussprechen lassen... irgendwie war das wohl eine Szene, die ich im Gesamtablauf so nie vergessen werde.

Naja. Danach hat sie dann endlich auch ein Schild vor ihre Tür gehängt, dass sie nicht gestört werden möchte, und wir konnten endlich richtig offen miteinander sprechen.

Ich finde es wirklich bemerkenswert, wie sie mit der ganzen Situation umgegangen ist und wie offen sie auch über sich und ihre Ehe - und ihre Krankheit - gesprochen hat. Es war auch interessant, bei manchen Dingen, die ich nur aus seiner Sicht kannte, nun mal ihre Sicht zu hören.

Sie hatte ja Bulimie seit Jugendtagen, was sie ihm verheimlicht hatte. Übrigens hat sie tatsächlich auch bereits über ein katholisches Ehenichtigkeitsverfahren nachgedacht und mit Priestern gesprochen, sie dürfte es wohl durchkriegen, wenn sie es anstreben würde (hat sich aber für den Moment dagegen entschieden), da sie eben ganz klar eine schwere Sache verheimlicht hat. So sind die katholischen Gesetze. Ich finde das im nachhinein verrückt, denn was hatte ich ihn damals vor zwei Jahren doch damit gequält, dass er sich um sowas bemühen solle, aber er wollte nicht, meinte, das sei dasselbe schmutzige-Wäsche-waschen, was sie mit ihm vor weltlichen Gerichten veranstaltet habe. Tja. Vor Gott hat hier dann nach katholischem Recht wohl wirklich keine Ehe bestanden, worin sich mein Herz ja damals von Anfang an so sicher war... im nachhinein schon seltsam irgendwie... was wäre wohl gewesen, wenn ich damals offen mit ihr gesprochen hätte, hätte das irgendetwas ändern können? Naja. Damals hätte sie ja vielleicht auch anders reagiert, man weiß es nicht.

Wir sprachen im übrigen auch über den Glauben, sie war ja auch immer sehr aktiv in der Kirche, und natürlich war auch für sie die ganze Sache nicht einfach. Sie hatte damals alle Ämter niederlegen müssen, die sie innehatte, sie war Kommunionhelferin, Katechetin, Pfarrgemeinderatsmitglied usw.

Jedenfalls erzählte sie auch, dass sie sich wohl in all den Jahren nie in dem Sinne gestritten hätten, weil J. einfach nicht konfliktfähig sei. Sie erwähnte, dass auch sein Elternhaus nicht konfliktfähig war. Sie hatte es mal erlebt, dass seine Eltern wochenlang nicht mit ihm und ihr sprachen, und da kam das dann heraus, und sie sagte, so wären sie auch schon mit ihm als kleines Kind umgegangen.
Ihr könnt Euch kaum vorstellen, wie oft ich seitdem einen kleinen Jungen vor meinem geistigen Auge sehe, dessen Eltern ihn mit Nichtachtung strafen, weil er irgendwas tat, was ihnen nicht passte, aber die nicht mit ihm darüber offen redeten... immer muss ich weinen, wenn ich darüber nachdenke... er tut mir im nachhinein so leid...

Er tut mir auch leid, weil er ja immer noch nicht versteht oder verstehen will, warum sie sich von ihm getrennt hat. Dabei sagte sie, sie hätte ihm ihre Krankheit bereits sechs Jahre vor der Trennung offenbart (er sprach immer von einem oder einem halben Jahr), und damals sei er nur aufgestanden und hätte schweigend das Zimmer verlassen. Ihr sei heute klar, dass er damit halt überfordert war, aber sie brauchte Hilfe, und die fand sie damals bei einem verheirateten alten Schulfreund. Beide Paare fuhren damals immer gemeinsam in den Urlaub. Heute ist sie ja mit ihm verheiratet. Dieser hätte ihr sofort Hilfe angeboten. Sie sagte, einige Monate vor der Trennung hätte sie nochmal zu J. gesagt, dass dieses Kümmern allmählich ihre Ehe gefährde... aber J. hätte keinen Ton dazu gesagt. Himmel, wie kann man so blind sein, wie kann man die Realität nur so ausblenden. J. hat ja gar nichts für sie getan, hat ja auch ihre Krankheit nicht sehen wollen...
Übrigens, und das hat mich auch total geschockt, sie sagte, hätte sie sich nicht getrennt, ihre Ärztin hätte gesagt, sie wäre ein halbes Jahr später tot gewesen...
Bei ihr war wohl schon alles zerfressen, sie hatte innere Blutungen.
J. weiß das nicht.
P. war mit dem Tag ihrer Trennung geheilt.

P. tut es leid, dass er immer noch nicht versteht, warum sie sich von ihm getrennt hat... sie sagte, sie bedaure, dass es keine ordentliche Aussprache gegeben hätte... sie warte auf den Tag, wo sie einfach mal wieder einen Kaffee trinken könnten... aber noch weicht J. aus, auch wenn wohl heute vor einem Elternabend beispielsweise schon wieder mehr Absprache möglich ist als noch vor einigen Jahren.
Doch wenn sie bei seinen Nachbarn zu einer Feier eingeladen ist, dann sagt er wohl erst zu, kommt dann aber doch nicht. Bislang ist er nie irgendwo aufgetaucht, wo sie auch war.

In seinem Haus hat sie Hausverbot. Und seine Eltern ziehen zum Teil wohl ziemlich über sie her, was sie dann von ihren Kindern hört, die alt genug sind, um nichts auf das Gerede zu geben, sondern die das dann mächtig ärgert.

Ich finde es wirklich traurig, wenn Ehen so böse auseinandergehen... nach 14 Jahren...

Was im übrigen die Gerichtsstreitigkeiten angeht, erscheinen diese nun in einem völlig anderen Licht... aus J.'s Sicht war sie ja die "Böse", aber er war wohl bei den letzten Verhandlungen gar nicht mehr anwesend und hat darum gar nicht gehört, dass der Richter zu seiner Anwältin sagte, er solle ruhig so weitermachen, wenn er sein Geld zum Fenster rauswerfen wolle...
Und er muss wohl versucht haben, ihr mit der Begründung, sie sei psychisch krank, die Kinder vorzuenthalten. Sie sagt, das ist alles verletzte Eitelkeit. Klar. Aber wie verletzt und wie blind muss man sein, um so zu handeln.
Nichtsdestotrotz hegt sie keinen Groll gegen ihn und wünscht ihm sehr, dass er wieder mit einer Frau glücklich wird.
Und auch für mich hat ja das Gespräch nicht die erwartete Konsequenz, dass ich ihn mir nun aus dem Kopf schlagen könnte, eher liebe ich ihn noch mehr... *seufz*

Es sind halt Defizite, die er hat, aber irgendwelche Fehler und Macken hat ja jeder Mensch.
Sie sagte, er hätte sich auf jeden Fall immer bestens um alles gekümmert, was halt so zu organisieren war, wo er eben aktiv etwas tun konnte, wo es nicht um die emotionale Ebene ging.
Übrigens gab sie zu, dass sie tatsächlich sehr viel und sehr gerne geplant habe (er sagte doch mal, dass ihm die ewige Planerei schon zu Zeiten seiner Ehe auf die Nerven gegangen sei)...

Wie gesagt sprachen sie und ich auch über andere Dinge, und ich hab nun am 3. Dezember auch ein Vorgespräch bei der Therapeutin, die ihr damals geholfen hat.


An dem besagten Freitag bin ich doch dann am Nachmittag zum Schießen in diesen anderen Ort gefahren. Ich hab mich von der Kollegin mitnehmen lassen, die ich immer als heimliche Konkurrentin angesehen habe, die wohnt da, und jetzt ist sie ja wirklich meine Kollegin, weil bei uns umstrukturiert wurde.
So beiläufig hab ich auch J. erwähnt, weil ich neugierig war, wie sie zu ihm steht... nun ja... ich glaub, das ist von ihrer Seite aus nicht der enge Kontakt, wie er es darstellen würde... ihre Reaktion war sogar ziemlich erheiternd, so von der Mimik her... der sei ja viel zu alt und zu unsportlich und mit den Kindern, das gehe doch gar nicht... und überhaupt...
Naja. Unsportlich. Armer J. Er tat mir irgendwie leid in dem Moment... :D

Aber auch dieses Gespräch hatte mir dann irgendwie geholfen. So am Rande. Schwer zu beschreiben.

An dem Wochenende dann war ja dieses Ligaschießen, und sowohl am Samstag davor wie am Sonntag, als es vorbei war, hatten J. und ich durchaus Stunden telefoniert... ganz sachlich... als wäre NICHTS gewesen...
Nur als ich ihn fragte, wie es denn nun mit dem 23.11. aussehe, da druckste er wieder herum und meinte, das wisse er nicht... und überhaupt, erst recht "nach dem"...
Ich hab nicht nachgehakt, nach WAS, aber klar ist doch, dass er sich auf meine Mail und mein Verhalten bezog, aber er hat es nicht ausgesprochen, es wurde unter den Teppich gekehrt.
Ein absolutes Beispiel von dieser Konfliktunfähigkeit, aber auf der anderen Seite geht es mir selbst ja ähnlich.

Letzte Woche dann kaum Kontakt. Donnerstag an der Straßenbahnhaltestelle suchte ich abermals das Gespräch... und bekam abermals keine Antworten... ich fragte nochmal nach Sonntag... nichts... ob wir denn nun keine Freunde mehr seien, meinte ich... er meinte, wenn ich das denn unbedingt so sehen wolle... ich verließ grußlos das Auto.

Und jetzt ist es schon so spät, dass ich es mir mal einfach mache und - mit ein paar Abänderungen - zusammenkopiere, was ich heute meiner Freundin A. mailte:

Am Freitag hatte ich vormittags nochmal mit J. telefoniert und ihn gefragt, ob er Sonntag denn wirklich nicht mal nur mit mir in die Kirche gehen könnte oder ein Glas Sekt trinken oder irgendwas. Ich hab ihm gesagt, ich hätte das Gefühl, als wolle er mich "abstrafen", weil ich es gewagt hatte, ihn mal schon drei Monate im voraus um einen Termin zu bitten, aber mir war mein Konversionstag dieses Jahr, wo der 23.11. erstmalig nach fünf Jahren wieder auf den Christkönigssonntag fiel, nun mal ausgesprochen wichtig. Er versprach, nochmal "in sich zu gehen" und mich noch am Freitag zurückzurufen. Er ging dann ja früher, weil er seinen neuen Fernseher bekam. Da er nicht zurückrief, rief ich ihn später nochmal an, und er sagte mir zu, am Sonntagabend mit mir in die Kirche zu gehen, und wir vereinbarten, hinterher essen zu gehen.

Ich war am Freitagabend in seiner Pfarrei in einem - naja - modernen Gottesdienst. Bin sogar hinterher mit den fremden Leuten noch ins Pfarrheim mitgegangen, weil ich noch nicht alleine sein wollte. Ich denke, dass das insgesamt gut war, so hatten wir gestern wenigstens Gesprächsstoff...

Samstag war ich um 14 Uhr zur Generalprobe meiner neuen Bekannten P. aus dem Schießsportverein, deren Chor Haydns Schöpfung aufgeführt hat. Sie freute sich, dass ich da war, und wir tranken hinterher bei ihnen noch einen Kaffee. Ich fand das sehr schön.
Abends bin ich dann zu einem offenen Singen ins Dominikanerkloster gegangen.

Tja, und gestern gegen 16 Uhr kam dann also J. Er kam mit ÖPNV.
Was mir direkt auffiel, war, dass er mich nach langer Zeit mal wieder überraschend fest in den Arm genommen hat.
Als wir zur Kirche gingen, hatte es sich bereits eingeschneit, und ich trug gestern Stiefel mit Absätzen und tat mich mit dem Laufen schwer. Das Wetter hatte ich nicht eingeplant. Insofern hab ich mich bei ihm eingehakt, denn ansonsten wäre ich wohl kaum vom Fleck gekommen.
Ich freute mich sehr, dass er in der Kirche neben mir saß, auch wenn er einem ja nie mal einen Seitenblick schenkt oder so... aber was soll's, mir war es wichtig, am gestrigen Tag nicht alleine in der Kirche sein zu müssen, und ich war von Herzen dankbar, dass mein Wunsch erfüllt worden war. Mehr wollte ich ja gar nicht.

Wir sind dann mit Gutscheinbuch bei einem Spanier gewesen, wo wir lecker gegessen und uns auch ausgesprochen gut unterhalten haben. Ich sag ja, mein Gottesdienstbesuch in seiner Pfarrei sorgte für genügend Gesprächsstoff, denn auch er hatte am Vorabend auf einer Geburtstagsfeier bereits von diesem Gottesdienst gehört.

Dann sind wir zu mir und haben noch einen Glühwein getrunken. Um ca. 22:10 Uhr ist er nach Hause gefahren.
Zum ersten Mal seit über zwei Monaten verlief unser Beisammensein harmonisch. Wenn man nicht wüsste, dass nichts so ist, wie es war, so hätte man meinen können, dass alles in absolut bester Ordnung wäre... es herrschte eine ausgesprochen angenehme Atmosphäre. Ich bin kein nachtragender Mensch, und er war so, wie ich ihn lange nicht mehr erlebt habe... und erstaunlicherweise kam es sogar mehrfach zu innigen und leidenschaftlichen Küssen...

Ich möchte dies nicht überbewerten, absolut nicht. Es waren nur Küsse. Er hat seine Hände durchaus im großen und ganzen bei sich behalten. Aber immerhin.
Es hat mir gut getan, es war mehr, als ich zu hoffen gewagt hätte nach all den unschönen Diskussionen und Auseinandersetzungen der letzten Zeit.
Und ich war wirklich froh und dankbar, dass er also doch mit mir in die Kirche gegangen ist. Im übrigen war dies unser erster gemeinsamer Kirchenbesuch seit Heiligabend 2006 (damals waren wir noch "zusammen")...
Ich habe mich gefreut, dass ich an meinem 5. Konversionstag doch nicht alleine sein musste. Und wir hatten ein paar schöne angenehme Stunden. Könnte es doch nur immer so einfach sein...



Ja.
Könnte es nur immer so sein.
Aber ich mache mir nichts vor.
Es ist so nicht (mehr).
Ich hab keine Ahnung, warum er gestern wieder mal etwas netter war.

Allerdings hab ich in der Kirche gestern beim Hochgebet mal nachgerechnet, wann der 23.11. wieder auf Christkönig fällt... diesmal ist es erst in sechs Jahren... in sechs Jahren bin ich 43 Jahre... dann bin ich so alt wie J. war, als wir uns kennenlernten... irgendwie hab ich mir in dem Moment gewünscht, dass wir in sechs Jahren an diesem Tag ein Paar wären, und danach kam das offizielle "Amen". ;)

Dann hätte ich 8 Jahre gewartet. Ich denke, das ist ein guter Zeitpunkt. Sechs Jahre. Ja. Ich warte noch sechs Jahre. Nicht "warten" im Sinne von WARTEN, nein, ich möchte schon mein Leben leben, aber einfach AB-WARTEN. Mehr kann ich eh nicht. Auf jeden Fall ist J. immer noch Single, und ich denke nicht, dass sich das schnell ändern wird.

Eigentlich müsste er sich eh mal in Therapie begeben, das ist sowohl meine als auch P.'s Meinung. Er sollte wohl mal einiges aufarbeiten.

Und jetzt muss ich dringend ins Bett, sorry für das abrupte Ende...

LG.
Nohope.



PS:
Mit dieser in etwa gleichaltrigen P. aus meinem Verein war ich letzte Woche Montag im Kino, und dummerweise war der Film so traurig, dass ich nur weinen musste ("Das Lächeln der Sterne"), und das passte alles so gar nicht in meine Stimmungslage... um es kurz zu machen, auch sie weiß nun Bescheid, aber sie ist ein anderer Typ Mensch als ich, und sie sagte sinngemäß, also sie müsse ihn schon mal in Schutz nehmen, und ich sollte ihn doch einfach mal in Ruhe lassen...
Dieser Satz hängt mir auch noch ziemlich nach... ich hab bislang in meinem Umfeld eigentlich ja immer nur mit Menschen gesprochen, die eher ähnlich gestrickt sind wie ich... die Umgang zwischen Frauen und Männern bzw. Beziehungen überhaupt ähnlich sehen wie ich selbst... P. ist da ganz anders, hatte wohl auch eine Zeit lang recht viele lockere Kontakte, was Männer angeht, was ich ja gar nicht könnte...
Und insofern fand ich es interessant, wie sie reagierte. Klar hat mich das nachdenklich gemacht. Es ist eine etwas andere Sicht der Dinge.
Nichtsdestotrotz hätte ich J. ja von Anfang an in Ruhe gelassen, wenn er sich anders und eindeutiger und klarer verhalten hätte und es nicht ewig dieses Hin und Her gegeben hätte. Er ist es ja selbst schuld, dass sich alles so lange hingezogen hat.
Und ich kann mir nicht helfen, aber die Art von fester Umarmung, als er am Sonntag meine Wohnung betrat, die schien mir nicht nur als Gratulation gedacht zu sein, die fühlte sich eher so an, als täte es auch ihm gut, mal wieder jemanden so fest in den Arm zu nehmen...
Aber was soll's, derartige Überlegungen bringen mich auch nicht weiter.
Ich muss einfach für mich sorgen und auf mich aufpassen, worum ich mich ja auch nach bestem Wissen und Gewissen bemühe.
Alles andere bringt entweder die Zeit oder auch nicht...
 
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