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Meine Mutter isst und isst und andere Probleme

edelbitterschokolade

Neues Mitglied
Hallo alle zusammen,

schon seit Längerem besteht dieses Problem. Meine Mutter isst und isst, macht keinen Sport, liegt neben Beruf eigentlich nur auf der faulen Haut bis auf ein bisschen Arbeit im Haushalt. Mittlerweile spiegelt sich das auch stark im Gewicht und der ''Körperfülle'' wider. Wenn ich Fotos von von vor 2 Jahren betrachte, erschrecke ich mich, wie sie sich verändert hat. Meine Schwester und ich überlegen schon die ganze Zeit, wie wir sie darauf hinweisen können, aber dezente Hinweise wie zB ein Kompliment über das Aussehen auf den Fotos von vor ein paar Jahren, oder dass der Nachschlag ja jetzt nicht mehr sein muss, ignoriert sie komplett. Vielleicht will sie es auch gar nicht wahrhaben, aber das ist mittlerweile doch auch nicht mehr gesund.. Mittlerweile ist es auch schon soweit dass mir der Appetit vergeht wenn sie neben mir am Essenstisch sitzt und sich das Essen wortwörtlich reinstopft. Konsequenz daraus, ich esse immer weniger und bin eh schon im leichten Untergewicht. Unsere Familiensituation trägt bestimmt auch einen großen Teil dazu bei, meine Eltern streiten jeden Tag, mein Vater beleidigt sie, auch bezüglich des Gewichts und dass sie kein Sport macht. Ich verstehe ja, dass das auch belastend sein kann und man dementsprechend im Umkehrschluss aus Frust eher mehr isst als weniger, aber trotzdem verstehe ich nicht, wie man diese auffälligen Hinweise dann doch so ignoriert? Ich weiß auch, dass sie mit sich unzufrieden ist, auch bezüglich des Gewichtes, kann aber nicht nachvollziehen, warum sie dann immer so viel isst und keinen Sport macht.
Also, wie mache ich ihr das klar, dass sie was ändern muss? Ich weiß, dass sie sich dann wohler fühlen würde, aber wie sagt man ja so schön, aller Anfang ist schwer. Und ich denke, genau das ist das Problem, dass sie sich nicht überwinden kann mit Sport anzufangen. Und dass sie realisieren muss, dass sie zu viel isst, weil ich glaube, dass merkt sie gar nicht.
Noch eine andere Sache, die vielleicht nicht ganz zu dem Thema passt, aber irgendwie auch eine Rolle spielt, ist die derzeitige Familiensituation bei uns. Die Beziehung zwischen meinen Eltern ist schon seit ich denken kann ziemlich toxisch. Das hat halt in den letzten Jahren zugenommen und ist denke ich auch ein Grund, warum meine Mutter so viel isst. Ein normales Gespräch zwischen den beiden ist unvorstellbar und kam bestimmt seit 2 Jahren auch nicht mehr zustande, ohne dass eine Partei angefangen hat rumzuschreien, vor allem mein Vater. Wie kann man Leuten klar machen, dass eine Trennung nicht doch irgendwie das beste wäre? Ich weiß, so einfach geht das alles nicht, aber wollen die denn unglücklich und - selbst wenn sie noch zusammen wären - einsam sterben? Ich kann das alles nicht nachvollziehen, vor allem das ewige Gestreite ist irgendwann nicht mehr auszuhalten.

Habt ihr irgendwelche Tipps um 1. Meiner Mutter die Sache mit dem Essen klar zu machen und 2. meinen Eltern klar zu machen, dass sie mal ihre Sturköpfe für nen Moment ausschalten sollen und sich über die Situation Gedanken zu machen, auch bezüglich möglicher Trennung? Hätte gedacht vielleicht in Form eines Briefes?
Bin über jede Hilfe, Anregungen dankbar. Ich musste das nur einmal alles runterschreiben.

Falls das Thema in der falschen Kategorie gelandet ist, entschuldige ich mich dafür.

LG,
edelbitterschokolade
 

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T

tREs-2

Gast
Hallo edelbitterschokolade

Ich halte einen Brief den du zusammen mit deiner Schwester schreibst für eine gute Idee.
Wenn sie auf Worte nicht mehr reagieren oder es schlicht überhören dann hilft es vielleicht wenn sie es schriftlich bekommen.
In diesem Brief solltet ihr wirklich alles bis in letzte Detail schildern , was euch stört und das dieses ewige streiten aufhören muss.
Ganz wichtig auch zu erwähnen wie ihr euch dabei fühlt und das ihr euch nichts sehnlicher wünscht als einen intakten Familienfrieden.

Wenn ihr eure Eltern dazu bringen könnt endlich mal das Kriegsbeil zu begraben und wieder mehr Harmonie und Einklang in eure Familie einzieht , dann glaube ich sogar das eure Mutter ihre Futter Attacken aufgibt.
Denn das scheint eine Nebenwirkung dieser angespannten Stimmung zu sein und sie kompensiert das durch unkontrollierte Nahrungsaufnahme.

Ich hoffe und wünsche euch das ihr Erfolg habt und bald wieder Frieden herrscht.

MfG
 
A

Angua

Gast
Es sind mehrere Dinge, die mir in Deinem Post sauer aufgestoßen sind, aber ganz besonders dieser hier:
Mittlerweile ist es auch schon soweit dass mir der Appetit vergeht wenn sie neben mir am Essenstisch sitzt und sich das Essen wortwörtlich reinstopft. Konsequenz daraus, ich esse immer weniger und bin eh schon im leichten Untergewicht.
gefolgt von dem
Meine Mutter isst und isst, macht keinen Sport, liegt neben Beruf eigentlich nur auf der faulen Haut bis auf ein bisschen Arbeit im Haushalt.
Du armes Kind, vergeht Dir der Appetit neben Deiner essenden Mutter, obwohl Du doch sowieso schon leicht untergewichtig ist. Ja, wie rücksichtslos ist das denn von ihr? Iß dann doch etwas, wenn sie nicht dabei ist. Ebenso rücksichtslos ist es von ihr, neben dem Beruf nur noch ein bißchen Haushalt zu machen. Funktioniert sie etwa nicht mehr so, wie es der Rest der Familie gewohnt war? Das ist natürlich ein Problem...müsst ihr sehr darunter leiden?
Ein Problem ist auch, daß sie so merkbefreit ist, um auf eure in Komplimente gekleidete (alte Fotos) Kritik nicht wie gewünscht zu reagieren.

An Deiner Stelle würde ich mir um meine Mutter Sorgen machen, denn normal ist ihr Verhalten nicht. Aber bis auf einen Nebensatz ("
aber das ist mittlerweile doch auch nicht mehr gesund") und so Wischiwaschi-Erklärungsversuche
Ich verstehe ja, dass das auch belastend sein kann und man dementsprechend im Umkehrschluss aus Frust eher mehr isst als weniger, aber trotzdem verstehe ich nicht, wie man diese auffälligen Hinweise dann doch so ignoriert?
spricht aus Deinem Post vor allem Fremdschämen und Ekel, aber ganz bestimmt keine Liebe und Sorge.
Euer Vater kommt dabei ziemlich gut weg, dabei wäre er es vor allem, dem ich als Kind einmal gehörig in die Eisen steigen würde.
Die Beziehung zwischen meinen Eltern ist schon seit ich denken kann ziemlich toxisch. Das hat halt in den letzten Jahren zugenommen und ist denke ich auch ein Grund, warum meine Mutter so viel isst.
Den Zusammenhang mit der Zunahme der Streitigkeiten und der Zunahme Deiner Ma hast Du recht gut erkannt, denke ich. Siehe auch frühere Fotos und Jetztzustand...

Eventuell gehören Deine Eltern zu den Paaren, die sich schon lange trennen wollten und nur zusammenblieben, weil es Kinder gab. Who knows? Wenn Du einen Brief schreiben willst, schreibe ihn an Deinen Vater.

Deine Mutter scheint mir im Moment das schwächste Mitglied in der Familie zu sein.

Wenn ich Deine Ma wäre und würde von meinen Kindern schriftlich zu lesen bekommen, ich soll weniger essen, mehr Sport machen und mehr im Haushalt tun, dann hätte sich das Problem metaphorisch schon erledigt...weil ich gar nicht so viel essen könnte, wie ich kotzen möchte.
 

Schattenwölfin

Aktives Mitglied
denkst du deine Mutter ist blöd, oder wie kommst du auf den absurden Gedanken sie würde nicht merken, dass sie stetig zunimmt? Natürlich merkt man das! Sie kann nur zum jetzigen Zeitpunkt nichts ändern, weil sie erstens nicht weiß wie sie es ändern soll und das Essen für sie eine Art Ausgleich für diesen ganzen Stress und Druck ist. Ja, auch der Körper reagiert ganz unterschiedlich auf Stress. Manche Menschen essen dann weniger, andere mehr, andere rauchen und trinken usw. Das Essen beruhigt sie. Das ist so ähnlich wie Kaufsucht. Wenn man was kauft, geht es einem kurzzeitig gut bzw besser, und wenig später kommt dann der Katzenjammer, zb das man zuviel gekauft hat oder zuviel Geld ausgegeben hat. Ist mit dem Essen nicht anders. Es beruhigt einen und wenn man sich dann mal wieder auf die Waage stellt oder die Hose kneift, man schneller aus der Puste ist als sonst, kommt der Katzenjammer. Und dann sind viele Menschen derart frustriert, dass sie noch mehr essen. Weil sie glauben, dass sie es aus eigener Kraft nicht schaffen oder weil das Essen schon zur Sucht geworden ist. Und das ist kein Spaß, sondern kann genauso ernst werden wie eine Magersucht. Denn auch bei einer richtigen Eßsucht können sich Menschen krank bzw letzendlich auch zu Tode essen. Das ist nicht lustig und das kannst du den Menschen auch nicht vorwerfen. Da muss man erstmal wieder rauskommen oder braucht Hilfe und Unterstützung.

Druck und Vorwürfe sind KEINE Hilfe, damit erzeugt man nämlich noch mehr Druck, und damit fördert man die Hungerattacken noch viel mehr.

Dein Vater verhält sich wie ein A....., sowas geht echt gar nicht. Das ist verletzend, keine Hilfe sondern sorgt dafür, dass es deiner Mutter immer schlechter geht.

Du schämst dich für deine Mutter?

Werde erwachsen! Lerne Verständnis aufzubringen.
 
G

Gelöscht 75067

Gast
denkst du deine Mutter ist blöd, oder wie kommst du auf den absurden Gedanken sie würde nicht merken, dass sie stetig zunimmt? Natürlich merkt man das! Sie kann nur zum jetzigen Zeitpunkt nichts ändern, weil sie erstens nicht weiß wie sie es ändern soll und das Essen für sie eine Art Ausgleich für diesen ganzen Stress und Druck ist. Ja, auch der Körper reagiert ganz unterschiedlich auf Stress. Manche Menschen essen dann weniger, andere mehr, andere rauchen und trinken usw. Das Essen beruhigt sie. Das ist so ähnlich wie Kaufsucht. Wenn man was kauft, geht es einem kurzzeitig gut bzw besser, und wenig später kommt dann der Katzenjammer, zb das man zuviel gekauft hat oder zuviel Geld ausgegeben hat. Ist mit dem Essen nicht anders. Es beruhigt einen und wenn man sich dann mal wieder auf die Waage stellt oder die Hose kneift, man schneller aus der Puste ist als sonst, kommt der Katzenjammer. Und dann sind viele Menschen derart frustriert, dass sie noch mehr essen. Weil sie glauben, dass sie es aus eigener Kraft nicht schaffen oder weil das Essen schon zur Sucht geworden ist. Und das ist kein Spaß, sondern kann genauso ernst werden wie eine Magersucht. Denn auch bei einer richtigen Eßsucht können sich Menschen krank bzw letzendlich auch zu Tode essen. Das ist nicht lustig und das kannst du den Menschen auch nicht vorwerfen. Da muss man erstmal wieder rauskommen oder braucht Hilfe und Unterstützung.

Druck und Vorwürfe sind KEINE Hilfe, damit erzeugt man nämlich noch mehr Druck, und damit fördert man die Hungerattacken noch viel mehr.

Dein Vater verhält sich wie ein A....., sowas geht echt gar nicht. Das ist verletzend, keine Hilfe sondern sorgt dafür, dass es deiner Mutter immer schlechter geht.

Du schämst dich für deine Mutter?

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Verständnis für Sucht ist ebenso dumm wie Vorwürfe. Die Mutter muss halt die Konsequenzen spüren.
 
A

Angua

Gast
Verständnis für Sucht ist ebenso dumm wie Vorwürfe. Die Mutter muss halt die Konsequenzen spüren.
Im Ernst? Und wieso MUSS sie Konsequenzen spüren?
Für manche Süchte mag das zutreffen. in Alkoholiker säuft sich zu und wird gewalttätig, ein Spielsüchtiger verspielt das Familieneinkommen und macht Schulden, ein Tablettenabhängiger...tbc.
Es ist hier nichts davon zu lesen, daß die Mutter sie Speisekammer nach Termitenart leerfrisst und die restliche Familie sich deshalb von einer Scheibe Toast ernähren muß.

Das was man aus dem Eingangstext interpretieren kann, ist einfach, daß sich der/die TE schämt, weil die Mutter seit einiger Zeit zu viel ißt.
Und das passt dem TE nicht.
 

Bodenschatz

Aktives Mitglied
Ich verstehe die TE so, dass sie die Mutter sehenden Auges davor bewahren möchte, in ihr Verderben zu geraten.

Durch zu viel Essen nimmt man zu, Zunehmen beeinträchtigt die Gesundheit (Diabetes mit schlechtem Heilvermögen, Gelenke verschleissen, viscerale Fetteinlagen schädigen Organe), mit zuviel Gewicht wird die Bewegung erschwert, was zu noch mehr Ruhe zwingt, worauf man zunimmt.
Einhergehend mit dem Alter, vielleicht mit abnehmender Kraft wird man unsicher, fällt eines Tages und zieht sich einen Bruch zu. Daraufhin liegt man und liegt, kann wegen des Gewichts den Bruch nicht belasten und das war es dann.

Meine Schilderung entspricht genau dem Schicksal meines Vaters und ist nicht zusammen erdacht...
Ändern konnte ich rein gar nichts. Er hat es einfach nicht verstanden, was ich ihm sagen wollte.
 
S

saminabi

Gast
Naja, ob Sucht oder nicht, im Grunde genommen kann nur die Mutter etwas ändern, wenn sie will.

Hier sehe ich es so, dass es da auf Seiten der TE eine Mischung aus Sorge und vielleicht auch einen gewissen Ekel, eine Abscheu gibt.

Hallo TE, du könntest natürlich mal mit ihr reden. Allerdings nicht anklagend, sondern deine Besorgnis mitteilen (bitte aber nicht den Ekel erwähnen). Du könntest ihr sagen, dass du dir Sorgen machst, dass es ihr nicht gut geht und dabei die Streitigkeiten der Eltern erwähnen und eben auch, dass dir aufgefallen ist, dass sie stetig an Gewicht zunimmt. Möglicherweise entwickelt sich ein Gespräch.

Was sie daraus macht, ist dann ihre Sache. Ich weiß ja nicht, wie alt du bist, aber wenn dich die Streitigkeiten deiner Eltern sehr belasten, könntest du versuchen, auszuziehen.

Du könntest auch mit deinem Vater versuchen zu reden, und ihn fragen, warum er so mit deiner Mutter umgeht, und ihm sagen, dass du das nicht gut findest.
 
S

saminabi

Gast
Ansonsten möchte ich nur mal leise darauf hinweisen, dass deine Wortwahl nicht sehr wertschätzend rüber kommt.

Deine Mutter liegt also neben "Beruf und dem bisschen Haushalt" auf der "faulen Haut".

Meine Frage ist, inwieweit beteiligt sich dein Vater und auch du neben euren täglichen Aktivitäten (Beruf, Schule, Studium?) denn am Haushalt. Wer kocht zum Beispiel immer? Und was wird gekocht?

Vielleicht könntest du ja auch manchmal kochen, was gesundes, nicht so kalorienhaltiges oder so.

Sind nur ein paar Anregungen.
 
A

Angua

Gast
Ansonsten möchte ich nur mal leise darauf hinweisen, dass deine Wortwahl nicht sehr wertschätzend rüber kommt.

Deine Mutter liegt also neben "Beruf und dem bisschen Haushalt" auf der "faulen Haut".

Meine Frage ist, inwieweit beteiligt sich dein Vater und auch du neben euren täglichen Aktivitäten (Beruf, Schule, Studium?) denn am Haushalt. Wer kocht zum Beispiel immer? Und was wird gekocht?

Vielleicht könntest du ja auch manchmal kochen, was gesundes, nicht so kalorienhaltiges oder so.

Sind nur ein paar Anregungen.
Ich befürchte, die Schokosorte hier hat überhaupt keine Ambitionen, sich nochmal zu melden, sondern gehört zu den "Einweg-Usern", d.h. ich starte einen Thread zum Auskotzen und das war es dann. An Austausch nicht interessiert, denn bekomme ich keine Zustimmung und Getätschel, interessiert mich das nicht weiter.
Die Quote davon ist hier im Forum recht hoch.
 

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