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Mein Leben ist vorbei - ich habe versagt.

V

Versagerfürimmer

Gast
Hallo,

erst einmal möchte ich erwähnen, dass ich gerade eine Psychotherapie begonnen habe. Leider kommen die negativen Gedanken wieder und wieder zurück. Ich möchte euch eine Geschichte erzählen, die mich nicht mehr los lässt und ich denke, dass es mich ein Leben lang begleiten wird. Deshalb weiß ich nicht, ob es so viel Sinn macht, mein ganzes Leben auf dieser Erde zu verbringen oder ob ich vielleicht doch einen anderen Ausweg wählen sollte. Gerade jetzt in dieser grausamen Zeit, die uns noch sehr lange erhalten bleiben wird.

Ich habe zweimal hintereinander auf ganzer Linie versagt. Warum gibt man mir diese unlösbaren Aufgaben, obwohl ich selbst einen blutigen Krieg mit mir führe und voller Selbstzweifel bin? Ich war zwanzig Jahre alt und das erste Mal allein in dieser großen weiten Welt, als ich mitten in der Nacht in das Gemeinschaftsbadezimmer gegangen bin und dort lag dann ein Besoffener in der Dusche. Ich habe mich nur im Spiegel angeschaut und nichts gemacht, weil ich total mit der Situation überfordert war. Dann kam schon jemand herein und hat ihm geholfen. Er war nur eingeschlafen. Mir wurde dann gesagt, dass ich ein "schrecklicher Mensch sei" und vielleicht lieber selber sterben sollte. Das war alles andere als menschlich von mir, was ich gemacht habe. Wäre das nicht genug, bin ich ein paar Wochen später durch eine Großstadt mit sehr vielen Obdachlosen und Drogensüchtigen gelaufen. Dann war ich auf einer öffentlichen Toilette und ich konnte es nicht richtig sehen, aber hinter der Tür lag ein Obdachloser. Mir war die Situation unheimlich, ich hatte Angst und bin hinaus geflüchtet. Jetzt habe ich schon zum zweiten Mal versagt.

Es wäre doch das Beste, wenn ich meinem Ableben ein frühzeitig Ende mache? Ich kann nicht mehr. Ich weiß nicht mehr weiter. Für mein Verhalten gibt es keine Entschuldigung und ist unverzeihbar. Ich möchte nicht mehr. Es ist vorbei. Ich habe zu viele Fehler gemacht.

Vielen Dank, dass ihr euch meinen Text durchgelesen habt.
 

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C

Christine

Gast
Hallo

Es gibt immer Hoffnung. Und auch Vergebung.
Schau mal bei Youtube nach :
Erf menschgott

Da sind soviele Berichte von Menschen und augenschelinlich unüberwindbaren, hoffnungslosen Situationen.

Jesus ist die Antwort!
 

dr.superman

Aktives Mitglied
du bist an zwei Fällen vorbei, bei denen du nciht helfen konntest, warum, weshalb, spielt keine rolle.
das machen alle leute jeden tag 1000x - sonst würde jeder sein ganzes Geld an Kinder in Afrika spenden, einem Obdachlosen zum Essen einladen, Schülern am Nachmittag Nachhilfe geben, Leute auf der Straße mit Blutdruckmessgerät verfolgen....
es ist nicht möglich, ständig und immer super optimal für andere da zu sein. wenn das nicht immer klappt, muss man sein Leben deswegen nicht beenden.
Wenn Du der "Gelegenheit" nachtrauerst, kompensiere, indem Du ein paar Tage in einer Suppenküche oder ähnliches arbeitest. oder Dir ein soziales Projekt suchst.
 

Kampfmaus

Aktives Mitglied
Hallo,

erst einmal möchte ich erwähnen, dass ich gerade eine Psychotherapie begonnen habe. Leider kommen die negativen Gedanken wieder und wieder zurück. Ich möchte euch eine Geschichte erzählen, die mich nicht mehr los lässt und ich denke, dass es mich ein Leben lang begleiten wird. Deshalb weiß ich nicht, ob es so viel Sinn macht, mein ganzes Leben auf dieser Erde zu verbringen oder ob ich vielleicht doch einen anderen Ausweg wählen sollte. Gerade jetzt in dieser grausamen Zeit, die uns noch sehr lange erhalten bleiben wird.

Ich habe zweimal hintereinander auf ganzer Linie versagt. Warum gibt man mir diese unlösbaren Aufgaben, obwohl ich selbst einen blutigen Krieg mit mir führe und voller Selbstzweifel bin? Ich war zwanzig Jahre alt und das erste Mal allein in dieser großen weiten Welt, als ich mitten in der Nacht in das Gemeinschaftsbadezimmer gegangen bin und dort lag dann ein Besoffener in der Dusche. Ich habe mich nur im Spiegel angeschaut und nichts gemacht, weil ich total mit der Situation überfordert war. Dann kam schon jemand herein und hat ihm geholfen. Er war nur eingeschlafen. Mir wurde dann gesagt, dass ich ein "schrecklicher Mensch sei" und vielleicht lieber selber sterben sollte. Das war alles andere als menschlich von mir, was ich gemacht habe. Wäre das nicht genug, bin ich ein paar Wochen später durch eine Großstadt mit sehr vielen Obdachlosen und Drogensüchtigen gelaufen. Dann war ich auf einer öffentlichen Toilette und ich konnte es nicht richtig sehen, aber hinter der Tür lag ein Obdachloser. Mir war die Situation unheimlich, ich hatte Angst und bin hinaus geflüchtet. Jetzt habe ich schon zum zweiten Mal versagt.

Es wäre doch das Beste, wenn ich meinem Ableben ein frühzeitig Ende mache? Ich kann nicht mehr. Ich weiß nicht mehr weiter. Für mein Verhalten gibt es keine Entschuldigung und ist unverzeihbar. Ich möchte nicht mehr. Es ist vorbei. Ich habe zu viele Fehler gemacht.

Vielen Dank, dass ihr euch meinen Text durchgelesen habt.
Hey,

du bist kein Versager. Diese Reaktionen waren vollkommen normal. Es ist menschlich, dass man erstmal geschockt ist und nicht weiß was man machen soll. Mach dir nicht zu viele Vorwürfe und lass dich nicht ärgern. Du bist gut so wie du bist. Außerdem darf man Fehler machen. Jeder macht Fehler. Sonst wäre die Welt ganz schön langweilig oder...? Wenn du so dunkle Gedanken hast, solltest du dir professionelle Hilfe suchen.

Liebe Grüße,
Kampfmaus
 

Schokoschnute

Aktives Mitglied
..doch es ist Verzeihbar.
Manche Menschen brauchen mehrere Anläufe^^
Versagen und Fehler machen wir alle immer wieder in den verschiedenensten Bereichen des Lebens.
Deswegen ist man kein schlechterer Mensch.
Viele Dinge sind nicht Vertraut, erschrecken einen oder man ist auf spontanes nicht Vorbereitet.

Stelle dir diese Situationen noch mehrmals vor, und stelle dir vor ..was du machen könntest.
Wenn du selber keine Berührungen zu Menschen herstellen möchtest ist das auch ok, nur eben in Notsituationen immer Hilfe von anderen holen und nicht auf den Boden liegende Menschen einfach ignorieren.
Vllt würde dir auch ein erste Hilfe Kurs helfen mit solchen Situationen besser umzugehen.

Nun ist wegen deiner nicht gegebenen Hilfeleistung keiner gestorben, sei nicht so Streng mit dir.
Das Leben geht weiter und wird noch viele Überraschungen parat haben, Positiv wie Negativ.
Lerne daraus..
 
M

Mastermeinder

Gast
Fehler sind kein Versagen, die sagen uns nur das wir ein andres Herangehen an die Situation brauchen.
Aus Fehlern lernst du, es anders zu machen, nicht das aufgeben:
Das kann jeder und sagen, hat eh keinen Zweck.
Hättest du aufgegeben, würdest du wohl hier nicht schreiben, sondern das END-Ziel erreicht.
Was verdrängst du in dein Inneres, indem du dich auf auf Äußerlichkeiten fixierst , die du eh nicht lösen oder ändern kannst.
Eine nicht seltene Form der Selbstbestrafung, Kasteiung, Schuld, um auch zu leiden.
Nur wem hilfst du damit, dir nicht und auch denen nicht, die du da anführst, denen nicht geholfen zu haben.
Der Eindruck von Glück und Zufriedenheit, den wir bei unseren Eltern erlebt haben, ist eine unbewusste Richtschnur, wie viel Glück und Zufriedenheit uns „zusteht“, was wir uns gönnen bzw. gönnen dürfen und was nicht.
Selbstablehnung, Selbstkritik und Selbsthass – woher kommen diese selbst zerstörenden Gefühle?
Selbstablehnung und Selbstkritik – wie entstehen sie? (palverlag.de)
 

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