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Mein Studium ist der Horror

Bentliz72

Mitglied
Hallo,

ich studiere eine Naturwissenschaft und weiß nicht mehr weiter . Ich stehe kurz vor meinen Klausuren (1. Semester) und habe alles in allem ca. 2500 DIN A4 Seiten Script/Folien in 5 Fächer die teilweise noch mal in Unterfächer aufgeteilt sind . Wenn ich alle Unterfächer zusammenzähle komme ich auf 11. Von den Professoren bekommt man immer gesagt, dass die Skripte nicht ausreichen und man noch sehr viel zusätzlich wissen muss/sollte. In den Vorlesungen werden dann viele Definitionen durchgepaukt, die man dann evtl. noch mal wiederholt und nach drei Woche wieder vergisst, da so viel Neues wieder hinzu gekommen ist.



Da ich das Studium als letzte Chance habe (mein Vater zahlt keinen Wechsel, bin mit ihm auch verkracht), muss ich es schaffen oder sitze erstmal auf der Straße (habe aber zum Glück noch eine Berufsausbildung). Das Studium macht mir auch viel Spaß vom Inhalt/Themengebieten her, aber ich schaffe einfach die Menge nicht zu lernen, da ich mein Studium auch mit vernünftigen Noten abschließen will und nicht mit ach und krach (Noten stehen ja alle leider auf diesem tollen Bachelorzeugnis). Für mich steht leider schon fest, dass ich das Studium unter diesen Bedingungen wahrscheinlich nicht bis zum vierten Semester überstehen werde.

Wir haben auf Grund der vielen Folien etc. die Möglichkeit an 2 Terminen (Abstand 1 Monat) zu schreiben, wobei allerdings viele Profs dann so genervt sind, weil sie 2 Klausuren stellen müssen, dass die Letzte sehr schwer wird(damit man beim nächten Mal gefälligst am ersten Termin schreibt). Da die meisten Prüfungen reine Multiple Choice Fragen sind, muss man natürlich alles können. Dann gibt es auch noch Profs, die irgendwelche Daten oder Diagramme aus den 60er, 70er oder 80er Jahren auswendig lernen lassen, obwohl es aktuelle Daten gibt. Bei einer Professorin dürfen wir alle Grafiken auswendig lernen.

Ich habe mich jetzt erst mal nur für 2 Fächer (von den 5) angemeldet und denke mal das die Zeit dafür nicht ausreichen wird (jetzt noch einen Monat), da ich von Montags bis Freitags von morgens bis spät nachmittags in der Uni sitze (Tutorien etc.) - Hausarbeiten mache und gleichzeitig noch den neuen Stoff zusammenfassen muss. Also bleibt nur noch das Wochenende. Ob ich die beiden Prüfungen überhaupt schreiben werde, steht noch in den Sternen, vielleicht muss ich diese in den zweiten Termin schieben, da in diesen Fächern noch sehr viel Stoff hinzukommen kann in den nächsten zwei Wochen.
Ich finde diese Auswendiglernerei echt zum kotzen, da es einfach nur möglichst schnell ins Gehirn aufgenommen werden muss, man behält quasi den Stoff für die Prüfung und vergisst ihn dann wieder. In anderen Studienfächern(bei einer Freundin in Holland) geht es anscheinend vernünftiger ab, da muss man nichts ankreuzen sondern das Wissen auf Sachtexte oder Fallbeispiele beziehen, aber dafür ist leider keine Zeit an der Massenabfertigungsuni (500 Leute im Studiengang), Schablone drauf oder mal schnell geschaut ob die Balken im auswendig hingekritzelten Diagramm von 196X stimmen (Unter dem Motto: Ist doch egal wofür die sind/stehen - hauptsache Balken eins hört bei 1,1 auf, Balken 2 bei 4,2,…) – Schablone drauf und fertig ist es. Ich finde das echt unter aller Kanone, wer ein fotografisches Gedächtnis hat kommt weiter (ist doch egal ob er die Begriffe auf die Realität beziehen kann, Hauptsache man ist erst mal das restliche Kroppzeug [Studenten die nicht wie Maschinen alles auswendig lernen können] los).

Es sollten im vierten Semester ja nur noch 150-200 Studenten da sitzen. Viele Professoren stellten schon vom ersten Tag an klar, dass man an der Uni gar nichts geschenkt bekommt (ist mir auch klar, aber es sollte gut machbar sein), und sie richtig aussieben würden (Zitat: "Ah es geht schon los, der Hörsaal wird leerer, ihr werdet sehen wie wenig hier bald nur noch sitzen werden.").
Es gibt sogar schon Leute die sich Nachhilfe nehmen um überhaupt noch etwas zu verstehen.

Das Zitat aus einem anderen Thema ist total passend:

[...]Das Ziel ist es dann, die "Besten" (vielleicht 30-40% oder weniger) durch "Terrorprüfungen" zu selektieren. Man muss sich klar machen, dass die Professoren mindestens 60% der Studierenden gar nicht in ihrem Fachbereich haben wollen. [...]
Ich habe von Freunden die im Ausland studieren gehört, dass es in anderen Ländern humaner zugeht (Niederlande, England,...), kann mir einer mehr dazu sagen? Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder steckt selber in einer solchen Situation?
Wer kann mit Tipps geben, wie ich am besten da heran gehe. Soll ich einfach auf volles Risiko in die Prüfung gehen?
Ich habe auch schon im Fernsehn gesehen, dass mit dem Bachelor viele ähnliche Probleme haben. Meine Freunde, die noch einen Diplomstudienplatz bekommen haben, kennen solche Probleme noch nicht (obwohl sie mir teilweise berichtet haben, das die Uni jetzt die ganzen Diplomstudenten möglichst schnell los werden will).
Das ist ein Amutszeugnis finde ich und die Studenten sind die leittragenden. Sich wehren klappt nicht, denn die Profs sitzen am längeren Hebel....
 
Zuletzt bearbeitet:

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Hallo,

was du durchlebst ist ganz normal. Da darfst du nicht denken das du dumm bist, oder denken alle in der Vorlesung können es, nur du nicht. Das ist nicht der Fall. Ich selbst habe erfolgreich Physik studiert und mir ging es kein deut besser als dir und allen anderen am Anfang. Durchbeißen ist angesagt. Es geht um eines:

Du wirst gerade getestet ob du das Zeug hast zum Naturwissenschaftler.

Naturwissenschaftler zu sein bedeutet in erster Linie nicht, wie viele immer meinen, sich mit Naturwissenschaft auseinander zu setzen!

Es bedeutet erlernt zu haben mit Frustration umzugehen. Es bedeutet eigentändig Probleme anzugehen ohne überhaupt zu wissen ob das Problem überhaupt lösbar ist. Das analysieren und modellieren solcher Probleme die du nicht in wikipedia nachschlagen kannst ist es was Wissenschaft ausmacht und das ist das Wichtigste in deinem Studium. Diese Fähigkeit ist wichtiger als das fachliche. Die Höhere Mathematik, Definitionen, Sätze, Beweise und die dazu angenwandte Naturwissenschaft sind nur ein Nebeneffekt, kommt vor lernen.
Deswegen sind auch deine Übungsblätter so schwierig. Ich wette du hast Probleme mit den Übungen und sie frustrieren dich, weil du sie nicht hinbekommst. Dagegen gibt es Strategien, die du am besten erstmal versuchst dir selbst zu überlegen (denn du willst Naturwissenschaftler werden und Übung macht den Meister), falls du es nicht schaffst schreibe ich dir ein kleines "How to solve worksheets in physics and mathematics" ;)

Desweiteren bist du in einem der Bachelor Studiengänge die leider so wie sie umgesetzt werden völliger Schwachsinn an allen deutschen Universitäten ist!

Früher und bei mir auch war es so, dass man im Diplom nur darauf achten musste eine ordentliche Orientierungsprüfung, Vordiplom, Diplomarbeit leisten zu müssen. Die Noten dazwischen interessierten niemanden. Da ging es nur um "Schein bekommen, oder nicht bekommen" Durch die heutige Verschulung names Bachelor muss man von Anfang an gut sein und das kann man ohne weiteres in Fächern bei denen man nur auswendiglernen muss, aber Naturwissenschaft ist da eben anders. Das ist ein Fehler des Systems! Leider :( In der Naturwissenschaft muss sich vieles erst setzen!

Du bist vermutlich noch von der Schule gewöhnt etwas zu sehen, zu lernen und dann kannst du es. An der Uni lernst du über Jahre hinweg! Du bekommst im ersten Semester etwas vor die Füße geworfen und verstehst es oftmals erst ein ganzes Jahr später! Das passiert sehr häufig. Daran muss man sich erstmal gewöhnen. Das liegt am Anfang des Studiums vorallem daran, dass die Mathematik verzögert ist. Was du in der Naturwissenschaft heute brauchst lernst du in der Mathematik i.d.R. erst ein bis zwei Semester später. Ich nehme an in Mathe darfst du dich mit algebraischen Strukturen und elementarer Analysis herumschlagen, während die Naturwissenschaftler mit Mehrfachintegralen, Vektoranalysis und Tensoren werfen. Wenn bis in ca. einem oder anderthalb Jahren deine mathematischen Fähigkeiten angestiegen sind, dann wirst du dir auch in der Physik, Chemie, Ingenieurswesen (Was du eben konkret studierst) die Dinge viel besser und schneller verstehen und du wirst nachträglich den Stoff aus dem ersten Semester viel klarer und logischer betrachten können.


Hier habe ich dir mal einen Text von einem Mathematik Professor. Er ist an Mathematikstudenten gerichtet, kann aber 1:1 so für die Naturwissenschaft übernommen werden. Lese ihn dir gut durch. Sie sind nicht sarkastisch gemeint! Das ist der volle ernst und so wirds gemacht!

Wie bearbeitet man ein Übungsblatt?

von Prof. Dr. Manfred Lehn

Übungsaufgaben spielen in der Mathematik eine zentrale Rolle. Mathematik fängt überhaupt erst da an, wo man Probleme löst. Dazu muß man das Problem analysieren und damit spielen, um es schließlich mit Phantasie und Sinn für Eleganz und Symmetrie zu lösen. Übungsaufgaben sind der natürliche Weg, diese Fähigkeiten zu erwerben.

Betrachten Sie jede Übungsaufgabe als ein intellektuelles Abenteuer. Je schwieriger die Aufgabe, desto größer das Abenteuer. Man lernt Mathematik nicht aus Büchern oder Vorlesungen, sondern nur durch Selbermachen. Genau dazu geben Ihnen die Übungen zu den Vorlesungen, die Sie besuchen, Gelegenheit. Eine einzige selbständig gelöste Übungsaufgabe ersetzt zehn nachvollzogene Beispiele in einem Lehrbuch! Es gibt keinen anderen Weg, Mathematik zu lernen. Lösen Sie also Übungsaufgaben.

Eignen Sie sich diesen Blickwinkel auf die Übungsaufgaben an. Es geht nicht darum, daß Sie sich auf die Abschlußklausur vorbereiten. Die Abschlußklausur soll umgekehrt prüfen, ob Sie gelernt haben, Probleme zu lösen.

Unter den Übungsaufgaben werden sicherlich auch einige sein, in denen der in der Vorlesung behandelte Stoff oder besprochene Verfahren eingeübt werden. Hüten Sie sich davor, nur diese zu bearbeiten. Solche Aufgaben dienen nur zum Aufwärmen. Der eigentliche Lerneffekt entsteht erst dann, wenn Sie Ihren Verstand über das schon Bekannte ein wenig hinausstrecken. Das ist wie im Sport. Übungsaufgaben sind also insbesondere etwas völlig anderes als Schulhausaufgaben. Abschreiben ist zwecklos.


Bearbeitungszeitraum oder Bearbeitungszeitpunkt?
In der Regel vergeht zwischen Ausgabe- und Abgabetermin eines Übungsblatts eine Woche. Das bedeutet, Sie haben eine Woche Zeit zum Nachdenken und Grübeln, Schmirgeln und Feilen. Diese Zeit müssen Sie vom ersten Augenblick nutzen. Wenn etwa montags der Ausgabe- und Abgabetermin ist und Sie am Samstag zum ersten Mal einen Blick auf das Blatt werfen, so haben Sie fünf volle Arbeitstage verschenkt.

Nur wenige Aufgaben sind so angelegt, daß sie einfach abgearbeitet werden können. Manche Aufgaben wird man mechanisch lösen können, etwa solche, die ein bestimmtes Rechenverfahren einüben sollen. Doch die meisten Aufgaben erwarten, daß Sie über die Lösung nachdenken. Sie können nicht erwarten, daß Sie den richtigen Einfall haben, sobald Sie gerade einmal fünf Minuten oder auch zehn Minuten aufs Blatt gestarrt haben. Viele Ideen müssen im Unterbewußtsein gären und reifen, bevor sie als Lösung ans Licht kommen. Sie müssen auch in sonst verschenkten Minuten unter der Dusche oder in der Straßenbahn oder beim Anstehen beim Bäcker über die Aufgaben nachdenken, oder zumindest Ihrem Unterbewußtsein die Möglichkeit dazu geben.

[Ich mußte mir Fragen gefallen lassen, ob ich den letzten Satz wörtlich meine. Nun: Ja und Nein. Natürlich kann und wird jeder neben der Mathematik noch andere private oder Studieninteressen haben. Aber man kann Mathematik auch nicht nebenbei betreiben. Die Mathematik ist eine sehr eifersüchtige Göttin. Das ist in jedem Falle eine persönliche Entscheidung. Aber es ist sicher eine falsche Strategie zu sagen: ich löse Übungsaufgaben nur dienstags von 16 bis 18 Uhr.]

Das geht aber nur, wenn Sie die Aufgaben kennen. Das bedeutet: Beginnen Sie mit dem Nachdenken über die Aufgaben in dem Augenblick oder in jedem Falle an dem Tag, an dem Sie das Aufgabenblatt erhalten haben. Ersetzen Sie also den Zeitpunkt der Bearbeitung durch einen Zeitraum, und zwar den maximal möglichen. Schöpfen Sie diesen Zeitraum voll aus: auch und gerade wenn Sie etwa schon eine Lösung haben, kann es lohnen, darüber nachzudenken, ob man diese Lösung vereinfachen oder eleganter machen kann, oder ob es noch eine ganz andere Lösung gibt.

Es klingt banal zu bemerken, daß man nur Aufgaben lösen kann, die man kennt. Sie können nur dann im Stehen oder Liegen über eine Lösung nachdenken, wenn Sie die Aufgabe formulieren können, ohne aufs Blatt zu schauen. Wohlgemerkt, Sie sollen die Aufgaben nicht auswendig lernen, sondern verstehen. Dazu müssen Sie über die Aufgabe bei der ersten Lektüre mindestens solange nachdenken, daß Sie die Aufgabenstellung in eigenen Worten wiederholen können, d.h. Sie müssen die Aufgabe jederzeit einem Kommilitonen erklären können. Formulieren Sie also die Aufgabenstellung in eigenen Worten ohne Rückgriff auf das Aufgabenblatt.

Versuchen Sie immer, alle Aufgaben zu bearbeiten und nicht nur die, die Ihnen leicht fallen oder die zufällig am Anfang stehen. Der Lerneffekt ist um so größer, je schwieriger die Aufgabe ist und je länger Sie zur Lösung gebraucht haben. Ein großer Teil des Reizes des Mathematikstudiums liegt in den Erfolgserlebnissen gelöster Aufgaben.

Analyse der Aufgabenstellung
Es ist klar, daß wir uns als Erstes aller in der Aufgabenstellung verwendeten Begriffe versichern müssen. Wiederholen Sie also gegebenenfalls die Definitionen aller vorkommenden Begriffe. Sie müssen in jedem Falle sicherstellen, daß Sie mit diesen Begriffen nicht nur verschwommene Vorstellungen verbinden, sondern präzise Definitionen. Andererseits sind Begriffsdefinitionen allein häufig noch hohl. Die Bedeutung eines Begriffs wird erst durch die Menge aller Sätze gegeben, die über diesen Begriff gemacht werden. Rufen Sie sich also die wesentlichen Eigenschaften der Begriffe in Erinnerung und in welcher Beziehung sie zueinander stehen.

Die nächste Frage könnte sein: In welchen Sätzen kommen die Begriffe aus der Übungsaufgabe vor? Ist die Übungsaufgabe zum Beispiel ein einfacher Spezialfall eines schon bewiesenen Satzes aus der Vorlesung? Oder verallgemeinert die Übungsaufgabe einen Satz aus der Vorlesung?

Wenn in der Aufgabe ein allgemeiner Sachverhalt behauptet wird, machen Sie sich an einfachen Beispielen (=Spezialfällen) klar, daß die Behauptung wirklich richtig ist, oder auch nur, was denn eigentlich die Behauptung konkret sagt. Wenn man genügend viele Beispiele oder besser: die richtigen Beispiele kennt, so erkennt man häufig auch, warum die Behauptung richtig ist, d.h. findet einen Beweis dafür.

Versuchen Sie, die Aufgabenstellung zu verbildlichen. Reelle Funktionen kann man zeichnen. Wenn nach geometrischen Konfigurationen gefragt ist, malt man sich diese erst einmal auf. Auch in rein mengentheoretischen Konstruktionen sind schematische Bilder nützlich.

Überlegen Sie, welche Beweismethoden in der Vorlesung im Zusammenhang mit den Begriffen aus der Aufgabe vorkamen. Kann man diese Methoden für die Aufgabe verwenden? Selten wird man von Ihnen erwarten, daß Sie einen genialischen neuen Einfall haben. Trauen Sie Ihrer Intuition. Fallen Ihnen Situationen ein, an die Sie durch die Aufgabe erinnert werden?

Ein anderer möglicher Trick ist, die zu beweisende Behauptung anzuzweifeln. Um sie zu widerlegen, würde es genügen, ein Gegenbeispiel zu konstruieren. Wenn sich eine Behauptung gegen den Beweis sträubt, versuchen Sie also ein Gegenbeispiel zu erfinden. Wir wissen natürlich, daß das nicht geht (es sei denn, die Aufgabenstellung ist falsch). Aber entscheidend ist die Frage, warum es nicht geht. Wenn Sie also mit Raffinesse Ihr Gegenbeispiel aufbauen, aber immer wieder von den Tatsachen eingeholt werden, wird vielleicht allmählich eine Struktur deutlich, die zu einem Beweis führt. Das ist sozusagen der dialektische Zugang.

Versuchen Sie, auf vielen verschiedenen Wegen an die Lösung heranzukommen.

Reden Sie über die Aufgaben!
Grundsätzlich gilt: Man soll möglichst viel über Mathematik reden. Reden hilft, die eigenen Gedanken zu ordnen. Sie können mit Ihren Kommilitonen oder Ihrem Übungsgruppenleiter über die Aufgabenstellung, Lösungsansätze und die Lösung reden.

In jedem Falle gilt, daß Sie vorher nachgedacht haben müssen, wenn das Gespräch nutzen soll:

Sie können über die Aufgabenstellung, also Druckfehler, mathematische Fehler, Absicht der Aufgabe, Präzisierung der Aufgabe usw. nur dann reden, wenn Sie genau genug gelesen haben, um zu erkennen, ob die Aufgabe sinnvoll formuliert ist.

Ebenso ist es nur dann sinnvoll, über Lösungsansätze zu reden, wenn Sie schon Lösungsansätze durchdacht haben, aber vielleicht in einer Sackgasse gelandet sind. Dann können Sie solche Ansätze oder halbfertige Lösungen mit Kommilitonen austauschen und diskutieren. Andernfalls geht Ihnen das Aha-Erlebnis und damit der Zweck der Aufgabe verloren.

Gruppenarbeit kann bei der Bearbeitung der Aufgaben sinnvoll sein, wenn das Kräfteverhältnis ausgewogen und das Geben und Nehmen wechselseitig ist. Letztlich werden Sie an Ihren eigenen Fähigkeiten gemessen. Insbesonder heißt das nicht, daß Sie sich Lösungen erklären lassen sollen. Das können Sie natürlich tun, wenn Sie sich darüber im Klaren sind, daß mindestens die Hälfte des Übungseffektes dabei verloren geht. Wenn Sie schon eine Lösung haben, kann es sehr lehrreich sein, die eigene Lösung der Kritik anderer auszusetzen oder zu sehen, wie andere dasselbe Problem angehen.

Aber: Bei allem Reden darf nie das konzentrierte Nachdenken allein zu kurz kommen.

Wenn Sie eine Lösung gefunden zu haben glauben, sollten Sie auch in der Lage sein, diese Lösung einem anderen zu erklären. Wenn Ihnen dabei die Worte fehlen oder wenn Sie dabei in ein "Na ja, irgendwie so..." abrutschen, dann ist das ein Hinweis darauf, daß in Ihrem Verständnis noch eine kleine Lücke ist.

Der Moment des Aufschreibens
Der Augenblick der schriftlichen Fixierung ist ein kritischer Moment. Jetzt stellt sich heraus, ob die im Geiste gefundene oder geahnte Lösung sich wirklich hinschreiben läßt. Jede richtige Lösung läßt sich auch in angemessener Weise niederschreiben. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihre Gedanken geordnet aufs Papier zu bringen, dann liegt das daran, daß Ihre Gedanken noch nicht genügend geordnet sind. Legen Sie die Feder wieder hin und denken Sie noch ein wenig nach. Überlassen Sie es auf keinen Fall dem Korrektor oder Übungsgruppenleiter, Ihre hingeworfenen Gedankenfetzen zu ordnen.

Es gibt bei schriftlichen Lösungen zwei Extreme, die beide wenig zufriedenstellend sind. Das eine Extrem ist eine reine Rechnung ohne argumentierenden oder kommentierenden Text. Das andere Extrem ist der Roman, der um das Problem herumredet. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.

Der eigentliche Gegenstand der Argumentation werden gewisse definierte Objekte sein, logische oder mathematische Beziehungen zwischen diesen oder Rechnungen. Der Text hat die Aufgabe, den logischen Stellenwert dieser mathematischen Bausteine zu klären. Ein und dieselbe mathematische Phrase, etwa "x< n", hat ganz verschiedene Bedeutungen je nachdem, ob im Text vorher steht: "Wir können also ohne Einschränkung annehmen, daß ..." oder "Hieraus schließen wir, daß ...." oder "angenommen, es gilt..." . Die Aufgabe des umgangssprachlichen Textes ist es, die Bedeutung der Formelfragmente im Gesamtzusammenhang festzulegen.

Eine Lösung zu einer Aufgabe besteht aus einem umgangssprachlichen schriftlichen Text in deutscher Sprache. Deutsch steht hier nicht im Gegensatz zu Englisch oder Russisch, sondern im Gegensatz zu Mathsprech oder irgendeiner anderen korrumpierten Kommunikationsform. Ihre Argumentation soll formaler Strenge genügen, nicht die Sprache. Schreiben Sie gute Prosa.

Ihr Text soll also aus ganzen Sätzen bestehen. Jeder Satz enthält ein Subjekt und ein Prädikat. Vermeiden Sie Ketten von logischen Symbolen. Vermeiden Sie aber auch umständliche verbale Umschreibungen, wenn es dafür eine konzise Symbolik gibt. Hier ist die Vorlesung nicht immer Vorbild! Aber die Vorlesung ist eine im wesentlichen mündliche Veranstaltung. Textgestaltung an der Tafel hat andere Aufgaben als Textgestaltung auf dem Papier.

Jede richtige Lösung läßt sich auch richtig ausdrücken.

Mit der Zeit werden Sie Ihren eigenen Stil entwickeln. Das gelingt nur, wenn Sie sich mit den Aufgaben Mühe geben und Ihre Lösungen wirklich als Texte auffassen, auch wenn diese natürlich immer wieder durch Rechnungen unterbrochen sein werden. Ihre Lösung muß auch einem Leser verständlich sein, der nur die Aufgabenstellung, aber nicht selbst die Lösung kennt. Noch einmal: Sie sollen nicht einen wissenden Leser durch obskure Hinweise davon überzeugen, daß Sie selbst auch die Lösung verstanden haben, sondern Sie sollen so schreiben, daß ein unwissender Leser die Lösung versteht.

Ihre Aufgaben müssen in einer lesbaren Handschrift geschrieben sein, Formeln und Symbole sollten sorgfältig und sauber ausgeführt sein. Wenn Sie es noch nicht können, lernen Sie die griechische Schrift und die deutsche Frakturschrift nach Sütterlin. Auch in Formeln gibt es große und kleine Buchstaben. Symbole, die als Indizes oder Exponenten auftauchen, müssen auch wirklich sichtbar unter oder über der Hauptlinie stehen; in der Regel sind sie etwas kleiner. Klammern Sie so, daß man auf Anhieb sieht, welche Klammerpaare zusammengehören.

Wenn Sie einen guten Übungsgruppenleiter haben, wird er auch bei richtigem Ergebnis nicht einfach einen Haken plazieren, sondern rigoros Ihren Stil korrigieren. Das erste Studienjahr hat unter anderem die Aufgabe, Ihnen Lesen und Schreiben beizubringen.

Geben Sie niemals die erste Version Ihrer Niederschrift ab. Fertigen Sie in jedem Falle mindestens eine saubere Abschrift Ihrer Lösungen an! Einen Text, in dem mehrfach Korrekturen angebracht sind, in dem ganze Passagen durchgestrichen und neu gesetzt sind, bei dem der Leser aufgefordert wird, Ergänzungen von der letzten Seite einzuschieben, sollte man niemandem vorlegen. Lesen Sie Ihren Text auch unter dem folgenden Gesichtspunkt noch einmal durch: Überzeugt die Argumentation des Textes Sie eigentlich selbst? Mal ganz ehrlich? Wenn nicht, fangen Sie von vorn an. Das ganze ist ein harter, manchmal mühseliger Vorgang. Aber der Stolz auf eine gleichermaßen richtige wie schöne Lösung wird Sie entschädigen.

Vorrechnen an der Tafel
Kommunikation von Ergebnissen ist ein wichtiger Bestandteil von mathematischem Arbeiten. Das gilt in gleicher Weise für Mathematiker, die an den Universitäten und Schulen in Lehre und Forschung tätig sind, wie für die, die in der Industrie, in Versicherungen, bei Banken oder Beratungsunternehmen in vielschichtig zusammengesetzten Arbeitsgruppen wirken. Einen klaren, verständlichen Vortrag halten zu können, ist also Ausbildungsziel.

Sie haben in den Übungsgruppen und später in Seminaren Gelegenheit, den freien Vortrag zu üben. In den Übungsgruppen fangen wir klein an. Also keine Bange. Wir erwarten aber, daß jeder Student im Laufe eines Semesters wenigstens zweimal vorgerechnet hat. In dem Text Wie halte ich einen Seminarvortrag? habe ich einige Tips und Hinweise zusammengestellt, wie man einen Seminarvortrag vorbereitet und an der Tafel hält. Insbesondere der letzte Teil dieses Textes gilt entsprechend auch für Übungsgruppen. Ich erlaube mir deshalb hier die Faulheit, einfach auf diesen Text zu verweisen.

Scheuen Sie sich nicht, an die Tafel zu gehen. Es wird Sie niemand fressen.

In dem Sinne vergesse mal für zwei Stunden deine Übungen an der Uni und setze dich hin, am besten mit einem Bleistift, Radiergummi und einem unlinierten Blatt Papier (Denn das ist die naturwissenschaftlichste Form des arbeitens überhaupt) und arbeite an deinem ungelösten Problem:

Wie lerne ich, womit lerne ich, wie gehe ich an meine Übungen heran, was mache ich falsch, was kann ich optimieren?

Da gibt es einiges zu modellieren das dich vielleicht etwas Zeit kostet, aber danach bist du effizienter als je zuvor in der Uni.

Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:

vanDark

Aktives Mitglied
Hallo Bentliz72,

bei der Stoffmenge und in Anbetracht dessen, dass du jetzt schon denkst, es könnte zeitlich knapp werden, würde ich jetzt einfach nicht mehr darüber nachdenken, sondern gleich anfangen für die zwei Klausuren, für die du dich angemeldet hast, zu lernen.

Und am Wichtigsten: Erstmal wegkommen von dem Gedanken, dass du jedes Blatt super können musst. Klar, dass man dann unter extremem Druck steht und die Menge einen fast erschlägt. Heißt ja nicht, dass du soviel Mut zur Lücke beweisen musst, dass du dir ganze Gebiete gar nicht anschaust. Aber ich würde mir das Skript erstmal intensiv durchlesen und nicht an einzelnen Seiten kleben bleiben....da bleibt meistens schon mehr hängen, als man denkt.

Bei mir hats auch geholfen, wenn ich mir pro Seite ein Zeitlimit festgelegt habe - also pro Seite nur drei Minuten, dann muss ich mir die nächste anschauen. Da konzentriert man sich dann automatisch gleich auf die Dinge, von denen man denkt, dass sie wichtig sein könnten und hängt sich nicht ellenlang an was auf, was man vielleicht nicht gleich versteht.

Multiple Choice ist natürlich auch ne fiese Sache - da kann man theoretisch über jeden - sorry für den Ausdruck - Furz ne Frage stellen. Hatte ich auch hinter mir.
Bei mir war es so, dass man schon wusste, dass selbst, wenn man das Skript auswendig lernt, die Fragen dennoch so gestellt werden, dass man sie ohne unglaubliches Transfer- und Hintergrundwissen so nicht lösen kann. Das war richtig übel und hat so manchen Nächtelang-Durchlerner zur Frustration getrieben.

Nicht, dass ich hier was böses schreiben will (kann ja notfalls zensiert werden), aber....wenn Multiple Choice und du sagst, dass manche Professoren noch Folien aus den 70ern verwenden....dann *räusper* muss es auch zur zweckdienlichen Bequemlichkeit der Professoren einen Fragenkatalog geben, worin alle potenziellen Fragen für mögliche Klausuren drinstehen (ich denke nicht, dass sich jemand die Mühe macht und das Rad für jede Klausur neu erfindet). D.h. Fragen von Vorsemestern können sich wiederholen und so wäre es vielleicht auch sinnvoll, den ein oder anderen Zweit- und Drittsemestler anzusprechen, ob da evtl. ein Fragensammelsurium im Umlauf ist, das man sich am näher anschauen könnte.
Naja, man muss eine große Potion Idealismus über Bord werfen, aber bei uns war es sogar so, dass von Dozentenseite gewusst wurde, dass da was im Umlauf ist - und das wurde auch geduldet, damit überhaupt jemand durchkommt.
Da gehts ums blanke Überleben - notenmäßig :D
Kein gutes Gefühl....

Naja, du kannst nur versuchen, dein Bestes zu geben - dann hast du dir danach wenigstens nichts vorzuwerfen.
Du hast geschrieben, nur am Wochenende lernen zu können. Vielleicht schaffst du es ja trotzdem, dir direkt vorm Schlafengehen immer - auch wenns nur für ne knappe Stunde ist, wichtige Seiten nur mal durchzulesen. Bei mir z.B. bleibt kurz vorm Schlafengehen immer am Besten was im Gedächtnis. muss ja nur kurz sein, aber jeden Tag ein bisschen...vier Wochen Zeit bis zu den Klausuren ist leider auch nicht die Welt.

Wenn du die möglichkeit eines Auslandstudiums in Betracht ziehst - würde dein Vater dich bei sowas noch unterstützen? Wenn du aus sicheren Quellen weißt, dass es woanders leichter klappen könnte (mit aktuellem Unterrichtsmaterial :D), dann würde ich knallhart wechseln. Schließlich gehts um deinen Abschluß und da kann man ruhig nach jedem legalem Strohhalm greifen, ohne sich schlecht fühlen zu müssen.....

Naja, ich drück dir die Daumen....tu, was du schaffen kannst, aber vergiss auch nicht, dass du "nur" ein Mensch und keine Maschine bist. Vielleicht wird es ein paar Überflieger mit fotografischem Gedächtnis oder wie auch immer geben, aber dem Großteil deiner Mitkommilitonen gehts bestimmt genauso wie dir im Moment.

Viel Glück und lg,
vanDark
 

maximilian

Aktives Mitglied
Zu none_of_this_is_real kann man kaum was hinzufügen. Ich möchte dir nur noch zu nem vernünftigen Taschenrechner raten. Man kann ziemlich Zeit sparen, wenn man Routineaufgaben (Differenzieren, Gleichungen vereinfachen, einfache Gleichungssysteme lösen, Matrizen invertieren, etc.pp., aber auch einige Sachen in Phy und Che) vom Rechner erledigen lässt. Es gibt auch eine ganze Reihe Programme für komplexere (aber leichte) Probleme. Keine Ahnung was ihr benutzen dürft, aber mein TI92 war Gold wert.
 
G

Gast

Gast
Tut mir leid mit dem Bachelor Bruder. Bin auch Naturwissenschaftler. Habe aber noch das Diplom erwischt. Ja, die Bachelor-Umsetzung ist und bleibt ein riesiger Sch...haufen. Es ist wirklich sehr krank, wie das umgesetzt wurde und wird. Frage dich eines: Hast du wirklich Bock auf das, was du studierst. Ja? Dann gib einfach alles. Denke nicht über das Scheitern nach, versuche einfach das Beste zu geben. Du wirst an diesem Wahnsinn wachsen. Und vergiss die Noten. Konzentriere dich auf den Inhalt. Dieses System lässt jeden "scheitern", der noch ein Leben neben dem Lernen hat. Aber es wird sich auch selbst regulieren, die 1.0 wird wirklich etwas besonderes für Freaks sein. Denk immer an die Juristen und deren Notengebung. :) Alles Gute.
 

Bentliz72

Mitglied
Danke euch allen! Klar bleibt Abends und zwischendrin noch mal Zeit und ich tue auch dann viel, aber ich muss nach der Uni erst mal 30 Minuten abschalten. Die MC-Fragen kommen nicht aus den 70er Jahren, sondern Diagramme die man hinzeichnen soll/muss/kann. Ich habe heute zum Glück jemand getroffen, der mit alte Klausuren für ein Teilfach überlässt. Ich würde, falls es nicht klappt (ich probiere aber die Klausuren gut zu schreiben, dass es klappt), ein Fernstudium in England neben der Arbeit machen (ist teuer und auch nicht einfach). Ich würde es dann aber an der "Open University" machen:

Open University ? Wikipedia
Startseite - Germany - The Open University
Open University - Fernstudium-Infos.de (Erfahrungen)

Und falls es einen helfen sollte: Ich habe auf meinen MP3-Player Texte aus den PDF Scripten/Wikipedia rauskopiert und in das Programm Balabolka (kostenlos Balabolka ) eingefügt und in eine MP3 umwandeln lasse, so dass ich nicht immer den Papierstapel/das Papier vor Augen habe und trotzdem noch etwas lerne (auch im Bus oder beim einkaufen). Natürlich ist die Stimmausgabe nicht perfekt aber es hilft wirklich ;-). Die Stimmen für die Sprachausgabe ist unten auf der Seite verlinkt. Zudem gibt es auf Sprecher Download Stimmen in einer 30 Tage Testversion, die man besser versteht.
 

Bentliz72

Mitglied
Wie gesagt, das Studienfach mach total Spass, ich könnte mir auch nichts anderes derzeit Vorstellen. Aber ich habe mir überlegt, dass ich einfach noch ein Semester dranhänge... . Zur Zeit schwänze ich einige Vorlesungen, die ich auch zuhause bearbeiten kann, so dass ich mehr Zeit zum Lernen habe. Im Bus höhre ich die Sprach MP3s. wechseln darf ich, aber nur in das gleiche Semester und Studienfach und das iat leider selten in dieser Form :(. Falls ich merke, dass es nichts wird - vom Stoff her - schiebe ich die Klausur einfach auf den zweiten Termin (schwerer), wenn der Prof dann sehr viel schwere Fragen stellte, wage ich es sogar, mich zu beschweren ... .
 

vanDark

Aktives Mitglied
Hall nochmal Bentliz72,

danke für den Balabolka-Tipp, das ist echt cool :D

Jedenfalls tust du ja schon alles Menschenmögliche, was ein 24-Stunden-Tag zulässt, so wie ich das lese. Dann häng lieber noch ein Semster ran, bevor du dich kaputtmachst. Deine Gesundheit wirds dir danken.

Und ein Fernstudium ist wirklich anspruchsvoll, das stimmt schon. Das es so teuer ist, ist natürlich unvorteilhaft - aber andererseits bestimmt auch eine große Motivationshilfe, wenn man sich nach einen evtl. 12 Stunden Arbeitstag noch abends zwei Stunden hinsetzen darf und lernen muss, während sich andere auf ein Bier treffen oder die Beine hochlegen.
Das sollte man sich auch gut überlegen.

Deshalb - häng zur Not lieber noch was ran an die Regelstudienzeit und versuche - weiterhin - dein Bestes zu geben. Das kommt dich auf Dauer wahrscheinlich günstiger und wenn dir das Gebiet an sich Spaß macht (was man ja auch nicht von jedem Studenten behaupten kann), dann schaffst du das auch - früher oder später.

Naja, jetzt sind wohl erstmal die Klausuren dran. Mehr, als du schon lernst, bekommt man wohl eh nicht hin und deshalb würde ich einfach mitschreiben, die Ergebnisse abwarten und danach dann abhängig davon überlegen, wie das weitere Studium zeitlich ablaufen soll und ob man sich schon mal drauf einstellen kann, vielleicht ein Jahr länger zu studieren.

LG,
vanDark
 
G

Gast

Gast
Hey,

es sieht ja so aus als wolltest du Naturwissenschaften machen - also macht ein Studienwechsel ja wenig sinn, nur für den fall dass du doch wechseln willst:
Ich glaube dein Vater ist gesetzlich dazu verpflichtet dir je nach seinem Einkommen einen gewissen Unterhalt (bis zu 660 Euro im Monat) zu zahlen!!
Wenn du nebenher arbeitest oder Bafög bekommst, falls dein Vater wenig verdient, dann müsstest du damit ein Studium finanziert bekommen, dein Vater hat da GAR NICHTS zu entscheiden! Und wenn ihr eh schon verkracht seid, kann ja auch nicht mehr viel kaputt gehen.
Das nur dazu, dass er einen Studienwechsel nicht finanziert. Wenn du wechseln willst, dan kannst du das auch!

Viele Grüße :)
 

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