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Mein Vater ist krank.

Ich brauche Hilfe. Nein, eigentlich braucht sie mein Vater (65).

Momentan ist er etwas erkältet. Hat Husten und benimmt sich unglaublich.
Es fing alles damit an, dass er 2016 einen gutartigen Tumor an seinem Darm hatte. Dieser wurde entfernt. Er bekam zur Sicherheit eine kleine Chemo, die er Ambulant machen konnte. Er fühlte sich sehr schlecht, hat viel abgebaut und musste anschließend in die Reha. Dort hat er kaum geraucht und viel Sport getrieben. Die Ärzte meinten, dass er ein gutes halbes Jahr auf Samen und Körner verzichten muss, da sein Darm sowas erstmal nicht aushält.
Das ist jetzt fast 3 Jahre her.

Jetzt ist er krank.
Er nimmt allerlei Tabletten und Medikamente. ZB Asthma Spray oder solche Tabletten zum "einatmen". Nimmt jeden Tag bestimmt 3-4 Schmerztabletten und jammert.
Ihm tut alles weh. Er kann durch die Erkältung nicht atmen. Er hustet sich die Lungen aus dem Leib, dabei ist er nicht einmal verschleimt. Putzt sich ständig die Nase, ohne dass was rauskommt.
Er wäscht sich nicht mehr. Wir müssen ihm ständig sagen, dass er sich waschen soll. Hände waschen, Haare waschen, macht er alles nicht mehr. Weil er ja so krank ist.

Er lügt uns dauernd an. Gestern Abend hat er eine halbe Flasche Jägermeister getrunken und hat sich schlafen gelegt. Er hat immer schlimme Blähungen gehabt, aber wenn er trinkt dann noch viel mehr. Ihm tun die Nieren weh, seine Leber. Alles tut weh, aber trinken kann er.
Heute Nacht hat meine Mutter ihn aus dem Bett verbannt. Er schlief auf der Couch und war heute den ganzen Morgen total sauer auf uns, weil wir Frauen ihn fertig machen und nur wollen, dass er stirbt...

Jedesmal wenn ich ins Bad gehe, rennt er zur Badezimmertür und klopft dagegen, wann ich endlich rauskomme, da er Pinkeln muss. Er hat letztenendes dann in ein Einmachglas auf dem Balkon gemacht.

Er schreit uns tagtäglich an. Jedesmal sind wir Schuld. Wenn das Tablet nicht funtioniert oder die Welt brennt. Alles unsere Schuld. Ich bin verwundert, dass er uns noch nicht zusammengeschlagen hat.

Er hustet immer so viel und zieht den Schleim nach oben. Bringt nur nicht viel, wenn kein Schleim da ist.

Er hungert. Er hat seit Tagen nichts mehr gegessen, weil er keinen Hunger hat und auch keine Lust auf diesen "Fraß". Aber tonnenweise Chips und Tabletten futtern, bis er irgendwelche Phantomschmerzen hat.

Wir halten es nicht aus. Hat er Demenz? Alzheimer?
Er treibt uns zum Wahnsinn. Zum Arzt will er nicht. Er sagt immer nur, dass er sowieso bald sterben wird und dann können wir uns glücklich schätzen ihn los zu sein.
Aber wenn wir eine Auseinandersetzung mit ihm haben, schreit er, dass er am Besten in die Psychiatrie gehen sollte, weil wir ihn hassen und verrückt finden.

Ja, so ein Verhalten ist doch irgendwie Irre, oder?
Was sollen wir mit ihm anfangen?
 
Zuletzt bearbeitet:

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Schroti

Sehr aktives Mitglied
Ihr könnt ihm helfen, indem ihr verständnisvoll seid.

Krank sein ist nicht lustig.

Chemotherapie ist nicht lustig.

Mein Rat:

Hört auf, an ihm rumzuerziehen.

(Warum wohnst du noch bei deinen Eltern? :confused:)
 
Ihr könnt ihm helfen, indem ihr verständnisvoll seid.

Krank sein ist nicht lustig.

Chemotherapie ist nicht lustig.

Mein Rat:

Hört auf, an ihm rumzuerziehen.

(Warum wohnst du noch bei deinen Eltern? :confused:)

Wir sind verständnisvoll. Wir machen und tun, damit er sich gut fühlt. Trotzdem ist er einfach nicht belehrbar.

Warum ich bei meinen Eltern wohne? Darf ich das nicht?
 
Ihr könnt ihm helfen, indem ihr verständnisvoll seid.

Krank sein ist nicht lustig.

Chemotherapie ist nicht lustig.


Außerdem hab ich das nie als Lustig empfunden. Mein Vater kann sich doch nicht benehmen wie die Axt im Walde. Wir sind seinen Tyranneien ausgesetzt. Er sieht das ja nicht mal, wie fertig er uns macht. Meine Mutter war in den letzten Jahren mehr als einmal vor einem Nervenzusammenbruch und er sagt dann nur:
"Ja, ja, ihr freut euch bestimmt, wenn ich bald tot bin!!!"
Also echt mal.
 

julala

Aktives Mitglied
Bevor er nicht untersucht wurde, kann man auch nicht beurteilen ob er die Schmerzmittel nicht braucht.
Er hatte eine Chemotherapie. Das macht man doch nicht präventiv.
Er klagt über starken Husten ( muss nicht immer mit Schleim verbunden sein ) und Schmerzen überall.
Vielleicht tut ihr ihm Unrecht.
 

tonytomate

Aktives Mitglied
Für das Lungenproblem würde ich ihm eine Nasendusche besorgen, vorher Wasser abkochen auf 100, abkühlen lassen, Spezialsalz von DM-Markt einen Beutel hineingeben und Eycaliptusöl aus Australien 2-3 Tropfen hinein. Das soll er alle 2 Tage abends machen. Nach ca. 2 Wochen stellt sich die Wirkung ein und die Atemwege werden frei, der Schleim löst sich von selbst. Dann braucht er kein Spray mehr. Als Ergänzung einen Salzinhalator und solche Ampullen kaufen. Die gibts im 20er Pack in Apotheke und Co. Einfach jeden Tag 2 mal damit inhalieren. Auch ein Heißinhalator mit Pinimentol hilft sehr gut. Hustensaft kann ich Spitzwegerich als Heilmittel sehr gut empfehlen.
 

weidebirke

Sehr aktives Mitglied
Die Chemo ist jetzt drei Jahre her. Klar ist sowas belastend, gibt ihm aber nicht das Recht, sich wie ein starrsinniges Rumpelstilzchen aufzuführen und die Familie zu tyrannisieren.

Zuerst müsste abgeklärt werden, ob nicht doch ein körperliches gesundheitliches Problem vorliegt.

Danach schauen, ob es psychisch bedingt ist, vielleicht etwas neurologisches/ psychiatrsiches vorliegt.

Wenn er aber nicht zum Arzt will, wird es schwer. Ich finde den Tipp gut, sich mal beim sozialpsychiatrischen Dienst beraten zu lassen.

Und auch, wenn er vielleicht alt ist (wie alt?) und vielleicht auch krank, muss er Verantwortung für sein Verhalten übernehmen. Und das würde ich ihm als Angehörige auch spiegeln. Er ist ja schließlich kein Kleinkind.
 
K

kasiopaja

Gast
Er will leiden? Dann soll er.

Nur würde ich es ignorieren. Je mehr Aufmerksamkeit er dadurch bekommt , desto mehr fühlt er sich bestätigt, desto schlimmer wird es.

Er kann leiden. Alleine vor sich hin.

Ich würde es ignorieren.
 

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