Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Mein Vater ist Alkoholiker

Disasterchrissy

Neues Mitglied
Hallo zusammen,

Zuersteinmal, Entschuldigung das ich wieder dieses Thema eröffne, aber ich habe mir viele Beiträge durchgelesen und keiner passt wirklich zu meiner Situation.

Also, mein Vater ist seit ich denken kann Alkoholabhängig. In der lezten Zeit geht es immer weiter Bergab und er wird auch immer aggressiver in seinem Verhalten. Dieses Jahr ist es schon oft mal vorgekommen das er sich Krankschreiben lies um nicht an die Arbeit zu müssen, und verbringt diese "freie Zeit" mit trinken und "Pöbeln". Im Haus oder Garten macht er schon ewig nichts mehr.
Mein Bruder oder ich sind mittlerweile kaum noch zu Hause, weil wir nicht mehr ertragen können diese Person um uns zu haben.

Viele Jahre haben wir versucht ihm wo wir können zu Helfen und in zu unterstützen, jedoch lehnt er jede Hilfe ab und gibt meiner Mutter an allem die Schuld. Er beschuldigt meine Mutter Dinge getan zu haben, die überhaupt nicht Wahr sind und treibt sie allmählich, mit diesem Psychoterror in den Wahnsinn.

Mittlerweile habe ich nur noch eine Frage, was können mein Bruder und ich tun um unsere Mutter davon zu überzeugen dass sie unseren Vater verlassen muss?
Meine Mutter ist Mitte 50 und arbeitet nur halbtags als Putzkraft, das Geld was sie dadurch verdient reicht Hinten und vorn nicht um sich eine Wohnung zu leisten.
Nun hat sie Angst das sie in ein "Getto" ziehen müsse, wenn sie Meinen Vater verlässt und sieht nicht ein, dass er sie mittlerweile Nervlich krank macht.

Gibt es Anlaufstellen für meine Mutter, wo sie beraten wird mit Ihrer Situation umzugehen und sie Hilfe bekommt, die Erstmal nichts kosten?

Welche Gelder stehen ihr zu?




Ich bin über jeden Beitrag dankbar, von Jemanden der mir Tipps, Hilfe oder auch Erfahrungsberichte zusenden kann.
 

Anzeige(7)

111kleinbuchstabe

Aktives Mitglied
Viele Jahre haben wir versucht ihm wo wir können zu Helfen und in zu unterstützen, jedoch lehnt er jede Hilfe ab
Logisch. Er würde doch zugeben müssen, dass er sich was sagen lassen muss. Das funktioniert nicht und hat noch nie funktioniert. Weil die ungesagte Botschaft - nett - rüberkommt: Du bist unrichtig.
und ich tun um unsere Mutter davon zu überzeugen dass sie unseren Vater verlassen muss?
Muss sie nicht. Siehe oben.
Gibt es Anlaufstellen für meine Mutter, wo sie beraten wird mit Ihrer Situation umzugehen und sie Hilfe bekommt, die Erstmal nichts kosten?
Welche Gelder stehen ihr zu?
Ich würde erstmal ->irgendeine<- Beratungsstelle suchen wo irgendwie Beratung draufsteht, wenn die sich auskennen, dann wissen die auch eine möglichst gut geeignete andere Beratungsstelle.

Caritas fällt mir ein, die gibt es glaub ich recht verbreitet.

Wenn ich recht in der Annahme gehe, dass ihr Kinder volljährig seid, dann könntet ihr ausziehen, da kann keiner was dagegen sagen.
 

Gemini

Urgestein
Hallo Dissasterchrissy,

tun muss deine Mutter etweas, da könnt ihr Kinder nciht viel machen.Sie muss den nötigen Schritt gehen und erkennen, dass dies kein Leben mehr ist, an der Seite eines Alkoholikers.

Deine Mutter muss in dieser Situation nicht alleine sein. Macht einen Termin bei der Frauenberatung oder der Caritas aus, die können euch beraten, was euch alles zusteht.

Es gibt staatliche Hilfen für deine Mutter. Es kommt darauf an, wie alt ihr seid, ob euer Vater noch arbeitet und so. Das kann man so pauschal nicht sagen. Da braucht es mehr Infos.

Deiner Mutter muss klar werden, dass sie an der Seite eines Alkoholikers zerbircht und ihr eigenes Leben verwirkt.
Auch dein Vater hat nur eine Chance, sich zu fangen, wenn er selbst erkennt, was los ist und was er aufs Spiel setzt.

Seid konsquent in euerem Tun und nicht nachsichtig. Co-Abhängikeit ist ganz schlimm für alle Beteiligten.
Ihr dürft seine Verfehlungen wegen Trunkenheit nicht weiter decken.
Ihr schadet euch damit.
 
G

Gast

Gast
Hi Dissasterchrissy

ihr habt das Richtige getan. Mehr könnt ihr nicht tun. OK, euer Vater ist Alkoholiker und benimmt sich so wie sich nasse Alkoholsüchtige immer benehmen. Ihr könnt eure Mutter nicht dazu bringen, ihn zu verlassen. Es könnte sein, dass sie ihn trotzdem liebt. Zu einem trinkenden Alkoholiker gehört in familiären Beziehungen das co-abhängige Gegenstück, in diesem Fall eure Mutter und auch ihr Geschwister. Auch eure Mutter kann nichts für ihn tun; sie kann nicht für ihn aufhören zu saufen, das muss er selbst tun! Eure Mutter kann z.B. zu Al-Anon gehen (Selbsthilfegruppe für Angehörige von Alkoholikern).Dort lernt sie, wie sie sich verhalten kann. Glaub mir, co-abhängige Menschen entwickeln irrwitzige Strukturen um den Alkoholiker zu manipulieren (bin selbst co-abhängig). Euer Vater kann z.B. zu den Anonyymen Alkoholikern oder zum Blauen Kreuz gehen. Diese Selbsthilfegruppen arbeiten nach einem 12-Schritte-Programm. Für euren Vater gibts leider nur zwei Möglichkeiten, entweder er schafft es vom Alkohol los zu kommen der er schafft es nicht. Wenn er es schafft, kann er immer wieder einen Rückfall bekommen. Der Alkohol ist immer stärker als der Mensch. Ihr seid alle durch den Alkoholiker in eurer Lebensweise eingesychränkt. Ihr solltet das Problem des Alkoholikers loslassen, aber den Alkoholiker nicht fallen lassen und ihr braucht Kraft für euer eigenes Leben!
Sorry, wenn ich jetzt so deutlich geworden bin, aber da helfen meist nur klare Ansagen.

liebe Grüße
Momo
 

kaia

Mitglied
Neben Beratungsstellen - wie schon meine Vorposter geschrieben haben - gibt es auch Selbsthilfegruppen für Co-Abhängige. Ich weiß nicht, aus welcher Gegend deine Mutter kommt, aber google doch mal nach KISS und dem Wohnort, oder dem nächstgrößeren Wohnort.
KISS steht für Kontakt und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen, viele SHG sind dort gemeldet und können von denen empfohlen werden.

Aber in erster Linie muss deiner Mutter bewusst sein, dass sie etwas ändern möchte. Sonst könnt ihr euch auf den Kopf stellen, das wird nichts bringen. Eure Mutter muss erkennen, dass es ein lebenswerteres Leben geben kann als es das zur Zeit ist.... und auch, dass sie mit ihrem jetzigen Verhalten auch eurem Vater nicht wirklich hilft.
Vielleicht hilft es ja auch, ihr Informationen über die Co-Abhängigkeit zu geben, wo sie sich drin wieder erkennen kann?
 

Disasterchrissy

Neues Mitglied
Wenn ich recht in der Annahme gehe, dass ihr Kinder volljährig seid, dann könntet ihr ausziehen, da kann keiner was dagegen sagen.[/QUOTE]

erstmal danke für die Antwort, allerdings ist es ja Gerade das Problem, dass ich nicht einfach ausziehen kann und meine Mutter zurücklassen, wenn ich weiß das sie "vor die Hunde geht"
Ich weiss das sie ihn nicht liebt und Angst davor hat das er wieder getrunken hat.
Sie hat nur Angst die Nötigen Schritte zu gehen, und deswegen suchen wir ja nach Hilfe
 

apeter

Aktives Mitglied
Ihr seid auf dem richtigen Weg.

- Problem erkennen.
- Hilfe suchen - es gibt auch in Kleinstädten Suchthilfe, einfach googeln.
- Dreh- und Angelpunkt ist die Person Deiner Mutter. Für Sie bietet sich eine
Co-Abhängigengruppe an, an die Euch die Suchthilfe vermitteln kann.

Deine Mutter ist jetzt bei Deinem alkoholkranken Vater wirtschaftlich auch nicht sicher. Die Sucht wird schlimmer werden, Dein Vater kann mittelfristig seine Arbeit verlieren. Besser sie baut sich JETZT eine eigene Existenz auf, und wenn es nur eine Bescheidene ist.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Gastraum
Regeln Hilfe Benutzer
  • Im Moment ist niemand im Chat.
  • Chat Bot:
    Raumnachrichten wurden entfernt!
  • Chat Bot:
    Peter1968 hat den Raum verlassen.

    Anzeige (2)

    Oben