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Mein Freund und ich haben beide psychische Probleme und es kommt öfter zu Streitx

Mädel96

Neues Mitglied
Hallo, ich hab meinen Freund vor 1,5 Jahren im Internet kennen gelernt und wohnen seit ein paar Monaten auch zusammen. Wir lieben uns sehr und haben von Anfang an viel gekuschelt und wissen alles voneinander. Mein Freund hatte eine furchtbare Kindheit und leidet deswegen an PTBS. Er ist austherapiert soweit es eben möglich ist. Ich habe Probleme mit meinem Selbstwertgefühl, also Versagensängste und bin deswegen seit kurzem auch in Behandlung. Im Alltag ist es nämlich so: Ich bin eher ein Macher-Typ und habe wenig Geduld, will aber viel auf einmal erledigen. Das führt dazu dass ich Dinge z.b. im Haushalt nicht ordentlich mache oder besser gesagt erst mache bevor ich überlege. Und das führt immer wieder dazu dass wir uns streiten und dann heule ich rum und verspreche mich zu ändern und dann passiert es wieder und wieder. Mein Freund sagt dann er kann mir nicht vertrauen und in dem Moment kann er sich auch nicht zurück nehmen. Klingt übertrieben aber so ist er teilweise durch seine Psyche. Er nimmt mich in den Arm wenn ich heulend wieder mal eine große Rede halte, von wegen "Ich änder mich, gib mir Zeit..."
Wahrscheinlich kann ich mich aber nicht so sehr verändern um dieses Problem für immer zu lösen, ich bin nunmal anders als er in meiner Denkensart. Was kann ich tun damit er nicht von mir enttäuscht wird?
 

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Styx.85

Aktives Mitglied
Ich finde es übertrieben, jemandem grundlegend das Vertrauen abzusprechen, wenn irgendetwas im Haushalt nicht passt. Das wäre ein wichtiger Punkt, den du mal bei ihm ansprechen solltest.

Man droht nicht gleich mit Vertrauensentzug, wenn eine Pfanne nicht richtig eingeräumt ist oder die Gläser noch Schlieren haben. So ein Verhalten deutet meist auf ein tiefgründigeres Problem hin. Da hilft nur reden, reden, reden und zwar sachlich außerhalb einer emotionalen Ausnahmesituation. Am besten mal Abends wenn die Grundstimmung gut ist ruhig und sachlich, vielleicht bei einem guten Essen ansprechen...

Desweiteren schließe ich mich @Binchy dahingehend an, dass man grundsätzlich nichts versprechen sollte, was man nicht halten kann oder möchte. Lasse die Versprechungen. Es kann sogar gut sein, dass dein Freund von den immer wiederkommenen, gebrochenen Versprechungen mehr enttäuscht ist, als von dem eigentlichen Problem... Lass die Versprechungen einfach. Du bist du und er ist er.

Wenn es besondere Felder gibt in denen er sich von deinem Verhalten gestört fühlt und umgekehrt, dann teil Arbeit und Zuständigkeiten im Haushalt und darüber hinaus eindeutig auf. Jeder verantwortet sein Gebiet und gut ist.
 

BlueShepherd

Aktives Mitglied
Beobachte dich mal genau wenn du aufräumst. Was schaffst du? und wie schaffst du das?
Schreib genau das auf einen Plan und wenn du diese Arbeit erledigt hast (so wie du es auf den Plan geschrieben hast) Hacke es ab.

Wenn du das eine Zeit lang so durchhältst, wirst du sehen wie du dich sicherer fühlst und du musst deinen freund nicht mehr belügen. Du machst das was du schaffst. Fertig.

Du kannst dann immer mehr und mehr den Plan verfeinern, bist du alles so schaffst wie du es willst und es für DICH Perfekt ist.

Mache deinem Freund klar, das du ihm keine Versprechen mehr machen möchtest die du wahrscheinlich nicht halten kannst. Sage ihm, das du das tust was du im Moment kannst und schaffst. Wenn es ihm nicht ausreichen sollte, muss er selbst den Rest erledigen.

Wenn du dich darauf fokussierst ein Ziel zu erreichen, was du nicht schaffst und auch noch selbst weist das du deinen Freund wieder enttäuschst, kommst du nie aus der Spirale raus. Mach das was du kannst. Sei stolz darauf. Gewinne an Routine und Selbstbewusstsein. Baue darauf auf. Du wirst immer mehr und mehr erreichen und auch mehr in dir ruhen.
 

Binchy

Aktives Mitglied
Ich schliesse mich meinen VorrednernInnen an. Wichtig sind kleine Schritte, Minischritte, beim Aufräumen wie auch sonst. Überfordere dich nicht, das tut man oft, wenn man unter Versagensangst leidet.

Statt zu sagen: ich will mich ändern lieber sagen: ich ändere jetzt dieses konkrete Verhalten. Und belohne dich, wenn du es schaffst. Und wenn nicht, neu anfangen ohne dich zu verurteilen
 

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