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Meine Mutter und ich - die unendliche Geschichte :(

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Gast

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Hallo!

Ich (33) darf euch - und versuche es so kurz wie möglich - die Probleme mit meiner Mutter schildern:
Wir sind von je her sehr eng miteinander, ich bin ein Einzelkind. Mein biologischer Vater war furchtbar zu uns, weshalb meine Mutter ihn gemeinsam mit mir verließ, als ich ein Kind war. Ihr (bis dato) Lebensgefährte (mein Stiefvater) ist auch ein sehr spezieller Fall, manisch-depressiv mit allem, was dazugehört.

Finanziell sieht es für beide aufgrund der Lebensgeschichte sehr triste aus, alleine könnte niemand von ihnen überleben, sie sind beide mittellos.

Ich wurde in ein Studium "manipuliert", das ich von anfang an verabscheute. Ich selbst wollte immer im kreativen Bereich tätig sein, war überzeugt, naja, jetzt machst du halt den Studienabschluß und dann bist du frei zu tun, was du willst.

Dann kam der finanzielle Crash meiner Eltern und ich bin seitdem gezwungen, das Geld ranzuschaffen, damit sie ein Dach über dem Kopf haben (klingt hart und heftig, aber ich versuche wie gesagt eine Kurzfassung).

Jetzt bin ich in einem Beruf gefangen, der (schlecht bezahlt ist und) mich seelisch krank macht. Lebe mit meinen Eltern in einem Haus, das ich nicht zuletzt auch deswegen gekauft habe, damit die beiden eben ein Dach über dem Kopf haben.

Meine Mum, die selbst psychisch schwer gezeichnet ist, sich aber standhaft weigert, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, macht mir seitdem die Hölle heiß, weil sie Angst hat, obdachlos zu werden, wenn ich meine berufliche "Zukunft in den Wind schieße".

Ich will eigentlich vom Leben weder Geld noch Karriere, ich will nur, dass ich und meine Familie glücklich sind und ein Auslangen finden! Ich bin aufgerieben zwischen einem furchtbaren Job und einer panischen Mutter, die schwer depressiv ist und voller Angst, wenn ich tatsächlich kündigen sollte.
Am liebsten würde ich nur noch bei Nacht und Nebel meine Sachen packen und verschwinden. Aber dann wird der Kredit nicht mehr bedient, das Haus (in dem ich ja selbst gerne lebe!) ist verloren. Und da ich der einzige Bezugsmensch meiner Mutter bin (Mein Stiefvater und sie machen sich auch nur noch das Leben zur Hölle), würde sie ohne mich untergehen (das sagt sie mir, und ich weiß leider, dass es stimmt).

Ich möchte wie gesagt nur beruflich mein Glück finden und nicht mehr ständig deswegen streiten müssen. Ich liebe meine Mutter sehr und will, dass es ihr gut geht! Aber das kann doch nicht auf Kosten meines Lebensglücks passieren! :(

Danke fürs Lesen, vielleicht habt ihr irgendwelche Anregungen für mich, was ich tun könnte? :(
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Ich möchte wie gesagt nur beruflich mein Glück finden und nicht mehr ständig deswegen streiten müssen. Ich liebe meine Mutter sehr und will, dass es ihr gut geht! Aber das kann doch nicht auf Kosten meines Lebensglücks passieren! :(

Danke fürs Lesen, vielleicht habt ihr irgendwelche Anregungen für mich, was ich tun könnte? :(
Hallo Gast,
als Einzelkind bist du bis zu einem gewissen
Betrag für deine Mutter auch finanziell ver-
antwortlich, aber eben nicht bis zum Limit.

Ich würde dir raten, dich einmal genau zu
informieren (Sozialamt), wie die rechtliche
Lage ist und welche Optionen für deine
Mutter offenstehen, wenn du dich entschlies-
sen solltest, das Haus zu verkaufen und dein
eigenes Leben ohne Schulden und Druck zu
leben.

Falls nichts geht oder du es nicht schaffst,
wäre es vielleicht möglich, innerhalb des
Hauses klare Grenzen zu ziehen, so dass du
mehr Freiraum hast?

Manchmal manövriert man sich aus gutem
Willen in eine Situation hinein und der Weg
heraus ist extrem langwierig und mühsam.

Viel Erfolg!
Werner
 

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