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Mein Leben ist sch****e

linerunner

Neues Mitglied
Hey.
Ich hab da 'n Problemchen, ich bin extrem unzufrieden mit meinem Leben.
Ich werd euch einfach von meinem Leben erzählen, vielleicht hat ja jemand 'nen Rat...
Also, fang ich mal mit dem Anfang meiner Schulzeit an.
Die 1. Klasse war noch super, doch dann zogen wir um.
In der neuen Schule wurde ich gemobbt, da ich als Kind ziemlich übergewichtig war und sich außerdem schon eine Art Klassengemeinschaft gebildet hatte, in die ich leider nichtmehr hinein kam.
Naja, irgendwann war diese Zeit vorbei und ich kam in der 5. auf eine neue Schule. Dort war die Welt dann auch halbwegs in Ordnung.
Bedingt durch die Trennung meiner Eltern zogen wir dann nach diesem Jahr jedoch um, von Niedersachsen nach Nordrhein-Westfalen, weshalb ich erneut die Schule wechseln musste.
In der neuen Schule gab es dann das selbe Problem wie in der Grundschule, ich wurde gemobbt. Diesmal aber so extrem, dass meine Leistungen stark abschwächten und ich von der Realschule auf eine Hauptschule musste.
Diese Hauptschule wiederum war super. Ich fand Freunde, hatte dann (mit 15, sie war 16) sogar meine 1. Freundin.
Leider nutzte sie mein Vertrauen aus und hat mich betrogen...
Kurz darauf zogen wir erneut um, wegen des neuen Lebensgefährten meiner Mutter, von der Stadt aufs Land.
In der neuen Schule fand ich keinen Anschluss, war quasi der Außenseiter. Aber wenigstens wurde ich in Ruhe gelassen...
Naja, nun wechselte ich von der Hauptschule aufs Gymnasium, was bisher auch gut geklappt hat, bin in der 13 und werd, wie es bisher aussieht, 'nen relativ gutes Abi schaffen.
Aber auch hier hab ich das Problem, dass ich einfach keine zwischenmenschlichen Beziehungen mehr eingehen kann...
Egal wie sehr ich es versuche, ich kann Menschen nichtmehr vertrauen.
Nach außen tu ich so, als würde mich das alles garnicht interessieren, ich hab eine riesen große Mauer aufgebaut, durch die ich keinen gehen lasse... Vor außen betrachtet recht imposant, aber im inneren liegt alles brach. :(
Bisher ist das noch niemandem aufgefallen, mal abgesehen von meiner Mutter. Sie hat mich letztens drauf angesprochen und sich selbst letztendlich die Schuld dafür gegeben, was natürlich totaler Schwachsinn ist. Aber ich habs nich übers Herz gebracht ihr die ganze Geschichte zu erzählen. ;(

Nun denn, jetzt sitze ich hier. Im Grunde total isoliert von der Außenwelt, in meiner eigenen kleinen Welt und bin einsam. Jeder Versuch Freunde zu finden scheitert, da ich extrem schüchtern geworden bin und somit die Kontaktaufnahme etwas schwierig ist.
Natürlich gibt es Leute, mit denen ich rede... Und mit diesen Leuten hab ich auch sowas wie ein freundschaftliches Verhätlnis, aber irgendwie bin ich damit nicht zufrieden.

Und die Liebe...
Nach nunmehr fast vier Jahren hab ich vor knapp 4 Wochen ein Mädchen kennengelernt, mit dem ich mir vorstellen könnte eine Beziehung einzugehen.
Aber ich kann es ihr nicht zeigen, ich hab Angst vor Zurückweisung. Und die "rangezüchtete" Schüchternheit kommt dann noch dazu.

Mein Selbstvertrauen ist durch die vielen Jahre Mobbing ziemlich dahin.

Ich stehe kurz vorm Abschluss und bin in einer Phase, in der ich einfach keine Lust mehr auf garnichts hab. Ich kann mich nicht dazu durchringen etwas zu tun.
Was ich nach der Schule machen will weiß ich auch noch nicht, ich hab sowieso Zweifel an meinen Fähigkeiten...

Ich hab keine Lust mehr, ich hab ganz einfach keine Lust mehr... :(

Naja, vielleicht liest das hier ja der ein oder andere und hat Lust etwas dazu zu schreiben. Ich für meinen Teil würde mich sehr darüber freuen.

lg,
linerunner
 

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karma

Aktives Mitglied
Du wurdest von Kind an gemobbt und das hinterläßt Spuren. Spuren die du spürst. Dich begleiten Angst und Nähe vor Menschen. Vertrauen das du nicht hast und Zuversicht das sich was ändert. Als erstes würde ich dir raten deinen Lieben die um dich herum sind die Wahrheit zu sagen. Denn durch das Verständnis und der Zuneigung deiner Verwandten wissen sie endlich was dich bedrückt. Denn als Mutter ist man hilflos wenn das eigene Kind nichts sagt. Und wie soll man auch für seinen Sohn da sein und ihn beschützen wenn man nichts weiß. Das ist das erste. Offen sein.

Und dann vielleicht im Neuen Jahr einen Therapeuten suchen der das Spezialgebiet Mobbingopfer hat. Du kannst dir auch ein Hobby suchen. Bist du mal als Gruppenleiter bei einem Ferienlager mitgefahren. Dort kannst du herausfinden was in dir steckt. Mußt nur in der Kirche in deinem Ort nachfragen. Dort gibt es Jugengruppen die vieles miteinander machen. Viele sind genau wie du. Schüchtern, Zurückhaltend und einsam. Viele denken die beten dort den ganzen Tag und reden nur über Gott. Aber das stimmt nicht. Ich bin in einer Gruppe gewesen. Wir hatten Spaß und haben viele Projekte gemacht. Ich wurde auf Partys eingeladen und dort herschte Freundlichkeit, Offenheit, Gleichberechtigung und dort ist man ein Mensch ob arm oder reich, das ist egal.


Frage nach du hast nichts zu verlieren aber du gewinnst dort Freunde. Richtige Freunde die für dich da sind, wenn es dir mal schlecht geht.

Karma
 

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