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Mein Neuer Partner nimmt Antidepressiva und will sie unbedingt absetzen weil...

Loona76

Mitglied
Vor 7 Monaten bin ich mit meinem neuen Partner(39) zusammen gekommen. Wir kannten uns zwar schon 5 Jahre aber eher flüchtig.
Eigentlich sollte es nur ein gelegentliches Treffen werden, denn keiner von uns beiden war an einer Beziehung interessiert. Weil er in den letzten 2 Jahren vieles durchgemacht hat. Da war vor 2 Jahren sein suizidversuch nach Trennung von seiner Exfreundin und vor einem Jahr der Tod seines Bruders(ebenfalls suizid).
Sind uns aber dann doch ziehmlich schnell näher gekommen. Und sind sehr verliebt. Allerdings wußt ich vorher nichts um die Geschehnisse der letzten Jahre. Er erzählte mir zwar sehr schnell davon ließ aber den Teil mit seinen Medikamenten (Citalopram dura) weg.
Durch zufall sah ich wie er sie eines Abends einnahm und sprach ihn drauf an. Er erklärte mir das er eine Therapie mache müsse wegen seines Suizidversuchs und sie daher nehmen müßte. Soweit alles ok.
Jetzt mein Problem.
Er möchte die Medikamente unbedingt absetzen weil es eine Nebenwirkung bei ihm gibt mit der er ( irgendwo verständlich) nicht zurecht kommt. Die ihn die letzten 2 Jahre nicht störte weil er ja alleine lebte. Und zwar der Verlust der Libido.
Ich wunderte mich anfangs zwar schon warum es sexuell bei uns beiden nicht so ganz klappen wollte aber nachdem ich mich mit dem Thema Depression beschäftigt hatte und mich auch über sein Medikament informiert hatte wurde es mir schnell klar.
Nach einer Weile sprach er das Thema dann auch von selbst an und teilte mir seine Sorgen und Ängste mit. Ich sagte ihm das ich das verstehen kann und er nichts dafür könnte. Das ich ihn liebe und das kein Grund wäre für mich ihn zu verlassen.
Nur setzt ihm das selbst immer wieder sehr zu und ist dadurch auch sehr eifersüchtig geworden.
Vor einigen Wochen hat er die Tabletten dann eigenmächtig abgesetzt ohne mein Wissen und da ich keine Erfahrung damit hatte was das bewirken kann stand unsere Beziehung für kurze Zeit auf der Kippe. Da er sich von einem auf den anderen Tag um 180° gedreht hat. Ich durfte ihn garnicht mehr berühren, er war extrem schlecht drauf, redete nicht mehr mit mir und gab mir jeden Anlaß zur Eifersucht indem er flirtete was das zeug hält.
Ich unterhielt mich mit einem gemeinsamen Bekannten darüber der selbst vor einigen Jahren diese Tabletten nahm und der konnte mir wenigsten sagen das es daran liegen könnte das er die Tabletten nicht mehr nimmt. Und so war es ja dann auch. Ich war froh das es "nur" daran lag. Jetzt nimmt er sie wieder und wir arbeiten an unserer Beziehung weil wir uns lieben. Aber ich brauch Hilfe und weiß nicht wo ich mich sonst hinwenden könnte als hierher.
Wer kann mir sagen wie ich ihm helfen kann. Denn ich verstehe seine Ängste das unsere Beziehung in die Brüche gehen könnte wenn sexuell so gut wie nichts geht. Mir ist allerdings seine Liebe die er mir und meinen Kindern gibt viel wichtiger als Sex. Denn er ist ein so liebevoller und Herzensguter Mensch den ich um keinen Preis verlieren möchte. Denn das passte bei uns beiden von Anfang an wie "Topf und Deckel" und das ist mir noch nie so passiert. Aber er setzt sich selber so stark unter Druck und ich weis nicht wie ich ihm helfen kann. Jetzt fängt er auch noch an sich zurück zu ziehen und sagte mir er fühle sich als Versager. Ich habe Angst ihn zu verlieren.
 

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Loona76

Mitglied
Hallo Seewolf,

ja er ist noch in Therapie. Er hat sie nochmals um 6 Monate verlängert nachdem wir uns darüber unterhalten haben. Obwohl er wie er selbst sagt einfach Therapiemüde ist und es so oft um Themen geht in seiner Gruppe die ihn nicht interessieren oder ihn so garnicht betreffen.
 

lionhead

Mitglied
kompetent bin ich auch nicht, aber ich hab eine Idee was du machen kannst, wenn er sich nicht davon abbringen läßt:
rede mit ihm.. er soll dir erzählen, wie er vorher war. Vor den Antidepressiva.. Du siehst / er sieht ja den Vergleich zum Jetzt, wo er dieAntidepressiva nimmt.
Du schreibst dir das alles auf - das vorer und das jetzt, und zwar allein, nach dem Gespräch. Wenn er sie dan absetzt und sich nach ein paar Wochen zu verändern beginnt, kannst du mit ihm reden.. kannst ihm seine eigenen Worte und Formulierungen wiederholen (nicht vorlesen) und darauf hoffen, dass er folgen kann und erkennt.

Ist aber eher so alsNotfalllösung oder Plan B zu verstehen.

cu, lionhead
 

ramona

Aktives Mitglied
Hallo,

solche Medikamente sollten wenn nur langsam abgesetzt werden.

Habt ihr schon mal überlegt auf ein anderes Medikament umzusteigen, das seiner Libido nicht so schadet??
 

Tuesday

Aktives Mitglied
Hallo,


dein Freund muss auf jeden Fall mit dem Arzt reden, der dieses Medikament verschrieben hat.

Eine aprupte Absetzung des Medikaments kann zu einem Selbstmord führen. Mach das deinem Freund klar. Und mach ihm klar, dass du nicht die Verantwortung dafür tragen möchtest, dass es ihm schlecht geht oder er sich gar umbringt.

Der Arzt kann ihm, wie ramona schon schreibt, ein anderes Mittel verschreiben. Dann treten diese Schwierigkeiten erst gar nicht auf.

Kann es sein, dass dein Freund Gruppentherapie macht? Das ist nicht für jeden geeignet. Du solltest ihm vorschlagen, ob er sich einen Therapeuten suchen möchte. Ist er schon in Einzeltherapie, sollte er sich jemand anderen suchen.

Ein bisschen könnte es sein, dass er dich nur als Ausrede benutzt, weil ihm die Therapie nicht ganz behagt. Sie ist schwierig, sie tut weh. Da verliert man leicht schon mal die Lust. Lass dich da nicht von ihm benutzen.


Tuesday
 

Leyla02

Mitglied
hey!

Hatte auch mal eienen Partner, der 4 verschiedene Sorten Antidepressiva genommen hat! Er war auch extrem eifersüchtig, hatte oft keinen Bock auf Sex und hatte extreme Stimmungsschwankungen!
Mit ihm wurde ich nicht glücklich, im Gegenteil, es war die Hölle auf Erden!
Mal war er extrem lieb, nannte mich seine Prinzessein und ein anderes Mal beschimpfte er mich bis aufs Blut, OHNE GRUND!
ich kann Dir - rein aus meiner Erfahrung mit solchen Typen, die das Zeug nehmen - nur raten: Such Dir einen "normalen" Mann! Mit so einem wirst Du nicht glücklich! (meine Meinung)
 

Loona76

Mitglied
Hallo Ramona,

Das ich nicht möchte das er die Tabletten einfach so absetzt habe ich ihm so denke sehr deutlich klar gemacht.
Und hatte ihm ebenfalls vorgeschlagen die Dosis langsam zu verringern um zu sehen wie es ihm damit geht.
Und vor allem mit seiner Therapeutin darüber zu sprechen.
Nur wie es nunmal bei Männern so ist ( und ich kann ihn da verstehen) ist es ihm peinlich mit seiner Ärztin darüber zu reden.
Und ich habe kein recht mich da irgendwie einzumischen. Ich hoffe einfach das er selbst an den Punkt kommt an dem er von selbst über seinen Schatten springen kann. Denn ich möchte ihn nicht noch mehr unter Druck setzen.
 
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Loona76

Mitglied
Hi Tuesday,

erstmal ja er macht eine Gruppentherapie.
Ist jetzt bereits das 3. Jahr dabei. Er sagte mir das er zwar nicht gern hingehen würde ihm es aber dennoch schon sehr geholfen hätte.
Darum habe ich mich bisher auch in keinerlei Weise eingemischt. Ich denke das steht mir einfach nicht zu.
Er muß selber wissen ob es gut für ihn ist.
Wie gesagt wir sind erst seit 7 Monaten zusammen und ich habe keinerlei Erfahrung wie es ist mit jemandem zu leben der unter Depressionen leidet b.z.w. Antidepressiva nimmt.
Die Tabletten nimmt er ja nun zum Glück wieder und ich werd besser auf ihn "aufpassen" müssen damit er nicht nochmal solche Dummheiten macht.
Und vielleicht bekomme ich ihn ja doch noch dazu das er mit seiner Ärztin redet. Aber das wird noch vieler Gespräche bedürfen.
LG
 
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