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meine geschichte,alle die denken,es geht nicht mehr weiter-bitte lest sie!!!

G

Gast

Gast
So oft lese ich hier schicksale und geschichten, und ja es ist schlimm und schwer und es tut weh-aber Ihr alle habt nur dieses eine leben und ihr könnt selbst bestimmen,ab dem zeitpunkt, an dem Ihr merkt dass Ihr unglücklich seit..
Ich schreibe nun meinen bisherigen Lebensweg nieder..lest es und vielleicht versteht Ihr dann,was ich meine..

Im Mai 1983 kam ein Mädchen zur Welt-sofort war klar da stimmt etwas nicht..
Ich wurde mit einer schweren Autoimmunkrankheit geboren,allein im ersten Lebensjahr kämpfte ich 5mal mit dem Tot,meiner Mutter wurde gesagt,ich werde den 1.Geburtstag nicht erleben.
Das tat ich dann doch,meine ersten 10 Jahre verbrachte ich auf einer Kinderkrebsstation,allein,oft 5-6wochen am stück,sah viele sterben und wartete selbst auf den tot.


Ich war 12 Jahre alt,gesundheitlich ging es mir endlich besser,da waren zu Besuch bei meiner Oma.Ihr Lebensgefährte war alles für mich, immer allein gewesen,war seine liebe wie Medizin für mich..

Bis eines Tages die Badezimmertür auf ging und er meinte, er wäre immer so nett zu mir-es würdeZeit werden,dass ich auch einmal nett zu ihm bin..
Als 2Jahre später stark genug war den mißbrauch auszusprechen,verstoß mich meine Oma und spricht bis heute kein wort mit mir.

Ich bin 15,es ist Sommer...ich wirbel zwischen Schule,Haushalt und meiner kleinen Schwester hin und her..denn meine Mutter hatt vor 3 wochen einen Herzinfarkt..meine Vater sagt,ich bin Schuld,weil ich Ihr immer soviel kummer gemacht habe.Er fängt an mich zu schlagen.
Ich höre auf zu essen.
Bis ich nur noch 30 kilo habe,keiner merkt etwas.
Meine Mutter ist nach 2Monaten wieder zu hause.Ich gehe in den Wald..zum sterben.

Aber irgendetwas hält mich..ich gehe heim.

Ich bin nun 16,sehe recht hübsch aus,was mich zum mobbing Opfer macht.
Irgendwann gehe ich nicht mehr hin.
Ich schreibe heimlich eine Bewerbung,hatte eine Stellenanzeige gelesen,und bekomme sofort eine Einladung zum Vorstellungsgespräch
Ich sage,ich übernacht woanders und fahre hin,bekomm die Lehrstelle,fahre heim und sage meinen Eltern ich schmeisse die Schule und Sie müssen den Vertrag unterschreiben..

1Jahr später..eine tolle zeit liegt hinter mir..mir geht es gut,ich habe etwas zu genommen und bin frisch verliebt...bin mit meinem Freund auf dem weg zur berufsschule..wir singen ein Lied mit..es dämmert schon..

..plötzlich Auto scheinwerfer hinter der Kurve auf unserer spur..er bremmst..wir sehen uns kurz an..ich denke OH GO.. es knallt..quietscht..es schleudert mich gegen die scheibe..ich spüre den Aufschlag..es geht den Abhang runter..es stinkt...ich spüre nichts...dann wird es still...

Ich versuche die Augen zu öffnen,aber es gelinkt mir nicht,ich höre stimmen,sirenen,versuche mich benerkbar zu machen..ich habe schreckliche angst,endlich merkt jemand das ich bei bewusstsein bin..
Er wischt mir das gesicht ab und ich kann etwas sehen,ich schaue nach links..Dario..aber die Fahrer seite ist weg..ich fange an zu weinen,die sanitäter legen mich in Narkose.

6 wochen später,ich erwache im Krankenhaus,schläuche,piepen..ich kann mich nicht bewegen.
3 tage später sind die schläuche weg,ich frage nach Dario,er war sofort Tot.

Ich stehe heimlich auf und gehe zum spiegel..erkenne mich nicht wieder,Feuer und Glasscherben haben spuren hinterlassen und ich bin nicht mehr hübsch,werde es nie wieder sein.
Mein Gedächtnis funktioniert nicht,ich kann mir nicht mal merken,ob ich was gegessen habe...keiner kann mir sagen ob es besser wird.

Ich kämpfe mich aus der Klinik und führe ein halbes Jahr später meine Lehre fort.
2 Jahre später kommt meine erste Tochter zur Welt,ich nutze die Zeit um meinen Schulabschluss nachzuholen,mache ein Fernstudium in Psychologischer Beratung,was mir viel bringt.
Dann kommt meine 2: Tochter zur Welt...ich fange mit der Fahrschule an,schwer,panik,weinen,aufgeben wollen.übergeben auf der Autobahn..und irgendwann doch bestanden,beim ersten mal.

Es ist Sommer::meine Kinder singen hinten im Auto Kinderlieder,ich schaue in den Rückspiegel-was hätte ich verpasst,hätte ich wirklich aufgegeben...
 

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jaune

Mitglied
Danke.

deine Geschichte lässt mich hoffen.
mich. ein 15 jähriges Mädchen, das sich fest vorgenommen hat, sich heute Nacht die Pulsadern durchzuschneiden.

Danke.
 
G

Gast

Gast
Hallo,nein,mach dass nicht!Was ist denn los?Glaub mir,man kann alles schaffen,es dauert es ist schwer und manchmal kommt man total an seine grenzen..aber es geht!Erzähl mir doch was los ist bei dir
 

jaune

Mitglied
Oh das ist ja süß!
bis jetzt hat sich kaum jemand für meine Geschichte interessiert... nur hier eben schon :)

kurzfassung:
als ich 5 war, wurde ich 2 jahre lang von einem pädophilen missbraucht. ist vor kurzem hochgekommen. ich habs gesagt. ich bin in therapie. mir gings gut.
dann hat mein kopf angefangen zu spinnen.
ich kann nicht mehr schlafen.
mein kopf sagt mir, ich muss mich umbringen.
ich will das nicht. ich kann mich aber nicht ablenken.
nur mit schmerz. je näher ich dem tod bin, desdo länger hält die wirkung.
ich ritze mich - gegen meinen willen.
ich schlage mich.
ich habe am freitag einen termin beim psychiater.
aber ich schaffe das nicht.
ich verstümmle mich selbst, um das zu schaffen.

danke :)
für dein Interesse an mir :)
 

-sofia-

Sehr aktives Mitglied
Hallo Gast,


deine Geschichte hat mich sehr berührt.

Du hast meinen vollen Respekt, dass du aus eigener Kraft ins Leben zurückgefunden hast.
Alles Gute

Punto
 
G

Gast

Gast
Weist Du,es ist meistens nicht so,dass es die leute nicht interessiert,nur kommen sie mit so was nicht klar,haben angst etwas falsche zu sagen oder zu tun und deswegen tun sie dann garnichts.
Viele sind für so was einfach nicht stark genug.
Ich habe das auch erlebt,nach meinem Unfall haben sich 99prozent der leute nicht mehr gemeldet,selbst meine Mutter hat mich nicht besucht-weil sie damit,mit meinem schmerz,nicht umgehen konnte.
Das darf man ihnen nicht mal übel nehmen.
Nun bist du noch sehr jung, aber auch du wirst irgendwann mal einen Menschen treffen,dem du so gerne helfen würdest,aber du dich so hilflos fühlst,dass du schweigst.

Was den mißbrauch angeht,weis ich was du durch machst,ich habe mich nicht geritzt aber durch das hungern meinen körper kontrolliert und im endefekt auch bestraft-war er ja schuld an meinem leid.
Du musst den schmerz zu lassen, du musst schreien wenn dir danach ist,auf wände schlagen,stundenlang durch die gegend laufen,den schmerz raus lassen-aber nicht an deinem körper,den er wird es sein,der dir irgendwann wieder kraft und mut bringt!
Was passiert ist,ist wohl dass schlimmste überhaupt und es lässt einen nie ganz los-ich stehe heute noch manchmal irgendwo und rieche etwas oder ein älterer mann hat ähnlichkeit..und mit einmal ist es da,die übelkeit,angst,hass alles auf einmal-aber ich sage mir dann bewusst STOPP, DASS IST NUR ERINNERUNG,ES IST VORBEI,NIEMAND WIRD MIR SOWAS NOCHMAL ANTUN!
Das ist schwer auszuhalten,in erster linie musst du wissen,dass du jedes recht hast zu leiden!Niemand darf einem das verbieten,auch wenn es,gerade in den medien.oft so hingestellt wird als wäre das nichts weiter und man könne nach einer woche normal weiter machen.

Psychater..ich muss sagen,dass ich erst vor 3Jahren soweit war,mich wirklich damit auseinander zu setzen,vorher hätte es mich kaputt gemacht und ich hätte auch nicht wirklich darüber reden können.
Hast du jemanden zum reden?

D u musst wissen,dass du nicht allein bist,statistisch gesehen wird jedes 3. mädchen in irgendeiner form sexuell mißbraucht-viele schweigen,ich erlebte dass gerade bei meiner grossen Tochter(9),ein straftäter verfolgte die kinder auf dem schulweg,und irgendwie wollten es alle vertuschen,nur keine schlagzeilen..dem habe ich ein ende gemacht,denn ich erziehe meine kinder zu selbstbewussten menschen,die wissen dass sie nein sagen dürfen und jeder der dieses nein nicht akzeptiert,tut etwas falsches.

Ich kenne dich nicht,weis nicht wie du emotional und psysisch gebaut bist..ich habe mich an einem punkt bewusst dafür entschieden,wieder zu essen,dem menschen der mir soviel nahm,nicht erlaubt mir auch meine zukunft zu nehmen!

Wissen deine Eltern bescheid?Lehrer?Eine Freundin?
Dass heilen beginnt mit dem aussprechen des erlebten, auch deswegen habe ich dass hier geschrieben,weil auch ich so noch verarbeite und jedesmal wenn du es aussprichst,wird die wunde etwas kleiner.

Hast du es schon mal aufgeschrieben?Alles was du weist,dich erinnerst,dir weh tut...vielleicht solltest du dass einmal tun..und dann zerreis es,schmeiss es weg oder heb es auf,und wenn es wieder hoch kommt,schreib es nochmal,aber wie gesagt,dass sind meine erfahrungen,ich kenne dich nicht.

Ich hoffe,dass meine geschichte wenigstens den sinn erfüllt,dass andere die in schlimmen situationen sind,daraus etwas mitnehmen können.
Bitte schreib wieder und versprech mir,dass du dich nicht opferst für so einen menschen der ganz weit unten ist und es nötig hat,sich an einem Kind zu vergreifen,kämpfe,werde gross und selbsbewusst und mache es später solchen Menschen schwer-zeig ihnen DU HAST VIELLEICHT MEINE KINDHEIT ZERSTÖRT;ABER NICHT MICH UND NICHT MEINE ZUKUNFT
 

Shorn

Sehr aktives Mitglied
Oh das ist ja süß!
bis jetzt hat sich kaum jemand für meine Geschichte interessiert... nur hier eben schon :)

kurzfassung:
als ich 5 war, wurde ich 2 jahre lang von einem pädophilen missbraucht. ist vor kurzem hochgekommen. ich habs gesagt. ich bin in therapie. mir gings gut.
dann hat mein kopf angefangen zu spinnen.
ich kann nicht mehr schlafen.
mein kopf sagt mir, ich muss mich umbringen.
ich will das nicht. ich kann mich aber nicht ablenken.
nur mit schmerz. je näher ich dem tod bin, desdo länger hält die wirkung.
ich ritze mich - gegen meinen willen.
ich schlage mich.
ich habe am freitag einen termin beim psychiater.
aber ich schaffe das nicht.
ich verstümmle mich selbst, um das zu schaffen.

danke :)
für dein Interesse an mir :)

Du willst dir heute abend die Pulsadern durchtrennen ??? Tue es nicht !
Dafür gibt es mehrere ist wichtigste ist natürlich der das du dann tot bist.
Aber der allerwichtigste ist die Tatsache das du dann nie erfahren wirst wie dein Leben noch wird,oder hätte werden können.

Nein ich wurde nicht missbraucht,mir ist anderes wiederfahren und so wie du legte ich mich eines Tages ins Bett und beschloss zu sterben,geklappt hat es nicht,denn dann könnte ich dir nicht schreiben.

Aber nun kann ich es das verdanke ich dem Umstand das ich noch lebe,aber auch einigen hier aus dem Forum.
ich war lange in der Psychiatrie (fast 300 Tage in zwei jahren).
Gehe zu diesem Psychologen und wenn es noch so schwer fällt aber gegen deine Suizidgedanken und auch dein SVV kann und muss behandelt werden.
Die meisten sind sehr nett.

Glaube mir ich weiß wie es ist wenn man am Abgrund steht,keine Lust mehr hat auch heute noch habe ich zeitweise Suizidgedanken.

Der Tod beendet zwar unsere Probleme aber er löst sie nicht,das kannst nur du alleine unter kompetenter Aufsicht

Ich bin 46 Jahre aber die Geister der Kindheit,sie verfolgen mich noch heute.
Aber ich habe einen Weg gefunden für mich,ich werde wohl nie wirklich glück aber frei.

Bis du soweit bist ist es noch ein steiniger,steiler Weg und du wirst noch sehr oft durch das Tal der Tränen gehen.
Du wirst Tage haben an denen du verzweifelst,am liebsten alles abbrechen und fortlaufen möchtest,aber eben auch die Tage des Sonnenscheins.

Am Ende des Weges wirst auch du so wie ich und viele andere noch leben und du wirst froh.
Ich bin es auch,nicht immer glücklich (eigentlich nie) aber dennoch bin ich froh das ich noch lebe.

Und du wirst es auch sein
 
Zuletzt bearbeitet:

kiablue

Aktives Mitglied
Und schon ist das ursprüngliche Thema weg....

Es ist beeindruckend, was Du hier beschreibst. Es gibt immer wieder Menschen, die so stark um ihr eigenes Leben kämpfen, die so viel innere Kraft und Stärke haben, die immer wieder etwas finden, wofür es sich zu leben lohnt.

Es ist Sommer::meine Kinder singen hinten im Auto Kinderlieder,ich schaue in den Rückspiegel-was hätte ich verpasst,hätte ich wirklich aufgegeben...
wuuuunderschöööön.... :) und auch genau das, was mich immer am Leben gehalten hat. Es gibt nichts Schöneres und ich finde, für so etwas lohnt es sich, alles zu ertragen, alle Kraft der Welt dafür aufzubringen, so etwas zu erleben. Das verlangt aber auch die Fähigkeit, von sich selbst zurück zu treten und den Focus auf Äußeres zu lenken. Auf Glück und Erleben von anderen Menschen, besonders Kindern und ganz besonders den eigenen.

Ich wünsche Dir, dass Dir diese innere Kraft immer erhalten bleibt oder Du immer etwas findest, das Dir hilft, diese Kraft wieder zu finden oder neu aufzubauen.

Liebe Grüße, kiablue
 
G

Gast

Gast
sehr schade,ich wollte damit mut machen..jedoch ist es wohl so das viele einfach bedauert werden wollen,anstatt wirklich lösungen zu suchen und danach zu handeln..so ändert man allerdings nicht..da können einen1000 leute sagen wie arm man dran ist,besser wirds dadurch nicht.
 
Danke.

deine Geschichte lässt mich hoffen.
mich. ein 15 jähriges Mädchen, das sich fest vorgenommen hat, sich heute Nacht die Pulsadern durchzuschneiden.

Danke.
Hi jaune
DU solltest auch Hoffnung haben als junges Mädchen, dein Leben hat ja kaum begonnen.
Auch ich kenne diese Dinge, die du beschreibst und habe Tabletten benutzt.
Heute bin ich so glücklich, dass mir der Magen ausgepumt wurde.
Bin fast 50 und kann nur sagen dass dich diese Dinge natürlich dein Leben lang begleiten werden, aber mit einer Psychotherapie mit dem richtigen Therapeuten werden sie erträglich und es wird dann auch die Zeit kommen, in der man gar nicht mehr daran denkt und glücklich lebt.
Wichtig ist dabei, dass du reden kannst, oder eben schreiben, es hilft tatsächlich die Sachen zu verarbeiten.
Einen Freund/Freundin, bei dem/der du ab und an mal weinen kannst und wenn nicht weine mit dir selber, es lindert den Schmerz.
Mit deiner Selbstverletzung stehst du noch am Anfang der Entwicklung, wenn du diese Phase hinter dir hast, kommst du dir selber wieder näher.
Du für dich glückliche Ziele, die du dir für deine Zukunft wünschst.
Stell sie dir vor und arbeite darauf zu, du wirst sehen, der Schmerz wird weniger, wenn du dich mit deiner Zukunft beschäftigst.
Jeder hier kann dir nur aus seiner eigenen Erfahrung berichten, aber eines haben sie alle gemeinsam.
Alle hier möchten, dass so schlimm verletzte Menschen, die wie du den Sinn im Leben verloren haben, wieder glauben können, dass es sich lohnt zu leben.
Und es lohnt sich wirklich!
Mach dich an die Arbeit mit dir selber, verzeihe dir, deine Wut und deine Angst, denn du bist Opfer.
Stell dir vor, was du in Zukunft alles erreichen möchtest, wie schön das alles ist was du willst.
Sei dir aber darüber im klaren, dass du daran lange arbeiten wirst.
Und je mehr du daran arbeitest um so stärker wirst du das Schlimme aus deinem Leben drängen und Gutes erleben.
Es kommt nicht von heute auf morgen, auch Rückschläge gibt es, doch es lohnt sich allein schon für ein Lächeln von einem guten Freund :) mit dem man in einigen Jahren z.B. am Lagerfeuer über alte Geschichten lacht.
 

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