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Mein Leben und ich

S

Strange_Life

Gast
Hallo Community,
ich habe einfach keinen mit dem ich ernsthaft mal über meine Probleme reden kann deswegen bin ich hier. Ich hoffe ihr nehmt meinen Beitrag ernst und könnt mir ein bisschen helfen.

Mein Name tut nichts zur Sache, ich bin 25 Jahre alt und wohne mittlerweile wieder in meinem Dorf im Westerwald. Nun alles hat seinen Anfang so auch meine Geschichte.
Mit 20 bin ich von Zuhause ausgezogen da ich nicht mehr erwünscht war. Ich habe die Ausbildung zum Erzieher angefangen und zog während meiner Ausbildung den Rhein rauf und runter. Ich glaube in den letzten 5 Jahren bin ich sieben Mal umgezogen.

Dadurch war es für mich nicht wirklich möglich meine Freunde weiter zu besuchen, der Kontakt brach ab.
Ich weiß nicht wann, aber irgendwann hörte ich auf raus zu gehen und neue Leute kennen zu lernen, es nützt ja eh nichts, dachte ich mir, wenn ich demnächst wieder umziehen werde.
So verbrachte ich die Zeit lieber in meiner Wohnung am PC spielte den Tag vor mich hin und die Zeit verflog. Ich wünsche mir heute, dass ich nie die Ausbildung angefangen hätte, dass ich Zuhause geblieben wäre und weiterhin meine Freunde gesehen hätte, oder das ich doch raus gegangen wäre und Leute kennen gelernt hätte.
Ja, wenn das Wörtchen hätte nicht wäre, wäre alles super.
Nun hat sich alles so weiter entwickelt wie es kommen muss, ich zog die Ausbildung durch, arbeitete zwei Jahre und meine einzigen sozialen Kontakte waren meine Kolleginnen mit denen ich nicht sonderlich gut auskam.
Seit März bin ich jetzt Krank geschrieben; Ich habe Depressionen, wollte mir das Leben nehmen und entschloss mich dazu in eine Klinik zu gehen. Drei lange Wochen war ich da und es hat nichts gebracht, ich ging in die Reha 12 Wochen und es wurde ein bisschen besser.
Jetzt bin ich seit 1 1/2 Monaten wieder raus und es verschlechtert sich wieder. Suche ich mir Professionelle Hilfe, werde ich auf bis zu 9 Monaten Wartezeit vertröstet.
In meinem Beruf zurück kehren kommt erstmal nicht in Frage, vielleicht ein Studium? Aber ich kann zurzeit nicht wie gerne ich auch würde.

In der Klinik im März lernte ich auch meine (Ex) kennen. Wir waren bis vor kurzem zusammen dann zog auch sie weg und sie trennte sich (Fernbeziehung) mit dem scheiss paradox dass sie mich trotzdem lieben würde und vermissen würde.
Ich sitze nun also wieder alleine mit meinem einzigen Freund, meinem Hund in meiner Wohnung und lasse die Tage an mir vorbei streichen.

Gehe ich raus und versuche Menschen kennen zu lernen, klappt das nicht... Ich habe einfach viel zu viel Zeit am Computer verbracht und irgendwie klappt gar nichts mehr.
 

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Ccs

Mitglied
Was mir dazu einfällt ist folgendes: Wenn etwas über lange Zeit schief gelaufen ist, sich schlechte Muster eingeschliffen haben, dann sollte man mit nochmal soviel Zeit rechnen, bis diese durch etwas Neues, Besseres ersetzt werden. Und es bedeutet Arbeit, verdammt viel Arbeit. Es bedeutet Rückschläge, am Rande Wahnsinns stehen, wenn überhaupt nur Stückchenweise vorankommen, naja du weißt schon, was ich sagen will. Mir fällt es manchmal einfacher, wenn ich mir das immer wieder bewusst mache, denn so mittendrin vergisst man oft Schritt für Schritt zu gehen. Und zwar kleine Schritte.

Ich habe auch das Isolationsproblem (mittlerweile mehr als 10 Umzüge) , dass dadurch verstärkt wird, dass mir auch der Kontakt nicht einfach Freude bereitet. Im Gegenteil! Der Kontak mit anderen ist von Unsicherheiten und schlechten Gefühlen geprägt. Stundenlanges grübeln im Nachhinein, was die anderen von mir denken könnten usw. eben. Aber im Sport bin ich ein fleißiger Trainierer und jetzt habe ich mir gesagt, dass ich versuchen will, den Kontakt auch als Training zu sehen. Als hartes Training, dass nicht immer Spaß macht. Dir alles Gute.
 
L

Lenja

Gast
Du schreibst "mein Leben und ich", - so als ob du und dein Leben euch getrennt hättet .. Und so wirkt auch mich dein Beitrag. Du streckst deine Hände, um dein Leben zu greifen, doch es ist zu weit entfernt und deine Hände bleiben leer.

So würde es vielleicht wichtig für dich zuerst diese Entfernung zu verringern, nach Situationen und Erfahrungen suchen, die euch allmählich einander näher bringen. Viellicht muss du dich dabei mehr öffnen und ihm Schritt für Schritt näher kommen, oder es muss sich im Bezug auf dich so verändern, dass es dir näher wird. Oder beides?

Alles Gute dir :)
Lenja
 

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