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Meine Familie macht mich fertig...

M

Meerschwein

Gast
Hallo erstmal, das hier wird mein erster Eintrag ueberhaupt...ich weiss einfach nicht weiter, ich moechte einfach mal wissen, was Aussenstehende von meiner Situation halten.

Tut mir leid...der Text wird etwas laenger...kann auch verstehen, dass manche keine Lust haben, sich alles durchzulesen...aber habe schon versucht, das verkuerzt zu schreiben. Und habe auch keine ae,oe etc, tut mir leid, dass man das dann nicht so schoen lesen kann...


Also, ich muss erstmal sagen, ich bin jetzt schon 21 Jahre alt und komme aus einer asiatischen Familie, da ist die Denkweise etwas anders, wie die der Europaeer. Ich selbst bin aber hier in Deutschland geboren, denke wohl deshalb auch etwas anders als meine Eltern bzw. Familie.

Alles fing richtig an, als ich vor einem Jahr meinen Freund kennengelernt habe, er ist auch Asiate. Meine ganze Familie war dagegen, dass ich mit ihm zusammen komme. Sie kannten ihn aber noch gar nicht, sie hatten einfach vorurteile und waren strikt dagegen, dass ich mit ihm zusammen komme, sie hatten mir das sogar verboten...
Etwas Familiaeres gabs fast nie, aber dann kamen die damit an...wir wollen dich nur beschuetzen, er ist nicht gut fuer dich, wir koennen spaeter fuer dich einen Mann suchen, der Erfolgreich ist etc. Sie haben ihn die ganze Zeit nur schlecht gemacht, obwohl sie ihn gar nicht richtig kannten. Sie meinten, sie wollten nur das Beste fuer mich..

Naja, damals war ich immerhin schon 20 und dachte...ich kann mein Leben selber bestimmen, also bin ich dann ausgezogen um mit ihm Zusammen zu wohnen. Habe mich also gegen meine Familie entschieden.

Meine Familie war daraufhin ziemlich sauer, da ich auch nicht mehr fuer die arbeiten gegangen bin (eigenes Familiengeschaeft). Aber naja,,ich dachte...scheiss drauf, ich arbeite schon, seit ich 12 bin dort, also wochenends(ich ging zur Schule, spaeter zur Uni) Und hatte deswegen schon vieles absagen muessen, treffen mit Freunden etc. Konnte nicht wie andere Jugendliche Wochenends mal raus gehen und spass haben. Feiertage, Silvester etc waren auch nur mit Arbeit verbunden. Manchmal hatte ich sogar keine Zeit zum lernen.



(jetzt muss ich wieder ein Zeitsprung machen)

mit 18 Jahren (fast 19) hat mich meine Familie zu etwas ueberredet, man kann schon fast sagen, gezwungen, etwas zu tun, was ich jetzt zutiefst bereue. Ich weiss nicht, ob ich das jetzt so oeffentlich schreiben soll... naja, ich hoffe ihr koennt das auch so verstehen..
Es verfolgt mich noch bis heute..und das haelt auch noch bis heute hin an. Als ich meinen Freund kennen gelernt habe, wollte ich damit aufhoeren, aber daraufhin kam meine Familie wieder und bettelte mich an, dass ich denen doch weiter helfen sollte, als ich das aber nicht wollte....haben die die Adresse von meinem Freund herausgefunden und sind dann zu uns Nachhause gekommen. Sie hatten mich wieder bedroht, mir Schuldgefuehle eingebloesst etc.. ich bin dann schliesslich eingeknickt, was ich bis heute sehr sehr sehr bereue..... Ich bin dann also zu meinem Elternhaus zurueck...und habe erledigt, was die wollten...danach wollte ich wieder zu meinem Freund zurueck...bin also einfach weggegangen... aber schon stand meine Familie wieder vor der Tuer, ich sagte denen, dass ich nicht mehr mit denen mitkomme, aber denen war das egal, sie zerrten mich aus der Wohnung, schlugen mich im Treppenhaus, als ich mich wehrte..und zerrten mich schliesslich zum Auto und nahmen mich mit.

Ich hatte getan, was die wollten...und danach war ich nutzlos... so hatte ich das Gefuehl, so wie die mich behandelten.

Naja, die Geschichte wird langsam zu lang...also verkuerze ich mal noch einbisschen...danach ist es halt irgendwann dazu gekommen, dass ich zurueck zu meinem Freund konnte, aber meine Familie war natuerlich immer noch dagegen. Aber sie brauchten mich ja erstmal nicht.

Danach gabs noch viele kleine Geschichten, Streite, etc, aber das waere jetzt zu viel.

Ich muss noch dazu sagen, dass es ein paar Sprachliche Probleme gibt, ich kann meine eigene "Muttersprache" nicht wirklich, darum habe ich einmal ein Brief an meine Eltern geschrieben, der ueber 4 Seiten ging.
Anlass fuer den Brief war, dass meine Eltern mich anriefen, und wollten, dass ich etwas fuer die erledige, als ich das nicht wollte (nachdem ich schon vorher 3-4 mal zum Amt gelaufen bin) drohten sie mir, dass sie zur Polizei gingen...was natuerlich ein laecherlicher Grund ist, aber das veletzt einen schon....Ich bin die juengste aus der Familie, habe 2 aeltere Brueder, verstehe also nicht, warum ich alles fuer die erledigen muss...

Ich beschrieb, wie ich mich fuehlte, dass die mich schlecht behandelten und mich nur ausnutzten, kurz danach hatte sich die Situation geaendert... aber ich wusste schon von vornherein, dass das nicht lang andauern wird...gehofft hatte ich das natuerlich anders.
Nach einiger Zeit sagten die einfach, ob es mir nicht peinlich waere, dass ich so einen Brief geschrieben habe, sie meinten noch, wir werden das niemand anderem zeigen, weil das so eine Blamage fuer dich waere.
Meine Eltern denken noch, sie seien die Opfer, dass ich so schlecht zu denen waere..und gar nicht an die denken wuerde.
Aber dem ist gar nicht so, ich habe immer das gemacht, was die wollten. Meinen Eltern ist nur Geld wichtig, habe also immer fuer die gearbeitet, damit die Geld sparen konnten. Aber fuer meine Eltern war das einfach nur selbstverstaendlich...zudem haben die nie honoriert, was ich gemacht habe, meine schulische Laufbahn war fuer die egal, sie haben sich nie erkundigt, nicht nur das...sie meinen auch die ganze Zeit nur, dass ich dumm bin, wuerde die Schule nicht schaffen, naja danach habe ich mein ABI geschafft...zwar nicht so gut aber naja...kein Wort von denen. Danach beging ich mein Studium, aber wieder sagten sie die ganze Zeit nur, du schaffst das sowieso nicht, du bist zu bloed dafuer, geh doch lieber arbeiten, verdien Geld etc...
Naja, ende letzen Jahres habe ich dann mein Studium geschmissen, weil alles zu viel war, ich konnte mich einfach nicht mehr konzentrieren, habe es meinen Eltern aber noch nicht gesagt....
mh..das war eigentlich nicht mein Thema...also belasse ich das hierbei.

Jetzt ist es so, dass mein Freund zurueck in sein Heimatland kehren muss, ich wuerde sehr gerne mit ihm gehene, meine Familie fuer immer verlassen, aber da gibt es leider wieder einige Probleme.
Zum einem, der laengerer Aufenthalt dort, wenn meine Eltern mir nicht helfen, wird es schwierig. Ich will ihn nicht verlieren, aber ich weiss auch nicht, was ich machen soll. Er will schon Februar gehen, anfangs war geplant, dass ich mitgehe, aber jetzt schmeisst meine Familie wieder ganze Zeit Steine uns in den Weg. Es ist auch nicht leicht, einfach in ein anderes Land zu gehen.... ich weiss wirklich nicht mehr was ich machen soll.
Ich bin total deprimiert.. es gibt noch so viele Probleme, aber ich weiss wirklich nicht, ob ich das oeffentlich schreiben kann.

Ich weiss, ihr koennt mir auch keine Loesung fuer mein Problem geben....aber ich kann einfach nicht mehr alles fuer mich behalten. Mein Freund leidet auch unter dem ganzem Stress meiner Familie...

schreibt mir doch bitte, was ihr so denkt.. ich kann einfach nicht mehr...
 

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kiablue

Aktives Mitglied
Hallo Meerschwein, also, ich habs gelesen und bin jetzt ein bisschen platt und ratlos. Es ist ein bisschen schwierig, das zu durchdringen und wirklich zu verstehen.

Was ist jetzt wichtig für Dich? So weit ich das verstanden habe, Du willst weg von Deiner Familie aus nachvollziehbaren Gründen und Du willst mit Deinem Freund zusammen bleiben, der aber ins Ausland will. Wo ist jetzt Dein Problem genau? So ein Sprung ist hart und erst einmal auch unsicher und man weiß auch nicht, ob es dann unter den anderen Bedingungen mit dem Freund noch klappt. Andererseits ist Deine Situation mit der Familie auch hart. Was wirst Du tun, wenn Dein Freund weg ist und Du hier allein bleibst. Wie wird das dann für Dich laufen? Probleme bringen also beide Varianten. Innere Probleme nimmt man mit, egal wohin man geht.

Frag Dich also genau, was willst DU erreichen? Wo ist die Möglichkeit, Dich zu entfalten größer? Wichtig ist, Du machst Dich nicht vollkommen abhängig von Deinem Freund, dann kannst Du auch bei Deiner Familie bleiben. Du brauchst ein Ziel und die Vorstellung, wie Du es erreichen könntest. Und dann geh los. Schwierig wird es in jedem Fall. Aber geh in die Freiheit, wie immer die aussieht, nicht weiter in die Abhängigkeit. Schau, welche Möglichkeiten Du dafür hast.

Lieben Gruß, kiablue
 

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