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Meine kleine Schwester

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Hallo liebe Community!

Kurz zu unserer Familiensituation: Wir sind drei Schwestern. Eine ältere Schwester (27), ich (20) und unsere kleine Schwester (17). Unsere Eltern haben sich vor zehn Jahren scheiden lassen und unser Vater ist inzwischen leider verstorben. Meine ältere Schwester hat seit Jahren kaum mehr Kontakt zu unserer Mutter und uns beiden jüngeren Schwestern; sie ist also nicht im Bild.

Zum Problem: Meine kleine Schwester leidet u.a. an Depressionen. Sie war bis Ende Juli zum zweiten Mal in einer Klinik und musste daher die Realschule abbrechen. Das Schuljahr wiederholen konnte sie nicht, da sie auf Grund ihrer Krankheit bereits die neunte Klasse wiederholt und dafür sogar die Schule gewechselt hatte. Sie hat ihr letztes Schuljahr bis kurz vor den Prüfungen besucht und wird die Abschlussprüfungen 2016 extern ablegen, um ihren Realschulabschluss zu machen. Jetzt hat sie natürlich ein Jahr totzuschlagen. Seit sie aus der Klinik zurück ist, sitzt sie aber eigentlich nur zu Hause. Und es tut ihr nicht gut.
Eigentlich wollte sie ein Praktikum in einem Krankenhaus machen (und anschließend eine Ausbildung zur Krankenschwester), aber gekümmert hat sie sich bisher um nichts. Sie schiebt es immer weiter hinaus, "Irgendwann mach ich das schon." Wenn man sie darauf anspricht, ist sie sehr abweisend, meint manchmal, dass es doch eh nichts bringen würde, alles egal ist. Das hört sich für mich nach ihrer Depression an. Dementsprechen viele Sorgen machen ich mir, denn seit sie aus der Klinik zurück ist, ist sie auch nicht mehr in Therapie. Sie möchte nicht mit einem Fremden über ihre Problem werden, der dafür bezahlt wird. Naja, zwingen kann man sie nicht, aber gut geht es so wie es momentan ist nicht. Freunde hat sie keine, zumindest keine außerhalb des Internets. Und jetzt sitzt sie eben den ganzen Tag zu Hause und macht eigentlich nichts.
Ich bin jetzt auf Ideensuchen, was sie im nächsten Jahr machen könnte. Mir ist egal, was genau sie macht, aber sie muss aus dem Haus rauskommen und ein bisschen Zeit mit anderen verbringen. Meine Mutter steht der ganzen Sache verzweifelt gegenüber und weiß sich nicht durchzusetzen. Zu uns Kindern hatte sie nie ein enges Verhältnis. Ich glaube, sie kann einfach nicht mit der Situation umgehen.
Heute war ich in der Stadt, habe mich mal umgeschaut, was für Kurse bei uns angeboten werden und was für meine Schwester in Frage käme. Habt ihr vielleicht noch irgendeine Idee, was sie machen könnte? Irgendeinen Ratschlag, damit sie wieder Fuß fassen kann?

LG Kathrin
 

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Spontan würd mir da ein FSJ einfallen - gibt es doch auch in Krankenhäusern, Altenheimen etc. :)

Mit ihrer Depression ist es natürlich schwierig mit dem Antrieb...ich drücke euch die Daumen.
 

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