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Meine Mutter kontrolliert mein Leben!

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Gast

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Hallo zusammen,

ich bin 20 Jahre alt und habe ein riesen Problem. Meine Mutter. Sie lässt mich einfach nicht erwachsen werden und behandelt mich wie ein kleines Kind. Ich weiß mir langsam nicht mehr zu helfen. Ich gehe bereits in Therapie, aber diese eine Stunde in der Woche reicht einfach nicht aus um alle meine Probleme anzusprechen. Vor kurzem habe ich mich von meinem Freund getrennt, der bereits eine eigene Wohnung hatte. Ich habe bei ihm sehr viel gelernt in der Zeit zum Thema selbstständig werden. Leider musste ich jetzt wieder bei meiner Mutter einziehen, weil ich mir noch keine eigene Wohnung leisten kann. Ich befinde mich immer noch auf der Suche nach einer Ausbildung um endlich eigenes Geld zu verdienen. In der Vergangenheit habe ich schon viele Maßnahmen zur Ausbildungssuche hinter mich gebracht, doch niemand konnte mir bisher so wirklich helfen, da ich auch lange nicht wusste was ich machen wollte. Mein Berufsberater hat auch nie ein nettes Wort für mich übrig. Ich glaube das ich ein hoffnungsloser Fall für ihn bin und deshalb wollte ich ihn auch schon einmal wechseln, aber die Leute sagten mir nur das das aus irgendwelchen Gründen nicht geht. Es wäre so wichtig für mich von meiner Mutter los zu kommen. Am besten so schnell wie möglich, denn sie steht mir immer nur im Weg, traut mir nicht zu das ich in der Lage bin mein Leben selbst zu regeln und macht mich psychisch und emotional immer wieder fertig. Ich traue mich schon gar nicht mehr mit ihr zu reden, weil es einfach nicht geht! Sobald ich meine Meinung sage denkt sie direkt das ich mit ihr streite und sagt mir das sie das blöd von mir findet. Sie redet ohne Punkt und Komma und sie versteht alles falsch was ich ihr sage. Dazu unterstützt sie ihr neuer Ehemann wo er nur kann. Ich weiß langsam nicht mehr wie es weiter gehen soll. Mir ist das einfach zu viel. Ich möchte mich auf mich selbst konzentrieren können und meine eigenen Vorstellungen verwirklichen, aber das geht einfach nicht solange sie mir immer und überall rein redet. Ich schaffe es momentan auch nicht mich von ihr abzugrenzen, da ich nun mal mit ihr in einem Haushalt lebe. Es ist alles sehr kompliziert. Hat vielleicht jemand eine Idee oder einen Tipp für mich?

Liebe Grüße und vielen Dank im voraus!
Sarah
 

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Blackjack

Gast
Wenn du in der Konfrontation mit deiner Mutter nicht die richtigen Worte parat hast und du dich gelähmt fühlst, dann versuch eine altmodische Variante. Schreib ihr einen Brief in dem du deutliche Worte findest und mach ihr klar das ihr Verhalten dir nicht gut tut.
 

Rosafee

Aktives Mitglied
Wenn du in der Konfrontation mit deiner Mutter nicht die richtigen Worte parat hast und du dich gelähmt fühlst, dann versuch eine altmodische Variante. Schreib ihr einen Brief in dem du deutliche Worte findest und mach ihr klar das ihr Verhalten dir nicht gut tut.
Ich finde den Vorschlag von Blackjack wirklich gut.
Gerade bei Menschen, die nur schlecht zuhören können, die immer nur ihre eigene Meinung gelten lassen, ist ein Brief oft die einzige Möglichkeit, sich "Gehör" zu verschaffen.

Schreibe den Brief in der Ich-Form. Das heißt, versuche Vorwürfe zu vermeiden. Beschreibe, wie es dir dabei geht, wie du dich fühlst, was du gerne möchtest. So findest du eher einen Weg zu ihr. Bei Vorwürfen würde sie sofort in die Verteidigung übergehen, bzw. mit Gegen-Vorwürfen reagieren.

Ansonsten wünsche ich dir, dass du bald eine Ausbildung findest, die dir zusagt und dass es dir bald gelingt, dein Leben in die eigenen Hände zu nehmen.
 
G

Gast

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Für die optimale Entwicklung braucht das Kind die „Triade“, die Mutter-Vater-Kind-Beziehung.
Dabei ist es nicht von entscheidender Bedeutung, dass die Eltern zusammenleben.
Wichtig ist, daß beide Elternteile für das Kind erreichbar und erlebbar sind.
Während das Fehlen der Mutter schon immer als allgemein schwierig gewertet wurde, ist die Bedeutung des Vaters und die Probleme, die seine vollkommene Abwesenheit aufwerfen, erst in den letzten Jahren in den Fokus gerückt.
Je nachdem, in welchem Alter die Trennung von einem Elternteil stattfindet, ergeben sich unterschiedliche Auswirkungen und ein jeweils altersgerechter Handlungsbedarf des verbleibenden Elternteils.
Denn wenn Vater oder Mutter fehlen, kann das nicht einfach ignoriert werden.
Es besteht für den anwesenden Elternteil Handlungsbedarf, um dem Kind die besten Möglichkeiten zur Entwicklung zu geben.
Brief nütz da nix, wie den auch.
Du bist Ihr Lebensinhalt das einzige Kind ?
Ersetz wohl deinen leiblichen Vater ( trotz neuem Partner ) den sie ja nun nicht mehr hat.
Geht der alleinerziehende Elternteil eine neue Partnerschaft ein, dann kann dieser neue Partner nicht einfach Vater oder Mutter ersetzen.
Mußt das aushalten, wenn du da weiter bleibst.
 

Querdenker

Aktives Mitglied
Die Idee mit dem Brief finde ich auch sehr gut. Wichtig ist die Ich-Form, Du schreibst also was dich nervt und wie es dir damit geht und nicht was sie machen soll. Ansonsten eventuell Hartz4 beantragen und in eine WG ziehen.
 

LadyTania

Aktives Mitglied
Vielleicht solltest du deiner Mutter einfach mal beweisen, dass du selbstständig bist.
Setze doch mal alle Hebel in Bewegung um einen Ausbildungsplatz zu bekommen. So schwer ist das nicht, wenn du Dich reinhängst. Wenn das wirklich aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist, kannst du Dir ja erstmal einen Mini/Midijob suchen. Geh kellnern, arbeite in einem Lager oder an der Kasse. Da verdienst du ausreichend um z.B. in eine WG zu ziehen. Oder du fragst deine Mutter noch zusätzlich nach dem Kindergeld. Dann reichts auch für ne kleine eigene Wohnung.
Gehst du denn schon jobben? Und wenn Nein, trägst du wenigstens viel zum Haushalt bei?

Du musst ihr zeigen, dass du selbstständig bist. Sich nur über die Bemutterung zu ärgern bringt dich nicht weiter ;)
 

Kolya

Aktives Mitglied
Ich gehe bereits in Therapie, aber diese eine Stunde in der Woche reicht einfach nicht aus um alle meine Probleme anzusprechen. Vor kurzem habe ich mich von meinem Freund getrennt, der bereits eine eigene Wohnung hatte. Ich habe bei ihm sehr viel gelernt in der Zeit zum Thema selbstständig werden. Leider musste ich jetzt wieder bei meiner Mutter einziehen, weil ich mir noch keine eigene Wohnung leisten kann
Ich hatte eine Hexe als Mutter.

Der allererster Staatsakt nach Abschluß der Abiturprüfungen und vor den mündlichen Nachprüfungen und vor Ausgabe der Zeugnisse habe ich mir einen Vollzeitjob gesucht.

Mit 18 war ich voll geschäfts- und arbeitsfähig, genauso wie Du mit 20!!!!!

Ich habe nix dolles gemacht. Ich war am Band und habe Pappkartons zusammengefaltet. Egal. Hauptsache die Hexe konnte mir den Buckel runterrutschen.

Nach den mündl. Nachprüfungen bin ich weiter arbeiten gegangen, eigene Wohnung (Bruchbude hoch 10), Ausbildung, stationäre Therapie, Studium...

Wenn Du bei Deiner Mutter wieder einziehst, dann wundert es mich nicht, wenn sie Dich wie ein kleines Kind behandelt, sie wird ja ihre Tendenzen schon vorher gehabt haben. Wie meine Mutter schon immer intrigisch gegen ihre eigene Kinder agiert hat.

Die beste Therapie nützt nix, wenn man tatsächlich nix ändert.

Bewerbe Dich nicht nur auf Ausbildungsplätze, die sind eh schon weg, sondern auf Jobs.

Irgendwo ist immer ein WG Zimmer frei. Ich hatte auch mal ein Zimmer einer Familie, bei der das "Kind" ausgezogen ist. Besser als unerträglich Zustände zuhause.

Kolya
 
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Gast

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Hallo, als ich das gelesen hab ich könnte dich so krass verstehen ich habe das gleiche Problem. Nun meine Mutter ist aber psychisch krank ich weiß auch nicht mehr weiter. Ich will auch nur mein Leben leben bin 21 Jahre alt und habe auch ein Job, abgeschlossene Ausbildung aber sie lässt mich nicht das machen was ich will sie steht mir nur im Weg.
Ich bin nie gut genug.

Leider habe ich keine Lösung zu Deine Problem, ich könnte dir neu ein Rat geben. Hör nicht zu mach das was du machen willst... Ziehe es durch! Zeig ihr das Gegenteil von das was sie denkt!

Liebe Grüße
Anastasia
 
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Gast

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Hallo :)

auch ich bin mit einer recht schwierigen Mutter aufgewachsen, die mich gerne runtermachte, die mich klein hielt usw. Meinen kleinen Bruder dagegen behandelt sie bis heute noch wie einen Prinzen, obwohl er wirklich Schwierigkeiten im Leben hatte, ich dagegen habe alles straight durchgezogen, alles selber geschafft und trotzdem betitelte sich mal als "dumme Kuh", "du kannst ja eh nix" usw. Obwohl das rein objektiv betrachtet nicht der Fall ist.

Nun habe ich mein ganzes Leben versucht durch Leistung die Liebe meiner Mutter zu bekommen und bin jetzt in meinem Alter (26) beruflich und auch im Bereich Hobby sehr erfolgreich, aber sie meckert immer noch.

Ich bin mittlerweile auch in Therapie (seit einem Jahr) und ich habe begonnen mich merklich auch endlich innerlich von meiner Mutter zu distanzieren, denn ich wohne schon seit über 3 Jahren nicht mehr zu Hause, aber jedes Mal, wenn ich mal zu Besuch war, gab es diese Seitenhiebe, die mich immer wieder sprachlos gemacht haben.

Ich möchte dir sagen, dass du deiner Mutter nichts beweisen musst, sondern nur dir selber. DU möchtest von deiner Mutter weg, also finde für DICH einen Weg dort ausziehen zu können. Du wirst ihr es nie beweisen können, dass du selbständig bist. DU musst es DIR selber beweisen und anfangen innerlich von der Meinung deiner Mutter loszukommen.

Du kannst es besser, also machst du es besser und gehst. Und höre auf dich und mache das, was dich glücklich macht und nicht was deine Mutter glücklich machen würde.

Ich schätze mal, dass das Verhältnis zwischen euch ein wenig besser wird, wenn ihr räumlich getrennt seid und wenn du ihr zeigst, dass du dich nicht mehr von ihrem Verhalten verunsichern lässt.

Ich weiß, dass sowas sehr schwierig ist und ich habe wirklich oft geweint, aber wer ist meine Mutter denn, dass sie sich sowas rausnehmen darf ...

Wahrscheinlich hat deine Mutter sowie meine irgendwelche Probleme oder Ängste und lässt diese an dir aus, sie merkt das wahrscheinlich noch nicht mal.

Lass dich nicht entmutigen!
 

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