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Meine Mutter macht mich krank!

sang-froid

Mitglied
Hallo!
Das ist das erste Mal, dass ich mich in einem Forum dieser Art mitteile.
Ich brauche einfach mal ein paar Ratschläge, weil ich meine, einer Situation nicht mehr Herr zu werden und die ganze Geschichte für mich aus meiner Sicht zu eskalieren droht.

Es geht hier um meine Mutter. Sie ist 50 Jahre alt. Leider ist mein Vater letztes Jahr im Dezember an Krebs verstorben.

Da ich (29) nicht mehr bei meinen Eltern lebe, ich bin verheiratet und habe meine eigene Familie, habe ich von dem Verlauf der Krankheit meines Vaters nicht viel mitbekommen.

Meine Mutter, die, seit ich mich erinnere, mit Ihren Nerven noch nie gut „zu Fuß“ war, hat der ganze Krankheitsverlauf und natürlich auch der Verlust Ihres Mannes verständlicher Weise sehr mitgenommen.

Leider hat meine Mutter ein unheimliches Geltungsbedürfnis.
Meine Mutter hat zu dem starke Depressionen, diese werden behandelt. Sowohl medikamentös, als auch therapeutisch.

Nun ist es so, dass meine Mutter unsere (meines Bruders, meines Mannes und mich) Unterstützung fordert. Mein Bruder wohnt noch wohnt noch bei meiner Mutter.

Mittlerweile möchten wir dieser Unterstützung nur noch ungern, mehr unwillig nach kommen, denn meine Mutter dirigiert nur und streckt „alle Viere“ von sich und arbeitet nicht mit. So nach dem Motto: „Jetzt bin ich auch mal dran. Jetzt könnt Ihr mich pflegen!“

Ich finde, meine Mutter ist zu jung dazu Altenpflege von uns "Kindern" zu erhalten.

Zudem ruft meine Mutter JEDEN Tag an -bei der Arbeit, zuhause- und erzählt, wie überfordert sie mit sämtlichen Situationen ist. Mittlerweile ist meinen Kollegen schon aufgefallen, dass ich regelrecht terrorisiert werde.

Ich will das nicht mehr! Deutliche Gespräche mit meiner Mutter in diese Richtung bewirken, dass man gar nichts mehr von ihr hört/ sieht.

Macht man sich sorgen, oder kommt einfach mal nur zum „Schnattern“ vorbei, nervt sie danach jeden Tag mit wirklich JEDEM SCHEISS!

Ich habe das Gefühl, meine Mutter macht mich auch schon ganz krank.
Ich habe Stress wegen ihr mit meinem Mann und kann schon seit Wochen nicht mehr schlafen.

Bitte helft mir und gebt mir Tipps, sodass ich besser mit der Situation klarkomme, denn ganz den Kontakt zu meiner Mutter abbrechen will ich auch nicht, obwohl mir das immer logischer erscheint.

Gruß
Sang-Froid
 

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karma

Aktives Mitglied
Was deine Schwiegermutter macht ist die Bezeichnung Emotionale Erpressung. Sie benutzt ihre Krankheit und den Tod deines Schwiegervater euch ein schlechtes Gewissen zu bereiten. Sie weiß ganz genau das sie das alleine kann, aber sie nutzt eure Situation ganz schön aus. Wie ihr das abstellen könnt.

Alle Kinder an einem Tisch am besten vorher euch allein bereden. Ihr müsst euch alle einig sein und keiner darf abweichen, sonst ist alles umsonst.

Ihr laßt ihr euch Prospekte zuschicken von den ansässigen Altenheimen,Wohnstiften und betreutes Wohnen. Einfach anrufen


Dann zu der Mutter und ihr klipp und klar sagen das ihr nicht mehr kommt zum putzen, da ihr alle zu viele Verpflichtungen habt.
Wenn sie auf stur stellt und euch versucht ein schlechtes Gewissen haben, legt ihr diese Prospekte auf den Tisch und fragt sie scheinheilig ob es für sie mit ihren schlimmen Erkrankungen nicht besser ist, nicht mehr allein zu leben. Und ihr hättet wunderschöne Propekte mitgebracht und sie soll sich die mal unverbindlich ansehen. Denn ab 50 Jahre bekommt man dort eine kleine Eigentumswohnung mit Hilfe und sie braucht sich nur noch zurücklegen. Das Haus könnte ja danach verkauft werden. Und noch eins bitte versucht nicht zu lachen. Ernst bleiben und sie bedauern das sie das Haus verlassen muß.

Sich dann verabschieden. Und gehen. Wenn sie anruft habt ihr keine Zeit. Wenn sie vor der Tür steht seid ihr nicht da. Ihr geht nur noch hin wenn ihr wollt. Sonst nicht. Denn die Regel bestimmt ihr.

Sie wird wütend werden und sich als alte Oma abgestempelt fühlen. Und sie wird von Abschiebung ins Altenheim sprechen. Ich denke sie wird richtig wütend auf euch sein. Ihr seid dann in ihren Augen undankbare Kinder. Aber eins ist sicher. Ihr wird nichts anderes bleiben, als selbständig zu werden und sich eine Hilfe für den Haushalt zu suchen.Denn mit Anfang 50 Jahre gehen andere Frauen noch ganztagts arbeiten. Es ist hart aber eine andere Sprache kennen eure Mutter nicht. Und wenn sie anfängt zu jammern oder euch zu erpressen müßt ihr aufstehen und gehen.

Hier ist ein Link.

http://www.partnerschaft-beziehung.de/Emotionale-Erpressung.html

Karma
 
T

Truth

Gast
@karma: Ich kann mich deinen etwas strickten Anweisungen nicht ganz anschließen. Obwohl sie im Endeffekt sogar im Ansatzpunkt absolut richtig sind. Aber das durchziehen, kann man nur, wenn man sein eigenes Verantwortungsgefühl auf ein gesundes Maß runtergeschraubt hat. Ansonsten sind solche Maßnahmen nicht umzusetzen, auf jeden Fall nicht mit einem guten Gefühl im Bauch.

Hallo Sang-froid,

wie groß ist dein Verantwortungsgfühl deiner Mutter und deinem Bruder gegenüber? Denn dich abzuwenden heißt ja gleichzeitig auch alles deinem Bruder zu überlassen. Es ist schmerzlich mit anzusehen, wenn Eltern ihr Leben nicht auf die Reihe kriegen und wir als Kinder dafür herhalten sollen. Es ist auch sehr schwierig eine gesunde Grenze zu ziehen. Natürlch gibt es viele Ansatzpunkte, aber ich glaube das wichtigste überhaupt ist dieses Verantwortungsgefühl einerseits und der Mangel an gegenseitiger Liebe andererseits. Das heißt nicht, dass ihr euch nicht liebt - man spürt nur nichts mehr von dieser Liebe und ich glaube, das ist es, was einen im Grunde am meisten belastet. Das Verhalten deiner Mutter schreit regelrecht: Ich denke nur an mich und mir ist es egal, wie ihr euch dabei fühlt. Aber das ist es im Prinzip auch nicht. Es ist ein verzweifelter Hilferuf nach Liebe und Zuneigung, die sie sich selber nicht geben kann. Ich habe das mit meiner Mutter auch erlebt und es ist einfach schrecklich. Schecklich mit anzusehen, wie ein Mensch daran zu Grunde geht und einem selbst die Hände gebunden sind - ganz im Gegenteil, man wird in diesen Sog mit reingezogen und sieht vor lauter Wald die Bäume nicht mehr. Vor lauter Gebärden sieht man nicht mehr das, um was es eigentlich geht und man ist nur noch überfordert von jeder Kleinigkeit.

Sie ist in Therapie. Siehst du einen Weg, mit ihr gemeinsam mal in so eine Therapiestunde zu gehen - vielleicht zusammen mit deinem Bruden - und euer Problem alle gemeinsam zu besprechen? Vielleicht eröffnet euch das neue Möglichkeiten und Perspektiven.

LG Truth
 

Dame

Aktives Mitglied
Hallo karma,

über deine Antwort musste ich schmunzeln. :rolleyes:
Vielleicht sollte ich den Vorschlag mal ein bisschen verändern und dann die entsprechenden Prospekte einer bestimmten Frau vorlegen lassen. :D

@ Truth,

hast du berücksichtigt, dass nicht jeder Mensch therapiefähig ist? Selbstreflexion kann nicht jeder anwenden.

In Therapie gehen könnte aber sang-froid und seine Geschwister. Ich meine hier spezielle die systemische Therapie.
---

Vielleicht wäre eine Selbsthilfegruppe etwas für deine Mutter? Würde sie zu sowas hingehen?

Liebe Grüße Dame
 
T

Truth

Gast
Hallo karma,

über deine Antwort musste ich schmunzeln. :rolleyes:
Vielleicht sollte ich den Vorschlag mal ein bisschen verändern und dann die entsprechenden Prospekte einer bestimmten Frau vorlegen lassen. :D

@ Truth,

hast du berücksichtigt, dass nicht jeder Mensch therapiefähig ist? Selbstreflexion kann nicht jeder anwenden.

In Therapie gehen könnte aber sang-froid und seine Geschwister. Ich meine hier spezielle die systemische Therapie.
---

Vielleicht wäre eine Selbsthilfegruppe etwas für deine Mutter? Würde sie zu sowas hingehen?

Liebe Grüße Dame
Meine Mutter ist gestorben - nein, sie wäre nie zu einer Selbsthilfegruppe. Wir konnten unsere Sachen klären - trotz allem - zum Glück!

Manchmal muss man nicht therapiert werden, um simple Familienkonstellationen zu erkennen, aus denen man Möglichkeiten und Perspektiven schöpft. Und hierzu reicht oftmals eine neutrale und nicht emotional beteiligte Person aus, um eine Situation zu entschärfen. Es muss nicht immer die "perfekte" Lösung sein. Hauptsache das ein Knoten entwirrt wird, der das Leben aller beteiligten etwas leichter macht.

Liebe Grüße
Truth
 

sang-froid

Mitglied
Hallo!

Vielen Dank für die Antworten und Ratschläge!

@ truth: Das Verantwortungsgefühl gegenüber meiner Mutter besteht eher weniger als meinem Bruder gegenüber. Denn wie schon richtig erkannt, kann ich nicht einfach den Kontakt zu meiner Mutter abbrechen und meinem Bruder den "Trümmerhaufen" überlassen.

Eine Therapie gemeinsam? Würde für mich nicht in Frage kommen. Mein Mutter sieht sich als Opfer Ihrer ganzen Umwelt.
Ein Satz meiner Mutter aus einem Streitgespräch mit ihr, aus Kindheitstagen, also ich war 15 und mein Bruder 6 Jahre alt: "Ich habe vor lauter Stress Schmerzen im linken Arm, ist wahrscheinlich ein Herzinfarkt und Ihr seid schuld...!"
Naja vor lauter Angst krank zu sein war sie beim Arzt und dieser diagnostizierte einen eingeklemmten Brustwirbel....
Noch ein Beispiel nach der Frage, warum unsere Mutter mit uns immer nur schimpft und ungeduldig ist: "Weil ihr Kinder mich so gemacht habt, wie ich jetzt bin....."

Deshalb KEINE Therapie gemeinsam mit meiner Mutter, weil sie glaubt, dass alle gegen sie sind und nicht sie die Hilfe braucht, sondern die anderen.

Und ich schwöre es ist in den Jahren nicht besser geworden.

Also, ich denke ich werde mich weitestgehend an den Vorschlag von karma halten. WIR bestimmen das Tempo, wir wählen den Zeitpunkt, wann wir was machen möchten (Besuche, Unternehmungen, helfen)

Gestern hat Sie 8 X innerhalb einer Stunde angerufen !!! -Wir sind nicht ans telefon gegangen- Nur um uns zu erzählen, dass sie das Auto meines Vaters verkauft hat....

Dieses wiederrum haben wir nicht von ihr, sondern von meinen Schwiegereltern, die sie dann angerufen hat, nachdem sie uns nicht erreichen konnte.

Naja, ich werde mal berichte wie weiter geht :rolleyes:
 

karma

Aktives Mitglied
Tu das, es wird immer solche Mütter geben. Die ihren Kinder vorwirft nie genug dagewesen zu sein. Und sie jahrelang erpresst um ihnen ein schlechtes Gewissen zu machen. Die sich selbst in ihrem eigenen Mitleid ihr Leben versauen, können manchmal nicht mehr Therapiert werden. Da müssen schon härtere Maßnahmen dran. Und die heißt Regeln.

Denn ich bin selbst Mutter von 5 erwachsenen Kinder und ich bin bald auch in den 50igern. Aber wenn ich so eine Show abziehen würde und das schon Jahrzehnte, da dürfte ich mich nicht wundern, wenn keiner mehr kommt. Und meine Vereinsamung wäre ich auch selbst Schuld.

Die 33 Saboteure des Glücks

Denke permanent schlecht von dir

Mach deinen Wert immer vom Ergebnis deines Handelns abhängig

Mach stets gute Miene zum bösen Spiel

Wenn du unglücklich bist, dann finde heraus, warum

Verzeih dir niemals deine Fehler

Vergleiche dich stets mit anderen

Sei nie mit dem zufrieden, was du hast

Verzeih anderen niemals deren Fehler und Schwächen

Halte dir ständig die Nachteile des Älterwerdens vor Augen

Übernimm nie die Verantwortung für dein Handeln

Traue keinem über den Weg

Zeige nie deine wahren Gefühle

Spiele das "Wenn ..., dann ...-Spiel"

Manipuliere andere nach Strich und Faden

Verlange von dir, alles perfekt machen zu müssen

Glaube, dass andere deine Gefühle verletzen können

Glaube, dass du dich nicht ändern kannst

Verlange, dass wichtige Leute dich mögen müssen

Sieh dich als Opfer deiner Vergangenheit und deiner Lebensumstände

Rechne stets mit dem Schlimmsten

Zweifle an deinen Fähigkeiten

Glaube, dass du keine Kontrolle über deine Gefühle hast

Sei überzeugt, dass du ein Pechvogel bist

Arbeite und leiste nur so viel, dass du nicht unangenehm auffällst

Fühle dich für andere und deren Wohlbefinden verantwortlich

Lass dir vorschreiben, wie du zu leben hast

Gehe allen Unannehmlichkeiten und Schwierigkeiten aus dem Weg

Rede ständig über Krankheiten

Mach dir Sorgen um das Morgen

Suche und finde immer ein Haar in der Suppe

Rechne stets damit, zu versagen

Bemühe dich, es allen recht zu machen

Reg dich ständig über Ungerechtigkeiten auf
 

karma

Aktives Mitglied
Ach ich hätte noch eine Idee. Druck die Sprüche in Fett aus und schenke sie deiner Mutter oder häng sie beim nächsten Besuch über die Toilette.


Karma
 

karma

Aktives Mitglied
Ich habe auch nach dem Auzug meiner Kinder mir neue Perspektiven gesucht. Und da ich viele Hobbys und Interessen habe bin ich dadurch ausgelastet. Ihre Mutter würde nur noch eine Einzel-Therapie helfen. Damit sie erkennt das die Kinder nicht uns sind. Sie sind eine Leihgabe. Wir Mütter pflegen und behüten sie, bis sie erwachsen sind und dann lassenwir sie los, damit sie fliegen können. Und sie sollen unbeschwert und glücklich sein wenn sie ihr Elternhaus verlassen und immer die Sicherheit haben, hierhin kann ich zurückkehren, wenn ich Hilfe brauche.
 
T

Truth

Gast
Hallo!

Das Verantwortungsgefühl gegenüber meiner Mutter besteht eher weniger als meinem Bruder gegenüber. Denn wie schon richtig erkannt, kann ich nicht einfach den Kontakt zu meiner Mutter abbrechen und meinem Bruder den "Trümmerhaufen" überlassen.

Eine Therapie gemeinsam? Würde für mich nicht in Frage kommen. Mein Mutter sieht sich als Opfer Ihrer ganzen Umwelt.
Ein Satz meiner Mutter aus einem Streitgespräch mit ihr, aus Kindheitstagen, also ich war 15 und mein Bruder 6 Jahre alt: "Ich habe vor lauter Stress Schmerzen im linken Arm, ist wahrscheinlich ein Herzinfarkt und Ihr seid schuld...!"
Eine gemeinsame Therapie würde ich dir auch nicht empfehlen. Ich meinte ein simples gemeinsames Gespräch mit der Therapeutin deiner Mutter, die sie - so nehme ich mal auf jeden Fall an - einigermaßen einschätzen kann und manche Dinge anders beleuchten kann vor ihr und vor euch, ohne das dieses Opfer-Täter-Spiel im Vordergrund steht.

Du kannst alles umsetzen, was als gesunde Grenze und gesunde Verhaltensregel gilt, und dich trotzdem dabei krank fühlen. Wenn du Grenzen ziehst und dich dabei gut und gesund fühlst, ist es auf jeden Fall der richtige Weg für dich.

LG Truth
 

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