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Meine Freundin wurde vergewaltigt

Viper77

Neues Mitglied
Meine Freundin wurde vergewaltigt und ich weis nicht, wie ich damit umgehen soll. (Die Vergewaltigung ist schon länger her.)
Ich hatte eine solche situation noch nie.
 
Zuletzt bearbeitet:

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Tyra

Sehr aktives Mitglied
wann ist es passiert und wurde der Täter angezeigt?

Es ist eine Straftat begangen worden und dann handelt man an sich so, dass man nen Anwalt sucht, zur Polizei geht und den täter belangt und dingfest macht.
Deine Freundin sollte umgehend in psychologische Betreuung. Hilfe findet sie in Beratungsstellen vor Ort. Gewaltopferberatungsstellen, Frauenberatungsstellen etc. Erkundige dich da mal und leiste umgehend konkrete Hilfe.

Im Leben hat man oft Situationen die man zuvor noch nie hatte...dabei ist dann wichtig die Ruhe zu bewahren, sich emotional nicht zu sehr durcheinander bringen zu lassen und die Dinge zu ordnen.

Tut mir sehr leid für dich und v.a. auch deine Freundin..ich hoffe du kannst ihr da genügend Rückhalt und Hilfe geben damit sie das Richtige für sich tut.
 

Tyra

Sehr aktives Mitglied
Ruhe hin oder her...zunächst bitte Beweissicherung und Anzeige...sonst kommt im Nachhinein noch mehr Unruhe und das ggf. jahrzehntelang...Sie wurde angegriffen..die Ruhe ist vorbei..es herrscht leider Krieg.

Als Freund würde ich ihr natürlich diese Ruhe bieten aber unter der Option dass sie sich der Sache stellt, psychologische Hilfe annimmt und den Täter anzeigt. Das mag hart erscheinen..aber oft ist es viel härter wenn die Betroffenen sich zurückziehen, verdrängen und an dem psychischen Druck der sich dadurch immer mehr und immer wieder aufbaut kaputt gehen.
Deine Freundin steht unter Schock und es ist nun wichtig, dass du nen klaren Kopf behältst und sie ein wenig darin anleitest zu tun was derzeit wichtig und gut für sie ist.
Mach ihr v.a. klar dass sie sich für nix schämen muss und allein der Täter der Schuldige ist...und um ihr das zu beweisen ist ne Anzeige auch sehr wichtig. Indem man es zulässt dass sie sich schamhaft versteckt und den täter ungestraft davon kommen läßt setzt man falsche Signale, die ihre Scham- und Schuldgefühle ggf. noch mehr verstärken. Es ist opfertypisch dass sie sich schuldig fühlt...diese Gefühle sind jedoch unrealistisch, unwahr und sie muss so schnell wie möglich runter von dieser schrägen Ansicht..dazu sind ja auch Psychologen da und wichtig in solchen Extremsituationen.
lass dich also nicht von ihren Schamgefühlen anstecken, grenze dich ab und ermutige sie dazu mutiger zu sein und sich durch Anzeige zur Wehr zu setzen. Sage ihr dass sie ein wertvoller Mensch ist der es sich wert sein sollte Gerechtigkeit zu kriegen...d.h. den Täter zur Verantwortung zu ziehen.

Sei für sie da, begleite sie durch diesen unruhigen Prozess mit Polizei, Gericht etc. und kümmer dich um sie...lass dich dahingehend ggf. auch mal bei einer Beratungsstelle beraten auf was du dabei achten solltest. Für die Anzeige wäre es gut euch durch jemanden von einer Beratungsstelle oder einem Anwalt begleiten zu lassen...ne spezialisierte FAchanwältin wäre ggf. ganz sinnvoll. Organisier das für sie...natürlich mit ihrem Einverständnis...das sie geben sollte. Verweigerung würde ich hier nicht tolerieren, denn die schadet ihr (und letztlich auch dir selbst) mehr als sie ihr nutzt. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt um sie liebevoll, verständnisvoll aber konsequent in die richtige Richtung zu bringen.
 

Tyra

Sehr aktives Mitglied
achso...bereits länger her...damit würde ich zunächst damit anfangen deine Freundin so schnell wie möglich und liebevoll aber konsequent in psychologische Betreuung zu bringen.
Erkundige dich da mal nächste Woche vor Ort bei Beratungsstellen über die Hilfsangebote die es alle in eurer Nähe gibt, lass dir ne Liste von auf Gewalttraumata spezialisierten Psychologen geben.

Dränge deine Freundin nicht dazu mit dir über die Sache zu reden, sprich jedoch offen an dass dich die Sache sehr beschäftigt und du nicht weisst wie du damit umgehen kannst, dir also selber Hilfe suchen möchtest und von ihr möchtest dass sie sich selber auch Hilfe sucht.

Zeigt sie Anzeichen von postraumatischem Stress (Berührungsängste, Angst vor Sex, Angst vor Nähe, Niedergeschlagenheit, Depressionen)? Wie geht es ihr, wie verhält sie sich?
 

pataya

Mitglied
Du kannst sie aber nicht zur anzeige zwingen. Das bringt absolut nichts und führt nur dazu das sie sich vond ir nicht verstanden fühlt und sie sich evtl abwendet.
Klar, anzeige ist vernünftig, ist für diejenigen die sowas nie erlebt haben das normalste und selbstverständlichste von der welt.....aber für leute die sowas erlebt haben beudeutet das die hölle ein zweites mal durchzumachen...und wofür? Für eine bewährungsstrafe oder einstellung wegen mangel an beweißen?
Hm... vielleich tbin ich nicht objektiv, aber wenn mein freund mich zur anzeige zwingen würde, damit könnte ich nicht umgehen...

Der umgang mit ihr, das kommt au f sie an. wie lange ist es her? Inwieweit hat sie es schon einigermaßen verkraftet? Was für probleme hat sie deshalb heute? usw...
Pauschal kann man dir da keine tipps geben, außer das du sie ganz normal behandeln solltest....und mit ihr offen sein solltest, sie selber fragen was sie braucht und will....nur sie kann dir das beantworten...
 

Viper77

Neues Mitglied
anzeichen von berührungsängste zeigt sie schon.
Sie erzählte mir, dass sie in vergangenen beziehungen immer ein problem damit hatte dass die partner eben nicht damit umgehen konnten.
 

Tyra

Sehr aktives Mitglied
was hat sie gegen ihre Probleme bisher getan?
Und frag sie auch bitte mal ob sie den täter angezeigt hat, noch weitere Gefahr besteht od.ä..diesen Punkt würde ich grundsätzlich klären.

Sie sollte sich schon ein wenig bewusst werden dass eine Beziehung auch Verantwortung bedeutet...Verantwortung ggü dem Partner dem man es auf Dauer nicht zumuten kann stets mit einem unverarbeiteten Gewalttrauma konfrontiert zu sein..solange das Trauma zu wenig verarbeitet wurde liegt der Täter und die Tat ja quasi mit im Bett....geht nicht! Funktioniert vor allem nicht auf Dauer. Sie sollte sich dessen bewusst werden.

Zur Vernunft kann man sie natürlich nicht zwingen..aber wenn sie sich allzu unvernünftig, unsozial sich selbst und dir ggü verhält indem sie sich weigert sich ihrem Trauma zu stellen würde ich eher die Finger von der Frau lassen.
Sie muss sich entscheiden ob sie mit ihrem Trauma oder mit dir leben will...und sollte wenn sie eine Partnerschaft wünscht auch Bereitschaft zeigen etwas dafür zu tun. Für sich selbst und auch für ihren Partner was zu tun.

Das würde ich so als Grundregel setzen...ich plädiere weiter dafür sie sanft aber bestimmt in Richtung Vernunft zu schieben, sie zur Vernunft ermuntern und ermutigen.

Ich stimme Sandra zu..es ist wichtig sie ganz normal zu behandeln,..nicht mit Samthandschuhen oder wie ein krankes Pferd behandeln, sondern offen und direkt mit ihr umgehen. Keine Berührungsängste mit dem Thema zeigen.
Ich würde Sandra jedoch nicht in dem Punkt zustimmen das Wofür an zu zweifeln...wofür die Anzeige ist dürfte klar sein...dafür zumindest den Versuch gemacht zu haben sich zu wehren und für sich selbst, auch für die Gesellschaft um einen Straftäter zu outen anstatt ihn durch Schweigen zu schützen. diese Art von Tätern suchen sich gezielt ihre Opfer aus...rechnen damit dass die Opfer schweigen..ich würde Himmel und Hölle in Bewegung setzen um ihnen nen Strich durch diese Rechnung zu machen.
Ich denke es ist auch zu viel verlangt vom Freund Verständnis dafür zu erwarten dass man anstatt sich selbst eher den Täter schützt, ihm zu arbeitet indem man ihn straffrei davon kommen läßt.
Zur Hölle wird ein Gewalttrauma oft erst nur indem man es in sich verschließt anstatt es nach außen raus zu lassen. Es gibt gute Fachanwälte und auch Psychologen die einen ganz gut durch den Prozeß der Anzeige und auch Gericht etc. bringen können. Mag sein dass es einen sehr verwirrten Opfern unmöglich erscheint und diese so hutzig und mutlos sind dass sie sich gar nix mehr trauen...allerdings sollte man sich als Freund davon nicht zu sehr anstecken lassen, sich abgrenzen und nen kühlen Kopf bewahren.
Lt. wissenschaftlicher Untersuchungen schaffen es oftmals nur diejenigen, die sich dem Trauma stellen und Hölle hin oder her den Tätern die Hölle heiß machen es zumindest versuchen...allein den Mut zu haben es zu versuchen zählt egal wie beschissen das Ergebnis auch vor Gericht ggf. ausfällt...man hat dann zumindest seine Pflicht als Mensch sich selbst und der Gesellschaft ggü erfüllt. Und das zählt in meinen Augen sehr viel. Ist ein erster Schritt raus aus einer devoten Opferhaltung. Ein sehr wichtiger psychologischer Schritt.
Diejenigen, die schweigen, sich verstecken, kaputt schämen, versuchen zu verdrängen werden oft (nicht immer aber sehr häufig...man sollte kein Pokerspiel aus seiner Gesundheit machen und drauf hoffen dass man es auch so schafft) krank, verhaltensgestört, leben nicht sehr lange, werden immer wieder Opfer...Ich würde hier also abwägen und sagen: lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.

Das ist meine Meinung dazu.

Tyra

Du kannst sie aber nicht zur anzeige zwingen. Das bringt absolut nichts und führt nur dazu das sie sich vond ir nicht verstanden fühlt und sie sich evtl abwendet.
stimmt ich würde sie auch auf keinen Fall zwingen..Sandra hat Recht, das bringt nix...Aber zu bedenken gilt, dass umgekehrt sich der Freund nicht verstanden fühlt und sich abwendet wenn ein Opfer anstatt sich selbst den Täter quasi indirekt schützt...hier muss das Opfer also sein Handeln oder Nichthandeln reflektieren, abwägen und sich für sich selbst, für den Freund und gegen den Täter entscheiden oder umgekehrt...Die Opferlogik ist oft verdreht...verstehen kann man sie relativ leicht, aber Verständnis dafür zeigen muss man nicht unbedingt finde ich. Irgendwo sollte es ne Grenze geben wenn Verhalten zu selbst gefährdend wird.

Auch Sori hat natürlich Recht...die Freundin besteht nicht nur aus der Tat...ggf. ist sie jedoch in einigen Punkten eben nicht ganz normal, sondern traumatisiert und in einigen Punkten ihres Wesens ein wenig gestört....für eine zeitlang zumindest...mit Therapie kann man da vieles wieder ausbügeln und klären. Sie hat ein Trauma erlitten und das hinterläßt natürlich schon seine Spuren.
Zur Panik ist natürlich keinerlei Anlass gegeben...in Ruhe da mal einiges regeln und besprechen hilft da eher weiter.
 
Zuletzt bearbeitet:

Sori

Sehr aktives Mitglied
Viper, wann hast Du das denn erfahren? Ist noch nicht so lange her, oder?

Du wirkst zunächst mal sehr aufgeregt, was natürlich total verständlich ist. Ich kann Dir nur den Tipp geben, Ruhe zu bewahren. Du änderst erstmal ohnehin nix dran und wilde Panik schadet nur Eurer Beziehung.

Bedränge Deine Freundin nicht, aber versuche mit ihr das Thema anzuschneiden. Wenn sie nicht reden möchte, musst Du das erstmal akzeptieren - das sind ihre Grenzen. Wobei Du auch Deine Grenzen achten solltest. Also alles, was Eure Beziehung direkt betrifft, was Dich betrifft, musst Du ansprechen.

Einer der größten Fehler, wie hier schon angesprochen, wäre es, sie nur noch als Opfer als besorgniserregendes Objekt zu sehen. Sie ist Deine Freundin und ein ganz normaler Mensch, dem etwas schreckliches passiert ist. Aber sie besteht eben nicht nur aus dieser Tat...
 

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